7213#1. Samuel,1,1#1. ES war ein Mann von Ramatajim-Zofim-a-, vom Gebirge Ephraim-b-, und sein Name war Elkana-c-, ein Sohn des Jeroham, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus-c-, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter-1d-. -1) im Hebr. steht eine Kurzform: Ephratiter. a) V. 19.   b) 1.Sam. 9,4; Ri. 4,5.   c) 1.Chr. 6,12.19.20.   d) 1.Sam. 17,12; Ri. 12,5.
7214#1. Samuel,1,2#2. Und er hatte zwei Frauen: der Name der einen war Hanna und der Name der anderen Peninna; Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder-a-. -a) 1.Mo. 11,30.
7215#1. Samuel,1,3#3. Und dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinauf, um den HERRN der Heerscharen anzubeten und ihm in Silo-a- zu opfern-1b-. Dort aber waren die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinehas, Priester des HERRN. -1) o: schlachten.   a) Jos. 18,1.   b) 1.Sam. 2,19.
7216#1. Samuel,1,4#4. Und es geschah (immer) an dem Tag, wenn Elkana opferte-1-, dann gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern (die ihnen zukommenden) Anteile-2-; -1) o: schlachtete.   2) d.i. Opferfleisch.
7217#1. Samuel,1,5#5. aber Hanna gab er den doppelten Anteil-1a-. Denn Hanna hatte er lieb; aber der HERR hatte ihren Mutterleib verschlossen-b-. -1) Vul: ein Stück mit Kummer. a) 1.Mo. 43,34.   b) 1.Mo. 11,30.
7218#1. Samuel,1,6#6. Und ihre Widersacherin reizte-1- sie mit vielen Kränkungen-a-, um sie zu demütigen, weil-2- der HERR ihren Mutterleib verschlossen hatte. -1) w: kränkte.   2) o: weil sie sich bedrückt zeigte, daß.   a) 1.Sam. 2,1.
7219#1. Samuel,1,7#7. So geschah es Jahr für Jahr, immer, wenn sie zum Haus des HERRN hinaufzog, reizte-1- jene sie-a-. Dann weinte sie und aß nicht-b-. -1) w: kränkte.   a) 1.Sam. 2,1.   b) Ps. 102,5.
7220#1. Samuel,1,8#8. Aber Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum ißt du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne-a-? -a) Ruth 4,15.
7221#1. Samuel,1,9#9. Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Der Priester Eli aber saß auf einem Stuhl am Türpfosten des Tempels des HERRN.
7222#1. Samuel,1,10#10. Und sie war in ihrer Seele verbittert-a-, und sie betete zum HERRN und weinte sehr.-b- -a) 1.Mo. 30,1; Hiob 7,11.   b) Jak. 5,13.
7223#1. Samuel,1,11#11. Und sie legte ein Gelübde ab-1a- und sprach: HERR der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen-b- und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen-2- geben wirst, so will ich ihn dem HERRN alle Tage seines Lebens geben. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen. -1) w: gelobte ein Gelübde.  2) w: männlichen Samen.  a) 1.Mo. 28,20; 4.Mo. 30,7-9; Spr. 31,2.  b) 1.Mo. 29,32; Ri. 13,5.
7224#1. Samuel,1,12#12. Und es geschah, als sie lange vor dem HERRN betete-a-, achtete Eli auf ihren Mund. -a) Röm. 12,12.
7225#1. Samuel,1,13#13. Hanna aber redete in ihrem Herzen-a-. Ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme hörte man nicht. Da meinte Eli, sie sei betrunken, -a) 1.Mo. 24,45.
7226#1. Samuel,1,14#14. und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du dich wie eine Betrunkene benehmen? Mach, daß du deinen Rausch los wirst-1-! -1) w: Gib deinen Wein von dir!
7227#1. Samuel,1,15#15. Aber Hanna antwortete und sagte: Nein, mein Herr! Ich bin (nichts anderes als) eine betrübte Frau-1a-. Wein und Rauschtrank habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz-2- vor dem HERRN ausgeschüttet-b-. -1) w: eine Frau mit beschwertem Geist.  2) o: meine Seele. a) Spr. 14,10.    b) Ps. 62,9; Phil. 4,6.
7228#1. Samuel,1,16#16. Halte deine Magd nicht für eine verkommene Frau-1a-! Denn aus meinem großen Kummer-2- und Herzeleid habe ich so lange geredet. -1) w: Tochter der Bosheit.   2) w: aus der Fülle meines Kummers.   a) 5.Mo. 13,14.
7229#1. Samuel,1,17#17. Eli antwortete und sagte: Geh hin in Frieden!-a- Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfüllen, die du von ihm erbeten hast.-b- -a) 1.Sam. 20,42; 25,35; 29,7; 2.Sam. 15,9; Mk. 5,34. b) Ps. 20,5.
7230#1. Samuel,1,18#18. Sie sagte: Laß deine Magd Gunst finden vor deinen Augen-a-! Und die Frau ging ihres Weges und aß und hatte nicht mehr ein (so trauriges) Gesicht-1b-. -1) w: und ihr Gesicht war nicht mehr so (traurig). a) 1.Mo. 32,6; Ruth 2,13.   b) Ps. 34,6.
7231#1. Samuel,1,19#19. Und sie machten sich am (nächsten) Morgen früh auf und beteten an vor dem HERRN. Und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama-a-. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau; und der HERR dachte an sie-b-. -a) 1.Sam. 1,1; 1.Sam. 2,11.20; 7,17; 8,4; 15,34; 16,13; 19,18; 25,1; Jos. 18,25.   b) 1.Mo. 30,22.
7232#1. Samuel,1,20#20. Und Hanna wurde schwanger. Und als die Tage um waren-1-, gebar sie einen Sohn. Und sie gab ihm den Namen Samuel-2a-: Denn vom HERRN habe ich ihn erbeten-b-. -1) w: Und es geschah nach Umlauf der Tage; d.h. vlt: als ein Jahr um war.   2) o: Schemuel; d.h. von Gott erhört. a) Hebr. 11,32.   b) 1.Chr. 4,10; Ps. 120,1; Mt. 7,7.
7233#1. Samuel,1,21#21. Und der Mann Elkana zog mit seinem ganzen Haus (wieder) hinauf, um dem HERRN das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde (zu erfüllen)-a-. -a) 5.Mo. 12,6.
7234#1. Samuel,1,22#22. Aber Hanna ging nicht mit hinauf; sondern sie sagte zu ihrem Mann: Wenn der Junge entwöhnt ist, will ich ihn bringen, daß er vor dem HERRN erscheint und dort für immer-1- bleibt. -1) w: auf ewig.
7235#1. Samuel,1,23#23. Und ihr Mann Elkana sagte zu ihr: Tu, was gut ist in deinen Augen-a-! Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast! Nur möge der HERR sein Wort aufrechthalten-b-! So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. -a) 1.Sam. 14,36.40; 4.Mo. 30,8.   b) 2.Sam. 7,25.
7236#1. Samuel,1,24#24. Und als sie ihn entwöhnt hatte-a-, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo - dazu drei Stiere-1- und ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein - und brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Junge aber war noch jung. -1) LXX: einen dreijährigen Stier.   a) 1.Mo. 21,8.
7237#1. Samuel,1,25#25. Und sie schlachteten den Stier und brachten den Jungen zu Eli.
7238#1. Samuel,1,26#26. Und sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr du lebst-1a-, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum HERRN zu beten. -1) w: so wahr deine Seele lebt. a) 1.Sam. 17,55; 20,3; 25,26; 2.Sam. 11,11; 2.Kön. 2,2.4.6.
7239#1. Samuel,1,27#27. Um diesen Jungen habe ich gebetet, und der HERR hat mir meine Bitte erfüllt, die ich von ihm erbeten habe-a-. -a) 1.Chr. 4,10; Ps. 120,1; Mt. 7,7.
7240#1. Samuel,1,28#28. So habe auch --ich- ihn dem HERRN wiedergegeben. All die Tage, die er lebt, soll er dem HERRN gehören-1a-. Und sie beteten dort den HERRN an-b-. -1) V. 27b u. 28 w: und der HERR hat mir meine Bitte -+gewährt-, die ich von ihm -+erbeten- habe. Und auch ich habe ihn dem HERRN (zurück)-+gewährt-. Alle Tage, die er lebt, sei er ein dem HERRN -+Gewährter-. a) 1.Sam. 2,20; 4.Mo. 6,8.   b) Ri. 7,15.
7241#1. Samuel,2,1#1. UND Hanna betete und sprach: Mein Herz frohlockt in dem HERRN, mein Horn-a- ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan gegen meine Feinde-b-, denn ich freue mich über deine Hilfe-c-. -a) Ps. 89,18.   b) 1.Sam. 1,6.7.   c) 2.Chr. 20,27; Ps. 21,2; 35,9.
7242#1. Samuel,2,2#2. Keiner ist so heilig wie der HERR-a-, denn außer dir ist keiner-b-. Und kein Fels ist wie unser Gott-c-. -a) 2.Mo. 15,11; 3.Mo. 11,45.   b) 5.Mo. 4,35.   c) 5.Mo. 32,4; 2.Sam. 22,32; Jes. 44,8.
7243#1. Samuel,2,3#3. Häuft nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem Mund hervor-a-! Denn der HERR ist ein Gott des Wissens-b-, und von ihm werden die Taten gewogen. -a) Ri. 9,38; Ps. 94,4.   b) Jos. 22,22.
7244#1. Samuel,2,4#4. Der Bogen der Helden ist zerbrochen-a-, und die Stürzenden haben sich mit Kraft umgürtet-b-. -a) Ps. 46,10; Jer. 51,56.   b) Jes. 40,29.
7245#1. Samuel,2,5#5. Die satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, brauchen es nicht mehr-1-. Sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren-a-, und die viele Kinder hatte, welkt dahin-b-. -1) d.h. um Brot zu dienen. a) Ps. 113,9.   b) Jes. 54,1; Jer. 15,9.
7246#1. Samuel,2,6#6. Der HERR tötet und macht lebendig-a-; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf-b-. -a) 1.Kön. 17,22; 2. Kön. 5,7; Joh. 5,21.   b) 5.Mo. 32,39; Ps. 30,4; 71,20.
7247#1. Samuel,2,7#7. Der HERR macht arm und macht reich-a-; er erniedrigt und erhöht-b-. -a) 1.Chr. 29,12; 2.Chr. 32,27.29; Hiob 1,21.   b) Ps. 75,8; Spr. 22,2; Hes. 17,24.
7248#1. Samuel,2,8#8. Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhöht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen-a-; und den Thron der Ehre läßt er sie erben. Denn dem HERRN gehören die Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt-b-. -a) Hiob 36,7; Ps. 107,41; 113,7.8; Pred. 4,14; 1.Kor. 1,28; Jak. 2,5.   b) Hiob 38,5.6; Ps. 75,4; 104,5.
7249#1. Samuel,2,9#9. Die Füße seiner Frommen behütet er-a-, aber die Gottlosen kommen um in Finsternis-b-; denn niemand ist stark durch (eigene) Kraft-c-. -a) 1.Sam. 25,26; Ps. 105,37; 121,3; Spr. 2,8.  b) Ps. 1,6; 145,20; Hiob 18,18; 40,13; Jes. 47,5; Nah. 1,8.  c) Ps. 33,16.
7250#1. Samuel,2,10#10. Die mit dem HERRN rechten, werden niedergeschlagen werden, im Himmel wird er über ihnen donnern-a-. Der HERR wird richten die Enden der Erde. Er wird seinem König Macht verleihen und erhöhen das Horn seines Gesalbten-b-. -a) 1.Sam. 7,10; 12,17; Ps. 18,14.   b) Ps. 20,7; 132,17; Lk. 1,69.
7251#1. Samuel,2,11#11. Und Elkana ging nach Rama-a- in sein Haus. Der Junge aber diente dem HERRN vor dem Priester Eli-b-. -a) 1.Sam. 1,19.   b) V. 18; 1.Sam. 3,1.
7252#1. Samuel,2,12#12. UND die Söhne Elis waren ruchlose Männer-1a-, sie hatten den HERRN nicht erkannt-b-. -1) w: Söhne der Bosheit. a) 5.Mo. 13,14.   b) Jer. 2,8; Mal. 2,6-8; Tit. 1,16.
7253#1. Samuel,2,13#13. Und die Priester hatten dem Volk gegenüber die Gewohnheit: Wenn jemand ein Schlachtopfer darbrachte-1-, kam der Diener des Priesters, während das Fleisch (noch) kochte-a-, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner Hand -1) w: schlachtete.   a) Hes. 46,20.
7254#1. Samuel,2,14#14. und stieß in den Tiegel oder in den Kessel oder in die Pfanne oder in den Topf. Alles, was er mit der Gabel herauszog-1-, nahm der Priester damit weg. So taten sie in Silo allen Israeliten, die dorthin kamen. -1) LXX, die aram., syr. und lat. Üs: für sich herauszog.
7255#1. Samuel,2,15#15. Sogar ehe man das Fett als Rauch aufsteigen ließ-a-, kam der Diener des Priesters und sagte zu dem Mann, der opferte: Gib Fleisch her zum Braten für den Priester! Denn er will von dir kein gekochtes Fleisch annehmen, sondern rohes. -a) 3.Mo. 3,3-5.
7256#1. Samuel,2,16#16. Wenn dann der Mann zu ihm sagte: Laß zuerst das Fett als Rauch aufsteigen, dann nimm dir, ganz wie es deine Seele begehrt! - so antwortete er: Nein, sondern jetzt sollst du es (mir) geben! Wenn nicht, so nehme ich es mit Gewalt!
7257#1. Samuel,2,17#17. Und die Sünde der jungen Männer war sehr groß vor dem HERRN-a-; denn die Männer verachteten die Opfergabe des HERRN-b-. -a) 1.Mo. 13,13.   b) 1.Kor. 11,27.29.
7258#1. Samuel,2,18#18. Und Samuel diente vor dem HERRN, ein junger Mann, umgürtet mit einem leinenen Ephod-1a-. -1) d.i. ein Priesterschurz. a) 1.Sam. 14,3; 2.Sam. 6,14; 1.Chr. 15,27.
7259#1. Samuel,2,19#19. Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm Jahr für Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, um das jährliche Schlachtopfer darzubringen-1a-. -1) w: zu schlachten.   a) 1.Sam. 1,3.
7260#1. Samuel,2,20#20. Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sagte: Der HERR gebe dir Nachkommen-1- von dieser Frau anstelle des Erbetenen, das sie vom HERRN erbeten hat-2a-! Und sie gingen nach Hause zurück. -1) w: Samen.   2) w: des (vom HERRN) Gewährten, den sie (Hanna) dem HERRN zurückgewährt hat; vgl. Anm. zu 1.Sam. 1,28.   a) 1.Sam. 1,28.
7261#1. Samuel,2,21#21. Und der HERR suchte Hanna heim-a-, und sie wurde schwanger; und sie gebar noch drei Söhne und zwei Töchter-b-. Und der Junge Samuel wuchs auf beim HERRN-c-. -a) 1.Mo. 21,1.   b) Ps. 127,3.   c) 1.Sam. 3,19; Ri. 13,24; Spr. 3,4; Lk. 2,52.
7262#1. Samuel,2,22#22. Und Eli war sehr alt geworden. Und er hörte alles, was seine Söhne ganz Israel antaten und daß sie bei den Frauen lagen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten-1a-. -1) aüs: sich zusammenfanden.   a) 2.Mo. 38,8.
7263#1. Samuel,2,23#23. Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr dergleichen Dinge? Denn ich höre diese eure bösen Taten von dem ganzen Volk.
7264#1. Samuel,2,24#24. Nicht doch, meine Söhne! Denn das ist kein gutes Gerücht, von dem ich im Volk des HERRN reden höre-1a-. -1) o: Gerücht - von dem ich höre - daß ihr das Volk des HERRN zum Abweichen bringt; so auch die latÜs. a) Mal. 2,8.
7265#1. Samuel,2,25#25. Wenn jemand gegen einen Menschen sündigt, so entscheidet Gott über ihn-a-; wenn aber jemand gegen den HERRN sündigt, wer wird (dann) für ihn eintreten-b-? Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der HERR war entschlossen, sie zu töten-1c-. -1) w: wollte sie töten. a) 5.Mo. 1,17; 1.Kön. 8,31.32.  b) Hiob 9,33.   c) 1.Mo. 38,7.10; Jos. 11,20; 2.Chr. 10,15; Spr. 13,1.
7266#1. Samuel,2,26#26. Der Junge Samuel aber nahm immer mehr zu an Alter und Gunst-1- bei dem HERRN und bei den Menschen-a-. -1) o: wurde fortgehend größer und wohlgefälliger. a) 1.Sam. 3,19; Ri. 13,24; Spr. 3,4; Lk. 2,52.
7267#1. Samuel,2,27#27. Und es kam ein Mann Gottes-a- zu Eli und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Habe ich mich nicht dem Hause deines Vaters deutlich geoffenbart, als sie in Ägypten im Haus des Pharao waren? -a) 1.Sam. 9,6; 5.Mo. 33,1; Ri. 13,6; 1.Kön. 13,1.
7268#1. Samuel,2,28#28. Und ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Priester erwählt-a-, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk als Rauch aufsteigen zu lassen-b-, um das Ephod-1- vor mir zu tragen. Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Söhne Israel-c-. -1) d.i. ein Priesterschurz. a) 2.Mo. 28,1.   b) 2.Mo. 30,7.   c) 3.Mo. 2,3.10.
7269#1. Samuel,2,29#29. Warum tretet ihr mit Füßen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich für (meine) Wohnung geboten habe? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, daß ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben meines Volkes Israel.
7270#1. Samuel,2,30#30. Darum spricht der HERR-1-, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen ewig vor mir einhergehen-a-! - aber nun spricht der HERR-1-: Das sei fern von-2- mir! Denn die mich ehren, werde (auch) ich ehren-b-, und die mich verachten, sollen (wieder) verachtet werden-c-. -1) w: ist der Ausspruch des HERRN.   2) w: Etwas Entheiligtes sei es mir!   a) 2.Mo. 29,9.   b) Mt. 26,13.   c) 2.Chr. 26,18; Ps. 18,26.27; Spr. 12,8; Mal. 2,3.
7271#1. Samuel,2,31#31. Siehe, Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen-a-, daß es keinen Greis (mehr) in deinem Haus geben wird. -a) 1.Sam. 3,12.13; 1.Kön. 2,27; Ps. 37,17.
7272#1. Samuel,2,32#32. Und du wirst (deinen) Feind im Heiligtum-1- sehen, bei allem, was der HERR Gutes tun wird an Israel. Und es wird keinen Greis mehr in deinem Haus geben alle Tage. -1) w: in der Wohnung; d.i. der Tempel in Silo.
7273#1. Samuel,2,33#33. Doch nicht jeden werde ich dir von meinem Altar ausrotten, um deine Augen erlöschen und deine Seele verschmachten zu lassen; aber aller Nachwuchs deines Hauses soll im (besten) Mannesalter sterben-a-. -a) 1.Sam. 22,18-20.
7274#1. Samuel,2,34#34. Und das soll dir das Zeichen sein, das über deine beiden Söhne Hofni und Pinhas kommen wird: An --einem- Tag sollen beide sterben-a-. -a) 1.Sam. 4,11.
7275#1. Samuel,2,35#35. Ich aber werde mir einen Priester erwecken, der beständig-1- ist; der wird tun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gefällt-2-. Und ich werde ihm ein Haus bauen, das beständig ist, und er wird vor meinem Gesalbten alle Tage einhergehen-a-. -1) d.h. treu.   2) w: . . . in meinem Herzen und in meiner Seele ist.   a) 1.Kön. 2,35; Hes. 44,15.16.
7276#1. Samuel,2,36#36. Und es soll geschehen, daß jeder, der von deinem Haus (noch) übrigbleibt, kommen wird, um sich vor ihm niederzuwerfen für eine kleine Silbermünze und ein Stück-1- Brot, und wird sagen: Gib mir doch Anteil an einem der Priesterdienste, daß ich einen Bissen Brot zu essen habe-a-! -1) w: einen Fladen Brot.   a) Ri. 17,10; 2.Kön. 23,9.
7277#1. Samuel,3,1#1. UND der Junge Samuel diente dem HERRN vor Eli-a-. Und das Wort des HERRN war selten in jenen Tagen; ein Gesicht-1- war nicht häufig-b-. -1) d.h. eine prophetische Schau oder Vision. a) 1.Sam. 2,11.18.   b) Ps. 74,9.
7278#1. Samuel,3,2#2. Und es geschah in jener Zeit, daß Eli an seinem Ort lag - seine Augen aber hatten angefangen, schwach zu werden, so daß er nicht (mehr) sehen konnte-a- -, -a) 1.Sam. 4,15; 1.Mo. 27,1.
7279#1. Samuel,3,3#3. und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen-a-, und Samuel lag im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war, -a) 2.Mo. 27,20.
7280#1. Samuel,3,4#4. da rief der HERR den Samuel. Und er antwortete: Hier bin ich!-a- -a) 1.Mo. 22,1.
7281#1. Samuel,3,5#5. Und er lief zu Eli und sagte: Hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sagte: Ich habe nicht gerufen. Leg dich wieder schlafen! Und er ging hin und legte sich schlafen.
7282#1. Samuel,3,6#6. Und der HERR rief noch einmal: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Und er antwortete: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn. Leg dich wieder hin!
7283#1. Samuel,3,7#7. Samuel aber hatte den HERRN noch nicht erkannt-a-, und das Wort des HERRN war ihm noch nicht offenbart worden. -a) Joh. 1,31.33.
7284#1. Samuel,3,8#8. Und der HERR rief wieder, zum dritten Mal. Und er stand auf, ging zu Eli und sagte: Hier bin ich! Denn du hast mich gerufen. Da merkte Eli, daß der HERR den Jungen rief.
7285#1. Samuel,3,9#9. Und Eli sagte zu Samuel: Geh hin, leg dich schlafen! Und so soll es sein, wenn er dich ruft, antworte: Rede, HERR, denn dein Knecht hört-a-! Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. -a) Ps. 85,9.
7286#1. Samuel,3,10#10. Und der HERR kam und trat herzu und rief wie vorher-1-: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Knecht hört-a-! -1) w: das eine Mal wie das andere Mal.   a) Jos. 5,14.
7287#1. Samuel,3,11#11. Da sprach der HERR zu Samuel: Siehe, ich will etwas tun in Israel, daß jedem, der es hört, beide Ohren gellen sollen-a-. -a) 1.Sam. 4,10.11; 2.Kön. 21,12; Jer. 19,3.
7288#1. Samuel,3,12#12. An jenem Tage werde ich über Eli alles kommen lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe-a-: ich will es anfangen und vollenden-b-. -a) 1.Sam. 2,31-34; 4,11.   b) 4.Mo. 23,19.
7289#1. Samuel,3,13#13. Denn ich habe ihm mitgeteilt, daß ich sein Haus für ewig richten will um der Schuld willen, denn er hat erkannt, daß seine Söhne sich den Fluch zuzogen-1-, aber er hat ihnen nicht gewehrt-a-. -1) LXX: Gott verachteten.   a) 1.Kön. 1,6; 1.Tim. 3,4.5.
7290#1. Samuel,3,14#14. Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen: Wenn jemals die Schuld des Hauses Elis gesühnt werden soll durch Schlachtopfer oder durch Speisopfer, ewig-1a-! -1) dieser Satz ist die erste Hälfte einer Schwurformel, deren zweite Hälfte nicht ausgesprochen wurde.   a) 4.Mo. 15,30.31.
7291#1. Samuel,3,15#15. Und Samuel lag bis zum Morgen. Dann machte er die Türen des Hauses des HERRN auf. Und Samuel fürchtete sich, Eli das Gesicht mitzuteilen.
7292#1. Samuel,3,16#16. Da rief Eli Samuel und sagte: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich!
7293#1. Samuel,3,17#17. Und er fragte: Was ist das für ein Wort, das er dir gesagt hat-a-? Verschweige mir ja nichts-b-! So tue dir Gott und so füge er hinzu-1c-, wenn du mir etwas verschweigst von allen Worten, die er dir gesagt hat! -1) d.i. eine Schwurformel; gemeint ist: Gottes Zorn komme über dich!   a) 4.Mo. 23,17.   b) Jer. 38,14.   c) 1.Sam. 14,44; 20,13; 25,22; Ruth 1,17; 2.Kön. 6,31; 2.Sam. 3,9.35.
7294#1. Samuel,3,18#18. Da teilte ihm Samuel all die Worte mit und verschwieg ihm nichts. Und (Eli) sagte: Er ist der HERR; er tue, was in seinen Augen gut ist!-a- -a) Ri. 10,15; 2.Sam. 10,12; 1.Chr. 19,13.
7295#1. Samuel,3,19#19. Und Samuel wuchs heran-1a-. Und der HERR war mit ihm-b- und ließ keins von allen seinen Worten auf die Erde fallen-c-. -1) w: wurde groß.   a) 1.Sam. 2,26.   b) 1.Sam. 10,7; 16,18; 18,12.14; 1.Mo. 39,2.3.21.23.   c) 1.Sam. 9,6; Jos. 21,45; 2.Kön. 10,10; 15,12; 22,16; Jes. 55,11.
7296#1. Samuel,3,20#20. Und ganz Israel, von Dan bis Beerscheba-a-, erkannte, daß Samuel zum Propheten des HERRN bestellt worden war-1--b-. -1) w: bestätigt worden war; o: eine Vertrauensstelle erhalten hatte.   a) Ri. 20,1.   b) 5.Mo. 18,21.22; Hes. 33,33; Amos 2,11; Apg. 13,20.
7297#1. Samuel,3,21#21. Und der HERR fuhr fort, in Silo zu erscheinen-a-; denn der HERR offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort des HERRN-b-. -a) 4.Mo. 12,6.   b) 1.Sam. 9,15; Hebr. 1,1.
7298#1. Samuel,4,1#1. Und das Wort Samuels erging an ganz Israel-1a-. UND Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Kampf: Und sie lagerten sich bei Eben-Eser-2b-, und die Philister lagerten zu Afek-c-. -1) LXX fügt an dieser Stelle ein: In jenen Tagen geschah es, daß die Philister sich zum Kampf gegen Israel sammelten.  2) d.h. Stein der Hilfe.  a) 1.Sam. 10,19; 5.Mo. 29,10.11.  b) 1.Sam. 5,1; 7,12.  c) 1.Sam. 29,1; Jos. 15,53; 1.Kön. 20,26.
7299#1. Samuel,4,2#2. Und die Philister stellten sich Israel gegenüber auf. Und der Kampf breitete sich aus, und Israel wurde von den Philistern geschlagen-a-; und sie erschlugen in den Schlachtreihen auf dem Feld etwa viertausend Mann. -a) 3.Mo. 26,37; 4.Mo. 14,45.
7300#1. Samuel,4,3#3. Und als das Volk ins Lager zurückkam, sagten die Ältesten von Israel: Warum hat uns der HERR heute vor den Philistern geschlagen-a-? Laßt uns von Silo die Lade des Bundes des HERRN zu uns holen, daß er in unsere Mitte komme und uns aus der Hand unserer Feinde rette-b-! -a) Ps. 74,11; Jes. 59,1.2.   b) 4.Mo. 10,35.
7301#1. Samuel,4,4#4. Da sandte das Volk nach Silo. Und man brachte von dort die Lade des Bundes des HERRN der Heerscharen, der über den Cherubim thront-a-. Und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas-b-, waren dort bei der Bundeslade Gottes. -a) 2.Mo. 25,22.   b) 1.Sam. 14,3.
7302#1. Samuel,4,5#5. Und es geschah, als die Lade des Bundes des HERRN ins Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit gewaltigem Jauchzen, daß die Erde erdröhnte-a-. -a) 1.Kön. 1,40.
7303#1. Samuel,4,6#6. Und die Philister hörten das laute Jauchzen-1- und riefen: Was ist das für ein gewaltiges-2- Jauchzen im Lager der Hebräer-a-? Und sie erkannten, daß die Lade des HERRN ins Lager gekommen war. -1) w: die Stimme des Jauchzens.   2) w: der Schall dieses großen.   a) 1.Sam. 29,3.
7304#1. Samuel,4,7#7. Da fürchteten sich die Philister und sagten: Gott ist ins Lager gekommen! Und sie sagten: Wehe uns! Denn solches ist bisher noch nie geschehen.
7305#1. Samuel,4,8#8. Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieses mächtigen Gottes erretten? Das sind die Götter, die die Ägypter mit allerlei Plagen in der Wüste schlugen-a-. -a) 1.Sam. 5,7; 2.Mo. 9,14; 15,14; Offb. 11,6.
7306#1. Samuel,4,9#9. Seid tapfer und seid Männer-a-, ihr Philister, damit ihr nicht den Hebräern dienen müßt, wie sie euch gedient haben-b-! Seid Männer und kämpft! -a) 2.Sam. 10,12.   b) Ri. 13,1.
7307#1. Samuel,4,10#10. Da kämpften die Philister, und Israel wurde geschlagen, so daß sie flohen, jeder in sein Zelt-1-. Und die Niederlage-2- war sehr groß, und es fielen von Israel 30 000 Mann zu Fuß-a-. -1) w: in seine Zelte.   2) w: der Schlag. a) 3.Mo. 26,17; Ps. 78,62.
7308#1. Samuel,4,11#11. Und die Lade Gottes wurde weggenommen-a-, und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, kamen um. -a) 1.Sam. 2,34; 3,12; Ps. 78,64.
7309#1. Samuel,4,12#12. Da lief ein Mann von Benjamin vom Schlachtfeld und kam (noch) an demselben Tag nach Silo. Seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf-a-. -a) Jos. 7,6.
7310#1. Samuel,4,13#13. Und als er ankam, siehe, da saß Eli auf einem Stuhl und gab acht nach der Straße hin-1-. Denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Und als der Mann ankam, um es in der Stadt zu berichten, da schrie die ganze Stadt um Hilfe. -1) o: saß . . . auf einem Stuhl an der Seite des Weges, Ausschau haltend.
7311#1. Samuel,4,14#14. Als aber Eli das laute Schreien-1- hörte, sagte er: Was ist das für ein großer Lärm-2-? Und der Mann kam eilends und berichtete es Eli. -1) w: die Stimme des Schreiens.   2) w: Was ist die Stimme dieses Lärms?
7312#1. Samuel,4,15#15. Eli aber war 98 Jahre alt, und seine Augen waren starr geworden, so daß er nicht (mehr) sehen konnte-a-. -a) 1.Sam. 3,2.
7313#1. Samuel,4,16#16. Da sagte der Mann zu Eli: Ich bin der, der von dem Schlachtfeld gekommen ist, und bin heute vom Schlachtfeld geflohen. Und (Eli) sagte: Wie ist es gegangen-1-, mein Sohn? -1) w: Wie war die Sache.
7314#1. Samuel,4,17#17. Und der Bote antwortete und sagte: Israel ist vor den Philistern geflohen. Auch hat es eine große Niederlage im Volk gegeben-1-, und auch deine beiden Söhne, Hofni und Pinhas, sind tot, und die Lade Gottes ist weggenommen worden-a-. -1) w: und es hat sich eine große Niederlage unter dem Volk ereignet.   a) 1.Sam. 2,34; 3,12; Ps. 78,64.
7315#1. Samuel,4,18#18. Und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte, fiel (Eli) rücklings vom Stuhl an der Tür-1- und brach das Genick und starb; denn alt war der Mann und schwer. Er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet-a-. -1) w: zur Seite der Tür.   a) Ri. 15,20.
7316#1. Samuel,4,19#19. Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war schwanger und sollte (bald) gebären. Und als sie die Nachricht hörte, daß die Lade Gottes weggenommen worden war und daß ihr Schwiegervater und ihr Mann tot waren, kauerte sie sich nieder und gebar, denn ihre Wehen überfielen sie.
7317#1. Samuel,4,20#20. Und als sie im Sterben lag-1-, sagten die Frauen, die um sie her standen: Fürchte dich nicht, denn du hast einen Sohn geboren!-a- Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht (mehr) zu Herzen. -1) w: zur Zeit ihres Sterbens.   a) 1.Mo. 35,17.
7318#1. Samuel,4,21#21. Und sie nannte den Jungen Ikabod-1a-, um damit auszudrücken: die Herrlichkeit ist von Israel gewichen-b-! - weil die Lade Gottes weggenommen war-c- und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes. -1) d.h. Nicht-Herrlichkeit.   a) 1.Sam. 14,3.   b) Kla. 2,1.   c) 1.Sam. 2,34; 3,12; Ps. 78,64.
7319#1. Samuel,4,22#22. Darum sagte sie: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen-a-, denn die Lade Gottes ist weggenommen-b-! -a) Kla. 2,1.   b) 1.Sam. 2,35; 3,12; Ps. 78,64.
7320#1. Samuel,5,1#1. ALS die Philister die Lade Gottes weggenommen hatten, brachten sie sie von Eben-Eser-1a- nach Aschdod-b-. -1) d.h. Stein der Hilfe. a) 1.Sam. 4,1.   b) Jos. 11,22; Jes. 20,1.
7321#1. Samuel,5,2#2. Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons-1a- und stellten sie neben Dagon auf. -1) d.i. eine Fischgottheit mit Kopf und Händen eines Menschen und Rumpf eines Fisches.   a) Ri. 16,23; 1.Chr. 10,10.
7322#1. Samuel,5,3#3. Und als die Aschdoditer am nächsten Tag früh aufstanden (und in das Haus Dagons kamen)-1-, siehe, da lag Dagon auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN-a-. Und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort-b-. -1) so nach LXX. a) Ps. 97,7; 1.Kön. 18,26.29.   b) Jes. 46,7; Ps. 115,7.
7323#1. Samuel,5,4#4. Und als sie sich am Morgen des nächsten Tages früh aufmachten, siehe, da lag Dagon (wieder) auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN; und zwar (lagen) der Kopf Dagons und seine beiden Hände abgehauen auf der Schwelle, nur der (Rumpf) Dagons war von ihm übriggeblieben-a-. -a) Jer. 10,14.15.
7324#1. Samuel,5,5#5. Darum treten die Priester Dagons und alle, die in das Haus Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Aschdod bis auf den heutigen Tag.
7325#1. Samuel,5,6#6. Und die Hand des HERRN lag schwer auf den Aschdoditern. Und er brachte Verderben über sie, und er schlug sie mit (bösen) Beulen, Aschdod und sein Gebiet-a-. -a) 5.Mo. 28,27.
7326#1. Samuel,5,7#7. Und als die Leute von Aschdod sahen, daß es so zuging, sagten sie: Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben! Denn seine Hand liegt hart auf uns und auf unserem Gott Dagon-a-. -a) 1.Sam. 4,8; 6,20.
7327#1. Samuel,5,8#8. Und sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sagten: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen-a-? Und sie antworteten: Laßt die Lade des Gottes Israels nach Gat-b- bringen! Und sie brachten die Lade des Gottes Israels dorthin. -a) 1.Sam. 6,2.   b) 1.Sam. 17,52; Jos. 13,3; 15,11; 1.Chr. 7,21; Amos 6,2.
7328#1. Samuel,5,9#9. Und es geschah, nachdem sie sie dorthin gebracht hatten, da kam die Hand des HERRN über die Stadt, (und es entstand) eine sehr große Bestürzung-1-. Denn er schlug die Leute (in) der Stadt, klein und groß, so daß Beulen an ihnen ausbrachen. -1) o: Verwirrung; o: Panik.
7329#1. Samuel,5,10#10. Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron-a-. Und es geschah, als die Lade Gottes nach Ekron kam, schrieen die Ekroniter um Hilfe und sagten: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergebracht, um mich und mein Volk zu töten! -a) 1.Sam. 17,52; Jos. 13,3; 15,11; 1.Chr. 7,21; Amos 6,2.
7330#1. Samuel,5,11#11. Da sandten sie hin und versammelten alle Fürsten der Philister und sagten: Sendet die Lade des Gottes Israels fort, damit sie an ihren Ort zurückkehrt und mich und mein Volk nicht tötet-a-! Denn es war ein tödlicher Schrecken über die ganze Stadt gekommen. Die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr-1-. -1) w: dort.   a) 2.Mo. 10,7.
7331#1. Samuel,5,12#12. Und die Leute, die nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen. Und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.
7332#1. Samuel,6,1#1. UND die Lade des HERRN war sieben Monate im Gebiet der Philister.
7333#1. Samuel,6,2#2. Und die Philister beriefen die Priester und Wahrsager-a- und sagten: Was sollen wir mit der Lade des HERRN machen-b-? Laßt uns erkennen, wie wir sie an ihren Ort senden sollen! -a) 1.Mo. 41,8; Jes. 2,6; Dan. 2,2.  b) 1.Sam. 5,8; Mt. 27,22.
7334#1. Samuel,6,3#3. Und sie antworteten: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels zurückschicken (wollt), so sollt ihr sie nicht leer zurückschicken, sondern ihr müßt ihm auf jeden Fall eine Sühnegabe entrichten-a-. Dann werdet ihr genesen, und ihr werdet erkennen, warum seine Hand nicht von euch weicht. -a) 3.Mo. 5,16.
7335#1. Samuel,6,4#4. Und sie sagten: Was ist die Sühnegabe, die wir ihm entrichten sollen? Und sie antworteten: Nach der Zahl der Fürsten der Philister-a- fünf goldene Beulen und fünf goldene Springmäuse! Denn es ist ein (und dieselbe) Plage über euch allen und euren Fürsten gewesen. -a) V. 17; Jos. 13,3; Ri. 14,19.
7336#1. Samuel,6,5#5. Und macht Abbilder von euren Beulen und Abbilder von euren Springmäusen, die das Land zugrunde gerichtet haben, und gebt dem Gott Israels die Ehre-a-! Vielleicht läßt er seine Hand leichter werden über euch und über eurem Gott und über eurem Land-b-. -a) Jos. 7,19.   b) Jona 3,9.
7337#1. Samuel,6,6#6. Warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben-a-? Ließen sie sie nicht ziehen, als der HERR-1- ihnen mitgespielt hatte, und sie zogen weg-b-? -1) w: er.  a) 2.Mo. 7,13.14; Hebr. 3,7.  b) 2.Mo. 12,31.
7338#1. Samuel,6,7#7. So macht einen neuen Wagen-a- und nehmt zwei säugende Kühe, auf die (noch) kein Joch gekommen ist! Und spannt die Kühe an den Wagen und bringt ihre Kälber von ihnen weg nach Hause zurück! -a) 2.Sam. 6,3.
7339#1. Samuel,6,8#8. Und nehmt die Lade des HERRN und stellt sie auf den Wagen! Und die goldenen Gegenstände, die ihr ihm als Sühnegabe entrichtet, tut in ein Kästchen an ihre Seite und sendet sie hin und laßt sie gehen!
7340#1. Samuel,6,9#9. Und seht zu! Wenn sie den Weg hinauf in ihr Land, nach Bet-Schemesch-a- zu geht, so hat --er- uns dieses große Übel getan; wenn aber nicht, so erkennen wir, daß nicht seine Hand uns geschlagen hat: ein Zufall ist es für uns gewesen-a-. -a) Jos. 15,10; 1.Kön. 4,9; 2.Mo. 8,15.
7341#1. Samuel,6,10#10. Und die Männer machten (es) so und nahmen zwei säugende Kühe und spannten sie an einen Wagen, und ihre Kälber sperrten sie zu Hause ein.
7342#1. Samuel,6,11#11. Und sie stellten die Lade des HERRN auf den Wagen und das Kästchen mit den goldenen Springmäusen und den Abbildern ihrer Beulen.
7343#1. Samuel,6,12#12. Und die Kühe gingen geradeaus auf dem Weg nach Bet-Schemesch-a-. Sie gingen immer auf derselben Straße und brüllten immerfort und wichen weder zur Rechten noch zur Linken. Und die Fürsten der Philister gingen hinter ihnen her bis zum Gebiet von Bet-Schemesch. -a) Jos. 15,10; 1.Kön. 4,9; 2.Mo. 8,15.
7344#1. Samuel,6,13#13. Und die von Bet-Schemesch ernteten (gerade) den Weizen-1- in der Niederung. Und als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, freuten sie sich, (sie) zu sehen. -1) w: die Weizenernte.
7345#1. Samuel,6,14#14. Und der Wagen kam auf das Feld Joschuas, des Bet-Schemiters, und stand dort still. Und dort (lag) ein großer Stein. Und sie spalteten das Holz des Wagens und opferten die Kühe dem HERRN zum Brandopfer-a-. -a) Ri. 6,26.
7346#1. Samuel,6,15#15. Und die Leviten nahmen die Lade des HERRN herab und das Kästchen, das daneben (stand), in dem die goldenen Gegenstände waren, und stellten sie auf den großen Stein. Und die Männer von Bet-Schemesch opferten dem HERRN am selben Tag Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer.
7347#1. Samuel,6,16#16. Und die fünf Fürsten der Philister sahen zu und kehrten an dem selben Tag nach Ekron zurück.
7348#1. Samuel,6,17#17. Dies sind die goldenen Beulen, die die Philister dem HERRN als Sühnegabe entrichteten: Für Aschdod eine, für Gaza eine, für Aschkelon-a- eine, für Gat-a- eine und für Ekron eine; -a) Ri. 14,19; 2.Sam. 1,20; Amos 1,8.
7349#1. Samuel,6,18#18. und die goldenen Springmäuse nach der Zahl aller Städte der Philister unter den fünf Fürsten, von der befestigten Stadt bis zum offenen Dorf. Und Zeuge ist der große (Stein) Abel-1-, auf den sie die Lade des HERRN stellten, (der) bis zum heutigen Tag im Feld Joschuas, des Bet-Schemiters (liegt). -1) eT.; MasT: bis zum offenen Dorf und bis zum großen Abel; aüs: Noch ist der große Stein da; aüs: Und (sie kamen) zu dem großen Abel; dann wäre «Abel» mundartlicher Gebrauch für «Stein».
7350#1. Samuel,6,19#19. Und -1-er schlug die Leute von Bet-Schemesch, weil sie sich die Lade des HERRN angeschaut hatten, und-1- schlug im Volk siebzig Mann-2a-. Da trauerte das Volk-b-, weil der HERR das Volk so schwer geschlagen hatte-3c-. -1-1) LXX ändert in: die Söhne Jechonjas freuten sich nicht mit den Leuten von Bet-Schemesch, daß sie die Lade des HERRN geschaut hatten, und er . . .   2) im hebrT. steht außerdem noch: 50 000 Mann; d.i. vlt. eine aus Versehen in den Text aufgenommene Randbemerkung.   3) w: weil der HERR das Volk geschlagen hatte, einen großen Schlag.   a) 4.Mo. 1,51.   b) 2.Mo. 33,4.   c) 2.Mo. 19,21; 2.Sam. 6,7.
7351#1. Samuel,6,20#20. Und die Leute von Bet-Schemesch sagten: Wer vermag vor dem HERRN, diesem heiligen Gott, zu bestehen-a-? Und zu wem soll er von uns hinaufziehen-b-? -a) 1.Sam. 5,7; Offb. 6,17.   b) 2.Sam. 6,9; Mal. 3,2.
7352#1. Samuel,6,21#21. Und sie sandten Boten zu den Bewohnern von Kirjat-Jearim-a- und sagten: Die Philister haben die Lade des HERRN zurückgebracht. Kommt herab, holt sie zu euch hinauf-b-! -a) Jos. 15,9; Jer. 26,20.   b) 2.Sam. 6,2.
7353#1. Samuel,7,1#1. Und die Männer von Kirjat-Jearim kamen und holten die Lade des HERRN hinauf-a-, und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hügel-b-. Und sie heiligten seinen Sohn Eleasar, über der Lade des HERRN zu wachen. -a) Ps. 132,6.   b) 2.Sam. 6,3.4.
7354#1. Samuel,7,2#2. UND es geschah, daß von dem Tag an, da die Lade in Kirjat-Jearim blieb-a-, eine lange Zeit verging-1-; es wurden zwanzig Jahre. Und das ganze Haus Israel wehklagte hinter dem HERRN her-2--b-. -1) w: und es wurden sehr viele Tage.   2) o: es hielt sich zum HERRN.   a) 1.Chr. 13,5.   b)  Sach. 12,10.
7355#1. Samuel,7,3#3. Da sprach Samuel zu dem ganzen Haus Israel: Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu dem HERRN umkehren wollt-a-, dann tut die fremden Götter und die Astarot-b- aus eurer Mitte weg-c-! Und richtet euer Herz auf den HERRN-d- und dient ihm allein-e-! So wird er euch aus der Hand der Philister erretten-f-. -a) 5.Mo. 4,29; 1.Kön. 8,48.   b) 1.Mo. 35,2; Jer. 4,1.   c) Ri. 2,13.   d) 2.Chr. 20,33; Hiob 11,13.14.   e) 5.Mo. 6,13.   f) 2.Kön. 17,39.
7356#1. Samuel,7,4#4. Und die Söhne Israel taten die Baalim und die Astarot weg und dienten dem HERRN allein-a-. -a) Ri. 10,16; 2.Kön. 23,15.
7357#1. Samuel,7,5#5. Und Samuel sagte: Versammelt ganz Israel in Mizpa-a-! Und ich will den HERRN für euch bitten. -a) 1.Sam. 10,17; Jos. 18,26; Hos. 5,1.
7358#1. Samuel,7,6#6. Und sie versammelten sich in Mizpa-a-, schöpften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN-b-. (Sie) fasteten-c- an demselben Tag und sagten dort: Wir haben gegen den HERRN gesündigt-d-! Und Samuel richtete die Söhne Israel in Mizpa. - -a) 1.Sam. 10,17; Jos. 18,26; Hos. 5,1.   b) Hiob 3,24; Kla. 2,19.   c) Ri. 20,26; 2.Chr. 20,3.   d) 1.Sam. 12,10. Ri. 10,10.15; 1.Kön. 8,47; Kla. 5,16; Joel 2,12.
7359#1. Samuel,7,7#7. Als aber die Philister hörten, daß die Söhne Israel sich in Mizpa versammelt hatten, zogen die Fürsten der Philister gegen Israel hinauf. Und die Söhne Israel hörten es und fürchteten sich vor den Philistern.
7360#1. Samuel,7,8#8. Und die Söhne Israel sagten zu Samuel: Laß nicht ab, für uns zu dem HERRN, unserm Gott, um Hilfe zu schreien-a-, daß er uns aus der Hand der Philister errettet! -a) Jer. 42,2.
7361#1. Samuel,7,9#9. Und Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer für den HERRN. Und Samuel schrie zu dem HERRN um Hilfe für Israel, und der HERR erhörte ihn-a-. -a) Ps. 99,6.
7362#1. Samuel,7,10#10. Es geschah nämlich, während Samuel (noch) das Brandopfer opferte, rückten die Philister heran zum Kampf gegen Israel. Aber der HERR donnerte mit starkem Donner an demselben Tag über den Philistern und schreckte sie-a-, und sie wurden vor Israel geschlagen-b-. -a) Ri. 4,15; 2.Sam. 22,14.   b) 1.Sam. 2,10; 5.Mo. 28,7; Ps. 78,66.
7363#1. Samuel,7,11#11. Und die Männer von Israel zogen von Mizpa aus und jagten den Philistern nach und schlugen sie bis unterhalb Bet-Kar-a-. -a) Jos. 10,10.
7364#1. Samuel,7,12#12. Und Samuel nahm einen Stein-a- und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen, und er gab ihm den Namen Eben-Eser-1b- und sagte: Bis hierher hat uns der HERR geholfen. -1) d.h. Stein der Hilfe.  a) 1.Mo. 28,18.  b) 1.Sam. 4,1.
7365#1. Samuel,7,13#13. So wurden die Philister gedemütigt und kamen nicht mehr-1- in das Gebiet Israels. Und die Hand des HERRN war gegen die Philister alle Tage Samuels-a-. -1) w: fuhren nicht mehr fort, . . . zu kommen. a) 1.Sam. 12,11; Ri. 8,28; 2.Sam. 8,1.
7366#1. Samuel,7,14#14. Und die Städte, die die Philister Israel abgenommen hatten, kamen wieder an Israel, von Ekron-a- bis Gat-b-. Auch ihr Gebiet errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es wurde Friede zwischen Israel und den Amoritern. -a) Jos. 15,11.   b) 1.Chr. 18,1.
7367#1. Samuel,7,15#15. Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens.-a- -a) Apg. 13,20.
7368#1. Samuel,7,16#16. Und er zog Jahr für Jahr umher und kam nach Bethel-a-, Gilgal-b- und Mizpa-c- und richtete Israel an all diesen Orten. -a) 1.Mo. 28,19.   b) Jos. 5,9.10.   c) 1.Sam. 10,17; Jos. 18,26; Hos. 5,1.
7369#1. Samuel,7,17#17. Dann kehrte er nach Rama zurück, denn dort war sein Haus-a-, und dort richtete er Israel-b-. Auch baute er dort dem HERRN einen Altar-c-. -a) 1.Sam. 1,19.   b) Apg. 13,20.   c) 1.Sam. 14,35; 1.Mo. 12,7.8.
7370#1. Samuel,8,1#1. UND es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine Söhne als Richter über Israel ein-a-. -a) 1.Sam. 12,2; 5.Mo. 16,18.
7371#1. Samuel,8,2#2. Der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel und der Name seines zweiten Abija-a-; sie waren Richter in Beerscheba-b-. -a) 1.Chr. 6,13.   b) 1.Mo. 46,1.
7372#1. Samuel,8,3#3. Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen und sie suchten ihren Vorteil-1- und nahmen Bestechungsgeschenke und beugten das Recht-a-. -1) o: waren dem Gewinn ergeben; w: neigten sich hinter dem Vorteil her. - Die hebr. Wendung «sich hinter etwas herneigen» bed. «einem Irrweg folgen»; vgl. 2.Mo. 23,2; Ri. 9,3; 1.Kön. 2,28.   a) 2.Mo. 23,6-8; Jes. 1,23; Jer. 22,17; Mi. 3,11.
7373#1. Samuel,8,4#4. Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama-a-. -a) 1.Sam. 1,19.
7374#1. Samuel,8,5#5. Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze (doch) einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie (es bei) allen Nationen (ist)-a-! -a) V. 20; 1.Sam. 10,19; 5.Mo. 17,14; Ri. 8,22; Apg. 13,21.
7375#1. Samuel,8,6#6. Und das Wort war übel in den Augen Samuels, daß sie sagten: Gib uns einen König, damit er Richter über uns sei! Und Samuel betete zum HERRN-a-. -a) 1.Sam. 12,23; 15,11.
7376#1. Samuel,8,7#7. Der HERR aber sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen-a-! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen-b-, daß ich nicht König über sie sein soll-c-. -a) V. 22; 1.Sam. 12,1; Hos. 13,10.11.   b) 2.Mo. 16,8.   c) 1.Sam. 10,19; 12,12.17.
7377#1. Samuel,8,8#8. Entsprechend all den Taten, die sie (immer) getan haben von dem Tage an, da ich sie aus Ägypten geführt habe bis zum heutigen Tag-a-, daß sie mich verlassen und andern Göttern gedient haben, so machen sie es auch mit dir. -a) Ps. 78,8.
7378#1. Samuel,8,9#9. Und nun höre auf ihre Stimme! Doch warne sie mit allem Ernst-1- und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herrschen wird-a-! -1) w: tritt warnend als Zeuge auf gegen sie. a) 1.Sam. 10,25.
7379#1. Samuel,8,10#10. Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des HERRN.
7380#1. Samuel,8,11#11. Und er sagte: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regieren wird-a-: Eure Söhne wird er nehmen, um sie für seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen-b-, -a) Mt. 20,25.   b) 1.Sam. 14,52; 2.Sam. 15,1.
7381#1. Samuel,8,12#12. und um (sie) sich zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Fünfzig zu bestellen, damit sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeräte und seine Wagengeräte anfertigen-a-. -a) 1.Chr. 27,1.
7382#1. Samuel,8,13#13. Und eure Töchter wird er zum Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen.
7383#1. Samuel,8,14#14. Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben-a-. -a) 1.Sam. 22,7.
7384#1. Samuel,8,15#15. Und von euren Kornfeldern-1- und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern-2- und Beamten-3- geben. -1) w: Saaten.   2) w: Eunuchen.   3) w: Knechten.
7385#1. Samuel,8,16#16. Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer-1- und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. -1) LXX ändert in «Rinder».
7386#1. Samuel,8,17#17. Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müßt seine Knechte sein-a-. -a) 1.Sam. 17,8; 1.Kön. 12,4.
7387#1. Samuel,8,18#18. Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten-a-. -a) Hiob 27,8.9; Spr. 1,25-28; Jes. 59,1-3; Hes. 8,18; Mi. 3,4.
7388#1. Samuel,8,19#19. Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören-a-. Und sie sagten: Nein, sondern ein König soll über uns sein, -a) 2.Kön. 21,9; Ps. 81,12; Jer. 44,16.
7389#1. Samuel,8,20#20. damit auch wir sind wie alle Nationen, und daß unser König uns richtet und vor uns her auszieht und unsere Kriege führt-a-. -a) V. 5; 1.Sam. 12,12.
7390#1. Samuel,8,21#21. Und Samuel hörte all die Worte des Volkes und sagte sie vor den Ohren des HERRN-a-. -a) 2.Kön. 19,14.
7391#1. Samuel,8,22#22. Und der HERR sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme-a- und setze einen König über sie ein! Da sagte Samuel zu den Männern von Israel: Geht hin, jeder in seine Stadt! -a) V. 7.
7392#1. Samuel,9,1#1. UND es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kisch-a-, ein Sohn Abiels-b-, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes des Afiach, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener-1- Mann. -1) o: vermögender.   a) Esth. 2,5.   b) 1.Sam. 14,51.
7393#1. Samuel,9,2#2. Und er hatte einen Sohn, sein Name war Saul-a-, jung und stattlich, und niemand von den Söhnen Israel war schöner als er-b-. Er war einen Kopf größer-1- als alles Volk-c-. -1) w: von seiner Schulter an aufwärts war er größer. a) 1.Chr. 8,33.   b) 2.Sam. 14,25.   c) 1.Sam. 10,21.23.
7394#1. Samuel,9,3#3. Und die Eselinnen des Kisch, des Vaters Sauls, waren verlorengegangen. Und Kisch sagte zu seinem Sohn Saul: Nimm doch einen von den Knechten mit dir und mach dich auf, geh hin und suche die Eselinnen!
7395#1. Samuel,9,4#4. Und er zog durch-1- das Gebirge Ephraim-a- und zog durch das Land Schalischa, und (sie fanden sie) nicht. Und sie durchzogen das Land Schaalim-b-, aber sie waren nicht da. Und er zog durch das Land Benjamin, und (sie fanden sie) nicht. -1) LXX und die latÜs: sie durchzogen. a) 1.Sam. 1,1.   b) 2.Kön. 4,42.
7396#1. Samuel,9,5#5. Als sie aber in das Land Zuf kamen, sagte Saul zu seinem Knecht, der bei ihm war: Komm, laß uns (wieder) umkehren, damit nicht etwa mein Vater von den Eselinnen abläßt und sich um uns Sorgen macht!
7397#1. Samuel,9,6#6. Der aber sagte zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes-a- ist in dieser Stadt. Der Mann ist sehr angesehen. Alles was er sagt, trifft sicher ein-b-. Laß uns dahin gehen-c-, vielleicht gibt er uns Auskunft über unsern Weg, den wir gehen (sollten)! -a) 1.Sam. 2,27.   b) 1.Sam. 3,19.20.   c) Ps. 25,12.
7398#1. Samuel,9,7#7. Saul aber sagte zu seinem Knecht: Siehe, wenn wir hingehen, was wollen wir dem Mann bringen? Denn das Brot in unsern Beuteln ist verbraucht, und wir haben kein Geschenk, um es dem Mann Gottes zu bringen-a-. Was haben wir? -a) 1.Kön. 13,7; 14,3; 2.Kön. 8,8.
7399#1. Samuel,9,8#8. Und der Knecht antwortete Saul noch einmal und sagte: Siehe, ich habe noch einen silbernen Viertel-Schekel bei mir-1-; den will ich dem Mann Gottes geben, damit er uns über unsern Weg Auskunft gibt. -1) w: es findet sich in meiner Hand ein Viertel-Schekel Silber.
7400#1. Samuel,9,9#9. Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen-a-: Kommt und laßt uns zum Seher gehen! Denn den man heute Prophet nennt, nannte man früher Seher-b-. -a) 1.Mo. 25,22; Ri. 18,5.   b) 2.Sam. 24,11; 2.Kön. 17,13; 1.Chr. 9,22; Amos 7,12.
7401#1. Samuel,9,10#10. Da sagte Saul zu seinem Knecht: Dein Wort ist gut. Komm, laß uns gehen! Und sie gingen in die Stadt, wo der Mann Gottes war-a-. -a) 1.Sam. 10,14.
7402#1. Samuel,9,11#11. Als sie eben die Anhöhe-1- zu der Stadt hinaufstiegen, trafen sie Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen-a-. Und sie sagten zu ihnen: Ist der Seher hier? -1) w: den Aufgang.   a) 1.Mo. 24,11.
7403#1. Samuel,9,12#12. Sie antworteten ihnen und sagten: Ja, siehe, er ist (schon) vor dir (da). Eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest-1a- auf der Höhe begeht! -1) w: Schlachtopfer. a) 1.Sam. 16,2.5; 20,6; 1.Mo. 31,54; 1.Kön. 3,2.3.
7404#1. Samuel,9,13#13. Sowie ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn finden, bevor er zur Höhe hinaufgeht, um zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er gekommen ist; denn --er- segnet das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen-a-. So geht hinauf, denn gerade heute werdet ihr ihn finden! -a) Lk. 9,16.
7405#1. Samuel,9,14#14. Da gingen sie zur Stadt hinauf. Als sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Höhe hinaufzugehen.
7406#1. Samuel,9,15#15. Der HERR aber hatte dem Samuel das Ohr geöffnet-a-, einen Tag bevor Saul kam, und gesagt: -a) 1.Sam. 3,21; Amos 3,7; Apg. 9,10.11.
7407#1. Samuel,9,16#16. Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden-a-, den sollst du zum Fürsten über mein Volk Israel salben-b-! Der wird mein Volk aus der Hand der Philister erretten-c-. Denn ich habe (die Not) meines Volkes-1- angesehen, und sein Geschrei ist vor mich gekommen-d-. -1) so nach LXX; MasT: mein Volk    a) Spr. 16,9. b) 1.Sam. 10,1.   c) 1.Sam. 14,20-23.   d) 2.Mo. 2,23-25; Ps. 106,44.
7408#1. Samuel,9,17#17. Als nun Samuel Saul sah, teilte ihm der HERR mit: Siehe, da ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, daß er über mein Volk herrschen soll.
7409#1. Samuel,9,18#18. Da trat Saul im Tor auf Samuel zu und sagte: Zeig mir doch, wo (hier) das Haus des Sehers ist.
7410#1. Samuel,9,19#19. Samuel antwortete Saul und sagte: --Ich- bin der Seher. Geh vor mir auf die Höhe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen früh werde ich dich ziehen lassen! Und alles, was du auf dem Herzen hast, werde ich dir kundtun.
7411#1. Samuel,9,20#20. Und was die Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen verlorengegangen sind, so brauchst du dir um sie keine Sorgen zu machen-1-, denn sie sind gefunden-a-. Und wem gehört alles Kostbare Israels? Nicht dir und dem ganzen Haus deines Vaters-2-? -1) w: richte dein Herz nicht auf sie.   2) o: auf wen richtet sich alles Begehren Israels? Nicht auf dich und das ganze Haus . . .? - Die Sätze sind im Hebr. ws. absichtlich so doppelsinnig formuliert.   a) 1.Sam. 10,16.
7412#1. Samuel,9,21#21. Da antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter und aus einem der kleinsten Stämme Israels, und ist meine Sippe nicht die geringste unter allen Sippen des Stammes Benjamin-a-? Warum sprichst du solche Worte zu mir? -a) 1.Sam. 18,18.23; Ri. 6,15; Ps. 68,28.
7413#1. Samuel,9,22#22. Und Samuel nahm Saul und seinen Knecht und führte sie in die Halle. Und er gab ihnen einen Platz obenan unter den Geladenen; und das waren etwa dreißig Mann.
7414#1. Samuel,9,23#23. Und Samuel sagte zu dem Koch: Gib den Anteil her, den ich dir gegeben habe und von dem ich dir gesagt habe: Lege ihn bei dir zurück!
7415#1. Samuel,9,24#24. Da trug der Koch die Keule auf und was daran war-1- und legte es Saul vor. Und er sagte: Siehe, hier ist das Übriggebliebene! Leg dir vor und iß! Denn für diese Stunde-2- ist es für dich aufbewahrt worden, als ich sagte: Ich habe das Volk geladen. So aß Saul mit Samuel an diesem Tag. -1) aramÜs: den Fettschwanz. 2) w: für diese vereinbarte Begegnung.
7416#1. Samuel,9,25#25. Und sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab; -1-und er redete mit Saul auf dem Dach. -1-1) LXX ändert in: Und sie machten ein Lager für Saul auf dem Dach, und er legte sich schlafen.
7417#1. Samuel,9,26#26. Und sie standen früh auf-1-. Und es geschah, als die Morgenröte aufging, rief Samuel dem Saul auf dem Dach zu: Steh auf, daß ich dich geleite! Und Saul stand auf, und die beiden, er und Samuel, gingen auf die Gasse hinaus. -1) s. Anm. zu V. 25.
7418#1. Samuel,9,27#27. Als sie an das Ende der Stadt hinabkamen, sagte Samuel zu Saul: Sag dem Knecht, daß er uns vorausgehe! (Und er ging voraus). Du aber steh jetzt still! Ich will dich das Wort Gottes hören lassen.-a- -a) 1.Sam. 15,16; 2.Kön. 20,16.
7419#1. Samuel,10,1#1. Und Samuel nahm den Krug mit Öl und goß es auf sein Haupt-a-, und er küßte ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt-b-! -a) 1.Sam. 9,16; 16,13; 1.Kön. 1,34.39; 2.Kön. 9,3.6.   b) 1.Sam. 15,1.17; 5.Mo. 32,9.
7420#1. Samuel,10,2#2. WENN du heute von mir weggehst, wirst du zwei Männer treffen beim Grab Rahels-a-, an der Grenze von Benjamin, bei Zelzach; die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen ausgezogen bist. Und siehe, dein Vater hat die Sache mit den Eselinnen aufgegeben. Er macht sich um euch Sorgen und sagt: Was soll ich wegen meines Sohnes tun? -a) 1.Mo. 35,19.20.
7421#1. Samuel,10,3#3. Und wenn du von dort weitergehst und du zur Terebinthe Tabor kommst, werden dich dort drei Männer treffen, die zu Gott nach Bethel hinaufgehen-a-. Einer trägt drei Böckchen und einer drei Brote-1-, und einer trägt einen Schlauch mit Wein. -1) w: drei Fladen Brot.   a) Ri. 20,18.
7422#1. Samuel,10,4#4. Und sie werden dich nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben, und du sollst sie von ihrer Hand annehmen.
7423#1. Samuel,10,5#5. Danach wirst du zu dem Hügel Gottes kommen, wo Wachtposten der Philister sind-a-. Und wenn du dort in die Stadt kommst, wirst du einer Schar von Propheten-b- begegnen, die von der Höhe herabkommen, und vor ihnen her Harfe und Tamburin und Flöte und Zither, und sie werden weissagen-1c-. -1) d.i. hier: prophetische Ergriffenheit o. Verzückung.   a) 1.Sam. 13,3.   b) 1.Sam. 19,20; 2.Kön. 2,3.5.   c) 1.Kön. 18,29; 2.Kön. 3,15; 1.Chr. 25,3.
7424#1. Samuel,10,6#6. Und der Geist des HERRN wird über dich kommen-a-, und du wirst mit ihnen weissagen-1- und wirst in einen anderen Menschen umgewandelt werden. -1) d.i. hier: prophetische Ergriffenheit o. Verzückung.   a) 1.Sam. 11,6; 16,13; 19,20-23; Ri. 3,10; 15,14.
7425#1. Samuel,10,7#7. Und es soll geschehen, wenn bei dir diese Zeichen eintreffen, so tu, was deine Hand finden wird-1a-! Denn Gott ist mit dir-b-. -1) d.h. wozu du in der Lage bist; vgl. 1.Sam. 25,8.   a) Pred. 9,10.   b) 1.Sam. 3,19; 20,13; Jos. 1,5.9; 2.Sam. 7,3.
7426#1. Samuel,10,8#8. Und geh vor mir nach Gilgal-a- hinab! Und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern und Heilsopfer-1- zu schlachten. Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme-b- und dir zu erkennen gebe, was du tun sollst-c-. -1) o: Friedensopfer; o: Gemeinschaftsopfer; o: Abschlußopfer.   a) 1.Sam. 11,14.15; 15,33; Jos. 4,19; 2.Sam. 19,16.   b) 1.Sam. 13,4.8.   c) Apg. 22,10.
7427#1. Samuel,10,9#9. Und es geschah, als er sich umwandte-1-, um von Samuel wegzugehen, da gab ihm Gott ein anderes Herz-2a-. Und alle diese Zeichen trafen an demselben Tag ein. -1) w: seinen Rücken wandte.   2) w: da wandelte Gott ihm das Herz in ein anderes um.   a) Hes. 36,26.
7428#1. Samuel,10,10#10. Als sie dorthin an den Hügel kamen, siehe, da kam ihm eine Schar von Propheten entgegen. Und der Geist Gottes kam über ihn-a-, daß er in ihrer Mitte weissagte-1-. -1) d.i. hier: prophetische Ergriffenheit o. Verzückung.   a) 1.Sam. 11,6; 16,13; 19,20-23; Ri. 3,10; 15,14.
7429#1. Samuel,10,11#11. Und es geschah, als alle, die ihn von früher her kannten, sahen, und siehe, er weissagte-1- mit den Propheten, da sagten die Leute zueinander: Was ist denn mit dem Sohn des Kisch geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten-2-?-a- -1) d.i. hier: prophetische Ergriffenheit o. Verzückung.   2) o: unter den Verzückten.   a) 1.Sam. 19,24.
7430#1. Samuel,10,12#12. Und einer von dort antwortete und sagte: Wer ist denn ihr Vater? Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist Saul auch unter den Propheten-1-? -1) o: unter den Verzückten.
7431#1. Samuel,10,13#13. Und als er aufgehört hatte zu weissagen-1-, kam er auf die Höhe. -1) d.i. hier: prophetische Ergriffenheit o. Verzückung.
7432#1. Samuel,10,14#14. Und Sauls Onkel sagte zu ihm und zu seinem Knecht: Wo seid ihr hingegangen? Er antwortete: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sahen, daß sie nirgends waren, gingen wir zu Samuel-a-. -a) 1.Sam. 9,3.10.
7433#1. Samuel,10,15#15. Da sagte der Onkel Sauls: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch gesagt hat!
7434#1. Samuel,10,16#16. Saul antwortete seinem Onkel: Er teilte uns als ganz gewiß mit, daß die Eselinnen gefunden seien-a-. Aber die Sache mit dem Königtum, wovon Samuel geredet hatte, teilte er ihm nicht mit-b-. -a) 1.Sam. 9,20.   b) Ri. 14,6.9; Spr. 12,23; Pred. 3,7.
7435#1. Samuel,10,17#17. UND Samuel rief das Volk zusammen zum HERRN nach Mizpa-a-. -a) 1.Sam. 7,5.
7436#1. Samuel,10,18#18. Und er sprach zu den Söhnen Israel: So spricht der HERR, der Gott Israels: --Ich- habe Israel aus Ägypten heraufgeführt-a- und euch aus der Hand Ägyptens errettet und aus der Hand aller Königreiche, die euch bedrängten-b-. -a) 2.Mo. 29,46.   b) Ri. 6,8.9.
7437#1. Samuel,10,19#19. Ihr aber habt heute euren Gott verworfen-a-, der euch aus allen euren Nöten und euren Bedrängnissen errettet hat, und habt zu ihm gesagt: Einen König-1- sollst du über uns setzen!-b- Nun denn, stellt euch auf vor dem HERRN nach euren Stämmen und nach euren Tausendschaften-c-! -1) viele hebrHs., LXX und die latÜs: Nein, sondern einen König (wie 1.Sam. 8,19).   a) 1.Sam. 8,7.   b) 1.Sam. 8,5.19.   c) 1.Sam. 3,21; Jos. 7,14; 24,1.
7438#1. Samuel,10,20#20. Und Samuel ließ alle Stämme Israels herantreten. Da wurde der Stamm Benjamin (durchs Los) getroffen-a-. -a) 5.Mo. 33,12.
7439#1. Samuel,10,21#21. Und er ließ den Stamm Benjamin nach seinen Sippen herantreten. Da wurde die Sippe Matri getroffen-1-; da wurde Saul, der Sohn des Kisch, getroffen. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden-a-. -1) LXX fügt ein: Und er ließ die Sippe Matri herantreten, Mann für Mann.   a) Apg. 13,21.
7440#1. Samuel,10,22#22. Und sie befragten noch einmal den HERRN-a-: Ist der Mann schon hierhergekommen? Aber der HERR antwortete: Siehe, er hat sich bei dem Troß versteckt-b-. -a) 1.Sam. 23,2.4.9; 30,7.8; Ri. 1,1; 2.Sam. 2,1; 21,1.   b) 1.Sam. 15,17.
7441#1. Samuel,10,23#23. Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er sich mitten unter das Volk stellte, da war er einen Kopf größer-1- als alles Volk-a-. -1) w: da war er größer als alles Volk, von seiner Schulter an aufwärts.   a) 1.Sam. 9,1.2.
7442#1. Samuel,10,24#24. Und Samuel sagte zu dem ganzen Volk: Da seht ihr, wen der HERR erwählt hat-a-! Denn keiner ist ihm gleich-1- im ganzen Volk. Da jauchzte das ganze Volk, und sie riefen: Es lebe der König!-b- -1) w: wie er.   a) 5.Mo. 17,15; 2.Sam. 21,6.   b) 1.Sam. 11,15; 12,1; 1.Kön. 1,25.39.
7443#1. Samuel,10,25#25. Und Samuel sagte dem Volk das Recht des Königtums-a- und schrieb es in ein Buch und legte es vor den HERRN nieder. Und Samuel entließ das ganze Volk, jeden in sein Haus-b-. -a) 1.Sam. 8,9; 5.Mo. 17,14-20.   b) Jos. 22,6.
7444#1. Samuel,10,26#26. Auch Saul ging in sein Haus nach Gibea-a-. Und mit ihm zogen die vom Heer, deren Herz Gott gerührt hatte. -a) 1.Sam. 11,4; 13,2; 15,34; Jos. 18,28; 2.Sam. 21,6.
7445#1. Samuel,10,27#27. Aber einige ruchlose Leute-1- sagten: Wie soll der uns retten-a-? Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk-b-. Aber er tat, als hörte er es nicht-2c-. -1) w: Söhne der Bosheit.   2) w: war wie taub.   a) Mt. 13,55-57.   b) 1.Kön. 5,1; 2.Chr. 17,5.   c) 1.Sam. 11,12; Pred. 7,21.
7446#1. Samuel,11,1#1. UND Nahasch, der Ammoniter-a-, zog herauf-b- und belagerte Jabesch in Gilead-c-. Und alle Männer von Jabesch sagten zu Nahasch: Schließe einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienstbar sein! -a) 1.Sam. 12,12; 2.Sam. 10,1.2.   b) Ri. 11,4. c) 1.Sam. 31,11; Ri. 21,8; 2.Sam. 2,5.6; 1.Chr. 10,12.
7447#1. Samuel,11,2#2. Aber Nahasch, der Ammoniter, antwortete ihnen: Unter der Bedingung will ich einen Bund mit euch schließen, daß ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit Schmach über ganz Israel bringe.
7448#1. Samuel,11,3#3. Da sagten die Ältesten von Jabesch zu ihm: Laß uns sieben Tage (Zeit), damit wir Boten in das ganze Gebiet Israels senden! Und wenn (dann) niemand da ist, der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen.
7449#1. Samuel,11,4#4. Da kamen die Boten nach Gibea-Saul-a- und sagten diese Worte vor den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine Stimme und weinte-b-. -a) 1.Sam. 10,28.   b) 1.Sam. 30,4; Ri. 2,4.
7450#1. Samuel,11,5#5. Und siehe, da kam Saul vom Feld hinter den Rindern her. Und Saul fragte: Was ist mit dem Volk, daß sie weinen? Und sie berichteten ihm die Worte der Männer von Jabesch.
7451#1. Samuel,11,6#6. Da geriet der Geist Gottes über Saul-a-, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr. -a) 1.Sam. 10,6.10.
7452#1. Samuel,11,7#7. Und er nahm ein Gespann Rinder und zerstückelte sie und sandte davon durch Boten in das ganze Gebiet Israels-a- und ließ sagen: Wer nicht hinter Saul und hinter Samuel auszieht, dessen Rindern wird es ebenso ergehen-b-! Da fiel der Schrecken des HERRN auf das Volk-c-, und sie zogen aus wie --ein- Mann-d-. -a) Ri. 19,29.   b) Ri. 21,5.   c) 2.Chr. 19,7; Jes. 8,13.   d) Ri. 20,1.
7453#1. Samuel,11,8#8. Und er musterte sie bei Besek; und die von den Söhnen Israel waren 300 000 und die Männer von Juda 30 000.
7454#1. Samuel,11,9#9. Und er sagte-1- zu den Boten, die gekommen waren: So sollt ihr zu den Männern von Jabesch in Gilead-a- sagen: Morgen, wenn die Sonne beginnt, heiß zu scheinen-2-, soll euch Hilfe-3- zuteil werden. Und die Boten kamen (zurück) und berichteten das den Männern von Jabesch, und sie freuten sich. -1) so nach LXX; MasT: sie sagten.   2) w: beim Heißwerden der Sonne.   3) o: Heil. a) 1.Sam. 31,11; Ri. 21,8; 2.Sam. 2,5.6; 1.Chr. 10,12.
7455#1. Samuel,11,10#10. Und die Männer von Jabesch sagten: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, dann könnt ihr uns alles tun, was gut ist in euren Augen-a-. -a) 1.Kön. 20,4.
7456#1. Samuel,11,11#11. Und es geschah am nächsten Tag, da stellte Saul das Volk in drei Heerhaufen auf-a-. Und sie kamen mitten in das Lager um die Zeit der Morgenwache und schlugen Ammon bis der Tag heiß wurde. Und was übrigblieb wurde zerstreut, so daß von ihnen nicht zwei beieinander blieben-b-. -a) Ri. 7,16.   b) 1.Sam. 14,47.
7457#1. Samuel,11,12#12. Da sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Sollte Saul König über uns sein?-a- Gebt die Männer her, daß wir sie töten! -a) 1.Sam. 10,27.
7458#1. Samuel,11,13#13. Aber Saul sagte: Niemand soll an diesem Tag getötet werden-a-, denn heute hat der HERR Rettung gegeben in Israel-b-! -a) 2.Sam. 19,23.   b) 1.Sam. 14,45; 19,5.
7459#1. Samuel,11,14#14. Und Samuel sagte zum Volk: Kommt und laßt uns nach Gilgal-a- gehen und dort das Königtum erneuern! -a) 1.Sam. 10,8.
7460#1. Samuel,11,15#15. Und das ganze Volk zog nach Gilgal, und sie machten dort Saul zum König, vor dem HERRN in Gilgal. Und sie schlachteten dort Heilsopfer-1- vor dem HERRN. Und Saul und alle Männer von Israel freuten sich dort sehr-a-. -1) o: Friedensopfer; o: Gemeinschaftsopfer; o: Abschlußopfer.   a) 1.Sam. 10,24.
7461#1. Samuel,12,1#1. UND Samuel sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe auf eure Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt habt,-a- und habe einen König über euch gesetzt.-b- -a) 1.Sam. 8,7.19-22.   b) 1.Sam. 10,24; Hos. 13,11.
7462#1. Samuel,12,2#2. Und nun siehe, der König zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden-a-, und meine Söhne-b-, siehe, sie sind bei euch. Und ich bin vor euch hergegangen-1- von meiner Jugend an bis auf diesen Tag. -1) w: gewandelt.   a) Jos. 23,2.   b) 1.Sam. 8,1.
7463#1. Samuel,12,3#3. Hier bin ich, zeugt gegen mich vor dem HERRN und vor seinem Gesalbten-a-! Wessen Rind habe ich genommen, oder wessen Esel habe ich genommen-b-? Wen habe ich übervorteilt? Wem habe ich Gewalt angetan? Aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld-1- genommen, um (damit) meine Augen zu verhüllen-c-? So will ich es euch zurückgeben-d-. -1) o: Schweigegeld.   a) 1.Sam. 24,7; 26,9.   b) 4.Mo. 16,15; Ps. 15,5; Apg. 20,33.   c) 5.Mo. 16,19.   d) 3.Mo. 5,24.
7464#1. Samuel,12,4#4. Sie aber antworteten: Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt angetan und hast von niemandem irgend etwas angenommen-1a-. -1) w: hast nicht genommen aus der Hand eines Menschen.   a) 1.Thes. 2,5.10.
7465#1. Samuel,12,5#5. Und er sagte zu ihnen: Der HERR ist Zeuge euch gegenüber-a-, und ebenso ist sein Gesalbter heute Zeuge, daß ihr nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie sagten-1-: Er ist Zeuge! -1) so nach LXX; MasT: er sagte.   a) 1.Mo. 31,50; Hiob 16,19; 2.Kor. 1,23.
7466#1. Samuel,12,6#6. Und Samuel sprach zu dem Volk: Der HERR ist es, der Mose und Aaron eingesetzt und eure Väter aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat!-a- -a) 2.Mo. 6,26.27.
7467#1. Samuel,12,7#7. Und nun tretet her, daß ich vor dem HERRN mit euch vor Gericht trete über alle Wohltaten-1- des HERRN, die er an euch und an euren Vätern erwiesen hat-a-! -1) w: alle Gerechtigkeiten; d.h. das gerechte Verhalten Gottes, das dem Volk Gemeinschaft mit Gott ermöglicht und sie aufrechterhält.   a) Mi. 6,5.
7468#1. Samuel,12,8#8. Als Jakob nach Ägypten gekommen war, schrieen eure Väter zu dem HERRN um Hilfe-a-. Und der HERR sandte Mose und Aaron, und sie führten eure Väter aus Ägypten heraus-b- und ließen sie in dieser Gegend-1- wohnen-c-. -1) w: an diesem Ort.   a) 2.Mo. 2,23.   b) 2.Mo. 6,26.27.   c) Jos. 21,43.
7469#1. Samuel,12,9#9. Aber sie vergaßen den HERRN, ihren Gott-a-. Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor-b-, und in die Hand der Philister-c- und in die Hand des Königs von Moab-d-, und sie kämpften gegen sie. -a) Ri. 3,7.   b) Ri. 4,2.   c) Ri. 10,7.   d) Ri. 3,12.
7470#1. Samuel,12,10#10. Da schrieen sie um Hilfe zu dem HERRN und sagten: Wir haben gesündigt-a-, daß wir den HERRN verlassen und den Baalim und Astarot gedient haben-b-. Nun aber errette uns aus der Hand unserer Feinde, dann wollen wir dir dienen-c-! -a) 1.Sam. 7,6.   b) Ri. 2,11-13.   c) Ri. 10,15.16.
7471#1. Samuel,12,11#11. Da sandte der HERR Jerubbaal-a-, Bedan-1b-, Jeftah-c- und Samuel-d- und errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum-e-, so daß ihr sicher wohnen konntet. -1) LXX und die syrÜs: Barak.   a) Ri. 6,14.32.   b) Ri. 4,6.   c) Ri. 11,1.   d) 1.Sam. 7,13.   e) 2.Kön. 13,5.
7472#1. Samuel,12,12#12. Als ihr aber saht, daß Nahasch, der König der Söhne Ammon, gegen euch zog-a-, sagtet ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über uns herrschen!-b- - obwohl doch der HERR, euer Gott, euer König ist-c-. -a) 1.Sam. 11,1.   b) 1.Sam. 8,19.20.   c) Ri. 8,23; Jes. 33,22.
7473#1. Samuel,12,13#13. Und nun siehe, da ist der König, den ihr erwählt und den ihr erbeten habt; denn siehe, der HERR hat einen König über euch gesetzt.
7474#1. Samuel,12,14#14. Wenn ihr den HERRN fürchtet und ihm dient, auf seine Stimme hört und dem Mund des HERRN nicht widerspenstig seid und wenn ihr und der König, der über euch regiert, dem HERRN, eurem Gott, nachfolgt-a-, (so wird der Herr mit euch sein)! -a) 5.Mo. 13,5; Ps. 105,28.
7475#1. Samuel,12,15#15. Wenn ihr aber nicht auf die Stimme des HERRN hört und dem Mund des HERRN widerspenstig seid, so wird die Hand des HERRN gegen euch sein-a- wie gegen eure Väter-b-. -a) 3.Mo. 26,17.   b) 5.Mo. 31,27; Ri. 2,15; 2.Chr. 15,2.
7476#1. Samuel,12,16#16. So tretet jetzt herzu und seht, was der HERR Großes-1- vor euren Augen tun wird! -1) w: seht diese große Sache, die der HERR . . .
7477#1. Samuel,12,17#17. Ist jetzt nicht die Weizenernte? Ich will den HERRN anrufen, daß er Donner-a- und Regen sendet-b-. Und ihr sollt erkennen und sehen, daß das Böse, das ihr (darin) begangen-1- habt, euch einen König zu erbitten, groß ist in den Augen des HERRN-c-. -1) w: hinzugefügt.   a) 1.Sam. 2,10.   b) Spr. 26,1. c) 1.Sam. 8,6.7; 2.Mo. 32,30.
7478#1. Samuel,12,18#18. Und Samuel rief zu dem HERRN-a-, und der HERR sandte an jenem Tag Donner und Regen. Da fürchtete das ganze Volk den HERRN und Samuel sehr-b-. -a) Jos. 10,12; 1.Kön. 18,42.   b) 2.Mo. 14,31; Jos. 4,14.
7479#1. Samuel,12,19#19. Und das ganze Volk sagte zu Samuel: Bitte den HERRN, deinen Gott, für deine Knechte, daß wir nicht sterben!-a- Denn zu all unsern Sünden haben wir das Böse begangen-1-, einen König für uns zu erbitten-b-. -1) w: hinzugefügt.   a) 4.Mo. 21,7; Jer. 37,3. b) 1.Sam. 8,6.7; 2.Mo. 32,30.
7480#1. Samuel,12,20#20. Samuel aber sagte zum Volk: Fürchtet euch nicht!-a- Ihr habt zwar all dieses Böse begangen, doch hört nicht auf, dem HERRN nachzufolgen-1-, und dient dem HERRN mit eurem ganzen Herzen-b-! -1) w: weicht nicht ab von (der Nachfolge) dem HERRN nach.   a) Hag. 2,5.   b) 5.Mo. 10,12.13; 1.Chr. 28,9.
7481#1. Samuel,12,21#21. Und weicht nicht ab-a- und folgt nicht den nichtigen (Götzen)-1- nach-b-, die nichts nützen und nicht erretten können, weil sie nichtig sind-c-! -1) o: nichts; o: Öde; d.i. eine Bezeichnung für Götzen, bes. bei Jesaja. Dasselbe Wort wird in 1.Mo. 1,2 von der Erde gebraucht -+vor- dem ordnenden Schaffen Gottes: wüst.   a) 5.Mo. 11,16.   b) 5.Mo. 30,17; 2.Kön. 17,15.   c) Jes. 41,29; Jer. 2,5.8; Jona 2,9; Apg. 14,15.
7482#1. Samuel,12,22#22. Denn der HERR wird sein Volk um seines großen Namens willen-a- nicht verlassen-b-. Denn es hat dem HERRN gefallen, --euch- zu seinem Volk zu machen-c-. -a) Ps. 106,8; Hes. 20,9.14.   b) 5.Mo. 31,6; 2.Kön. 14,27; Neh. 9,17.31; Ps. 94,14; Jes. 49,15; Jer. 14,9; Röm. 11,1.2. c) 5.Mo. 7,6-8; Jes. 43,7; 63,8.
7483#1. Samuel,12,23#23. Auch was mich betrifft - fern sei es von mir-1-, daß ich mich an dem HERRN versündigen und aufhören sollte, für euch zu bitten-a-; sondern ich will euch den guten und richtigen Weg lehren-b-. -1) w: etwas Entweihtes sei es mir.   a) 1.Sam. 8,6; Ps. 122,6-8; Jer. 15,1; 42,4.   b) Ps. 34,12; Jer. 30,21.
7484#1. Samuel,12,24#24. Fürchtet nur den HERRN und dient ihm in Wahrheit-1a- mit eurem ganzen Herzen! Denn seht, wie große Dinge er an euch getan hat!-b- -1) o: in Treue.   a) Jos. 24,14; 2.Kön. 17,39.   b) 5.Mo. 29,1.2.
7485#1. Samuel,12,25#25. Wenn ihr aber dennoch böse handelt, so werdet ihr und euer König weggerafft werden.-a- -a) 5.Mo. 8,19; 28,36.64; Jos. 23,16; 24,20; Jes. 1,20.
7486#1. Samuel,13,1#1. SAUL war . . . Jahre alt-1-, als er König wurde; und er regierte zwei Jahre über Israel-a-. -1) eine Altersangabe fehlt hier im hebrT.; «30 Jahre» (so einige grHs.) ist eine Vermutung.   a) Apg. 13,21.
7487#1. Samuel,13,2#2. Und Saul erwählte sich aus Israel dreitausend Mann-a-: zweitausend waren bei Saul zu Michmas-b- und auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren bei Jonatan in Gibea in Benjamin-c-. Den Rest des Volkes aber entließ er, einen jeden in sein Zelt-1d-. -1) w: in ihre Zelte.    a) 1.Sam. 24,3.   b) 1.Sam. 14,5.31; Esra 2,27; Neh. 11,31; Jes. 10,28.   c) 1.Sam. 10,26; 2.Sam. 23,29.   d) Jos. 22,6.
7488#1. Samuel,13,3#3. Und Jonatan schlug den Wachtposten der Philister, der in Gibea-1a- war, und die Philister hörten-2- es. Und Saul ließ im ganzen Land ins Horn stoßen-b- und sprach: Die Hebräer sollen es hören! -1) so nach LXX; hebr: -+Geba-.   2) LXX: hörten, daß die Hebräer abgefallen seien.   a) 1.Sam. 10,5; Jos. 18,24.   b) Ri. 3,27.
7489#1. Samuel,13,4#4. Und ganz Israel hörte es und sagte: Saul hat den Wachtposten der Philister geschlagen, und auch Israel hat sich bei den Philistern stinkend gemacht-a-. Da wurde das Volk hinter Saul her nach Gilgal zusammengerufen-b-. -a) 1.Sam. 27,12; 1.Mo. 34,30; 2.Sam. 10,6.  b) 1.Sam. 10,8.
7490#1. Samuel,13,5#5. Auch die Philister sammelten sich zum Kampf-a- mit Israel: 30 000-1- Wagen und sechstausend Gespanne und (Fuß)volk soviel wie der Sand am Ufer des Meeres-b-. Und sie zogen herauf und lagerten sich bei Michmas, östlich von Bet-Awen-c-. -1) LXX: 3 000.   a) 1.Sam. 14,52; 17,1.   b) Jos. 11,4; Ri. 7,12.   c) 1.Sam. 14,23; Jos. 7,2.
7491#1. Samuel,13,6#6. Als aber die Männer von Israel sahen, daß sie in Not waren, weil das (Kriegs)volk bedrängt wurde-a-, da versteckte sich das Volk in Höhlen und Dornsträuchern, in Felsen, in Gewölben und in Zisternen-b-. -a) Ri. 10,9.   b) 1.Sam. 14,11.22; Ri. 6,2.
7492#1. Samuel,13,7#7. Auch gingen Hebräer über den Jordan ins Land Gad und Gilead-a-. Saul aber war noch in Gilgal, und das ganze Volk, das ihm folgte, war voll Angst-1b-. -1) w: zitterte hinter ihm her. a) 1.Sam. 31,7; Jos. 13,8.11.   b) 1.Sam. 17,11.
7493#1. Samuel,13,8#8. Und er wartete sieben Tage bis zu der von Samuel bestimmten Zeit-a-; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk (fing an), von dort oben auseinanderzulaufen. -a) 1.Sam. 10,8.
7494#1. Samuel,13,9#9. Da sagte Saul: Bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer-1- her! Und er opferte das Brandopfer. -1) o: Friedensopfer; o: Gemeinschaftsopfer; o: Abschlußopfer.
7495#1. Samuel,13,10#10. Und es geschah, als er (eben) fertig war, das Brandopfer zu opfern, siehe, da kam Samuel. Und Saul ging hinaus, ihm entgegen, um ihm den Segensgruß zu entbieten-1-. -1) w: um ihn zu segnen.
7496#1. Samuel,13,11#11. Und Samuel sprach: Was hast du getan!-a- Saul antwortete: Weil ich sah, daß das Volk von mir auseinanderlief, und --du- kamst nicht zur bestimmten Zeit, während die Philister sich (schon) bei Michmas versammelt hatten, -a) 1.Mo. 4,10.
7497#1. Samuel,13,12#12. da dachte ich: Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen, und ich habe das Angesicht des HERRN noch nicht gesucht. Da wagte ich es-1- und opferte das Brandopfer-a-. -1) o: faßte ich mir ein Herz; w: machte ich mich stark. a) 1.Sam. 15,22.
7498#1. Samuel,13,13#13. Und Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt!-a- Du hast das Gebot des HERRN, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat-b-. Denn gerade jetzt hätte der HERR dein Königtum über Israel für immer-1- bestätigt; -1) w: für ewig; o: auf Dauer.   a) 1.Sam. 26,21; 1.Mo. 31,28; 2.Sam. 24,10.   b) 1.Chr. 10,13.
7499#1. Samuel,13,14#14. nun aber wird dein Königtum nicht bestehen-a-. Der HERR hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der HERR hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt-b-; denn du hast nicht gehalten, was der HERR dir geboten hatte. -a) 1.Sam. 15,23.26.28; 16,1; Spr. 27,24; Apg. 13,22. b) 2.Sam. 5,2.
7500#1. Samuel,13,15#15. Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf-1- nach Gibea in Benjamin. Und Saul musterte das Volk, das sich bei ihm befand, etwa sechshundert Mann-a-. -1) LXX: und zog seines Weges; die übrigen vom Volk aber zogen hinter Saul her, dem Kriegsvolk entgegen, von Gilgal hinauf.   a) 1.Sam. 14,2.
7501#1. Samuel,13,16#16. Und Saul und sein Sohn Jonatan und das Volk, das sich bei ihm befand, lagen bei Gibea in Benjamin; die Philister aber hatten sich bei Michmas gelagert.
7502#1. Samuel,13,17#17. Da zog der Vernichtungstrupp-1- aus dem Lager der Philister in drei Abteilungen aus: eine Abteilung wandte sich in Richtung auf Ofra-a-, nach dem Land Schual hin, -1) w: der Verderber.   a) Jos. 18,23.
7503#1. Samuel,13,18#18. und eine Abteilung wandte sich in Richtung auf Bet-Horon-a-, und eine Abteilung wandte sich in Richtung auf das Gebiet, das auf das Tal Zeboim-b- nach der Wüste hin hinausschaut. -a) Jos. 10,10.   b) 1.Mo. 10,19; Neh. 11,34.
7504#1. Samuel,13,19#19. Und es war kein Schmied im ganzen Land Israel zu finden. Denn die Philister dachten: (Wir wollen) nicht, daß die Hebräer sich Schwert oder Speer machen-a-! -a) Ri. 5,8.
7505#1. Samuel,13,20#20. Und ganz Israel mußte zu den Philistern hinabziehen, jeder um seine Pflugschar oder seinen Spaten, sein Beil oder seine Sichel-1- zu schärfen. - -1) eT.; MasT: Pflugschar.
7506#1. Samuel,13,21#21. Das Schärfen geschah für einen Zweidrittelschekel bei den Pflugscharen und bei den Spaten, bei der Gabel und bei den Beilen und um die (Rinder)stacheln geradezurichten-1-. - -1) o: einzusetzen.
7507#1. Samuel,13,22#22. Und es geschah am Tag des Kampfes, daß weder Schwert noch Speer in der Hand des ganzen Volkes gefunden wurde, das mit Saul und mit Jonatan war; nur bei Saul und seinem Sohn Jonatan fanden sie sich vor.
7508#1. Samuel,13,23#23. Und ein Posten der Philister zog aus, auf den Paß von Michmas-a- zu. -a) Jes. 10,28.
7509#1. Samuel,14,1#1. UND es geschah eines Tages, daß Jonatan, der Sohn Sauls, zu dem Waffenträger-1- sagte: Komm, laß uns hinübergehen zu dem Posten der Philister, der dort drüben ist! Seinem Vater aber teilte er es nicht mit.-a- -1) w: dem jungen Mann.   a) 1.Sam. 25,19; Ri. 14,6.9.
7510#1. Samuel,14,2#2. Und Saul saß am Rand von Gibea-a- unter dem Granatapfelbaum, der in Migron-b- (steht); und das Kriegsvolk bei ihm war etwa sechshundert Mann-c-. -a) 1.Sam. 22,6; Jes. 10,29.  b) Jes. 10,28.  c) 1.Sam. 13,15.
7511#1. Samuel,14,3#3. Und Ahija, der Sohn Ahitubs-a-, des Bruders Ikabods-b-, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Elis-c-, des Priesters des HERRN in Silo, trug das Ephod-1d-. Und das Volk hatte nicht erkannt, daß Jonatan weggegangen war. -1) d.i. Priesterschurz.   a) 1.Sam. 22,9.   b) 1.Sam. 4,21.   c) 1.Sam. 4,4.   d) 1.Sam. 2,18.
7512#1. Samuel,14,4#4. Es waren aber zwischen den Pässen, durch die Jonatan zu dem Posten der Philister hinüberzugehen suchte, eine Felszacke auf der einen Seite und eine Felszacke auf der anderen Seite: der Name der einen war Bozez und der Name der anderen Senne.
7513#1. Samuel,14,5#5. Die eine Zacke (bildete) eine Säule im Norden gegenüber Michmas und die andere im Süden gegenüber Geba-a-. -a) 1.Sam. 13,3; Jes. 10,29.
7514#1. Samuel,14,6#6. Und Jonatan sprach zu dem Waffenträger-1-, der seine Waffen trug: Komm, laß uns hinübergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen-a-! Vielleicht wird der HERR etwas für uns tun, denn für den HERRN gibt es kein Hindernis, durch viele oder durch wenige zu helfen-b-. -1) w: dem jungen Mann. a) 1.Sam. 17,26.36.   b) Ri. 7,4.7; 2.Chr. 14,10.
7515#1. Samuel,14,7#7. Und sein Waffenträger antwortete ihm: Tu alles, was du vorhast-1a-! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du vorhast-2b-. -1) w: was in deinem Herzen ist.   2) w: was nach deinem Herzen.   a) 2.Sam. 7,3.   b) 2.Sam. 15,15.
7516#1. Samuel,14,8#8. Und Jonatan sagte: Siehe, wir wollen zu den Männern hinübergehen und uns ihnen zeigen.
7517#1. Samuel,14,9#9. Wenn sie dann zu uns sagen: Halt, bis wir zu euch gelangt sind! - so wollen wir stehenbleiben, wo wir sind, und nicht zu ihnen hinaufgehen.
7518#1. Samuel,14,10#10. Wenn sie aber so sprechen: Kommt zu uns herauf! - so wollen wir hinaufsteigen, denn der HERR hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns zum Zeichen-a- sein. -a) 1.Mo. 24,14; 2.Mo. 3,12; 2.Kön. 20,9; Lk. 1,18; 2,12.
7519#1. Samuel,14,11#11. Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Da sprachen die Philister: Sieh an, Hebräer-a- kommen aus den Löchern hervor, in denen sie sich versteckt haben-b-! -a) 1.Sam. 29,3.   b) 1.Sam. 13,6.
7520#1. Samuel,14,12#12. Und die Männer der Wache riefen Jonatan und seinem Waffenträger zu und sagten: Kommt zu uns herauf, so wollen wir es euch schon lehren-1-! Da sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: Steig hinauf, mir nach! Denn der HERR hat sie in die Hand Israels gegeben-a-. -1) w: so werden wir euch etwas erkennen lassen! a) Ri. 7,15.
7521#1. Samuel,14,13#13. Und Jonatan stieg auf Händen und Füßen-1- hinauf und sein Waffenträger ihm nach. Und sie fielen vor Jonatan (zu Boden), und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie-a-. -1) w: auf seinen Händen und auf seinen Füßen. a) 3.Mo. 26,8; Hebr. 11,34.
7522#1. Samuel,14,14#14. So traf der erste Schlag, den Jonatan und sein Waffenträger taten, an die zwanzig Mann, (sie fielen) etwa auf einer halben Furchen(länge) eines Joches Acker-1-. -1) ein Joch Acker ist eine Fläche, die ein Gespann Rinder an einem Tag pflügen kann.
7523#1. Samuel,14,15#15. Und es entstand ein Schrecken im Lager, auf dem Feld und unter dem ganzen (Kriegs)volk-a-. Auch der Posten und die Schar, die das Land verwüsten sollte-1-, erschraken. Und die Erde erbebte, und so entstand ein Schrecken Gottes-b-. -1) w: der Verderber. a) 2.Kön. 7,6.7; Ps. 14,5.   b) 1.Mo. 35,5.
7524#1. Samuel,14,16#16. UND die Wächter Sauls zu Gibea Benjamin sahen, und siehe, ein lärmendes Getümmel, das immer hin und her wogte.
7525#1. Samuel,14,17#17. Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Laßt doch antreten und seht, wer von uns weggegangen ist! Und sie ließen antreten, siehe, da fehlten Jonatan und sein Waffenträger.
7526#1. Samuel,14,18#18. Da sagte Saul zu Ahija: Bring die Lade Gottes-1- herbei! Denn die Lade Gottes war an jenem Tag unter-2- den Söhnen Israel. -1) LXX: das Ephod.   2) LXX: Denn er trug in jener Zeit das Ephod vor.
7527#1. Samuel,14,19#19. Und es geschah, während Saul noch zu dem Priester redete-a-, nahm das Getümmel im Lager der Philister immer mehr zu; und Saul sagte zu dem Priester: Zieh deine Hand zurück! -a) 1.Sam. 30,7.8; 4.Mo. 27,21.
7528#1. Samuel,14,20#20. Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich und kamen zum Kampf. Und siehe, da war das Schwert des einen gegen den andern - eine sehr große Verwirrung-1a-. -1) o: Bestürzung.   a) Ri. 7,22.
7529#1. Samuel,14,21#21. Und die Hebräer waren bei den Philistern wie schon früher; (die nun,) die-1- mit ihnen ins Feldlager hinaufgezogen waren, auch sie wandten sich-2-, um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonatan war-a-. -1) aüs. mit Textänderung: Und die Hebräer, die bei den Philistern waren wie schon früher, und die . . .   2) so mit LXX, Vul. und der syrÜs.; MasT: die mit ihnen ins Feldlager hinaufgezogen waren ringsum, auch sie (waren da). a) 1.Sam. 29,4.
7530#1. Samuel,14,22#22. Als aber alle Männer von Israel, die sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten, hörten, daß die Philister flohen, setzten auch sie ihnen nach im Kampf-a-. -a) Ri. 7,23.
7531#1. Samuel,14,23#23. So rettete der HERR Israel an demselben Tag-a-. Und der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus-b-. -a) 1.Sam. 9,16; 2.Mo. 14,30; 5.Mo. 20,4.   b) 1.Sam. 13,5.
7532#1. Samuel,14,24#24. ALS die Männer von Israel an jenem Tag ins Gedränge kamen, beschwor Saul das Volk und sagte: Verflucht sei jeder-1-, der vor dem Abend etwas-2- ißt, bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe-a-! Und das ganze Volk kostete keine Speise-3-. -1) w: der Mann.   2) w: Brot; o: Speise.   3) d.h. nahm keine Speise zu sich.   a) 1.Sam. 18,25; Ri. 21,5.
7533#1. Samuel,14,25#25. Und das ganze Land war in die (Zeit der) Honigernte-1- gekommen, und es gab Honig auf der Fläche des Feldes-a-. -1) w: in die Honigwaben; aüs: das ganze Volk kam in den Wald. Für «Wald» und «Honigwabe» steht im Hebr. dasselbe Wort.   a) Mt. 3,4.
7534#1. Samuel,14,26#26. Und als das Volk zu den Waben-1- kam, siehe, da floß der-2- Honig; aber niemand brachte (etwas davon) mit seiner Hand in seinen Mund, denn das Volk fürchtete den Schwur-a-. -1) o: in den Wald.   2) w: ein Daherfließen von.   a) Pred. 8,2.
7535#1. Samuel,14,27#27. Jonatan aber hatte nicht gehört, daß sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte sie in die Honigwabe und führte seine Hand wieder zu seinem Mund, und seine Augen wurden (wieder) hell-a-. -a) Spr. 24,13.
7536#1. Samuel,14,28#28. Einer von dem Volk aber fing an und sagte: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt: Verflucht sei jeder-1-, der heute etwas-2- essen wird! Und so ist das Volk matt geworden. -1) w: der Mann.   2) w: Brot; o: Speise.
7537#1. Samuel,14,29#29. Da antwortete Jonatan: Mein Vater bringt das Land ins Unglück. Seht doch, wie meine Augen hell geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.
7538#1. Samuel,14,30#30. Wieviel mehr, wenn das Volk heute tüchtig von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hat! Denn jetzt ist die Niederlage unter den Philistern nicht groß!
7539#1. Samuel,14,31#31. Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon-a-. Und das Volk war sehr matt geworden. -a) Jos. 10,12.
7540#1. Samuel,14,32#32. Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Schafe, Rinder und Kälber und schlachteten sie einfach auf der Erde; und das Volk aß (das Fleisch) über dem Blut.
7541#1. Samuel,14,33#33. Und man berichtete es Saul und sagte: Siehe, das Volk versündigt sich an dem HERRN, denn es ißt (das Fleisch) über dem Blut. Und er rief: Ihr habt treulos gehandelt! Wälzt sofort einen großen Stein her zu mir!
7542#1. Samuel,14,34#34. Und Saul sagte (weiter): Zerstreut euch unter das Volk und sagt ihnen: Jeder soll sein Rind und sein Schaf zu mir bringen und es hier schlachten und essen, damit ihr euch nicht am HERRN versündigt, indem ihr über dem Blut eßt-a-! Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder eigenhändig sein Rind-1-; und sie schlachteten es dort. -1) w: jeder sein Rind mit seiner Hand.   a) 1.Mo. 9,4.
7543#1. Samuel,14,35#35. Und Saul baute dem HERRN einen Altar-a-. Das war der erste Altar, den er dem HERRN baute-1-. -1) w: Mit diesem fing er an, dem HERRN einen Altar zu bauen.   a) 1.Sam. 7,17; Ri. 6,24.
7544#1. Samuel,14,36#36. Und Saul sagte: Laßt uns noch in der Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern, bis der Morgen hell wird, und niemand von ihnen übriglassen! Sie antworteten: Tu alles, was in deinen Augen gut ist!-a- Und der Priester sagte: (Erst) laßt uns hier Gott nahen-b-! -a) 1.Sam. 1,23.   b) Ps. 73,8.
7545#1. Samuel,14,37#37. Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Willst du sie in die Hand Israels geben-a-? Aber er antwortete ihm nicht an diesem Tag-b-. -a) 1.Sam. 23,2; 30,8.   b) 1.Sam. 28,6.
7546#1. Samuel,14,38#38. Da sagte Saul: Tretet hierher, alle Anführer-1- des Volkes, und erkennt und seht, wodurch heute diese Verschuldung geschehen ist! -1) w: Ecksteine; o: Ecktürme.
7547#1. Samuel,14,39#39. Denn so wahr der HERR lebt, der Israel errettet hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonatan wäre, soll er bestimmt sterben-a-! Aber niemand aus dem ganzen Volk antwortete ihm. -a) 2.Sam. 12,5.
7548#1. Samuel,14,40#40. Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf der einen Seite (stehen), und ich und mein Sohn Jonatan wollen auf der anderen Seite sein. Und das Volk antwortete Saul: Tu, was in deinen Augen gut ist!-a- -a) 1.Sam. 1,23.
7549#1. Samuel,14,41#41. Und Saul sprach zu dem HERRN, dem Gott Israels: Gib rechten Entscheid-1-! Da wurden Jonatan und Saul getroffen, aber das Volk ging frei aus. -1) LXX, Vul. und die alte latÜs. überliefern anstelle von: «Gib rechten Entscheid»: «Warum hast du heute deinem Knecht nicht geantwortet? Liegt die Schuld bei mir oder bei meinem Sohn Jonatan, HERR, Gott Israels, so gib das Los ,Licht'! Liegt die Schuld aber bei deinem Volk Israel, so gib das Los ,Recht'!»
7550#1. Samuel,14,42#42. Und Saul sagte: Werft das Los über mich und meinen Sohn Jonatan! Da wurde Jonatan getroffen-a-. -a) Jos. 7,18; Spr. 16,33; Apg. 1,26.
7551#1. Samuel,14,43#43. Da sprach Saul zu Jonatan: Bekenne mir, was du getan hast-a-! Und Jonatan bekannte ihm und sagte: Mit der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, habe ich nur ein wenig Honig gekostet. Siehe, ich muß sterben! -a) Jos. 7,19.
7552#1. Samuel,14,44#44. Und Saul sprach: So tue (mir) Gott und so füge er hinzu-1a-, ja, du mußt sterben, Jonatan-b-! -1) d.i. Gottes Zorn komme über mich! a) 1.Sam. 3,17.   b) Ri. 11,35.
7553#1. Samuel,14,45#45. Aber das Volk sagte zu Saul: Sollte Jonatan sterben, der diese große Rettungstat in Israel vollbracht hat?-a- Das sei ferne-1-! So wahr der HERR lebt! Wenn von den Haaren seines Hauptes (eins) auf die Erde fällt-2b-! Hat er doch mit Gott den Sieg errungen an diesem Tage. So löste das Volk Jonatan aus, so daß er nicht sterben mußte. -1) w: (Das sei etwas) Entweihtes!   2) dieser Satz ist die erste Hälfte einer Schwurformel, deren zweite Hälfte nicht ausgesprochen wurde.   a) 1.Sam. 11,13.   b) 2.Sam. 14,11; Apg. 27,34.
7554#1. Samuel,14,46#46. Und Saul ließ von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf-1-, und die Philister kehrten an ihren Wohnort zurück. -1) w: und Saul zog hinauf von den Philistern weg.
7555#1. Samuel,14,47#47. Als Saul das Königtum über Israel erlangt hatte-a-, kämpfte er ringsum gegen all seine Feinde, gegen Moab, gegen die Söhne Ammon-b- und gegen Edom-c-, gegen die Könige von Zoba-d- und gegen die Philister; und überall, wohin er sich wandte, war er siegreich-1-. -1) so mit LXX; MasT: erklärte er für schuldig. a) 2.Sam. 8,15.   b) 1.Sam. 11,11; 1.Mo. 19,37.38.   c) 1.Mo. 36,8.9.   d) 2.Sam. 8,3.
7556#1. Samuel,14,48#48. Und er vollbrachte tapfere Taten und schlug Amalek-a- und errettete Israel aus der Hand seines Plünderers-b-. -a) 1.Sam. 15,3.7; 2.Mo. 17,8.   b) 2.Sam. 1,22; Ri. 2,16.
7557#1. Samuel,14,49#49. Die Söhne Sauls waren: Jonatan, Jischwi und Malkischua-a-. Und die Namen seiner beiden Töchter waren: der Name der erstgeborenen war Merab und der Name der jüngeren Michal-b-. -a) 1.Sam. 31,2; 1.Chr. 8,33.   b) 1.Sam. 18,17.20.
7558#1. Samuel,14,50#50. Der Name der Frau Sauls war Ahinoam, eine Tochter des Ahimaaz. Der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners-a-, des Onkels Sauls; -a) 1.Sam. 17,55; 26,5; 2.Sam. 2,8; 3,6.
7559#1. Samuel,14,51#51. denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiels-a-. -a) 1.Sam. 9,1.
7560#1. Samuel,14,52#52. Und der Krieg gegen die Philister-a- war schwer alle Tage Sauls. Wenn Saul irgendeinen tapferen und kampffähigen Mann sah, stellte er ihn in seinen Dienst-1b-. -1) w: Und Saul sah jeden tapferen Mann und jeden Sohn der (kriegerischen) Stärke und scharte ihn um sich. a) 1.Sam. 13,5.   b) 1.Sam. 8,11.
7561#1. Samuel,15,1#1. SAMUEL sagte zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, um dich zum König über sein Volk, über Israel-a-, zu salben. So höre nun auf die Stimme der Worte des HERRN! -a) 1.Sam. 10,1; 2.Kön. 7,1.
7562#1. Samuel,15,2#2. So spricht der HERR der Heerscharen: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan, wie es sich ihm in den Weg gestellt hat, als (Israel) aus Ägypten heraufzog-a-. -a) 2.Mo. 17,14.
7563#1. Samuel,15,3#3. Nun zieh hin und schlage Amalek! Und vollstreckt den Bann an ihnen, an allem, was es hat, und verschone ihn nicht, (sondern) töte Mann und Frau, Kind und Säugling, Rind und Schaf, Kamel und Esel-1a-! -1) w: vom Mann bis zur Frau, vom Kind . . . a) 1.Sam. 22,19; 3.Mo. 27,29; Jos. 10,39.
7564#1. Samuel,15,4#4. Da rief Saul das Volk auf und musterte sie in Telem-a-, 200 000 Mann zu Fuß und 10 000 Männer aus Juda. -a) Jos. 15,24.
7565#1. Samuel,15,5#5. Und Saul kam bis zur Stadt der Amalekiter und legte einen Hinterhalt in das Tal-a-. -a) Jos. 8,12.
7566#1. Samuel,15,6#6. Und Saul ließ den Kenitern-a- sagen: Geht, weicht, zieht weg von den Amalekitern-1-, daß ich dich nicht mit ihnen wegraffe! Denn du, du hast allen Söhnen Israel Gnade erwiesen, als sie aus Ägypten heraufzogen-b-. Da zogen die Keniter fort von Amalek-2-. -1) w: zieh weg aus der Mitte der Amalekiter.   2) w: wichen die Keniter aus der Mitte Amaleks. a) 1.Sam. 27,10; 1.Mo. 15,19; Ri. 1,16.  b) 4.Mo. 10,29-32.
7567#1. Samuel,15,7#7. Und Saul schlug die Amalekiter-a- von Hawila bis nach Schur-b-, das vor Ägypten liegt. -a) 1.Sam. 14,48.   b) 1.Sam. 27,8; 1.Mo. 16,7.
7568#1. Samuel,15,8#8. Und er ergriff Agag-a-, den König der Amalekiter, lebend. Und an dem ganzen Volk vollstreckte er den Bann mit der Schärfe des Schwertes-b-. -a) 4.Mo. 24,7.20.   b) 1.Sam. 22,19; 3.Mo. 27,29; Jos. 10,39.
7569#1. Samuel,15,9#9. Aber Saul und das Volk verschonten Agag-a- und die besten Schafe und Rinder und die (Tiere) vom zweiten Wurf-1- und die Lämmer und alles, was wertvoll war, daran wollten sie nicht den Bann vollstrecken. Alles Vieh aber, das verachtet-2- und schwächlich war, daran vollstreckten sie den Bann-b-. -1) aramÜs: das Mastvieh.   2) so nach der gr., aram., syr. und lat. Üs.; der MasT. ist unverständlich. a) 1.Kön. 20,34.   b) 1.Sam. 28,18; Jos. 6,18.
7570#1. Samuel,15,10#10. Da geschah das Wort des HERRN zu Samuel:
7571#1. Samuel,15,11#11. Es reut mich, daß ich Saul zum König gemacht habe-a-; denn er hat sich von mir abgewandt-b- und hat meine Worte nicht ausgeführt-c-. Da entbrannte dem Samuel (der Zorn)-1-, und er schrie zu dem HERRN die ganze Nacht-d-. -1) latÜs: Das tat Samuel bitter weh.  a) V. 35; 1.Mo. 6,6.   b) 1.Kön. 11,9.  c) 1.Chr. 10,13; Jer. 18,10.  d) 1.Sam. 8,6.
7572#1. Samuel,15,12#12. Und am frühen Morgen machte Samuel sich auf-a-, um Saul zu begegnen-1-. Da wurde Samuel berichtet: Saul ist nach Karmel-2- gekommen-b-. Und siehe, er hat sich ein Siegeszeichen errichtet-c-, und er hat sich gewandt und ist weitergegangen und nach Gilgal hinabgekommen. -1) w: Saul entgegen.   2) d.i. Karmel in Juda. a) 1.Sam. 17,20; 1.Mo. 21,14.   b) 1.Sam. 25,2; Jos. 15,55; 2.Sam. 23,35; 2.Chr. 26,10.   c) 2.Sam. 18,18.
7573#1. Samuel,15,13#13. Als Samuel zu Saul kam, sagte Saul zu ihm: Gesegnet seist du von dem HERRN!-a- Ich habe das Wort des HERRN erfüllt-b-. -a) 1.Sam. 23,21; Ri. 17,2; Ruth 3,10.   b) Spr. 28,13.
7574#1. Samuel,15,14#14. Und Samuel antwortete: Was ist denn das für ein Blöken von Schafen, das zu meinen Ohren kommt-1-, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre? -1) w: diese Stimme von Schafen in meinen Ohren.
7575#1. Samuel,15,15#15. Saul sagte: Von den Amalekitern hat man sie gebracht, denn das Volk-a- verschonte die besten Schafe und Rinder, um (sie) dem HERRN, deinem Gott, zu opfern; an den übrigen haben wir den Bann vollstreckt. -a) 1.Mo. 3,12.
7576#1. Samuel,15,16#16. Da sprach Samuel zu Saul: Halt ein, damit ich dir verkünde, was der HERR diese Nacht zu mir geredet hat-a-! Und er sagte zu ihm: Rede! -a) 1.Sam. 9,27; 1.Kön. 14,6.
7577#1. Samuel,15,17#17. Und Samuel sprach: Wurdest du nicht, als du gering in deinen Augen warst, das Oberhaupt der Stämme Israels-a-? Und der HERR salbte dich zum König über Israel. -a) 1.Sam. 9,21; 10,1.22; Mt. 23,12.
7578#1. Samuel,15,18#18. Und der HERR sandte dich auf den Weg und sagte: Zieh hin und vollstrecke den Bann an den Frevlern, an Amalek und kämpfe mit ihnen, bis du sie vernichtet hast!
7579#1. Samuel,15,19#19. Warum hast du denn der Stimme des HERRN nicht gehorcht-a- und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was in den Augen des HERRN böse ist? -a) 4.Mo. 14,41; 2.Sam. 12,9.
7580#1. Samuel,15,20#20. Und Saul antwortete Samuel: Ich habe der Stimme des HERRN gehorcht und bin den Weg gezogen, den der HERR mich gesandt hat. Ich habe Agag, den König von Amalek, hergebracht und an Amalek den Bann vollstreckt.
7581#1. Samuel,15,21#21. Aber das Volk-a- hat von der Beute genommen: Schafe und Rinder, das Beste vom Gebannten, um (es) dem HERRN, deinem Gott, in Gilgal zu opfern. -a) 1.Mo. 3,12.
7582#1. Samuel,15,22#22. Samuel aber sprach: Hat der HERR (so viel) Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, daß man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer-a-, Aufmerken besser als das Fett der Widder-a-. -a) 1.Sam. 13,12; Spr. 21,3; Pred. 4,17; Jes. 1,11-17; Jer. 7,22.23; Hos. 6,6; 8,13; Amos 5,22.24; Mk. 12,33.
7583#1. Samuel,15,23#23. Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde (wie) Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich auch verworfen, daß du nicht mehr König sein sollst-a-. -a) 1.Sam. 13,14; 16,1; 2.Sam. 7,15; Hos. 13,11; Apg. 13,22.
7584#1. Samuel,15,24#24. Saul sagte zu Samuel: Ich habe gesündigt-a-, daß ich den Befehl des HERRN und deine Worte übertreten habe; denn ich fürchtete das Volk und hörte auf seine Stimme-b-. -a) 1.Sam. 26,21; 2.Mo. 9,27.   b) 2.Mo. 23,2; Spr. 29,25; Gal. 1,10.
7585#1. Samuel,15,25#25. Und nun, vergib mir doch meine Sünde-a- und kehre mit mir um, daß ich den HERRN anbete-b-! -a) 2.Mo. 10,17.   b) 2.Sam. 12,20.
7586#1. Samuel,15,26#26. Aber Samuel sprach zu Saul: Ich kehre nicht mit dir um. Denn du hast das Wort des HERRN verworfen, und der HERR hat dich verworfen, daß du nicht mehr König über Israel sein sollst-a-. -a) 1.Sam. 13,14; 16,1; 2.Sam. 7,15; Hos. 13,11; Apg. 13,22.
7587#1. Samuel,15,27#27. Als Samuel sich umwandte, um wegzugehen, da ergriff Saul-1- ihn beim Zipfel seines Oberkleides-a-, so daß er abriß. -1) w: er.   a) 1.Sam. 28,14.
7588#1. Samuel,15,28#28. Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat heute das Königtum Israels von dir abgerissen-a- und es einem anderen gegeben, der besser ist als du-b-. -a) 1.Kön. 11,11; 30,31.   b) 1.Sam. 18,8; 25,30; 28,17; 2.Sam. 3,10; Hiob 34,24; Apg. 13,22.
7589#1. Samuel,15,29#29. Auch lügt der nicht, der Israels Ruhm ist-a-, und es gereut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist er, daß ihn (etwas) gereuen könnte-b-. -a) Tit. 1,2.   b) 4.Mo. 23,19; Hes. 24,14.
7590#1. Samuel,15,30#30. Und er sprach: Ich habe gesündigt!-a- Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel-b- und kehre mit mir um, daß ich den HERRN, deinen Gott, anbete! -a) 1.Sam. 26,21; 2.Mo. 9,27.   b) Joh. 12,43.
7591#1. Samuel,15,31#31. Und Samuel kehrte um (und folgte) Saul nach, und Saul betete den HERRN an-a-. -a) 2.Sam. 12,20.
7592#1. Samuel,15,32#32. Und Samuel sprach: Bringt Agag, den König von Amalek, zu mir her-a-! Und Agag kam widerstrebend-1- zu ihm. Und Agag sagte: Fürwahr, die Bitterkeit des Todes ist gewichen-2-! -1) die Bed. des hebrW. ist unklar; vlt: in Fesseln (wie Hiob 38,31); o: heiter.   2) aüs: bitter ist der Tod. a) Jos. 10,22.
7593#1. Samuel,15,33#33. Aber Samuel sagte: Wie dein Schwert Frauen kinderlos gemacht hat, so sei (auch) deine Mutter kinderlos unter den Frauen-a-! Und Samuel hieb Agag in Stücke vor dem HERRN in Gilgal-b-. -a) Ri. 1,7.   b) 1.Sam. 10,8.
7594#1. Samuel,15,34#34. Und Samuel ging nach Rama-a-. Saul aber zog in sein Haus hinauf nach Gibea-Saul-b-. -a) 1.Sam. 1,19.   b) 1.Sam. 10,26.
7595#1. Samuel,15,35#35. Und Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tag seines Todes. Denn Samuel trauerte um Saul-a-, da es den HERRN reute, daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte-b-. -a) 1.Sam. 16,1.   b) V. 11.
7596#1. Samuel,16,1#1. UND der HERR sprach zu Samuel: Wie lange willst du um Saul trauern-a-, den ich doch verworfen habe, daß er nicht mehr König über Israel sei-b-? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin! Ich will dich zu dem Bethlehemiter Isai-c- senden; denn ich habe mir unter seinen Söhnen einen zum König ausersehen-d-. -a) 1.Sam. 15,35.   b) 1.Sam. 13,14; 15,11.23.   c) Lk. 3,32.   d) 1.Sam. 17,12.58.
7597#1. Samuel,16,2#2. Und Samuel antwortete: Wie kann ich hingehen? Wenn Saul es hört, so wird er mich umbringen-a-. Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sage: Ich bin gekommen, um dem HERRN zu opfern-b-! -a) 1.Kön. 18,12.   b) 1.Sam. 9,12; 20,29.
7598#1. Samuel,16,3#3. Und lade Isai zum Schlachtopfer, und --ich- werde dir zu erkennen geben, was du tun sollst-a-! Und du sollst mir den salben, den ich dir nennen werde-b-. -a) Apg. 9,6.   b) 5.Mo. 17,15.
7599#1. Samuel,16,4#4. Und Samuel tat, was der HERR (ihm) gesagt hatte, und kam nach Bethlehem-a-. Da kamen die Ältesten der Stadt ihm aufgeregt entgegen und sagten: Bedeutet dein Kommen Friede-b-? -a) 1.Mo. 35,19.   b) 1.Kön. 2,13; 1.Chr. 12,18.
7600#1. Samuel,16,5#5. Und er sprach: Ja, Friede-a-! Ich bin gekommen, um dem HERRN ein Opfer zu bringen. Heiligt euch und kommt mit mir zum Schlachtopfer! Und er heiligte Isai und seine Söhne-b- und lud sie zum Schlachtopfer. -a) 1.Kön. 2,13; 1.Chr. 12,18.   b) Jos. 3,5; Hiob 1,5.
7601#1. Samuel,16,6#6. Und es geschah, als sie kamen, sah er den Eliab-a- und meinte: Gewiß, da steht sein Gesalbter vor dem HERRN! -a) 1.Sam. 17,13; 1.Kön. 4,11; 1.Chr. 2,13.
7602#1. Samuel,16,7#7. Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und auf seinen hohen Wuchs! Denn ich habe ihn verworfen. Denn (der HERR sieht) nicht auf das, worauf der Mensch sieht-a-. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist-1-, aber der HERR sieht auf das Herz-b-. -1) w: der Mensch sieht auf die Augen.   a) Hiob 10,4; 35,5; Jes. 55,8.9.   b) 1.Kön. 8,39; Spr. 15,11; 1.Petr. 3,4.
7603#1. Samuel,16,8#8. Da rief Isai den Abinadab-a- und ließ ihn vor Samuel vorübergehen. Aber er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. -a) 1.Sam. 17,13; 1.Kön. 4,11; 1.Chr. 2,13.
7604#1. Samuel,16,9#9. Dann ließ Isai Schamma-a- vorübergehen. Er aber sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. -a) 1.Sam. 17,13; 1.Kön. 4,11; 1.Chr. 2,13.
7605#1. Samuel,16,10#10. Und Isai ließ seine sieben Söhne vor Samuel vorübergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwählt.
7606#1. Samuel,16,11#11. Und Samuel fragte Isai: Sind das die jungen Leute alle-a-? Er antwortete: Der Jüngste ist noch übrig, siehe, er weidet die Schafe-b-. Und Samuel sagte zu Isai: Sende hin und laß ihn holen! Denn wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierhergekommen ist-c-. -a) 1.Sam. 17,12.   b) 1.Sam. 17,14.15.34; 2.Mo. 3,1.   c) Ps. 78,70.71.
7607#1. Samuel,16,12#12. Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war rötlich-1- und hatte schöne Augen und ein gutes Aussehen-a-. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn! Denn der ist es! -1) o: braun; d.i. wie die rotbraune Erde. a) V. 18; 1.Sam. 17,42; 1.Mo. 39,6.
7608#1. Samuel,16,13#13. Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn-a- mitten unter seinen Brüdern-b-. Und der Geist des HERRN geriet über David-c- von diesem Tag an und darüber hinaus. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama-d-. -a) 1.Sam. 10,1; 2.Sam. 12,7; Ps. 89,21.  b) 1.Chr. 11,3; Apg. 13,22.  c) 1.Sam. 10,10; Lk. 3,31; Hebr. 11,32.  d) 1.Sam. 1,19.
7609#1. Samuel,16,14#14. ABER der Geist des HERRN wich von Saul-a-, und ein böser Geist vom HERRN ängstigte ihn-b-. -a) 1.Sam. 18,12; 28,15; Ri. 16,20.   b) 1.Sam. 18,10; 19,9; Ri. 9,23.
7610#1. Samuel,16,15#15. Und die Knechte Sauls sagten zu ihm: Sieh, ein böser Geist von Gott ängstigt dich-a-. -a) 1.Sam. 18,10; 19,9; Ri. 9,23.
7611#1. Samuel,16,16#16. Unser Herr befehle seinen Knechten-1-, die vor ihm stehen, daß sie einen Mann suchen, der die Zither zu spielen weiß-2-. Und es wird geschehen, wenn der böse Geist von Gott über dich kommt, so wird er mit seiner Hand spielen, und es wird besser mit dir werden. -1) w: deinen Knechten vor dir.   2) o: der erkannt hat, (wie) man die Zither spielt.
7612#1. Samuel,16,17#17. Und Saul sagte zu seinen Knechten: Seht euch nach einem Mann für mich um, der gut spielen kann, und bringt ihn zu mir!
7613#1. Samuel,16,18#18. Und einer von den jungen Männern antwortete: Siehe, ich habe einen Sohn des Bethlehemiters Isai gesehen, der (die Zither) zu spielen weiß-1-, ein tapferer Mann-a-, tüchtig zum Kampf-2- und des Wortes-3- mächtig, von guter Gestalt-b-, und der HERR ist mit ihm-c-. -1) o: der erkannt hat, (wie) zu spielen (ist).   2) w: ein Mann des Kampfes.   3) w: einsichtsvoller Rede; d.h. der ein verständiges, hilfreiches Wort zu sagen vermag. a) 2.Sam. 17,8.10.   b) V. 12.   c) 1.Sam. 3,19.
7614#1. Samuel,16,19#19. Da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist-a-! -a) 1.Sam. 17,15.
7615#1. Samuel,16,20#20. Da nahm Isai einen Esel und belud ihn mit Brot-1- und einen Schlauch Wein und ein Ziegenböckchen und sandte es Saul durch seinen Sohn David. -1) so nach LXX und der alten latÜs.; MasT: einen Esel Brotes; d.h. mit soviel Brot beladen, wie ein Esel tragen kann.
7616#1. Samuel,16,21#21. So kam David zu Saul und diente ihm-1a-. Und (Saul) gewann ihn sehr lieb, und er wurde sein Waffenträger-b-. -1) w: stand vor ihm.   a) 1.Mo. 41,46.   b) Spr. 22,29.
7617#1. Samuel,16,22#22. Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Laß doch David in meinen Dienst-1- treten, denn er hat Gunst gefunden in meinen Augen-a-! -1) w: vor mir stehen.   a) 1.Mo. 39,4.21.
7618#1. Samuel,16,23#23. Und es geschah, wenn der Geist von Gott über Saul kam, nahm David die Zither und spielte (darauf) mit seiner Hand-a-. Und Saul fand Erleichterung, und es ging ihm besser, und der böse Geist wich von ihm. -a) 1.Sam. 18,10; 2.Kön. 3,15.
7619#1. Samuel,17,1#1. UND die Philister sammelten ihre Heere zum Kampf-a- und versammelten sich zu Socho in Juda-1- und lagerten sich bei Efes-Dammim-b-, zwischen Socho-c- und Aseka-d-. -1) o: das zu Juda (gehört).   a) 1.Sam. 13,5.   b) 1.Chr. 11,13.   c) Jos. 15,35.   d) Jos. 10,10.
7620#1. Samuel,17,2#2. Und Saul und die Männer von Israel versammelten und lagerten sich im Terebinthental, und sie stellten sich den Philistern gegenüber in Schlachtordnung auf.
7621#1. Samuel,17,3#3. Und die Philister standen an einem Berg jenseits, und Israel stand an einem Berg diesseits, so daß das Tal zwischen ihnen war.
7622#1. Samuel,17,4#4. Und ein Vorkämpfer trat aus den Lagern-1- der Philister heraus, sein Name war Goliat, aus Gat-a-; seine Größe war sechs Ellen und eine Spanne-b-. -1) LXX: Reihen.   a) Jos. 11,22.   b) 5.Mo. 3,11.
7623#1. Samuel,17,5#5. Und er hatte einen bronzenen Helm auf seinem Kopf und war mit einem Schuppenpanzer bekleidet. Das Gewicht des Panzers betrug 5 000 Schekel Bronze.
7624#1. Samuel,17,6#6. Und er hatte bronzene Schienen an seinen Beinen und ein bronzenes Krummschwert auf seiner Schulter.
7625#1. Samuel,17,7#7. Und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum-a-, und die Spitze seines Speeres (wog) sechshundert Schekel Eisen-b-. Und der Schildträger ging vor ihm her. -a) 1.Chr. 20,5.   b) 2.Sam. 21,16.
7626#1. Samuel,17,8#8. Und er stellte sich hin, rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu ihnen: Wozu zieht ihr aus, um euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich nicht der Philister und ihr die Knechte Sauls-a-? Bestimmt einen Mann von euch, daß er zu mir herabkommt! -a) 1.Sam. 8,17.
7627#1. Samuel,17,9#9. Wenn er mit mir zu kämpfen vermag und mich erschlägt, dann wollen wir eure Knechte sein. Wenn --ich- ihn aber überwinde und ihn erschlage, dann sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.
7628#1. Samuel,17,10#10. Und der Philister sagte: --Ich- verhöhne heute die Schlachtreihen Israels-a-! Gebt mir einen Mann, daß wir miteinander kämpfen! -a) V. 26; 2.Sam. 21,21; 2.Kön. 19,4.
7629#1. Samuel,17,11#11. Und Saul und ganz Israel hörten diese Worte des Philisters, und sie waren niedergeschlagen und fürchteten sich sehr-a-. -a) 1.Sam. 13,7; 21,13; Ps. 118,6; Jes. 51,12.
7630#1. Samuel,17,12#12. David nun war der Sohn jenes Ephratiters-a- von Bethlehem in Juda, mit Namen Isai-b-, der acht Söhne hatte-c-. Und der Mann war in den Tagen Sauls schon zu alt, um unter den Männern (mit)zukommen. -a) 1.Sam. 1,1; Ruth 1,2.   b) V. 58; 1.Sam. 16,1.18; Ri. 4,17.22; 2.Sam. 23,1; Joh. 7,42.   c) 1.Chr. 2,13-16.
7631#1. Samuel,17,13#13. Die drei ältesten Söhne Isais aber waren mit Saul in den Krieg gezogen-1-. Die Namen seiner drei Söhne, die in den Krieg zogen, waren: Eliab, der Erstgeborene, und der zweite Abinadab und der dritte Schamma-a-. -1) w: die drei ältesten Söhne Isais waren gegangen, sie waren Saul in den Krieg nachgefolgt.   a) 1.Sam. 16,6-9.
7632#1. Samuel,17,14#14. Und David war der jüngste-a-, und die drei ältesten waren Saul gefolgt. -a) 1.Sam. 16,11.
7633#1. Samuel,17,15#15. David aber ging ab und zu von Saul weg, um die Schafe seines Vaters in Bethlehem zu weiden-a-. - -a) V. 34; 1.Sam. 16,19.
7634#1. Samuel,17,16#16. Und der Philister trat morgens und abends heraus und stellte sich hin, vierzig Tage lang. -
7635#1. Samuel,17,17#17. Isai aber sagte zu seinem Sohn David: Nimm doch für deine Brüder dieses Efa geröstete Körner und diese zehn Brote und bring sie schnell in das Lager zu deinen Brüdern!
7636#1. Samuel,17,18#18. Und diese zehn Stücke Weichkäse bring dem Obersten über Tausend und erkundige dich, ob es deinen Brüdern gutgeht-1-, und bring ein Pfand von ihnen mit-a-! -1) w: besuche deine Brüder, (um) nach (ihrem) Wohlergehen (zu fragen). a) 1.Sam. 25,5; 30,21; 1.Mo. 37,14; 2.Mo. 18,7; Ri. 18,15.
7637#1. Samuel,17,19#19. Saul und sie und alle Männer von Israel stehen im Terebinthental im Kampf mit den Philistern. -
7638#1. Samuel,17,20#20. Da machte sich David des Morgens früh auf-a- und überließ die Schafe einem Hüter. Er nahm und ging hin, wie Isai ihm geboten hatte, und kam zum Lagerplatz. Als das Heer aber in die Schlachtreihe ausrückte, erhoben sie das Kampfgeschrei. -a) 1.Sam. 15,12; Jos. 3,1.
7639#1. Samuel,17,21#21. Und Israel und die Philister stellten sich auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.
7640#1. Samuel,17,22#22. David ließ sein Gepäck, das er trug, bei der Wache des Trosses-1- und lief in die Schlachtreihe. Und er kam und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen-a-. -1) w: ließ die Geräte bei ihm auf der Hand der Wache der Geräte. a) 1.Sam. 25,5; 30,21; 1.Mo. 37,14; 2.Mo. 18,7; Ri. 18,15.
7641#1. Samuel,17,23#23. Während er noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Vorkämpfer herauf, mit Namen Goliat, der Philister von Gat, aus den Schlachtreihen der Philister und redete dieselben Worte; und David hörte es.
7642#1. Samuel,17,24#24. Als aber alle Männer von Israel den Mann sahen, flohen sie vor ihm und fürchteten sich sehr-a-. -a) 4.Mo. 13,33.
7643#1. Samuel,17,25#25. Und die Männer von Israel sagten: Habt ihr diesen Mann gesehen, wie er heraufkommt? Denn er kommt nur herauf, um Israel zu verhöhnen. Und es soll geschehen, wer immer ihn erschlägt, den will der König sehr reich belohnen-1-. Und er will ihm seine Tochter geben-a- und will das Haus seines Vaters (von Abgaben) freimachen in Israel. -1) w: mit großem Reichtum reich machen. a) 1.Sam. 18,17; Jos. 15,16.
7644#1. Samuel,17,26#26. Da sagte David zu den Männern, die bei ihm standen: Was soll mit dem Mann geschehen, der diesen Philister da erschlägt und die Schande von Israel abwendet? Wer ist denn dieser unbeschnittene-a- Philister da, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes-b- verhöhnt-c-? -a) 1.Sam. 14,6.   b) Jos. 3,10; Dan. 6,26.   c) 2.Chr. 32,17; Jes. 37,23; Dan. 5,23.
7645#1. Samuel,17,27#27. Und das Volk antwortete ihm wie vorher-1-: So (und so) soll dem Mann geschehen, der ihn erschlägt. -1) w: nach jenem Wort.
7646#1. Samuel,17,28#28. Und Eliab, sein ältester Bruder-a-, hörte zu, als er mit den Männern redete. Und der Zorn Eliabs entbrannte über David-b-, und er sagte: Warum bist du überhaupt hergekommen? Und wem hast du jene paar Schafe in der Wüste überlassen? Ich erkenne deine Vermessenheit wohl und die Bosheit deines Herzens; denn du bist (ja nur) hergekommen, um dem Kampf zuzusehen. -a) 2.Chr. 11,18.   b) 1.Mo. 37,4
7647#1. Samuel,17,29#29. Und David antwortete: Was habe ich denn getan? Ist es nicht der Mühe wert?
7648#1. Samuel,17,30#30. Und er wandte sich von ihm ab, einem andern zu, und wiederholte die Frage; und das Volk gab ihm dieselbe Antwort wie vorher-1-. -1) w: gab ihm Antwort nach dem ersten Wort.
7649#1. Samuel,17,31#31. Und die Worte, die David geredet hatte, wurden bekannt. Und man meldete sie-1- Saul; und der ließ ihn holen. -1) w: vor Saul.
7650#1. Samuel,17,32#32. Und David sagte zu Saul: Niemand lasse seinetwegen den Mut sinken-1a-! Dein Knecht will hingehen und mit diesem Philister kämpfen. -1) w: Es entfalle keinem das Herz seinetwegen! a) 5.Mo. 20,2.3.
7651#1. Samuel,17,33#33. Aber Saul sagte zu David: Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kämpfen. Denn du bist ein junger Mann, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf.
7652#1. Samuel,17,34#34. Da sagte David zu Saul: Dein Knecht weidete die Schafe für seinen Vater. Wenn dann ein Löwe oder ein Bär kam und ein Schaf von der Herde wegtrug,
7653#1. Samuel,17,35#35. so lief ich ihm nach und schlug auf ihn ein und entriß es seinem Rachen. Erhob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei seinem Bart, schlug ihn und tötete ihn-a-. -a) Ri. 14,5.6.
7654#1. Samuel,17,36#36. So hat dein Knecht den Löwen und den Bären erschlagen. Und diesem unbeschnittenen-a- Philister soll es genauso ergehen wie einem von ihnen, weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt hat-b-! -a) 1.Sam. 14,6.   b) 2.Chr. 32,17; Jes. 37,23; Dan. 5,23.
7655#1. Samuel,17,37#37. Und David fuhr fort: Der HERR, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen-1- des Bären errettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten-a-. Und Saul sagte zu David: Geh hin, der HERR sei mit dir!-b- -1) w: aus der Hand.   a) Ps. 118,6; 2.Kor. 1,10.   b) 1.Sam. 20,13; Jos. 1,17; Ruth 2,4.
7656#1. Samuel,17,38#38. Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte einen bronzenen Helm auf sein Haupt und zog ihm einen Schuppenpanzer an.
7657#1. Samuel,17,39#39. Und David gürtete Sauls Schwert-1- über seine Rüstung und wollte damit gehen, denn er hatte es (noch) nie versucht. Da sagte David zu Saul: Ich kann nicht damit gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David legte sie wieder ab-2-. -1) w: sein.   2) w: von sich.
7658#1. Samuel,17,40#40. Und er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach-1- und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Schleudertasche (diente), und (nahm) seine Schleuder in seine Hand und ging dem Philister entgegen. -1) o: Tal; d.i. ein trockenes Bachbett.
7659#1. Samuel,17,41#41. Und der Philister ging und kam David immer näher, und der Mann, der den Schild trug, (ging) vor ihm her.
7660#1. Samuel,17,42#42. Als aber der Philister hinschaute und David sah, verachtete er ihn-a-, weil er noch jung war, und er war rötlich-1- und schön von Aussehen-b-. -1) o: braun; wie die rotbraune Erde. a) Ps. 123,4.   b) 1.Sam. 16,12.18.
7661#1. Samuel,17,43#43. Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund-a-, daß du mit Stöcken zu mir kommst? Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern. -a) 1.Sam. 24,15; 2.Sam. 3,8; 2.Kön. 8,13.
7662#1. Samuel,17,44#44. Der Philister sagte zu David: Komm her zu mir, daß ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!
7663#1. Samuel,17,45#45. Und David antwortete dem Philister: --Du- kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Krummschwert. --Ich- aber komme zu dir mit dem Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels-a-, den du verhöhnt hast. -a) 2.Chr. 14,10; Ps. 20,8; Spr. 18,10; Hebr. 11,32.
7664#1. Samuel,17,46#46. Heute wird der HERR dich in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Und die Leichen-1- des Heeres der Philister werde ich heute noch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben-a-. Und die ganze Erde soll erkennen, daß Israel einen Gott hat-b-. -1) LXX: Und deine Leichen und die Leichen. a) 1.Mo. 40,19; 5.Mo. 28,26; Jer. 19,7.   b) Jos. 4,24; 1.Kön. 18,36.37; 2.Kön. 5,15.
7665#1. Samuel,17,47#47. Und diese ganze Versammlung soll erkennen, daß der HERR nicht durch Schwert oder Speer errettet-a-. Denn des HERRN ist der Kampf-b-, und er wird euch in unsere Hand geben!-c- -a) Ps. 44,7.8.   b) 2.Chr. 20,15.   c) Jos. 10,8.
7666#1. Samuel,17,48#48. Und es geschah, als der Philister sich aufmachte und näher an David herankam, da lief David eilends von der Schlachtreihe aus dem Philister entgegen.
7667#1. Samuel,17,49#49. Und David griff mit seiner Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus, und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn. Und der Stein drang ihm in die Stirn ein, und er fiel auf sein Gesicht zur Erde.
7668#1. Samuel,17,50#50. So überwand David mit der Schleuder und mit dem Stein den Philister, und er traf den Philister und tötete ihn. David aber hatte kein Schwert in der Hand-a-. -a) Ri. 3,31.
7669#1. Samuel,17,51#51. Und David lief und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert, zog es aus seiner Scheide und tötete ihn (vollends) und hieb ihm den Kopf damit ab-a-. Als aber die Philister sahen, daß ihr stärkster Mann-1- tot war, flohen sie-b-. -1) w: ihr Held; o: ihr Starker.   a) 1.Sam. 21,10; 31,9; 2.Sam. 4,7; 23,21.   b) Hebr. 11,34.
7670#1. Samuel,17,52#52. Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben das Kriegsgeschrei und jagten den Philistern nach bis nach Gat-1- und bis an die Tore von Ekron. Und die Erschlagenen der Philister fielen auf dem Weg von Schaarajim-a- bis Gat und Ekron-b-. -1) so nach LXX; MasT: bis zum Eingang des Tales. a) Jos. 15,36.   b) 1.Sam. 5,10.
7671#1. Samuel,17,53#53. Und die Söhne Israel kehrten von der Verfolgung der Philister zurück und plünderten deren Lager-a-. -a) 1.Sam. 19,5; 2.Sam. 23,10; Jer. 30,16.
7672#1. Samuel,17,54#54. Und David nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt.
7673#1. Samuel,17,55#55. Als aber Saul sah, wie David dem Philister entgegenging, sagte er zu Abner, dem Heerobersten-a-: Wessen Sohn ist doch dieser junge Mann, Abner? Und Abner antwortete: So wahr du lebst-1b-, König, ich weiß es nicht-2-! -1) w: so wahr deine Seele lebt.   2) w: . . . König, wenn ich es erkannt habe!   a) 1.Sam. 14,50.   b) 1.Sam. 1,26.
7674#1. Samuel,17,56#56. Und der König befahl: Frage, wessen Sohn der junge Mann ist!
7675#1. Samuel,17,57#57. Als David zurückkehrte, nachdem er den Philister erschlagen hatte, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und er hatte den Kopf des Philisters in seiner Hand.
7676#1. Samuel,17,58#58. Und Saul fragte ihn: Wessen Sohn bist du, junger Mann? David antwortete: Der Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiters-a-. -a) V. 12
7677#1. Samuel,18,1#1. UND es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, verband sich die Seele Jonatans mit der Seele Davids-a-; und Jonatan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele-b-. -a) 1.Mo. 44,30; 2.Sam. 1,26.   b) 1.Sam. 19,1; 20,8.16.17; 22,8; 23,18; Spr. 18,24.
7678#1. Samuel,18,2#2. Und Saul nahm ihn an jenem Tag zu sich und ließ ihn nicht (wieder) in das Haus seines Vaters zurückkehren.
7679#1. Samuel,18,3#3. Und Jonatan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebhatte wie seine eigene Seele-a-. -a) 1.Sam. 19,1; 20,8.16.17; 22,8; 23,18; Spr. 18,24.
7680#1. Samuel,18,4#4. Und Jonatan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es David, und seinen Waffenrock und sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.
7681#1. Samuel,18,5#5. Und David zog (in den Kampf). Und wohin immer Saul ihn sandte, hatte er Erfolg-a-. Und Saul setzte ihn über die Kriegsleute. Und er war beliebt bei dem ganzen Volk und auch bei den Knechten Sauls-1-. -1) w: er war gut (wohlgefällig) in den Augen des ganzen Volkes und in den Augen der Knechte Sauls. a) 1.Sam. 3,19; 2.Sam. 5,10; Ri. 1,19; 2.Chr. 17,3.
7682#1. Samuel,18,6#6. Und es geschah, als sie heimkamen, als David vom Sieg über den Philister zurückkehrte, zogen die Frauen aus allen Städten Israels zu Gesang und Reigen dem König Saul entgegen mit Tamburinen-a-, mit Jubel und mit Triangeln-1-. -1) o: dreieckigen Harfen.   a) 2.Mo. 15,20.
7683#1. Samuel,18,7#7. Und die Frauen tanzten, sangen und riefen: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausende.-a- -a) 1.Sam. 21,12; 29,5; 2.Sam. 23,1.
7684#1. Samuel,18,8#8. Da ergrimmte Saul sehr. Und diese Sache war in seinen Augen böse-a-, und er sagte: Sie haben David Zehntausende gegeben, und mir haben sie (nur) die Tausende gegeben; es (fehlt) ihm nur noch das Königtum-b-. -a) 1.Mo. 37,8.11.   b) 1.Sam. 15,28.
7685#1. Samuel,18,9#9. Und Saul sah neidisch auf David von jenem Tag an und hinfort-a-. -a) 1.Mo. 31,2; Spr. 27,4; Pred. 4,4.
7686#1. Samuel,18,10#10. Und es geschah am folgenden Tag, daß ein böser Geist von Gott über Saul kam-a-, und er geriet im Innern des Hauses in Raserei-1-. David aber spielte (die Zither) mit seiner Hand, wie (er) täglich (zu tun pflegte)-b-, und Saul hatte einen Speer in seiner Hand. -1) o: weissagte im Innern des Hauses; d.i. prophetisch reden. Das hebrW. kann eine bis zur Ekstase gesteigerte Begeisterung ausdrücken. a) 1.Sam. 16,14; Ri. 16,20.  b) 1.Sam. 16,23.
7687#1. Samuel,18,11#11. Und Saul warf-1- den Speer und dachte: Ich will David an die Wand spießen! Aber David wich ihm zweimal aus-a-. -1) LXX: zückte.   a) 1.Sam. 19,9.10; 20,33.
7688#1. Samuel,18,12#12. Und Saul fürchtete sich vor David; denn der HERR war mit ihm-a-. Aber von Saul war er gewichen-b-. -a) 1.Sam. 3,19; 2.Sam. 5,10; Ri. 1,19; 2.Chr. 17,3.   b) 1.Sam. 16,14; Ri. 16,20.
7689#1. Samuel,18,13#13. Und Saul entfernte (David) aus seiner Umgebung und setzte ihn zum Obersten über Tausend; und er zog aus und ein vor dem (Kriegs)volk her-a-. -a) 2.Sam. 5,2.
7690#1. Samuel,18,14#14. Und David hatte Erfolg auf allen seinen Wegen-a-, und der HERR war mit ihm-b-. -a) 2.Kön. 18,7; 1.Chr. 18,6.13.   b) 1.Sam. 3,19; 2.Sam. 5,10; Ri. 1,19; 2.Chr. 17,3.
7691#1. Samuel,18,15#15. Und als Saul sah, daß (David) so großen Erfolg hatte, scheute er sich vor ihm.
7692#1. Samuel,18,16#16. Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb-a-, denn er zog aus und ein vor ihnen her-b-. -a) Esth. 10,3.   b) 2.Sam. 5,2.
7693#1. Samuel,18,17#17. Und Saul sagte zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab-a- will ich dir zur Frau geben-b-. Sei mir nur ein tapferer Mann und führe die Kriege des HERRN-c-! Saul aber dachte: Meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister soll gegen ihn sein-d-. -a) 1.Sam. 14,49; 2.Sam. 6,16.20.   b) 1.Sam. 17,25.   c) 1.Sam. 25,28.   d) 2.Sam. 11,15; Spr. 26,24-26.
7694#1. Samuel,18,18#18. Und David antwortete Saul: Wer bin ich-a-, und was ist meine Familie und die Sippe meines Vaters in Israel-b-, daß ich des Königs Schwiegersohn werden soll? -a) 2.Sam. 7,18.   b) 1.Sam. 9,21.
7695#1. Samuel,18,19#19. Und es geschah zu der Zeit, als Merab, die Tochter Sauls, David gegeben werden sollte, wurde sie Adriel, dem Meholatiter-a-, gegeben-b-. -a) 1.Kön. 4,12.   b) Ri. 14,20; 2.Sam. 21,8.
7696#1. Samuel,18,20#20. Aber Michal-a-, die Tochter Sauls, liebte David. Das berichtete man Saul, und es war ihm recht-1-. -1) w: die Sache war recht in seinen Augen. a) 1.Sam. 14,49; 2.Sam. 6,16.20.
7697#1. Samuel,18,21#21. Und Saul sagte: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zur Falle-1- wird und die Hand der Philister gegen ihn ist. Und Saul sagte zu David: Zum zweiten Mal sollst du heute mein Schwiegersohn werden-2-. -1) w: zum Stellholz (eines Vogelfängers).   2) o: Und Saul sprach zu David ein zweites Mal: Du sollst mein Schwiegersohn werden.
7698#1. Samuel,18,22#22. Und Saul befahl seinen Knechten: Redet im geheimen zu David und sagt: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte haben dich lieb. So werde nun des Königs Schwiegersohn!
7699#1. Samuel,18,23#23. Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids-a-. David aber sagte: Ist es ein Geringes in euren Augen, des Königs Schwiegersohn zu werden? Ich bin nur ein armer und geringer Mann-b-. -a) Spr. 29,5.   b) 1.Sam. 9,21.
7700#1. Samuel,18,24#24. Und die Knechte Sauls berichteten es ihm und sagten: So-1- hat David geredet. -1) w: Nach diesen Worten . . .
7701#1. Samuel,18,25#25. Da sagte Saul: So sollt ihr zu David sagen: Der König fordert keine andere Heiratsgabe-a- als hundert Vorhäute der Philister, um an den Feinden des Königs Vergeltung zu üben-b-. Saul aber gedachte, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen-c-. -a) 1.Mo. 34,12.   b) 1.Sam. 14,24.   c) 1.Sam. 19,1.
7702#1. Samuel,18,26#26. Und seine Knechte berichteten David diese Worte, und es war in den Augen Davids recht, des Königs Schwiegersohn zu werden. Und noch waren die Tage nicht vollendet,
7703#1. Samuel,18,27#27. da machte sich David auf und zog hin, er und seine Männer, und erschlug zweihundert Mann unter den Philistern. Und David brachte ihre Vorhäute, und man lieferte sie dem König vollzählig ab, damit er des Königs Schwiegersohn werde. Da gab Saul ihm seine Tochter Michal-a- zur Frau. -a) 2.Sam. 3,13.14.
7704#1. Samuel,18,28#28. Und Saul sah und erkannte, daß der HERR mit David war-a-, daß Michal, die Tochter Sauls, ihn liebte. -a) 1.Mo. 26,28.
7705#1. Samuel,18,29#29. Da fürchtete Saul sich noch mehr vor David. Und Saul wurde für immer-1- Davids Feind. -1) w: alle Tage.
7706#1. Samuel,18,30#30. Die Obersten der Philister zogen aus. Und es geschah, sooft sie auszogen, hatte David mehr Erfolg als alle Knechte Sauls. Und sein Name wurde sehr berühmt-a-. -a) 1.Sam. 19,8; 2.Sam. 7,9.
7707#1. Samuel,19,1#1. SAUL nun redete mit seinem Sohn Jonatan und mit all seinen Knechten, daß er David töten wolle-a-. Jonatan aber, der Sohn Sauls, hatte großen Gefallen an David-b-. -a) 1.Sam. 18,25.29; 20,1; 1.Mo. 37,18; 2.Sam. 4,8. b) 1.Sam. 18,1.
7708#1. Samuel,19,2#2. Und Jonatan berichtete es David und sagte: Mein Vater Saul sucht dich zu töten. Nun hüte dich doch morgen und bleibe im Versteck sitzen und verbirg dich-a-! -a) 1.Sam. 20,5.24.
7709#1. Samuel,19,3#3. Ich aber will hinausgehen und mich auf dem Feld neben meinen Vater stellen, wo du bist, und ich will mit meinem Vater über dich reden und sehen, wie es steht, und es dir berichten-a-. -a) 1.Sam. 20,9.13.19; Spr. 17,17.
7710#1. Samuel,19,4#4. Und Jonatan redete mit seinem Vater Saul Gutes von David und sagte zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knecht, an David-a-! Denn er hat sich nicht an dir versündigt, und seine Taten sind dir sehr nützlich-b-. -a) 1.Mo. 42,22.   b) Ps. 59,4; Phlm. 11.
7711#1. Samuel,19,5#5. Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt-a- und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel einen großen Sieg-1- verschafft-b-. Du hast es gesehen und dich (darüber) gefreut. Warum willst du dich an unschuldigem Blut versündigen, daß du David ohne Ursache tötest-c-? -1) o: Rettung.   a) 1.Sam. 22,14; Ri. 12,3.   b) 1.Sam. 11,13; 17,49-53.   c) 1.Sam. 20,32; Ps. 109,5.
7712#1. Samuel,19,6#6. Und Saul hörte auf die Stimme Jonatans-a-, und Saul schwor: So wahr der HERR lebt, wenn er getötet wird! -a) Spr. 31,8.9.
7713#1. Samuel,19,7#7. Da rief Jonatan David, und Jonatan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonatan brachte David zu Saul, und er diente ihm wie früher-a-. -a) 1.Sam. 18,2.
7714#1. Samuel,19,8#8. UND es kam wieder zum Krieg. David zog aus und kämpfte gegen die Philister und brachte ihnen eine große Niederlage bei, so daß sie vor ihm flohen-a-. -a) 1.Sam. 18,14.30; 23,5; 1.Kön. 20,21.
7715#1. Samuel,19,9#9. Und ein böser Geist von dem HERRN kam über Saul-a-, als er in seinem Haus saß, seinen Speer in seiner Hand-b-. David aber spielte (auf der Zither)-1-. -1) w: spielte mit der Hand.  a) 1.Sam. 16,14.  b) 1.Sam. 22,6.
7716#1. Samuel,19,10#10. Und Saul suchte David mit dem Speer an die Wand zu spießen. Aber er wich aus vor Saul, so daß er den Speer in die Wand stieß-a-. Und David floh und entrann in jener Nacht-b-. -a) 1.Sam. 18,10.11; Ps. 37,32.   b) Joh. 10,33.39.
7717#1. Samuel,19,11#11. Da sandte Saul Boten in das Haus Davids, um ihn zu bewachen und ihn (dann) am Morgen zu töten-a-. Aber seine Frau Michal teilte es David mit: Wenn du nicht in dieser Nacht dein Leben rettest, dann wirst du morgen umgebracht werden. -a) 1.Sam. 20,31; Ri. 16,2; Ps. 59,1.
7718#1. Samuel,19,12#12. Und Michal ließ David durchs Fenster hinab-a-. Und er eilte fort, floh und entrann. -a) Jos. 2,15.
7719#1. Samuel,19,13#13. Und Michal nahm den Teraphim-1a- und legte ihn aufs Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaar-2- an sein Kopfende und bedeckte ihn mit einem Tuch-3-. -1) d.h. den Hausgötzen.   2) d.i. ein Schutz gegen Mücken.   3) o: mit der Decke.   a) 1.Mo. 31,19; Ri. 17,5.
7720#1. Samuel,19,14#14. Und Saul sandte Boten, um David zu holen. Und sie sagte: Er ist krank-a-. -a) Jos. 2,5.
7721#1. Samuel,19,15#15. Da sandte Saul noch einmal Boten, nach David zu sehen, und sagte: Bringt ihn im Bett zu mir herauf, damit ich ihn töte!
7722#1. Samuel,19,16#16. Und die Boten kamen, und siehe, der Teraphim-1- (lag) im Bett, und das Geflecht von Ziegenhaar an seinem Kopfende. -1) d.h. den Hausgötzen.
7723#1. Samuel,19,17#17. Da sagte Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und meinen Feind entfliehen lassen, daß er entrinnen konnte? Und Michal antwortete Saul: Er sagte zu mir: Laß mich gehen, sonst töte ich dich-1-! -1) w: warum sollte ich dich töten?
7724#1. Samuel,19,18#18. David aber war geflohen und hatte sich gerettet-a-. Und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm angetan hatte. Dann ging er mit Samuel, und sie wohnten in Najot-b-. -a) 1.Sam. 21,11.   b) 1.Sam. 1,19; 20,1.
7725#1. Samuel,19,19#19. Und es wurde Saul berichtet: Siehe, David ist in Najot-1- in Rama. -1) d.h. Wohnungen; vlt. die Wohnungen der Prophetenschüler; vgl. V. 20.
7726#1. Samuel,19,20#20. Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie aber die Schar-1- der Propheten, die weissagten-2-, sahen und Samuel dabeistehen, wie er sie leitete, kam der Geist Gottes über die Boten Sauls, und auch sie weissagten-2-a-. -1) so nach LXX, syr. und aram. Üs.; das hebrW. ist unverständlich.   2) d.i. prophetische Ergriffenheit o. Verzückung; vgl. 1.Sam. 18,10.   a) 1.Sam. 10,5.6; 4.Mo. 11,25.
7727#1. Samuel,19,21#21. Und man berichtete es Saul, und er sandte andere Boten, und auch die weissagten-1-. Und Saul sandte zum dritten Mal Boten, und auch sie weissagten-1-. -1) s. Anm. zu V. 20.
7728#1. Samuel,19,22#22. Da ging auch er nach Rama und kam an die große Zisterne, die in Sechu ist. Und er fragte: Wo sind Samuel und David? Man antwortete (ihm): Siehe, in Najot in Rama.
7729#1. Samuel,19,23#23. Und er ging von dort-1- nach Najot in Rama. Und auch über ihn kam der Geist Gottes, und er ging daher und weissagte-2-, bis er in Najot in Rama ankam. -1) so nach LXX.   2) s. Anm. zu V. 20.
7730#1. Samuel,19,24#24. Und auch er zog seine Oberkleider aus, und auch er weissagte-1- vor Samuel, und er fiel hin (und lag) nackt-2- (da)-a- den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist auch Saul unter den Propheten-3-?-b- -1) s. Anm. zu V. 20.   2) d.h. im Unterkleid.   3) o: unter den Verzückten.   a) Jes. 20,2.   b) 1.Sam. 10,10.11.
7731#1. Samuel,20,1#1. UND David floh von Najot in Rama-a-. Und er kam und sagte vor Jonatan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld, und was ist mein Vergehen-1- gegen deinen Vater, daß er mir nach dem Leben trachtet-b-? -1) w: Sünde. a) 1.Sam. 19,18.   b) V. 32; 1.Sam. 19,1; 24,12; 26,18.
7732#1. Samuel,20,2#2. Und er antwortete ihm: Das sei ferne-1-! Du sollst nicht sterben. Siehe, mein Vater tut nichts, weder Großes noch Kleines, ohne daß er mir etwas davon sagt-2-. Warum sollte mein Vater diese Sache vor mir verbergen? Es ist nicht so. -1) w: etwas Entweihtes.   2) w: weder eine große Sache noch eine kleine Sache, ohne daß er mein Ohr öffnet.
7733#1. Samuel,20,3#3. David aber schwor dazu und sprach: Dein Vater hat wohl erkannt, daß ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, darum denkt er: Jonatan soll das nicht erkennen, damit er nicht bekümmert ist. Jedoch, so wahr der HERR lebt und so wahr du lebst-a-: Nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tod-b-! -a) 1.Sam. 1,26; Jer. 4,2.   b) 1.Sam. 27,1; 2.Kor. 1,9.10.
7734#1. Samuel,20,4#4. Und Jonatan sagte zu David: Was du begehrst, das will ich für dich tun-1-. -1) o: Was begehrst du? Das will ich dir tun.
7735#1. Samuel,20,5#5. Und David entgegnete Jonatan: Siehe, morgen ist Neumond-a-, da sollte ich eigentlich mit dem König zu Tisch sitzen. Laß mich gehen, daß ich mich auf dem Feld verberge bis zum Abend des dritten Tages-1b-! -1) w: bis zum dritten Abend; aüs. mit Textänderung: bis zum Abend; o: ein drittes Mal verbergen bis zum Abend. a) V. 18.24; 4.Mo. 10,10; 2.Kön. 4,23.   b) 1.Sam. 19,2.
7736#1. Samuel,20,6#6. Wenn dein Vater mich dann vermissen sollte, so sage: David hat es sich dringend von mir erbeten, nach Bethlehem, seiner Stadt-a-, laufen (zu dürfen); denn dort ist das Jahresopfer-1- für die ganze Familie-2-.-b- -1) w: Schlachtopfer der Tage.   2) o: Sippe. a) Lk. 2,4.   b) 1.Sam. 9,12.
7737#1. Samuel,20,7#7. Wenn er dann sagt: «Es ist recht», so steht es gut um deinen Knecht. Ergrimmt er aber, so erkenne, daß Böses bei ihm beschlossen ist.
7738#1. Samuel,20,8#8. Erweise denn nun Gnade an deinem Knecht, denn du hast mich mit dir in den Bund des HERRN treten lassen-a-! Wenn aber eine Schuld bei mir vorliegt, so töte --du- mich-b-! Denn warum willst du mich zu deinem Vater bringen? -a) 1.Sam. 18,3.   b) 2.Sam. 14,32.
7739#1. Samuel,20,9#9. Jonatan antwortete: Das sei fern von dir-1-! Denn wenn ich sicher erkannt habe, daß es bei meinem Vater beschlossen ist, Böses über dich zu bringen-2-, sollte ich es dir dann nicht berichten-a-? -1) w: Das sei dir etwas Entweihtes!   2) w: Böses (o: Unheil) soll über dich kommen.   a) 1.Sam. 19,3.
7740#1. Samuel,20,10#10. Und David sagte zu Jonatan: Wer soll es mir berichten, wenn dein Vater dir eine harte Antwort gibt?
7741#1. Samuel,20,11#11. Jonatan sagte zu David: Komm, laß uns aufs Feld hinausgehen! Und sie gingen beide hinaus aufs Feld.
7742#1. Samuel,20,12#12. Und Jonatan sagte zu David: Der HERR, der Gott Israels, (ist Zeuge), daß ich meinen Vater morgen (oder) übermorgen um diese Zeit-1- ausforsche. Und siehe, (steht es) gut um David, und ich sende dann nicht zu dir und enthülle es deinem Ohr-2-, -1) w: um diese Zeit morgen (oder am) dritten (Tag).   2) o: Beim HERRN, dem Gott Israels: Wenn ich meinen Vater morgen (oder) übermorgen um diese Zeit ausforsche: «Sicher steht es gut um David?» und ich es dann nicht zu dir sende und es deinem Ohr enthülle.
7743#1. Samuel,20,13#13. dann tue der HERR dem Jonatan (das an) und füge so hinzu-1a-! Wenn es aber meinem Vater gefällt, Böses über dich (zu bringen), dann werde ich es deinem Ohr enthüllen und dich ziehen lassen, daß du in Frieden weggehen kannst. Und der HERR sei mit dir-b-, wie er mit meinem Vater gewesen ist-c-! -1) w: das ist eine Schwurformel.   a) 1.Sam. 3,17.   b) 1.Sam. 17,37; 1.Chr. 22,11.16.   c) 1.Sam. 10,7.
7744#1. Samuel,20,14#14. Und nicht nur solange ich noch lebe, und nicht nur an mir erweise die Gnade des HERRN, daß ich nicht sterbe,
7745#1. Samuel,20,15#15. sondern auch meinem Haus entziehe niemals deine Gnade, auch dann nicht, wenn der HERR die Feinde Davids Mann für Mann vom Erdboden vertilgen wird-a-! -a) 1.Mo. 40,14; 2.Sam. 9,1-7.
7746#1. Samuel,20,16#16. Da schloß Jonatan mit dem Haus Davids (einen Bund) (und sprach): Der HERR fordere es von der Hand der Feinde Davids-a-! -a) 1.Sam. 25,26.29; Jos. 22,23.
7747#1. Samuel,20,17#17. Und Jonatan ließ nun auch David bei seiner Liebe zu ihm schwören-a-. Denn er liebte ihn, wie er seine (eigene) Seele-1- liebte.-b- -1) o: sein Leben. a) 1.Sam. 24,23.   b) 1.Sam. 18,1.3; Spr. 17,17.
7748#1. Samuel,20,18#18. Und Jonatan sagte zu ihm: Morgen ist Neumond. Da wird man dich vermissen, wenn dein Platz leer bleibt.
7749#1. Samuel,20,19#19. Am dritten Tag aber steig schnell herunter! Du aber komm an den Ort, wo du dich am Tag der Tat-a- verborgen hattest, und setz dich neben den Steinhaufen-1-! -1) o: Stein Asel.   a) 1.Sam. 19,1-3.
7750#1. Samuel,20,20#20. Ich aber werde drei Pfeile nach seiner Seite abschießen, als ob ich nach einem Ziel schießen würde.
7751#1. Samuel,20,21#21. Und siehe, ich werde den Jungen hinschicken: Geh hin, such die Pfeile! Wenn ich ausdrücklich zu dem Jungen sage: Siehe, die Pfeile sind von dir herwärts, hole sie! - so komm! Denn es steht gut um dich, und es besteht keine Gefahr-1-, so wahr der HERR lebt. -1) w: es liegt nichts vor.
7752#1. Samuel,20,22#22. Wenn ich aber so zu dem jungen Mann sage: Siehe, die Pfeile sind von dir hinwärts! - so geh! Denn der HERR schickt dich weg.
7753#1. Samuel,20,23#23. Das Wort aber, das wir miteinander geredet haben, ich und du, siehe, der HERR ist (Zeuge) zwischen mir und dir auf ewig.-a- -a) V. 42.
7754#1. Samuel,20,24#24. Und David verbarg sich auf dem Feld. Und als es Neumond wurde, setzte sich der König zu Tisch, um zu essen.
7755#1. Samuel,20,25#25. Und der König setzte sich auf seinen Platz wie vorher-1-, auf den Platz an der Wand. Als nun Jonatan sich erhob, saß (nur noch) Abner an der Seite Sauls-2-. Der Platz Davids blieb leer. -1) w: wie das eine Mal so das andere Mal.   2) LXX: Und Jonatan saß ihm gegenüber, und Abner setzte sich an die Seite Sauls.
7756#1. Samuel,20,26#26. Saul aber sagte nichts an diesem Tag, denn er dachte: Es ist ihm etwas widerfahren. Er ist nicht rein, gewiß, er ist nicht rein-a-. -a) 3.Mo. 7,20.
7757#1. Samuel,20,27#27. Und es geschah am anderen Tag des Neumonds, dem zweiten, als der Platz Davids wieder leer blieb, da sagte Saul zu seinem Sohn Jonatan: Warum ist der Sohn Isais gestern und heute nicht zum Essen gekommen?
7758#1. Samuel,20,28#28. Jonatan antwortete Saul: David hat es sich dringend von mir erbeten, nach Bethlehem (gehen zu dürfen),
7759#1. Samuel,20,29#29. und sagte: Laß mich doch gehen! Denn wir haben ein Familienopfer-1a- in der Stadt, und mein Bruder selbst hat es mir geboten. Und nun, wenn ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, so laß mich doch gehen-2-, daß ich meine Brüder sehe! Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen. -1) w: ein Schlachtopfer der Sippe.  2) w: entschlüpfen. a) 1.Sam. 16,2.
7760#1. Samuel,20,30#30. Da entbrannte der Zorn Sauls über Jonatan, und er sagte zu ihm: Du Sohn einer entarteten (Mutter)-1-! Ich habe wohl erkannt, daß du den Sohn Isais erkoren hast, dir und deiner Mutter, die dich geboren hat, zur Schande-2-. -1) w: Sohn (verkehrter) Zucht; o: gekrümmter Widerspenstigkeit; LXX: Sohn widerspenstiger Mädchen.   2) w: zur Schande der Blöße deiner Mutter.
7761#1. Samuel,20,31#31. Denn all die Tage, die der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst weder du noch deine Königsherrschaft Bestand haben. Und nun schicke hin und laß ihn zu mir bringen, denn er ist ein Kind des Todes-a-! -a) 1.Sam. 19,11.
7762#1. Samuel,20,32#32. Und Jonatan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan?-a- -a) V. 1; 1.Sam. 19,5.6; Mt. 27,23.
7763#1. Samuel,20,33#33. Da schleuderte-1- Saul den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren-a-. Und Jonatan erkannte, daß es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu töten-b-. -1) LXX: zückte.   a) 1.Sam. 18,11.   b) 1.Kön. 11,40.
7764#1. Samuel,20,34#34. Jonatan stand vom Tisch in glühendem Zorn auf und aß am zweiten Tag des Neumonds keine Speise. Denn er war bekümmert um David, weil sein Vater ihn-1- beschimpft hatte-2-. -1) d.i. David.   2) o: Schmach angetan hatte.
7765#1. Samuel,20,35#35. Und es geschah am Morgen, da ging Jonatan aufs Feld hinaus, an den Ort, den er mit David verabredet hatte; und ein kleiner Junge-1- war mit ihm. -1) o: ein junger Knecht.
7766#1. Samuel,20,36#36. Und er sagte zu seinem Jungen: Lauf und such die Pfeile, die ich abschieße! Während der Junge hinlief, schoß er den Pfeil über ihn hinaus.
7767#1. Samuel,20,37#37. Und als der Junge an die Stelle kam, wohin Jonatan den Pfeil abgeschossen hatte, rief Jonatan dem Jungen nach und sprach: Liegt der Pfeil nicht noch jenseits von dir?
7768#1. Samuel,20,38#38. Und Jonatan rief hinter dem Jungen her: Schnell, eile und bleib nicht stehen! Und der Junge Jonatans hob den Pfeil auf und brachte (ihn)-1- zu seinem Herrn. -1) so nach LXX, syr. und lat. Üs.; MasT: kam.
7769#1. Samuel,20,39#39. Der Junge aber wußte von nichts; nur Jonatan und David wußten um die Sache.
7770#1. Samuel,20,40#40. Und Jonatan gab dem Jungen, den er bei sich hatte, seine Waffen und sagte zu ihm: Geh, bring sie in die Stadt!
7771#1. Samuel,20,41#41. Als der Junge weggegangen war, stand David hinter dem Steinhaufen-1- auf und fiel auf sein Gesicht zur Erde und beugte sich dreimal nieder-a-. Und sie küßten einander und weinten miteinander-b-, David aber am allermeisten-2-. -1) so nach LXX; MasT: von der Südseite.   2) w: bis David (sein Weinen) groß machte. Der Schluß von V. 41 läßt sich auch mit V. 42 verbinden: Noch weinte David heftig, da sagte Jonatan.   a) 1.Sam. 24,9; 1.Mo. 42,6; 2.Sam. 1,2; 1.Kön. 1,16.23.   b) 1.Mo. 33,4; Apg. 20,37.
7772#1. Samuel,20,42#42. Und Jonatan sagte zu David: Geh hin in Frieden!-a- Was wir beide im Namen des HERRN geschworen haben, (dafür) wird der HERR zwischen mir und dir und zwischen meinen Nachkommen und deinen Nachkommen-1- auf ewig (Zeuge) sein-2b-. -1) w: zwischen meinem Samen und deinem Samen.   2) o: . . . geschworen haben: Der HERR sei zwischen dir und mir . . ., das (gilt) für ewig! a) 1.Sam. 1,17.   b) V. 23; 1.Sam. 24,23.
7773#1. Samuel,21,1#1. Und David-1- machte sich auf und ging weg. Jonatan aber ging (zurück) in die Stadt-a-. -1) w: er.   a) 1.Sam. 23,18.
7774#1. Samuel,21,2#2. UND David kam nach Nob-a-, zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir? -a) 1.Sam. 22,9.19; Neh. 11,32; Jes. 10,32.
7775#1. Samuel,21,3#3. Und David antwortete dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgend etwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe. Die Leute-1- aber habe ich an den und den Ort beschieden. -1) w: Knechte; o: Knaben.
7776#1. Samuel,21,4#4. Und nun, was hast du zur Hand? Gib (mir) fünf Brote in meine Hand oder was sich (sonst) vorfindet!
7777#1. Samuel,21,5#5. Und der Priester antwortete David und sagte: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da-a-. Wenn sich nur die Leute-1- der Frau enthalten haben-b-! -1) w: Knechte; o: Knaben.  a) 2.Mo. 25,30.  b) 2.Mo. 19,15.
7778#1. Samuel,21,6#6. David antwortete dem Priester und sagte zu ihm: -1-Ja, denn eine Frau ist uns seit gestern und vorgestern, als ich auszog, versagt (gewesen). Und die Leiber-2- der Leute-3- sind heilig. War das (noch) ein gewöhnliches Unternehmen, wieviel mehr werden sie heute an ihrem Leib-4- heilig sein-1-! -1-1) o: Ja, denn eine Frau ist uns (schon) seit gestern und vorgestern versagt. Als ich auszog, da waren die Leiber der Leute heilig. Ist dies nun (auch) ein gewöhnliches Unternehmen, so ist es doch heute durch die Leiber geheiligt.   2) o: Kleider; o: Waffen; w: Gefäße.   3) w: Knechte; o: Knaben.   4) o: an der Kleidung; o: an der Waffe; w: am Gefäß.
7779#1. Samuel,21,7#7. Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot-1a-. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor dem HERRN nur weggenommen wird-2-, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt-b-. -1) w: gab ihm der Priester Heiliges.   2) w: die . . . weggenommen werden.   a) 1.Sam. 22,10; Mt. 12,3.4.   b) 3.Mo. 22,10; 24,5-9.
7780#1. Samuel,21,8#8. - Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls, eingeschlossen vor dem HERRN, mit Namen Doeg-a-, der Edomiter; er war Aufseher über die Hirten Sauls. - -a) 1.Sam. 22,9.22.
7781#1. Samuel,21,9#9. Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen-1-, weil die Sache-2- des Königs dringend war. -1) w: in meine Hand genommen.   2) o: der Befehl.
7782#1. Samuel,21,10#10. Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im Terebinthental erschlagen hast-a-, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod-1-. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn außer diesem ist kein anderes da. Und David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir-b-! -1) d.i. ein Priesterschurz. a) 1.Sam. 17,2.51.54.   b) 1.Sam. 22,10.
7783#1. Samuel,21,11#11. UND David machte sich auf und floh an diesem Tag vor Saul-a- und kam zu Achisch, dem König von Gat-b-. -a) 1.Sam. 19,18.   b) 1.Sam. 27,1.2; Ps. 56,1.
7784#1. Samuel,21,12#12. Und die Knechte des Achisch sagten zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Haben sie nicht von ihm bei Reigentänzen gesungen: Saul hat seine Tausende erschlagen, David aber seine Zehntausende?-a- -a) 1.Sam. 18,7.
7785#1. Samuel,21,13#13. David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achisch-a-, dem König von Gat. -a) Spr. 29,25; Jes. 51,12.13.
7786#1. Samuel,21,14#14. Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und tobte-1- unter ihren Händen, und er kritzelte-2- an die Flügel des Tores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen-a-. -1) w: er verstellte seinen Verstand vor ihren Augen und tat unsinnig.   2) LXX: er trommelte.   a) Ps. 34,1.
7787#1. Samuel,21,15#15. Da sagte Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, daß der Mann wahnsinnig-1- ist. Warum bringt ihr ihn zu mir? -1) hebr. -+meschugga-.
7788#1. Samuel,21,16#16. Fehlt es mir an Wahnsinnigen, daß ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen-a-? -a) Ps. 34,1.
7789#1. Samuel,22,1#1. Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam-a-. Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters das hörten, kamen sie zu ihm dorthin herab. -a) 1.Sam. 24,4; 1.Mo. 38,1; Jos. 15,35; 2.Sam. 22,13; 1.Chr. 11,15; Ps. 57,1.
7790#1. Samuel,22,2#2. Und es sammelten sich um ihn lauter Bedrängte-1- und solche, die verschuldet-2- waren, und andere mit erbittertem Gemüt-3-. Und er wurde ihr Anführer-a-. Und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann-b-. -1) w: jeder Mann der Bedrängnis.   2) w: jeder, der einen Gläubiger hatte.   3) o: mit grimmigem Gemüt; w: jeder Mann mit bitterer Seele. a) Ps. 72,12-14.   b) 1.Sam. 23,13; 25,13; 30,24.
7791#1. Samuel,22,3#3. Und David ging von da nach Mizpe in Moab und sagte zum König von Moab: Laß doch meinen Vater und meine Mutter bei euch wohnen-1-, bis ich erkannt habe, was Gott mit mir tun wird-a-! -1) so nach syr. und lat. Üs.; MasT: mit euch ausziehen; o: hinausziehen (und) bei euch (bleiben). a) 2.Mo. 20,12; Joh. 19,27.
7792#1. Samuel,22,4#4. Und er brachte sie vor den König von Moab, und sie wohnten bei ihm, solange-1- David auf der Bergfeste war-a-. -1) w: alle Tage, die . . .   a) 1.Sam. 24,23; 1.Chr. 11,16.
7793#1. Samuel,22,5#5. Und der Prophet Gad-a- sagte zu David: Bleib nicht auf der Bergfeste! Geh hin und begib dich in das Land Juda! Und David ging weg und kam nach Jaar-Heret-1-. -1) d.h. in den Wald Heret.  a) 2.Sam. 24,11; 1.Chr. 21,9.
7794#1. Samuel,22,6#6. UND Saul hörte, daß David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt-1- worden seien. Saul aber saß in Gibea-a- unter der Tamariske-2- auf der Höhe, seinen Speer in der Hand-b-, und alle seine Knechte standen bei ihm. -1) w: erkannt.  2) d.i. ein hoher, weit sichtbarer Baum. a) 1.Sam. 14,2.   b) 1.Sam. 19,9.
7795#1. Samuel,22,7#7. Da sagte Saul zu seinen Knechten, die um ihn standen: Hört doch, ihr Benjaminiter! Wird der Sohn Isais euch allen auch Felder und Weinberge geben, euch alle zu Anführern über Tausend und zu Anführern über Hundert machen-a-, -a) 1.Sam. 8,11-14.
7796#1. Samuel,22,8#8. daß ihr euch alle gegen mich verschworen habt? Und da ist keiner, der es meinem Ohr eröffnet, daß mein Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais geschlossen hat-a-, und keiner ist unter euch, der sich um mich grämt und es meinem Ohr eröffnet hätte, daß mein Sohn meinen Knecht als Verräter-1- gegen mich aufgewiegelt hat-a-, wie es heute (offenkundig) ist! -1) w: als einen, der im Hinterhalt lauert. a) 1.Sam. 18,3; 2.Kön. 6,11.
7797#1. Samuel,22,9#9. Da antwortete der Edomiter Doeg, der bei den Knechten Sauls stand-a-, und sagte: Ich sah den Sohn Isais, wie er nach Nob kam zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs-b-. -a) 1.Sam. 21,8.   b) 1.Sam. 14,3; 21,2; Ps. 52,1.2.
7798#1. Samuel,22,10#10. Der befragte den HERRN für ihn und gab ihm Verpflegung, und das Schwert des Philisters Goliat gab er ihm auch-a-. -a) 1.Sam. 21,7.10.
7799#1. Samuel,22,11#11. Da sandte der König hin und ließ den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, rufen sowie das ganze Haus seines Vaters, (alle) Priester in Nob. Und sie kamen alle zum König.
7800#1. Samuel,22,12#12. Und Saul sagte: Höre doch, Sohn Ahitubs! Er antwortete: Hier bin ich, mein Herr!
7801#1. Samuel,22,13#13. Und Saul sagte zu ihm: Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, daß du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, damit er als Verräter an mir auftreten kann, wie es heute (offenkundig) ist?
7802#1. Samuel,22,14#14. Ahimelech antwortete dem König und sprach: Wer unter all deinen Knechten ist wie David: treu-a-, Schwiegersohn des Königs, dazu Anführer-1- deiner Leibwache und geehrt in deinem Haus? -1) so nach LXX; MasT: und er hat Zutritt zu; o: kehrt ein bei.   a) 1.Sam. 19,4.5.
7803#1. Samuel,22,15#15. Habe ich erst heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei fern von mir-1-! Der König lege solches seinem Knecht nicht zur Last, (auch nicht) dem ganzen Haus meines Vaters! Denn dein Knecht hat von alldem nichts gewußt, weder Kleines noch Großes. -1) w: Das sei mir etwas Entweihtes!
7804#1. Samuel,22,16#16. Aber der König sagte: Sterben mußt du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters-a-! -a) 5.Mo. 24,16.
7805#1. Samuel,22,17#17. Und der König sagte zu den Leibwächtern-1-, die um ihn standen: Tretet her-2- und tötet die Priester des HERRN, weil auch ihre Hand mit David ist und weil sie wußten-3-, daß er auf der Flucht war und es mir nicht zu Ohren gebracht haben. Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht an die Priester des HERRN legen, um sie niederzumachen-4a-. -1) w: zu den Läufern.   2) o: Stellt euch um sie herum. 3) o: erkannt hatten.   4) w: um über sie herzufallen. a) 2.Mo. 1,17.
7806#1. Samuel,22,18#18. Da sprach der König zu Doeg: Tritt du heran und mache die Priester nieder-1-! Und Doeg, der Edomiter, trat heran und er machte die Priester nieder, und er tötete an diesem Tag 85 Mann, die das leinene Ephod-2- trugen-a-. -1) w: und fall über die Priester her.   2) d.i. ein Priesterschurz.   a) 1.Sam. 2,33.
7807#1. Samuel,22,19#19. Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schärfe des Schwertes, Mann und Frau, Kind und Säugling, Rind und Esel und Schafe, mit der Schärfe des Schwertes-a-. -a) 1.Sam. 15,3.
7808#1. Samuel,22,20#20. Und es entkam ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, mit Namen Abjatar-a-, und floh zu David-1b-. -1) w: David hinterher.  a) 2.Sam. 15,24; 1.Kön. 2,26; 1.Chr. 18,16.   b) 1.Sam. 23,6.
7809#1. Samuel,22,21#21. Abjatar berichtete David, daß Saul die Priester des HERRN umgebracht habe!
7810#1. Samuel,22,22#22. Da sagte David zu Abjatar: Ich wußte (schon) an jenem Tag, weil der Edomiter Doeg dort war, daß er es Saul sicher berichten würde-a-. --Ich- bin schuldig am Tod aller aus dem Haus-1- deines Vaters. -1) w: an allen Seelen des Hauses.   a) 1.Sam. 21,8.
7811#1. Samuel,22,23#23. Bleibe bei mir, fürchte dich nicht!-a- Denn wer nach meinem Leben-1- trachtet, trachtet auch nach deinem. Bei mir bist du in Sicherheit-b-. -1) o: nach meiner Seele. a) 1.Sam. 23,17; 2.Sam. 9,7.   b) Joh. 17,12.
7812#1. Samuel,23,1#1. UND man berichtete David: Siehe, die Philister kämpfen gegen Keila-a- und plündern die Tennen. -a) Jos. 15,44; Neh. 3,17.18.
7813#1. Samuel,23,2#2. Da befragte David den HERRN-a- und sagte: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen-b-? Und der HERR sprach zu David: Zieh hin und schlage die Philister und rette Keila! -a) 1.Sam. 10,22;   b) 1.Sam. 14,37.
7814#1. Samuel,23,3#3. Aber die Männer Davids sagten zu ihm: Siehe, wir fürchten uns (schon) hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Keila gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen?
7815#1. Samuel,23,4#4. Da befragte David wieder den HERRN-a-, und der HERR antwortete ihm und sprach: Mach dich auf und zieh nach Keila hinab! Denn ich will die Philister in deine Hand geben-b-. -a) 1.Sam. 10,22.   b) 1.Sam. 30,8; Ri. 7,9; 1.Chr. 14,10.
7816#1. Samuel,23,5#5. Und David zog mit seinen Männern nach Keila und kämpfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg und brachte ihnen eine große Niederlage bei-a-. Und so rettete David die Bewohner von Keila. - -a) 1.Sam. 19,8.
7817#1. Samuel,23,6#6. Es geschah aber, als Abjatar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keila floh-a-, kam er hinab mit einem Ephod-1- in seiner Hand-b-. -1) d.i. ein Priesterschurz.  a) 1.Sam. 22,20.  b) 2.Mo. 28,6.
7818#1. Samuel,23,7#7. Und es wurde Saul berichtet, daß David nach Keila gekommen sei. Da dachte Saul: Gott hat ihn verworfen (und) in meine Hand (gegeben). Denn er hat sich selbst eingeschlossen-1-, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist-a-. -1) o: Gott hat ihn verworfen, in meine Hand hat er sich sogar eingeschlossen. LXX und aramÜs: Gott hat ihn in meine Hand verkauft, denn er . . .   a) Ps. 71,11.
7819#1. Samuel,23,8#8. Und Saul rief alles Volk zum Kampf auf, um nach Keila hinabzuziehen, damit sie David und seine Männer belagerten.
7820#1. Samuel,23,9#9. Und als David erkannte, daß Saul Böses gegen ihn schmiedete, da sagte er zu dem Priester Abjatar: Bring das Ephod-1- her-a-! -1) d.i. ein Priesterschurz.   a) 1.Sam. 10,22.
7821#1. Samuel,23,10#10. Und David sprach: HERR, Gott Israels! Dein Knecht hat als gewiß gehört, daß Saul danach trachtet, nach Keila zu kommen, um die Stadt um meinetwillen zu verderben.
7822#1. Samuel,23,11#11. Werden die Bürger von Keila mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? HERR, Gott Israels, laß es doch deinen Knecht wissen! Und der HERR sprach: Er wird herabkommen.
7823#1. Samuel,23,12#12. Und David fragte (weiter): Werden die Bürger-1- von Keila mich und meine Männer in die Hand Sauls ausliefern-a-? Der HERR sprach: Sie werden (dich) ausliefern-b-. -1) w: die (Grund)besitzer.  a) Ps. 143,8.  b) Jer. 11,18.
7824#1. Samuel,23,13#13. Da machten David und seine Männer sich auf, etwa sechshundert Mann-a-, und sie zogen aus Keila fort und streiften umher, von einem Ort zum anderen-1-. Und es wurde Saul berichtet, daß David aus Keila entkommen sei. Da ließ er davon ab, (gegen ihn) auszuziehen-b-. -1) w: wo sie umherstreifen konnten. a) 1.Sam. 22,2.   b) Hiob 5,12; Ps. 34,5.
7825#1. Samuel,23,14#14. Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten, und er blieb im Gebirge in der Wüste Sif-a-. Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand-b-. -a) Jos. 15,55.   b) Ps. 37,32.33.
7826#1. Samuel,23,15#15. Und David sah, daß Saul ausgezogen war, um ihm nach dem Leben zu trachten. Und David war in Horescha in der Wüste Sif.
7827#1. Samuel,23,16#16. Da machte sich Jonatan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David nach Horescha und stärkte seine Hand in Gott-a-. -a) 1.Sam. 30,6; Eph. 6,10.
7828#1. Samuel,23,17#17. Und er sagte zu ihm: Fürchte dich nicht!-a- Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden-b-. --Du- wirst König über Israel werden, und --ich- werde der Zweite nach dir sein. Und auch mein Vater Saul hat erkannt, (daß) es so (ist)-c-. -a) 1.Sam. 22,23.  b) Jes. 35,3.4.  c) 1.Sam. 24,21; 25,30.
7829#1. Samuel,23,18#18. Und beide schlossen einen Bund vor dem HERRN-a-. David blieb in Horescha, Jonatan aber kehrte nach Hause zurück-b-. -a) 1.Sam. 18,3; 20,16.42.   b) 1.Sam. 21,1.
7830#1. Samuel,23,19#19. ABER die Sifiter zogen zu Saul nach Gibea hinauf und sagten: Hält David sich nicht bei uns auf den Bergfesten verborgen, in Horescha, auf dem Hügel Hachila, der südlich-1- von Jeschimon (liegt)-a-? -1) w: rechts.   a) 1.Sam. 26,1.3; Ps. 54,1.2.
7831#1. Samuel,23,20#20. Und nun, o König, wenn du geneigt bist herabzukommen, so komm herab-1-! Und an uns ist es, ihn in die Hand des Königs auszuliefern. -1) w: Und nun gemäß allem Verlangen deiner Seele herabzukommen, o König, komm herab!
7832#1. Samuel,23,21#21. Und Saul entgegnete: Gesegnet seid ihr vom HERRN-1a-, daß ihr Mitleid mit mir gehabt habt! -1) w: Seid dem HERRN gesegnet!; d.i. eine Dankesformel. a) 1.Sam. 15,13.
7833#1. Samuel,23,22#22. Geht hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet-1- und paßt (genau) auf, an welchem Ort sein Fuß (weilt) und wer ihn dort gesehen hat-a-! Denn man hat mir gesagt, daß er sehr listig ist. -1) w: erkennt.   a) 2.Sam. 17,9.
7834#1. Samuel,23,23#23. Und beobachtet und erkundet-1- alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt hält, und kommt mit sicherer Kunde wieder zu mir zurück! So werde ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, dann will ich ihn aufspüren unter allen Tausendschaften Judas-a-! -1) w: erkennt.   a) 1.Kön. 18,10; 2.Kön. 6,13.
7835#1. Samuel,23,24#24. Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. David aber und seine Männer waren in der Wüste Maon-a-, in der Steppe, südlich-1- von Jeschimon. -1) w: rechts.   a) 1.Sam. 25,2; Jos. 15,55.
7836#1. Samuel,23,25#25. Saul und seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen. Und man berichtete es David, und er ging zum Felsen-1- hinab und blieb in der Wüste Maon. Als Saul das hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon. -1) d.h. vlt: er ging zu seinem Versteck.
7837#1. Samuel,23,26#26. Saul ging auf der einen Seite des Berges, David aber und seine Männer auf der anderen Seite des Berges. Und es geschah, als David sich beeilte-1-, Saul zu entkommen, während Saul und seine Männer (gerade) David und seine Männer umringen wollten, um sie zu fangen-a-, -1) o: ängstlich bemüht war.   a) Ps. 17,9.11.
7838#1. Samuel,23,27#27. kam ein Bote zu Saul und sagte: Eile und komm! Denn die Philister sind ins Land eingefallen.
7839#1. Samuel,23,28#28. Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen-a-. Daher nennt man jenen Ort: Sela-Machlekot-1b-. -1) d.h. Fels der Trennung.  a) 1.Sam. 24,2.  b) Ps. 124,7.
7840#1. Samuel,24,1#1. UND David zog von dort hinauf und blieb auf den Bergfesten von En-Gedi-a-. -a) Jos. 15,62.
7841#1. Samuel,24,2#2. Und es geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister zurückgekehrt war-a-, berichtete man ihm: Siehe, David ist in der Wüste En-Gedi. -a) 1.Sam. 23,28.
7842#1. Samuel,24,3#3. Und Saul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin, um David und seine Männer-a- in Richtung auf die Steinbockfelsen zu suchen-b-. -a) 1.Sam. 13,2.   b) 1.Sam. 26,2.
7843#1. Samuel,24,4#4. Und er kam zu den Schafhürden am Weg, wo eine Höhle war, und Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken-1-. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle-a-. -1) d.i. seine Notdurft zu verrichten.   a) 1.Sam. 22,1.
7844#1. Samuel,24,5#5. Da sagten die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von dem der HERR zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben-a-, damit du mit ihm tun kannst-1-, wie es gut ist in deinen Augen.-b- Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleid Sauls ab. -1) w: tust.   a) Ps. 59,11.   b) 1.Sam. 26,8.
7845#1. Samuel,24,6#6. Aber danach geschah es, da schlug dem David das Herz-a-, weil er den Zipfel (vom Oberkleid) Sauls abgeschnitten hatte. -a) 2.Sam. 24,10.
7846#1. Samuel,24,7#7. Und er sagte zu seinen Männern: Das sei vor dem HERRN fern von mir-1-, daß ich so etwas an meinem Herrn, dem Gesalbten des HERRN, tun sollte, meine Hand an ihn zu legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN-a-! -1) w: Etwas Entweihtes sei es mir vor dem HERRN. a) 1.Sam. 12,3; 26,23; 2.Sam. 1,14.
7847#1. Samuel,24,8#8. Und David wehrte seinen Männern-1- mit (diesen) Worten und erlaubte ihnen nicht, sich an Saul zu vergreifen-2a-. Und Saul stand auf, (trat) aus der Höhle heraus und zog seines Weges. -1) o: trennte seine Männer voneinander; o: riß seine Männer herunter.  2) w: sich gegen Saul zu erheben.  a) Mt. 5,44.
7848#1. Samuel,24,9#9. Danach machte David sich auf, ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her: Mein Herr und König! Und Saul sah sich um, und David neigte sein Gesicht zur Erde-1- und warf sich nieder-a-. -1) d.i. auf die Knie fallen, so daß man mit dem Gesicht die Erde berühren kann.   a) 1.Sam. 20,41.
7849#1. Samuel,24,10#10. Da sagte David zu Saul: Warum hörst du auf die Worte von Menschen, die sagen: Siehe, David sucht dein Unglück-a-? -a) 3.Mo. 19,16; Hes. 22,9.
7850#1. Samuel,24,11#11. Siehe, an diesem Tag haben deine Augen gesehen, daß der HERR dich heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle. Und man drängte (mich)-1-, dich umzubringen. Aber ich habe dich verschont-2a- und dachte: Ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN-b-! -1) w: sagte; o: dachte.   2) so nach LXX, aram. und syr. Üs.; MasT. und latÜs: (mein Auge) ist deinetwegen geflossen; d.h. hat deinetwegen geweint. a) Ps. 7,5.   b) 1.Sam. 12,3; 26,23; 2.Sam. 1,14.
7851#1. Samuel,24,12#12. Sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand! Denn daß ich einen Zipfel deines Oberkleides abgeschnitten und dich nicht umgebracht habe, daran erkenne und sieh, daß meine Hand rein ist von Bosheit und Aufruhr-1-! Ich habe mich nicht an dir versündigt. Du aber stellst meinem Leben nach, um es (mir) zu nehmen-a-. -1) w: in meiner Hand nicht Böses und Treubruch sind. a) 1.Sam. 20,1.
7852#1. Samuel,24,13#13. Der HERR richte zwischen mir und dir-a-, und möge der HERR mich an dir rächen! Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein-b-. -a) 1.Mo. 16,5; Ri. 11,27; 1.Chr. 12,18.   b) Röm. 12,19.
7853#1. Samuel,24,14#14. Wie das alte Sprichwort sagt: Von den Gottlosen kommt Gottlosigkeit-a-; aber meine Hand soll nicht gegen dich sein. -a) Hos. 10,13; 1.Joh. 3,4.
7854#1. Samuel,24,15#15. Hinter wem zieht der König von Israel her? Wem jagst du nach? Einem toten Hund-a-, einem einzelnen Floh-b-! -a) 1.Sam. 17,43.  b) 1.Sam. 26,20.
7855#1. Samuel,24,16#16. So sei denn der HERR Richter und richte zwischen mir und dir-a-! Er sehe darein und führe meine Rechtssache-1b- und verschaffe mir Recht gegen dich-2c-! -1) w: streite meinen Rechtsstreit.  2) w: aus deiner Hand.  a) 1.Mo. 16,5; Ri. 11,27; 1.Chr. 12,18.   b) Ps. 119,154; 1.Petr. 2,23.   c) 1.Sam. 26,24.
7856#1. Samuel,24,17#17. Und es geschah, als David diese Worte an Saul beendet hatte, sagte Saul: Ist das (nicht) deine Stimme, mein Sohn David-a-? Und Saul erhob seine Stimme und weinte. -a) 1.Sam. 26,17.
7857#1. Samuel,24,18#18. Dann sagte er zu David: Du bist gerechter als ich-a-. Denn --du- hast mir Gutes erwiesen, --ich- aber habe dir Böses erwiesen. -a) 1.Mo. 38,26.
7858#1. Samuel,24,19#19. --Du- hast heute bewiesen, wie du Gutes an mir getan hast, als der HERR mich in deine Hand ausgeliefert hatte und du mich nicht umgebracht hast.
7859#1. Samuel,24,20#20. Denn wenn jemand seinen Feind findet, läßt er ihn dann im Guten seinen Weg gehen? So möge der HERR dir Gutes vergelten für das, was du heute an mir getan hast-a-! -a) 1.Sam. 26,25; Ri. 2,12; Ps. 7,5; Spr. 25,21.22.
7860#1. Samuel,24,21#21. Und nun siehe, ich habe erkannt, daß du König, ja, König werden wirst und daß in deiner Hand das Königtum Israels Bestand haben wird-a-. -a) 1.Sam 23,17; 25,28.30.
7861#1. Samuel,24,22#22. So schwöre mir nun bei dem HERRN-a-, daß du meine Nachkommen-1- nicht ausrotten und meinen Namen nicht austilgen wirst aus dem Haus meines Vaters-b-! -1) w: meinen Samen nach dir. a) 1.Mo. 21,23.   b) 2.Sam. 21,6-8.
7862#1. Samuel,24,23#23. Und David schwor es Saul-a-. Und Saul ging in sein Haus zurück. David aber und seine Männer stiegen auf die Bergfeste hinauf-b-. -a) 1.Sam. 20,14-17.42.   b) 1.Sam. 22,4; 26,25.
7863#1. Samuel,25,1#1. UND Samuel starb-a-. Und ganz Israel versammelte sich und hielt ihm die Totenklage-b-, und sie begruben ihn in seiner Heimat-1- in Rama-c-. Und David machte sich auf und zog hinab in die Wüste Paran-2d-. -1) w: in seinem Haus; d.h. auf seinem Besitz.   2) nach verschiedenen LXX-Hs: Maon.   a) Sach. 1,5.   b) 1.Mo. 23,2; 5.Mo. 34,8.   c) 1.Sam. 1,19; 28,3.   d) 1.Mo. 21,21.
7864#1. Samuel,25,2#2. Und es war ein Mann in Maon-a-, der seine Tätigkeit in Karmel-1b- hatte. Und der Mann war sehr vermögend und hatte dreitausend Schafe-c- und tausend Ziegen; und er war gerade in Karmel, um seine Schafe zu scheren. -1) d.i. Karmel in Juda; vgl. Jos. 15,55. a) 1.Sam. 23,24.   b) 1.Sam. 15,12.   c) 1.Mo. 31,19.
7865#1. Samuel,25,3#3. Und der Name des Mannes war Nabal-a- und der Name seiner Frau Abigajil. Sie war eine Frau von klarem Verstand-b- und von schöner Gestalt-c-. Der Mann aber war roh und boshaft in seinem Tun, und er war ein Kalebiter-d-. -a) V. 25.   b) Spr. 19,14.   c) 1.Mo. 12,11.   d) 1.Sam. 30,14; Spr. 30,22.
7866#1. Samuel,25,4#4. Und David hörte in der Wüste, daß Nabal seine Schafe schor.
7867#1. Samuel,25,5#5. Da sandte David zehn junge Männer aus und sagte zu den jungen Männern: Geht nach Karmel hinauf! Und wenn ihr zu Nabal kommt, fragt ihn in meinem Namen nach seinem Wohlergehen-a- -a) 1.Sam. 17,18.
7868#1. Samuel,25,6#6. und sagt so: Lebe lange-1-! Friede sei mit dir und Friede mit deinem Haus und Friede mit allem, was dein ist-a-! -1) w: Zum Leben! Nach Einfügung eines Buchstabens üs. and: und sagt zu meinem Bruder.   a) 1.Mo. 43,23; Lk. 10,5.
7869#1. Samuel,25,7#7. Ich habe gerade gehört, daß (du) Schafscherer bei dir (hast). Nun, deine Hirten sind mit uns zusammengewesen, wir haben ihnen nichts zuleide getan, und nicht das Geringste ist von ihnen vermißt worden all die Tage, die sie in Karmel gewesen sind.
7870#1. Samuel,25,8#8. Frag deine Leute-1-, sie werden es dir bestätigen! Laß die Leute-1- in deinen Augen Gunst finden, denn wir sind an einem Festtag gekommen! Gib nun deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet-2a-! -1) w: Knechte; o: Knaben; o: junge Männer.   2) d.h. wozu du in der Lage bist.   a) Pred. 11,2.
7871#1. Samuel,25,9#9. Als die Männer-1- Davids hinkamen, redeten sie mit Nabal all diese Worte im Namen Davids und warteten dann ab. -1) w: Knechte; o: Knaben; o: junge Männer.
7872#1. Samuel,25,10#10. Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sagte: Wer ist David, und wer ist der Sohn Isais-a-? Heutzutage gibt es viele Knechte, die alle ihren Herren davonlaufen, ein jeder seinem Herrn. -a) 2.Mo. 5,2; Ri. 9,28.
7873#1. Samuel,25,11#11. Und ich sollte mein Brot und mein Wasser nehmen, mein Geschlachtetes, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und es Männern geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind-a-? -a) Ri. 8,6.
7874#1. Samuel,25,12#12. Und die Leute-1- Davids machten sich wieder auf ihren Weg und kehrten zurück. Und als sie ankamen, berichteten sie ihm, was alles geschehen war-2-. -1) w: Knechte; o: Knaben; o: junge Männer.   2) w: entsprechend allen diesen Ereignissen; o: Worten.
7875#1. Samuel,25,13#13. Da sagte David zu seinen Männern: (Es) gürte sich jeder sein Schwert um!-a- Und jeder gürtete sich sein Schwert um, und auch David gürtete sich sein Schwert um. Und sie zogen hinauf, hinter David her, etwa vierhundert Mann, während zweihundert bei dem Troß blieben-b-. -a) Spr. 20,22; Mt. 5,39.   b) 1.Sam. 22,2; 27,2.
7876#1. Samuel,25,14#14. Aber einer von den Leuten-1- berichtete der Abigajil, der Frau Nabals: Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn zu grüßen-2-; aber er hat sie angeschrieen-3-. -1) w: ein Knecht von den Knechten; o: ein junger Mann von den jungen Männern.   2) w: segnen.   3) o: ist (schreiend) auf sie losgestürzt.
7877#1. Samuel,25,15#15. Und doch sind die Männer sehr gut zu uns gewesen. Wir sind nicht belästigt worden, und wir haben nicht das Geringste vermißt alle Tage, die wir mit ihnen umhergezogen sind, wenn wir auf dem Feld waren.
7878#1. Samuel,25,16#16. Sie sind eine Mauer um uns her gewesen bei Nacht und bei Tag, alle die Tage, die wir in ihrer Nähe waren und die Schafe weideten.
7879#1. Samuel,25,17#17. Und nun erkenne und sieh zu, was du tun kannst-a-! Denn das Unglück ist (gewiß) über unsern Herrn und über sein ganzes Haus beschlossen. Und er ist ein so bösartiger Mensch-1-, daß man nicht mit ihm reden kann-b-. -1) w: ein Sohn der Bosheit. a) 2.Sam. 24,13.   b) 2.Sam. 23,6.7.
7880#1. Samuel,25,18#18. Da eilte Abigajil und nahm zweihundert Brote, zwei Schläuche Wein, fünf zubereitete Schafe, fünf Maß Röstkorn, hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen-a- und lud sie auf Esel. -a) 2.Sam. 16,1; 1.Chr. 12,41.
7881#1. Samuel,25,19#19. Und sie sagte zu ihren Knechten: Geht-1- vor mir her! Siehe, ich komme hinter euch her-a-. Aber ihrem Mann Nabal sagte sie nichts davon-b-. -1) o: Zieht.   a) 1.Mo. 32,19.21.   b) 1.Sam. 14,1.
7882#1. Samuel,25,20#20. Und es geschah, als sie auf dem Esel ritt und im Schutz des Berges hinabritt, siehe, da kamen David und seine Männer ihr entgegen, so daß sie auf sie stieß.
7883#1. Samuel,25,21#21. David aber hatte gedacht: Fürwahr, umsonst habe ich alles behütet, was diesem (Menschen) in der Wüste gehört, so daß nicht das Geringste vermißt wurde von allem, was er hatte. Und er hat mir Gutes mit Bösem vergolten-a-. -a) Ps. 35,12.
7884#1. Samuel,25,22#22. So tue Gott den Feinden Davids, und so füge er hinzu-a-, wenn ich von allem, was ihm gehört, bis zum Morgen einen übriglasse, der männlich ist-1-! -1) w: der an die Wand pißt.   a) 1.Sam. 3,17.
7885#1. Samuel,25,23#23. Als Abigajil David sah, stieg sie eilends vom Esel herab-a-, fiel vor David auf ihr Gesicht und beugte sich zur Erde nieder-b-. -a) Jos. 15,18.   b) V. 41; Ruth 2,10; 1.Chr. 21,21.
7886#1. Samuel,25,24#24. Sie fiel ihm zu Füßen und sagte: Auf mich allein, mein Herr, (falle) die Schuld! Laß doch deine Magd reden vor deinen Ohren und höre die Worte deiner Magd!
7887#1. Samuel,25,25#25. Mein Herr ärgere sich doch nicht über-1- diesen boshaften Menschen-2-, über Nabal! Denn wie sein Name so ist er: Nabal ist sein Name, und Torheit-3- ist bei ihm-a-. Ich aber, deine Magd, habe die Leute-4- meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast. -1) w: richte nicht sein Herz auf.   2) o: gemeinen Menschen; w: diesen Mann der Bosheit.   3) o: Gemeinheit; o: Nichtsnutzigkeit.   4) w: Knechte; o: Knaben; o: junge Männer. a) Spr. 29,7.
7888#1. Samuel,25,26#26. Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt und du selbst lebst-a-, der HERR hat dich davor bewahrt-1-, in Blutschuld zu geraten-b- und dir mit eigener Hand zu helfen-c-! So sollen nun deine Feinde und (alle), die meinem Herrn übelwollen-2-, wie Nabal werden-d-! -1) w: davon abgehalten; o: gehemmt.  2) w: die Böses für meinen Herrn zu erreichen suchen.  a) 1.Sam. 1,26.  b) 1.Mo. 20,6.  c) 1.Sam. 2,9.  d) 1.Sam. 20,16; 2.Sam. 18,32.
7889#1. Samuel,25,27#27. Hier nun ist das Segensgeschenk-1-, das deine Magd meinem Herrn gebracht hat-a-, das den Leuten-2- gegeben werde, die im Gefolge meines Herrn ziehen. -1) w: dieser Segen; vgl. 1.Mo. 33,11.   2) w: Knechte; o: Knaben; o: junge Männer.   a) 1.Mo. 33,11.
7890#1. Samuel,25,28#28. Vergib doch deiner Magd die Anmaßung-1-! Denn sicher wird der HERR meinem Herrn ein beständiges Haus bauen-a-, weil mein Herr die Kämpfe des HERRN kämpft-b-. Und möge dein Leben lang nichts Böses an dir gefunden werden-c-!-2- -1) o: das Vergehen; w: den Treuebruch.   2) o: Und dein Leben lang wird nichts Böses an dir gefunden werden. a) 1.Sam. 24,21; 2.Sam. 7,11.26.27.   b) 1.Sam. 18,17.   c) 1.Sam. 29,3; 4.Mo. 23,21; 1.Kön. 15,5.
7891#1. Samuel,25,29#29. Und ist ein Mensch aufgestanden, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, so möge das Leben meines Herrn eingebunden sein in das Bündel der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott! Aber das Leben deiner Feinde soll er fortschleudern mit der Schleuderpfanne-a-! -a) Hiob 27,22.
7892#1. Samuel,25,30#30. Und es wird geschehen, wenn der HERR meinem Herrn all das Gute tun wird, das er dir zugesagt hat, und dich zum Fürsten über Israel bestellt-a-, -a) 1.Sam. 15,28; 23,17; 24,21.
7893#1. Samuel,25,31#31. so wird dir, meinem Herrn, das kein Anstoß-1- und (kein) Vorwurf des Herzens sein, daß du ohne Ursache Blut vergossen habest und daß mein Herr sich mit eigener Hand geholfen habe-a-. Und wenn der HERR meinem Herrn wohltun wird, so denke an deine Magd-b-! -1) o: Hindernis; d.i. etwas, worüber man strauchelt und fällt.   a) Röm. 12,19.   b) 1.Mo. 40,14.
7894#1. Samuel,25,32#32. Und David sagte zu Abigajil: Gepriesen-1- sei der HERR, der Gott Israels-a-, der dich an diesem Tag mir entgegengesandt hat! -1) o: Gesegnet.   a) Jos. 22,33; 1.Kön. 8,15; Ps. 31,22; 41,14.
7895#1. Samuel,25,33#33. Und gepriesen-1- sei deine Klugheit-2-, und gepriesen-1- seist du, daß du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir mit meiner (eigenen) Hand zu helfen-a-! -1) w: gesegnet; d.i. eine Dankformel.   2) o: dein Empfinden; o: dein Feingefühl.   a) Spr. 13,14.
7896#1. Samuel,25,34#34. Aber, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, der mich bewahrt-1- hat, dir Böses zu tun: wenn du mir nicht eilends entgegengekommen wärest, so wäre dem Nabal bis zum Morgenlicht nicht (einer), der männlich ist-2-, übriggeblieben! -1) w: davon abgehalten; o: gehemmt.   2) w: wer an die Wand pißt.
7897#1. Samuel,25,35#35. Und David nahm aus ihrer Hand, was sie ihm mitgebracht hatte, und sagte zu ihr: Zieh in Frieden hinauf in dein Haus-a-! Siehe, ich habe auf deine Stimme gehört-b- und dein Angesicht (wieder) aufgerichtet. -a) 1.Sam. 1,17.   b) Spr. 25,11.
7898#1. Samuel,25,36#36. Und als Abigajil zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl in seinem Haus wie das Mahl eines Königs zubereitet-a-. Und sein Herz war guter Dinge-1-, und er war über die Maßen betrunken-b-. Und sie berichtete ihm nichts, weder wenig noch viel, bis der Morgen hell wurde. -1) w: und das Herz Nabals war fröhlich in ihm. a) 2.Sam. 3,20.   b) Spr. 20,1; 23,34; Lk. 21,34.
7899#1. Samuel,25,37#37. Und es geschah am Morgen, als der Rausch von Nabal gewichen war, berichtete ihm seine Frau alles-1-. Da erstarb sein Herz in seiner Brust-2-, und er wurde wie ein Stein. -1) w: diese Dinge.   2) w: in seinem Innern.
7900#1. Samuel,25,38#38. Und es geschah nach ungefähr zehn Tagen, da schlug der HERR den Nabal, so daß er starb-a-. -a) 2.Chr. 13,20; Ps. 73,19; Apg. 12,23.
7901#1. Samuel,25,39#39. Und als David hörte, daß Nabal gestorben sei, sagte er: Gepriesen-1- sei der HERR, der meine Schmach an Nabal gerächt-2a- und seinen Knecht von einer bösen Tat abgehalten hat-b-! Die böse Tat Nabals hat der HERR auf seinen (eigenen) Kopf zurückfallen lassen-c-. Und David sandte hin und warb um Abigajil-3-, um sie sich zur Frau zu nehmen. -1) o: Gesegnet.  2) w: der den Rechtsstreit meiner Schmach von seiten Nabals geführt.  3) w: redete Abigajil an.   a) Ps. 9,5; Spr. 22,23; Kla. 3,58; Mi. 7,9.   b) 1.Sam. 26,10.   c) 2.Sam. 1,16; Esth. 9,25.
7902#1. Samuel,25,40#40. Und die Knechte Davids kamen zu Abigajil nach Karmel und redeten mit ihr: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seiner Frau zu nehmen-a-. -a) Spr. 11,16.
7903#1. Samuel,25,41#41. Da stand sie auf, beugte sich nieder, das Gesicht zur Erde, und sagte: Siehe, deine Magd ist bereit, den Knechten meines Herrn zu dienen und ihnen die Füße zu waschen-1a-. -1) w: Siehe, deine Magd zur Sklavin, den Dienern meines Herrn die Füße zu waschen!   a) Ruth 2,13.
7904#1. Samuel,25,42#42. Und Abigajil machte sich eilends auf und setzte sich auf einen Esel, und ihre fünf Mägde folgten ihr. Und sie zog den Boten Davids nach und wurde seine Frau.
7905#1. Samuel,25,43#43. Und David hatte auch Ahinoam von Jesreel-a- (zur Frau) genommen; so wurden alle beide seine Frauen-b-. -a) 1.Sam. 29,11; Jos. 15,56.   b) 1.Sam. 27,3; 30,5; 2.Sam. 2,2.
7906#1. Samuel,25,44#44. Saul aber hatte seine Tochter Michal, die Frau Davids, Palti, dem Sohne des Lajisch-a-, aus Gallim-b- gegeben. -a) 2.Sam. 3,14.15.   b) Jes. 10,30.
7907#1. Samuel,26,1#1. UND die Sifiter kamen zu Saul nach Gibea und sagten: Hält sich David nicht auf dem Hügel Hachila-a-, (der) Jeschimon-1- gegenüber(liegt), verborgen? -1) d.i. ein Wüstenstreifen.   a) 1.Sam. 23,19.24.
7908#1. Samuel,26,2#2. Da machte Saul sich auf und zog in die Wüste Sif hinab und mit ihm dreitausend auserlesene Männer aus Israel, um David in der Wüste Sif zu suchen-a-. -a) 1.Sam. 24,3.
7909#1. Samuel,26,3#3. Und Saul lagerte sich auf dem Hügel Hachila-a-, der Jeschimon-1- gegenüber am Weg (liegt). David aber hielt sich in der Wüste auf-b-. Und als er merkte, daß Saul ihm in die Wüste nachgekommen war, -1) d.i. ein Wüstenstreifen. a) 1.Sam. 23,19.24.   b) Ps. 63,1.
7910#1. Samuel,26,4#4. sandte David Kundschafter aus und erfuhr mit Gewißheit, daß Saul gekommen war.
7911#1. Samuel,26,5#5. Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul ein Lager aufgeschlagen hatte. Und David sah den Platz, wo Saul sich (zum Schlafen) niedergelegt hatte mit Abner, dem Sohn des Ner, seinem Heerobersten-a-. Saul lag und schlief im innersten Lagerring, und das Volk lagerte sich um ihn her. -a) 1.Sam. 14,50.
7912#1. Samuel,26,6#6. Und David hob an und sagte zu Ahimelech, dem Hetiter-a-, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs-b-: Wer will mit mir zu Saul ins Lager hinabgehen? Und Abischai antwortete: --Ich- gehe mit dir hinab. -a) 1.Mo. 10,15; 2.Sam. 23,39.   b) 2.Sam. 2,13.18; 1.Chr. 2,16.
7913#1. Samuel,26,7#7. Und David und Abischai kamen zu den Leuten-1- in der Nacht. Und siehe, Saul lag im (innersten) Lagerring und schlief, und sein Speer war an seinem Kopfende in die Erde gesteckt. Und Abner und das Volk lagen um ihn her. -1) w: zum Volk.
7914#1. Samuel,26,8#8. Und Abischai sagte zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand ausgeliefert-a-. Nun laß mich ihn doch mit dem Speer an den Boden spießen, einmal nur! Ein zweites Mal werde ich es ihm nicht antun (müssen)-b-. -a) 1.Sam. 24,5.   b) 2.Sam. 16,9; Jer. 40,15; Lk. 9,54.
7915#1. Samuel,26,9#9. Aber David entgegnete Abischai: Bring ihn nicht um-a-! Denn wer könnte seine Hand gegen den Gesalbten des HERRN ausstrecken und ungestraft bleiben-b-? -a) 2.Sam. 1,14; Ps. 57,1.   b) 1.Sam. 12,3; 2.Sam. 19,22; Ps. 17,14.
7916#1. Samuel,26,10#10. Und David sagte (weiter): So wahr der HERR lebt, sicher wird ihn der HERR schlagen-a-, wenn seine Zeit-1- kommt, daß er sterbe-b-, oder er wird in den Krieg ziehen und umkommen-2c-! -1) w: sein Tag.   2) o: er wird in der Schlacht (zu Boden) sinken und hinweggerafft werden. a) 1.Sam. 25,38.39.   b) Hiob 14,5.   c) 1.Sam. 31,4.
7917#1. Samuel,26,11#11. Der HERR lasse es fern von mir sein, daß ich meine Hand an den Gesalbten des HERRN legen sollte-a-! Und nun, nimm jetzt den Speer, der an seinem Kopfende (steckt), und den Wasserkrug und laß uns gehen! -a) 1.Sam. 12,3; 2.Sam. 19,22; Ps. 17,4.
7918#1. Samuel,26,12#12. Und David nahm den Speer und den Wasserkrug von seinem Kopfende weg, und sie gingen fort. Niemand sah es, und niemand merkte-1- es, und niemand wachte auf. Denn sie schliefen alle, weil ein tiefer Schlaf von dem HERRN auf sie gefallen war-a-. -1) o: erkannte sie.   a) 1.Mo. 2,21.
7919#1. Samuel,26,13#13. Und David ging hinüber auf die andere Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne, (so daß) ein weiter Raum zwischen ihnen war.
7920#1. Samuel,26,14#14. Und David rief dem Kriegsvolk und Abner, dem Sohn des Ner, zu: Antwortest du nicht, Abner? Abner antwortete und fragte: Wer bist du, der du (so) zum König hin schreist?
7921#1. Samuel,26,15#15. Und David sagte zu Abner: Bist du nicht ein Mann? Wer ist wie du in Israel-a-? Warum hast du nicht deinen Herrn, den König, bewacht? Denn es ist einer vom Volk eingedrungen, um den König, deinen Herrn, umzubringen. -a) 2.Sam. 3,38.
7922#1. Samuel,26,16#16. Das war nicht gut, was du getan hast! So wahr der HERR lebt, ihr seid Söhne des Todes, weil ihr nicht über euren Herrn, über den Gesalbten des HERRN gewacht habt! Und nun sieh doch nach, wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug, die an seinem Kopfende waren.
7923#1. Samuel,26,17#17. Und Saul erkannte die Stimme Davids-a- und sagte: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? David antwortete: Es ist meine Stimme, mein Herr und König. -a) 1.Sam. 24,17.
7924#1. Samuel,26,18#18. Und er sprach (weiter): Warum jagt denn mein Herr seinem Knecht nach? Ja, was habe ich getan, und was ist Böses in meiner Hand-a-? -a) 1.Sam. 20,1.32; Joh. 18,23.
7925#1. Samuel,26,19#19. Und nun, höre doch mein Herr, der König, auf die Worte seines Knechtes: Wenn der HERR dich gegen mich aufgebracht hat-a-, so lasse man ihn ein Speisopfer-1- riechen-b-. Wenn es aber Menschensöhne sind, so seien sie verflucht vor dem HERRN, weil sie mich heute vertrieben haben und mich nicht an dem Erbteil des HERRN teilhaben lassen-2c-: Geh hin, diene andern Göttern-d-! -1) o: eine Opfergabe.  2) w: daß sie mich heute vertreiben vom Anschluß an das Erbteil des HERRN.  a) 2.Sam. 16,10.  b) 1.Mo. 8,21; Ps. 20,4.  c) 4.Mo. 36,7.9.  d) 5.Mo. 13,3.
7926#1. Samuel,26,20#20. So möge nun mein Blut nicht auf die Erde fließen fern von dem Angesicht des HERRN. Denn der König von Israel ist ausgezogen, einen einzelnen Floh zu suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen-a-. -a) 1.Sam. 24,15.
7927#1. Samuel,26,21#21. Und Saul entgegnete: Ich habe gesündigt! Komm zurück, mein Sohn David! Ich will dir nicht noch länger etwas Böses antun, weil mein Leben heute in deinen Augen teuer gewesen ist-a-. Siehe, ich habe töricht gehandelt-b- und mich sehr schwer vergangen-c-! -a) 2.Kön. 1,13.14.   b) 1.Sam. 13,13.   c) 1.Sam. 15,24.
7928#1. Samuel,26,22#22. Und David antwortete und sagte: Siehe, hier ist der Speer des Königs! Es komme einer von den Leuten-1- herüber und hole ihn. -1) w: Knechten; o: Knaben; o: jungen Männern.
7929#1. Samuel,26,23#23. Und der HERR wird jedem seine Gerechtigkeit und seine Treue vergelten-a-. Denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen-b-. -a) 2.Sam. 22,21.25; Hiob 34,11; Ps. 62,13.  b) 1.Sam. 24,11.
7930#1. Samuel,26,24#24. Siehe, wie dein Leben heute in meinen Augen hochgeachtet gewesen ist, so möge mein Leben hochgeachtet werden in den Augen des HERRN, und er möge mich erretten aus aller Bedrängnis-a-. -a) 1.Sam. 24,16; 2.Sam. 4,9; Ps. 34,20; 2.Tim. 4,18.
7931#1. Samuel,26,25#25. Und Saul sagte zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst es sicher ausrichten und zustande bringen-1a-. Und David ging seines Weges. Saul aber kehrte an seinen Ort zurück-b-. -1) o: du wirst es sowohl unternehmen als auch ausführen. a) 1.Sam. 24,20.   b) 1.Sam. 24,23.
7932#1. Samuel,27,1#1. UND David dachte in seinem Herzen-a-: Nun werde ich doch eines Tages durch die Hand Sauls umkommen-b-! Es gibt nichts Besseres für mich, als eiligst in das Land der Philister zu entrinnen. Dann wird Saul von mir ablassen, mich weiter im ganzen Gebiet Israels zu suchen. Und ich werde seiner Hand entrinnen. -a) 1.Kön. 12,26.28; 2.Chr. 25,17.   b) 1.Sam. 20,3; 1.Kön. 19,3; Jes. 40,27.
7933#1. Samuel,27,2#2. So machte sich David auf und ging mit sechshundert Mann, die bei ihm waren-a-, zu Achisch, dem Sohn des Maoch, dem König von Gat, über-b-. -a) 1.Sam. 25,13.   b) 1.Sam. 21,11; 1.Kön. 2,39.
7934#1. Samuel,27,3#3. Und David blieb bei Achisch in Gat, er selbst und seine Männer, jeder mit seinem Haus, David und seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals-a-, die Karmeliterin. -a) 1.Sam. 25,42.43.
7935#1. Samuel,27,4#4. Und als Saul berichtet wurde, daß David nach Gat-a- geflohen sei, suchte er ihn nicht mehr länger. -a) 2.Sam. 15,18.
7936#1. Samuel,27,5#5. Und David sagte zu Achisch: Wenn ich denn Gunst in deinen Augen gefunden habe, dann gebe man mir einen Platz in einer der Städte auf dem Lande, damit ich dort wohne! Denn wozu soll dein Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen?
7937#1. Samuel,27,6#6. Und Achisch gab ihm an diesem Tag Ziklag-a-. Darum hat Ziklag den Königen von Juda gehört bis zum heutigen Tag. -a) 1.Sam. 30,1; Jos. 15,31; 1.Chr. 12,1.
7938#1. Samuel,27,7#7. Die Zeit aber, die-1- David im Gebiet der Philister wohnte, war ein Jahr und vier Monate-a-. -1) w: Und die Zahl der Tage, die . . .   a) 1.Sam. 29,3.
7939#1. Samuel,27,8#8. Und David zog mit seinen Männern hinauf, und sie fielen ein bei den Geschuritern-a- und den Girsitern und den Amalekitern-a-. Denn diese waren von alters her die Bewohner des Landes bis nach Schur-b- hin und bis zum Land Ägypten. -a) 4.Mo. 13,29; 14,45; Jos. 13,2.   b) 1.Sam. 15,7.
7940#1. Samuel,27,9#9. Und sooft David das Land verwüstete, ließ er weder Mann noch Frau am Leben. Und er nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider mit und kehrte wieder zurück und kam zu Achisch.
7941#1. Samuel,27,10#10. Und wenn Achisch fragte: Wohin habt ihr heute einen Einfall gemacht-1-? - dann antwortete David: In den Süden von Juda! - oder: In das Südland der Jerachmeeliter-a-! - oder: In das Südland der Keniter-b-! -1) so mit einigen hebrHs., LXX und der aramÜs.; MasT: Habt ihr heute keinen Einfall gemacht? a) 1.Chr. 2,9.   b) 1.Sam. 15,6; 30,29.
7942#1. Samuel,27,11#11. Und David ließ weder Mann noch Frau am Leben, um sie nach Gat zu bringen, denn er dachte: Damit sie nicht gegen uns aussagen und berichten: So hat David gehandelt! Und so hielt er es die ganze Zeit-1-, die er im Gebiet der Philister wohnte. -1) w: so war seine Weise all die Tage.
7943#1. Samuel,27,12#12. Und Achisch glaubte David und dachte: Er hat sich bei seinem Volk, bei Israel, ganz stinkend gemacht-a-, darum wird er für immer mein Knecht sein. -a) 1.Sam. 13,4.
7944#1. Samuel,28,1#1. UND es geschah in jenen Tagen, da versammelten die Philister ihre Heere zum Krieg, um gegen Israel in den Kampf zu ziehen-a-. Und Achisch sagte zu David: Du erkennst sehr wohl, daß du und deine Männer mit mir im Heer ausziehen müssen-b-. -a) 1.Sam. 31,1.   b) 1.Sam. 29,1.2.
7945#1. Samuel,28,2#2. David entgegnete Achisch: Gut-1-, (auch) du wirst erkennen, was dein Knecht tun wird. Und Achisch sagte zu David: Gut, ich will dich zu meinem Leibwächter für die ganze Zeit machen-2-. -1) w: Darum.   2) w: Darum will ich dich für mein Haupt zum Wächter einsetzen alle Tage.
7946#1. Samuel,28,3#3. Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte ihm die Totenklage gehalten und ihn in seiner Stadt Rama begraben-a-. Und Saul hatte die Totenbeschwörer und Wahrsager-1- aus dem Land vertrieben-b-. -1) w: die Wissenden. a) 1.Sam. 25,1.   b) 2.Mo. 22,17; 3.Mo. 19,31.
7947#1. Samuel,28,4#4. Und die Philister versammelten sich, kamen und lagerten bei Schunem-a-. Und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten auf dem (Gebirge) Gilboa-b-. -a) Jos. 19,18.   b) 1.Sam. 31,1.
7948#1. Samuel,28,5#5. Und als Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz verzagte-1- sehr-a-. -1) o: zitterte; o: bebte.   a) Hiob 18,11.
7949#1. Samuel,28,6#6. Und Saul befragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht-a-, weder durch Träume-b- noch durch die Urim-1c-, noch durch Propheten-d-. -1) d.i. eine Befragung Gottes durch das Los. a) 1.Sam. 14,37.  b) 4.Mo. 12,6.  c) 2.Mo. 28,30.  d) Kla. 2,9.
7950#1. Samuel,28,7#7. Da sagte Saul zu seinen Knechten: Sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann-1-, damit ich zu ihr gehe und sie befrage-a-! Und seine Knechte sagten zu ihm: Siehe, in En-Dor-b- ist eine Frau, die Tote beschwören kann-1-. -1) w: eine Besitzerin eines Totengeistes. a) Jes. 8,19.20.   b) 3.Mo. 19,31; Jos. 17,11.
7951#1. Samuel,28,8#8. Und Saul machte sich unkenntlich, zog andere Kleider an und ging hin, er und zwei Männer mit ihm, und sie kamen zu der Frau bei Nacht. Und (Saul) sagte: Wahrsage mir doch durch Totenbeschwörung-1- und bringe mir herauf, wen ich dir nennen werde-a-! -1) w: durch Totengeist.   a) 1.Chr. 10,13.
7952#1. Samuel,28,9#9. Aber die Frau antwortete ihm: Siehe, du kennst ja das, was Saul getan hat, wie er die Totenbeschwörer und die Wahrsager-1- aus dem Land ausgerottet hat. Und warum stellst du mir-2- eine Falle, um mich zu töten? -1) w: die Wissenden.  2) w: meinem Leben; o: meiner Seele.
7953#1. Samuel,28,10#10. Und Saul schwor ihr bei dem HERRN: So wahr der HERR lebt, es soll dich in dieser Sache keine Schuld-1- treffen-2-! -1) o: Strafe.   2) w: wenn dich eine Schuld treffen soll wegen dieser Sache!
7954#1. Samuel,28,11#11. Da sagte die Frau: Wen soll ich dir heraufholen? Und er erwiderte: Hole mir Samuel herauf!
7955#1. Samuel,28,12#12. Als aber die Frau Samuel sah, schrie sie laut auf und sagte-1- zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist ja Saul! -1) w: Als die Frau Samuel sah, schrie sie mit lauter Stimme. Und die Frau sagte: . . .; LXX und einige hebrHs: Als die Frau Saul sah, schrie sie.
7956#1. Samuel,28,13#13. Und der König sagte zu ihr: Fürchte dich nicht! Nun, was siehst du? Die Frau antwortete Saul: Ich sehe einen Geist-1- aus der Erde heraufsteigen. -1) w: einen Gott; o: ein Götterwesen.
7957#1. Samuel,28,14#14. Er sagte zu ihr: Wie sieht er aus-1-? Und sie antwortete: Ein alter Mann steigt herauf. Er ist in ein Oberkleid gehüllt-a-. Da erkannte Saul, daß es Samuel war, und er neigte sich mit seinem Gesicht zur Erde und fiel nieder. -1) w: Wie ist seine Gestalt? a) 1.Sam. 15,27; 2.Kön. 2,8.13.
7958#1. Samuel,28,15#15. Und Samuel sprach zu Saul: Warum hast du meine Ruhe gestört, daß du mich heraufkommen läßt? Und Saul antwortete: Ich bin in großer Bedrängnis-a-! Denn die Philister kämpfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen-b- und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Träume. Da ließ ich dich rufen, damit du mir zu erkennen gibst, was ich tun soll. -a) 1.Sam. 30,6.   b) 1.Sam. 16,14.
7959#1. Samuel,28,16#16. Und Samuel sprach: Warum fragst du mich, da doch der HERR von dir gewichen und dein Feind geworden ist-a-? -a) Kla. 2,5.
7960#1. Samuel,28,17#17. Der HERR hat dir-1- getan, wie er durch mich geredet hat. Und der HERR hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es David, deinem Nächsten, gegeben-a-. -1) so nach 5 hebrHs., LXX und latÜs.; MasT: ihm; d.h. David.   a) 1.Sam. 15,28.
7961#1. Samuel,28,18#18. Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht und seinen flammenden Zorn nicht an Amalek ausgeführt hast-a-, darum hat dir der HERR das heute angetan. -a) 1.Sam. 15,9.18.19.
7962#1. Samuel,28,19#19. Und der HERR wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein-a-. Auch das Heerlager Israels wird der HERR in die Hand der Philister geben-a-. -a) 1.Sam. 31,1-6.
7963#1. Samuel,28,20#20. Da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde, und er geriet in große Furcht über die Worte Samuels. Auch war keine Kraft mehr in ihm, denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen.
7964#1. Samuel,28,21#21. Und die Frau trat zu Saul und sah, daß er sehr bestürzt war. Da sagte sie zu ihm: Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehört, und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht, die du mir gesagt hast.
7965#1. Samuel,28,22#22. Und nun höre doch auch du auf die Stimme deiner Magd! Ich will dir einen Bissen Brot vorsetzen. Iß, damit du wieder zu Kräften kommst-1-, wenn du deinen Weg gehen mußt! -1) w: und Kraft wird in dir sein; o: und Kraft wird in dir werden.
7966#1. Samuel,28,23#23. Aber er weigerte sich und sagte: Ich will nicht essen. Da drängten ihn seine Knechte und auch die Frau. Und er hörte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett-1-. -1) o: Polster.
7967#1. Samuel,28,24#24. Und die Frau hatte ein gemästetes Kalb im Haus. Und sie beeilte sich, es zu schlachten, und nahm Mehl, knetete es und backte daraus ungesäuerte Brote-a-. -a) 1.Mo. 18,6.
7968#1. Samuel,28,25#25. Und sie setzte es Saul und seinen Knechten vor, und sie aßen. Und sie machten sich auf und gingen noch in derselben Nacht fort.
7969#1. Samuel,29,1#1. UND die Philister versammelten all ihre Heere bei Afek-a-, Israel aber lagerte sich an der Quelle, die bei Jesreel ist-b-. -a) 1.Sam. 4,1.   b) Ri. 7,1.
7970#1. Samuel,29,2#2. Und die Fürsten der Philister zogen vorüber nach Hundertschaften und Tausendschaften, und David und seine Männer-a- zogen zuletzt mit Achisch vorüber. -a) 1.Sam. 28,1.
7971#1. Samuel,29,3#3. Da sagten die Obersten der Philister: Was sollen diese Hebräer-a-? Achisch antwortete den Obersten der Philister: Das ist doch David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist-b-. Ich habe nicht das Geringste an ihm gefunden von dem Tag an, da er abgefallen ist, bis heute. -a) 1.Sam. 4,6; 14,11; 1.Mo.14,13.   b) 1.Sam. 27,7.12; 1.Sam. 25,28.
7972#1. Samuel,29,4#4. Aber die Obersten der Philister wurden zornig über ihn, und die Obersten der Philister sagten zu ihm: Schick den Mann zurück, damit er an seinen Ort zurückkehrt, den du ihm angewiesen-1- hast, und damit er nicht mit uns in den Kampf hinabzieht und uns nicht zum Widersacher-2- im Kampf wird! Denn womit könnte er seinem Herrn-3- einen besseren Gefallen tun als mit den Köpfen dieser Männer-a-? -1) w: den du ihm (zur Aufsicht) übergeben hast; d.h. den Achisch als Herr an David (als einen Verwalter) übergab.   2) hebr. -+Satan-.   3) d.i. Saul. a) 1.Sam. 14,21; 2.Mo. 1,10; 1.Chr. 12,20.
7973#1. Samuel,29,5#5. Ist das nicht derselbe David, von dem sie bei den Reigentänzen sangen: Saul hat seine Tausend erschlagen und David seine Zehntausend?-a- -a) 1.Sam. 18,7.
7974#1. Samuel,29,6#6. Und Achisch rief David und sagte zu ihm: So wahr der HERR lebt, ja, du bist redlich! Es wäre mir lieb gewesen, wenn du mit mir im Heer aus- und eingezogen wärest-1-. Denn ich habe nichts Böses an dir gefunden von dem Tag an, da du zu mir gekommen bist, bis zum heutigen Tag; aber den Fürsten gefällst du nicht-2-. -1) w: Gut in meinen Augen ist dein Ausziehen und dein Kommen mit mir in der Schlachtreihe.   2) w: in den Augen der Fürsten bist du nicht gut.
7975#1. Samuel,29,7#7. Und nun kehre zurück und geh hin in Frieden-a-, damit du nichts tust, was den Fürsten der Philister nicht gefällt-1-! -1) w: nichts (, was) in den Augen der Fürsten Böses (ist,) tust.   a) 1.Sam. 1,17.
7976#1. Samuel,29,8#8. Und David sagte zu Achisch: Was habe ich denn getan, und was hast du an deinem Knecht gefunden seit der Zeit-1-, da ich dir gedient habe-2-, bis heute, daß ich nicht herkommen und gegen die Feinde meines Herrn, des Königs, kämpfen soll? -1) w: von dem Tag an.   2) w: vor dir gewesen bin.
7977#1. Samuel,29,9#9. Und Achisch antwortete und sagte zu David: Ich weiß es-1-, denn in meinen Augen bist du (so) gut wie ein Engel Gottes-a-. Doch die Obersten der Philister haben gesagt: Er soll nicht mit uns in den Kampf hinaufziehen! -1) o: habe es erkannt.   a) 2.Sam. 14,17.20; Gal. 4,14.
7978#1. Samuel,29,10#10. So mach dich nun früh am Morgen auf mit den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen sind! Und macht euch früh am Morgen auf! Sobald es hell wird-1-, zieht fort! -1) w: Sobald es euch hell wird.
7979#1. Samuel,29,11#11. Und David machte sich früh auf, er und seine Männer, um (noch) am Morgen fortzuziehen und in das Land der Philister zurückzukehren. Die Philister aber zogen nach Jesreel hinauf-a-. -a) 1.Sam. 25,43.
7980#1. Samuel,30,1#1. UND es geschah, als David und seine Männer am dritten Tag nach Ziklag kamen-a-, waren die Amalekiter in das Südland und in Ziklag-b- eingefallen. Und sie hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt. -a) 1.Chr. 12,21.22.   b) 1.Sam. 27,6.
7981#1. Samuel,30,2#2. Und sie hatten die Frauen und was (sonst) in (der Stadt) war, gefangen weggetrieben, vom Kleinsten bis zum Größten-1-. Sie hatten aber niemand getötet, sondern sie weggetrieben und waren abgezogen-2-. -1) w: von Klein bis Groß.   2) w: ihres Weges gezogen.
7982#1. Samuel,30,3#3. David und seine Männer kamen zur Stadt. Und siehe, sie war mit Feuer verbrannt, und ihre Frauen, Söhne und Töchter waren gefangen weggeführt.
7983#1. Samuel,30,4#4. Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten-1a-. -1) w: bis keine Kraft zu weinen mehr in ihnen war. a) 1.Sam. 11,4; Ri. 21,2.
7984#1. Samuel,30,5#5. Und die beiden Frauen Davids waren gefangen weggeführt worden, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, des Karmeliters-a-. -a) 1.Sam. 25,42.43.
7985#1. Samuel,30,6#6. Und David war in großer Bedrängnis-a-, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen-b-. Denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert, jeder (war erbittert) wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. Aber David stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott-c-. -a) 1.Sam. 28,15.   b) 2.Mo. 17,4.   c) 1.Sam. 23,16; Ps. 56,4; 138,3.
7986#1. Samuel,30,7#7. Und David sagte zu dem Priester Abjatar-a-, dem Sohn des Ahimelech: Bring mir doch das Ephod-1- her! Und Abjatar brachte das Ephod zu David. -1) d.i. ein Priesterschurz.   a) 1.Sam. 14,19.
7987#1. Samuel,30,8#8. Und David befragte den HERRN-a-: Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie einholen-b-? Und er sprach zu ihm: Jage ihr nach, ja, du wirst sie gewiß einholen und (die Gefangenen) ganz gewiß befreien-c-! -a) 1.Sam. 10,22; 2.Sam. 5,19.23.   b) 1.Sam. 14,37.   c) 1.Sam. 23,4.
7988#1. Samuel,30,9#9. Da zog David hin, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren. Und sie kamen an den Bach Besor, wo einige zurückblieben und haltmachten-1-. -1) w: und die Zurückbleibenden machten halt.
7989#1. Samuel,30,10#10. Und David jagte (ihnen) mit vierhundert Mann nach. Denn zweihundert Mann, die zu erschöpft waren, um über den Bach Besor zu gehen-a-, blieben zurück. -a) Ri. 8,4; Jes. 40,30.
7990#1. Samuel,30,11#11. Und sie fanden einen Ägypter auf dem Feld und brachten ihn zu David und gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken-a-. -a) 5.Mo. 23,8.
7991#1. Samuel,30,12#12. Sie reichten ihm (auch) ein Stück Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich-1a-, denn er hatte drei Tage und drei Nächte kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken. -1) w: und er aß, und sein Geist kehrte zu ihm zurück. a) Ri. 15,19.
7992#1. Samuel,30,13#13. Und David sagte zu ihm: Zu wem gehörst du-a-? Und woher bist du? Er antwortete: Ich bin ein junger Ägypter, der Knecht eines Amalekiters. Mein Herr hat mich zurückgelassen, denn ich wurde heute vor drei Tagen krank. -a) 2.Sam. 1,3.8.
7993#1. Samuel,30,14#14. Wir sind eingefallen in das Südland der Kreter-a- und in das (Gebiet) von Juda und in das Südland von Kaleb-b- und haben Ziklag mit Feuer verbrannt. -a) Hes. 25,16; Zeph. 2,5.   b) 1.Sam. 25,3.
7994#1. Samuel,30,15#15. Und David sagte zu ihm: Willst du mich zu dieser Schar hinabführen? Und er antwortete: Schwöre mir bei Gott-a-, daß du mich nicht töten und mich nicht in die Hand meines Herrn ausliefern wirst! Und ich will dich zu dieser Schar hinabführen. -a) 1.Mo. 24,3; Ri. 1,24.
7995#1. Samuel,30,16#16. Als er ihn hinabführte, siehe, da hatten sie sich über die ganze Gegend hin ausgebreitet-1-. Sie aßen und tranken-a- und feierten ein Freudenfest wegen all der großen Beute, die sie aus dem Land der Philister und aus dem Land Juda mitgenommen hatten. -1) w: sie waren über die Fläche des ganzen Landes zerstreut.   a) Ri. 8,11.
7996#1. Samuel,30,17#17. Und David schlug sie von der Morgendämmerung an bis zum Abend des folgenden Tages, so daß keiner von ihnen entrann außer vierhundert jungen Männern, die auf Kamele stiegen und entflohen-a-. -a) 1.Chr. 4,43.
7997#1. Samuel,30,18#18. Und David befreite alles, was die Amalekiter genommen hatten; auch seine beiden Frauen befreite David.
7998#1. Samuel,30,19#19. Und es fehlte ihnen nichts, vom Kleinsten bis zum Größten, weder Söhne noch Töchter, weder Beute noch alles, was sie ihnen weggenommen hatten; alles brachte David zurück-a-. -a) 1.Mo. 14,14-16; 4.Mo. 31,49.
7999#1. Samuel,30,20#20. Und David nahm alle Schafe und Rinder. Sie trieben sie vor dem anderen Vieh her und sagten: Dies ist die Beute Davids!
8000#1. Samuel,30,21#21. Und David kam zu den zweihundert Männern, die zu erschöpft gewesen waren, um David zu folgen, und die man am Bach Besor zurückgelassen hatte. Sie gingen David und dem Kriegsvolk entgegen, das bei ihm war. Und David trat zu dem Volk und fragte sie nach ihrem Wohlergehen-a-. -a) 1.Sam. 17,22.
8001#1. Samuel,30,22#22. Und allerlei Böse und Nichtswürdige von den Männern-1-, die mit David gezogen waren, sagten: Weil sie nicht mit uns-2- gezogen sind, wollen wir ihnen von der Beute, die wir (den Feinden) entrissen haben, nichts geben, sondern jeder (nehme) seine Frau und seine Kinder; die können sie mitnehmen und gehen. -1) w: Jeder Mann des Bösen und der Nichtsnutzigkeit von den Männern.  2) so nach ein. hebrHs. und LXX; MasT: mit mir.
8002#1. Samuel,30,23#23. Aber David sagte: Macht es nicht so, meine Brüder, mit dem, was der HERR uns gegeben hat! Er hat uns bewahrt und diese Schar, die über uns gekommen war, in unsere Hand gegeben-a-. -a) 5.Mo. 8,17.
8003#1. Samuel,30,24#24. Und wer sollte in dieser Sache auf euch hören? Denn wie der Anteil dessen, der in den Kampf hinabzieht, so soll auch der Anteil dessen sein, der bei dem Troß bleibt-a-. Miteinander sollen sie teilen-b-. -a) 1.Sam. 22,2.   b) 4.Mo. 31,27.
8004#1. Samuel,30,25#25. Und so geschah es von diesem Tag an und darüber hinaus. Und (David)-1- machte es zu Ordnung und Recht für Israel bis auf diesen Tag. -1) o: man.
8005#1. Samuel,30,26#26. Und David kam nach Ziklag-a-. Und er sandte von der Beute den Ältesten in Juda, seinen Freunden-1-, und ließ (ihnen) sagen: Siehe, da habt ihr ein Segensgeschenk-2- von der Beute der Feinde des HERRN-b-; -1) o: seinen Nächsten.   2) w: einen Segen. a) 2.Sam. 1,1.   b) Lk. 16,9.
8006#1. Samuel,30,27#27. denen in Bethel-1- und denen in Ramot-2- im Südland-a- und denen in Jattir-b- -1) vlt. ist mit 1.Chr. 4,30 und Jos. 19,4 Betul bzw. Betuel zu lesen.   2) nach and. ist Rama zu lesen. a) Jos. 19,8.   b) Jos. 15,48.
8007#1. Samuel,30,28#28. und denen in Aroer-a- und denen in Sifmot-b- und denen in Eschtemoa-c- -a) 1.Chr. 11,44.   b) 1.Chr. 27,27.   c) Jos. 15,50.
8008#1. Samuel,30,29#29. und denen in Rakal und denen in den Städten der Jerachmeeliter-a- und denen in den Städten der Keniter-a- -a) 1.Sam. 27,10.
8009#1. Samuel,30,30#30. und denen in Horma-a- und denen in Bor-Aschan-b- und denen in Atach -a) Jos. 15,30.   b) Jos. 15,42.
8010#1. Samuel,30,31#31. und denen in Hebron-a- und nach allen Orten, wo David mit seinen Männern umhergezogen war. -a) Jos. 15,13.
8011#1. Samuel,31,1#1. DIE Philister aber kämpften gegen Israel-a-. Und die Männer von Israel flohen vor den Philistern, und (vom Schwert) Durchbohrte fielen auf dem Gebirge Gilboa-b-. -a) 1.Sam. 28,1.   b) 1.Sam. 28,4; 2.Sam. 1,21.
8012#1. Samuel,31,2#2. Und die Philister holten Saul und seine Söhne ein-1-. Und sie-2- erschlugen Jonatan, Abinadab und Malkischua, die Söhne Sauls-a-. -1) o: bekamen Saul . . . zu fassen.  2) w: die Philister. a) 1.Sam. 14,49.
8013#1. Samuel,31,3#3. Und der Kampf (tobte) heftig gegen Saul, und die Bogenschützen-1- erreichten-2- ihn. Und er zitterte sehr vor den Schützen-3a-. -1) w: die Schützen, die Männer mit dem Bogen.  2) o: fanden.  3) LXX: Und er wurde an den Eingeweiden verwundet. a) 2.Sam. 1,6.
8014#1. Samuel,31,4#4. Da sagte Saul zu seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen nicht kommen und mich durchbohren und ihren Mutwillen mit mir treiben-a-! Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein-b-. -a) Ri. 9,54.   b) 1.Sam. 26,10; 2.Sam. 1,1.
8015#1. Samuel,31,5#5. Und als sein Waffenträger sah, daß Saul tot war, stürzte auch er sich in sein Schwert und starb mit ihm.
8016#1. Samuel,31,6#6. So starben Saul und seine drei Söhne-a- und sein Waffenträger, auch alle seine Männer zugleich an diesem Tag. -a) 1.Sam. 28,19; 2.Sam. 1,12.
8017#1. Samuel,31,7#7. Als aber die Männer von Israel, die jenseits der Ebene-1- und jenseits des Jordan (wohnten), sahen, daß die Männer von Israel geflohen-a- und daß Saul und seine Söhne tot waren, da verließen sie die Städte und flohen. Und die Philister kamen und wohnten darin. -1) d.h. jenseits der Talebene von Jesreel.  a) 1.Sam. 13,6.7.
8018#1. Samuel,31,8#8. Und es geschah am folgenden Tag, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuplündern. Und sie fanden Saul und seine drei Söhne, (wie sie) gefallen auf dem Gebirge Gilboa-a- (lagen). -a) 1.Sam. 28,4; 2.Sam. 1,21.
8019#1. Samuel,31,9#9. Und sie hieben ihm den Kopf ab-a- und nahmen ihm seine Waffen ab. Und sie sandten im Land der Philister umher, um die Freudenbotschaft in den Häusern ihrer Götzen und unter dem Volk zu verkünden-b-. -a) 1.Sam. 17,51.   b) 2.Sam. 1,20.
8020#1. Samuel,31,10#10. Und sie legten seine Waffen in das Haus der Astarot, und seine Leiche nagelten sie an die Mauer von Bet-Schean-a-. -a) Jos. 17,11; Ri. 1,27.
8021#1. Samuel,31,11#11. Als aber die Bewohner von Jabesch-Gilead-a- über ihn hörten (und) was die Philister Saul angetan hatten, -a) 1.Sam. 11,1-11.
8022#1. Samuel,31,12#12. machten sich alle tüchtigen Männer-1- auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen die Leiche Sauls und die Leichen seiner Söhne von der Mauer von Bet-Schean herab. Und sie kamen-2- nach Jabesch (zurück) und verbrannten sie dort-a-. -1) w: Männer der Kraft.  2) LXX, lat. und syr. Üs: brachten sie. a) Jer. 34,5.
8023#1. Samuel,31,13#13. Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske in Jabesch-a- und fasteten sieben Tage-b-. -a) 2.Sam. 21,12.   b) 1.Mo. 50,10; 2.Sam. 1,12.

7128#Ruth,1,1#1. UND es geschah in den Tagen, als die Richter richteten-a-, da entstand eine Hungersnot im Land-b-. Und ein Mann von Bethlehem-Juda-c- ging hin, um sich im Gebiet-1- von Moab als Fremder aufzuhalten, er und seine Frau und seine beiden Söhne. -1) w: in den Feldern.  a) Ri. 2,16.  b) 1.Mo. 12,10; 2.Sam. 21,1; 2.Kön. 8,1; Amos 4,6.  c) Ri. 17,7; 1.Chr. 2,51.54.
7129#Ruth,1,2#2. Und der Name des Mannes war Elimelech und der Name seiner Frau Noomi und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und Kiljon, Efratiter-a- aus Bethlehem-Juda. Und sie kamen im Gebiet-1- von Moab an und blieben dort. -1) w: in den Feldern.   a) 1.Mo. 35,19; 1.Sam. 17,12.
7130#Ruth,1,3#3. Da starb Elimelech, der Mann Noomis; und sie blieb zurück mit ihren beiden Söhnen.
7131#Ruth,1,4#4. Die nahmen sich moabitische Frauen-a-; der Name der einen war Orpa und der Name der anderen Rut-b-. Und sie wohnten dort etwa zehn Jahre. -a) Neh. 13,23.   b) Mt. 1,5.
7132#Ruth,1,5#5. Da starben auch diese beiden, Machlon und Kiljon; und die Frau blieb zurück ohne ihre beiden Söhne und ohne ihren Mann.
7133#Ruth,1,6#6. Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte aus dem Gebiet-1- von Moab zurück. Denn sie hatte im Gebiet-2- von Moab gehört, daß der HERR sein Volk heimgesucht habe-a-, um ihnen Brot zu geben-3b-. -1) w: von den Feldern.   2) w: in den Feldern.   3) o: indem er ihnen Brot gegeben habe. a) 1.Mo. 50,25; 2.Mo. 4,31; Ps. 102,14.   b) Joel 2,19.
7134#Ruth,1,7#7. So zog sie weg von dem Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr. Als sie nun des Weges zogen, um in das Land Juda zurückzukehren-a-, -a) 2.Kön. 8,3.
7135#Ruth,1,8#8. sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Geht, kehrt um, jede in das Haus ihrer Mutter! Der HERR erweise euch Gnade-1a-, so wie ihr sie den Verstorbenen und mir erwiesen habt-b-! -1) o: Liebe; o: Verbundenheit; o: Gemeinschaft. a) 2.Sam. 2,6.   b) Ruth 3,10.
7136#Ruth,1,9#9. Der HERR gebe es euch, daß ihr Ruhe-1- findet, eine jede in dem Haus ihres Mannes-a-! Und sie küßte sie. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten -1) o: einen Rastplatz o. Heimstätte.   a) Ruth 3,1.
7137#Ruth,1,10#10. und sagten zu ihr: (Nein), sondern wir wollen mit dir zu deinem Volk zurückkehren!
7138#Ruth,1,11#11. Doch Noomi sagte: Kehrt nur um, meine Töchter! Wozu wollt ihr mit mir gehen? Habe ich etwa noch Söhne in meinem Leib, daß sie eure Männer werden könnten-a-? -a) 1.Mo. 38,11.
7139#Ruth,1,12#12. Kehrt um, meine Töchter, geht! Ich bin ja zu alt, um eines Mannes (Frau) zu werden. Selbst wenn ich spräche: Ich habe (noch) Hoffnung! - wenn ich gar diese Nacht eines Mannes (Frau) werden würde und sogar Söhne gebären sollte,
7140#Ruth,1,13#13. wolltet ihr deshalb-1- warten, bis sie groß würden-a-? Wolltet ihr euch deshalb-1- abgeschlossen halten, ohne eines Mannes (Frau) zu werden? Nicht doch, meine Töchter! Denn das bittere (Leid), das mir (geschah), ist zu schwer-2- für euch. Ist doch die Hand des HERRN gegen mich ausgegangen-3b-. -1) o: darauf; LXX und die syrÜs: auf sie; d.h. auf die zu erwartenden Söhne Noomis.   2) w: ist zu sehr.   3) d.h. der HERR hat seine Hand gegen mich erhoben. a) 1.Mo. 38,11.   b) V. 21; Ri. 2,15; Hiob 19,21; Ps. 32,4.
7141#Ruth,1,14#14. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten noch (mehr). Und Orpa küßte ihre Schwiegermutter, Rut aber hängte sich an sie.
7142#Ruth,1,15#15. Da sagte sie: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volk und zu ihrem Gott zurückgekehrt. Kehre (auch du) um, deiner Schwägerin nach-a-! -a) 2.Sam. 15,19.
7143#Ruth,1,16#16. Aber Rut sagte: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn-1- wohin du gehst, (dahin) will (auch) ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe (auch) ich-a-. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott-b-. -1) o: Sondern.   a) 2.Sam. 15,21; 2.Kön. 2,2.4.6.   b) Ruth 2,11.12; Jes. 14,1; Sach. 8,23.
7144#Ruth,1,17#17. Wo du stirbst, (da) will (auch) ich sterben, und dort will ich begraben werden. So soll mir der HERR tun und so hinzufügen-a- - (nur) der Tod soll mich und dich scheiden. -a) 1.Sam. 3,17.
7145#Ruth,1,18#18. Als sie nun sah, daß Rut-1- fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da ließ sie ab, ihr zuzureden-a-. -1) w: sie.   a) Apg. 21,14.
7146#Ruth,1,19#19. So gingen die beiden, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie in Bethlehem ankamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung-a-, und die Frauen-1- sagten: Ist das Noomi? -1) w: sie.   a) Mt. 21,10.
7147#Ruth,1,20#20. Sie aber sagte zu ihnen: Nennt mich nicht Noomi-1-, nennt mich Mara-2-! Denn der Allmächtige hat mir sehr bitteres (Leid) zugefügt-3a-. -1) d.h. Wonne; o: Lieblichkeit.   2) d.h. Bittere; o: Betrübte.   3) o: hat mich sehr bitter gemacht. a) 2.Mo. 15,23; Hiob 9,18.
7148#Ruth,1,21#21. Voll bin ich gegangen, und leer hat mich der HERR zurückkehren lassen-a-. Warum nennt ihr mich Noomi, da der HERR gegen mich ausgesagt und der Allmächtige mir Böses getan hat-b-? -a) Hiob 1,21.   b) V. 13.
7149#Ruth,1,22#22. So kehrte Noomi zurück und mit ihr die Moabiterin Rut, ihre Schwiegertochter, die aus dem Gebiet-1- von Moab heimgekehrt war. Sie kamen nach Bethlehem zu Beginn der Gerstenernte-a-. -1) w: von den Feldern.   a) Ruth 2,23.
7150#Ruth,2,1#1. UND Noomi hatte einen Verwandten von ihrem Mann her, einen angesehenen-1- Mann, aus der Sippe Elimelechs; dessen Name war Boas-a-. -1) o: vermögenden.   a) Mt. 1,5.
7151#Ruth,2,2#2. Und Rut, die Moabiterin, sagte zu Noomi: Ich möchte gern aufs Feld gehen und etwas von den Ähren mit auflesen-a- hinter dem her, in dessen Augen ich Gunst finden werde-b-. Sie sagte zu ihr: Geh hin, meine Tochter! -a) 3.Mo. 19,9.   b) 1.Mo. 32,6; 1.Sam. 1,18.
7152#Ruth,2,3#3. Da ging sie hin, kam und las auf dem Feld hinter den Schnittern her auf. Und sie traf zufällig-a- das Feldstück-1- des Boas, der aus der Sippe Elimelechs war. -1) w: ihr Zufall traf das Feldstück.  a) 2.Sam. 1,6; 20,1.
7153#Ruth,2,4#4. Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sagte zu den Schnittern: Der HERR sei mit euch!-a- Und sie sagten zu ihm: Der HERR segne dich!-b- -a) Ri. 6,12; 1.Sam. 17,37; 2.Thes. 3,16.   b) 1.Mo. 28,3; 4.Mo. 6,24; Ps. 134,3; Jer. 31,23.
7154#Ruth,2,5#5. Und Boas sagte zu seinem Knecht-1-, der über die Schnitter eingesetzt war: Wem gehört dieses Mädchen da? -1) w: jungen Mann.
7155#Ruth,2,6#6. Und der Knecht-1-, der über die Schnitter eingesetzt war, antwortete und sagte: Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Noomi aus dem Gebiet-2- von Moab zurückgekehrt ist. -1) w: der junge Mann.   2) w: von den Feldern.
7156#Ruth,2,7#7. Sie hat gesagt: Ich möchte gern mit auflesen und hinter den Schnittern her etwas von den Ähren aufsammeln-1-. So ist sie gekommen und dageblieben. Vom Morgen an bis jetzt hat sie sich im Haus nur wenig ausgeruht-2-. -1) o: und unter den Garben aufsammeln.  2) so in Anlehnung an LXX; MasT: vom Morgen an bis jetzt war ihr Sitzen im Haus (nur) wenig.
7157#Ruth,2,8#8. Und Boas sagte zu Rut: Höre mir zu, meine Tochter!-1- Geh nicht zum Auflesen-a- auf ein anderes Feld, geh auch nicht von hier fort, sondern halte dich da zu meinen Mägden-2-! -1) w: Hast du nicht gehört, meine Tochter?  2) w: Mädchen.  a) 3.Mo. 19,9.
7158#Ruth,2,9#9. (Richte) deine Augen auf das Feld, wo man schneidet, und geh hinter den Sammlerinnen-1- her! Habe ich nicht den Knechten-2- befohlen, dich nicht anzutasten? Und hast du Durst, dann geh zu den Gefäßen und trink von dem, was die Knechte-3- schöpfen. -1) w: hinter ihnen.   2) w: jungen Männern.   3) w: die jungen Männer.
7159#Ruth,2,10#10. Da fiel sie auf ihr Gesicht und warf sich zur Erde nieder-a- und sagte zu ihm: Warum habe ich Gunst gefunden in deinen Augen, daß du mich beachtest-b-, wo ich doch eine Fremde bin-c-? -a) 1.Sam. 25,23.41.   b) 2.Sam. 7,18.   c) 3.,Mo. 19,34.
7160#Ruth,2,11#11. Da antwortete Boas und sagte zu ihr: Es ist mir alles genau berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes, daß du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Verwandtschaft verlassen hast und zu einem Volk gegangen bist, das du früher-1- nicht kanntest-a-. -1) w: gestern und vorgestern.   a) Ruth 1,14-19; 3,10.
7161#Ruth,2,12#12. Der HERR vergelte dir dein Tun-a-, und dein Lohn möge ein voller sein von dem HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um unter seinen Flügeln Zuflucht zu suchen!-b- -a) 1.Sam. 24,20.   b) Ruth 1,16; Ps. 17,8.
7162#Ruth,2,13#13. Da sagte sie: Möge ich (weiterhin) Gunst finden in deinen Augen-a-, mein Herr! Denn du hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und ich, ich bin nicht (einmal) wie eine deiner Mägde-b-. -a) 1.Mo. 32,6; 1.Sam. 1,18.   b) 1.Sam. 25,41.
7163#Ruth,2,14#14. Und zur Essenszeit sagte Boas zu ihr: Tritt hierher und iß von dem Brot und tunke deinen Bissen in den Essig! Da setzte sie sich neben die Schnitter, er aber reichte ihr geröstete Körner, und sie aß und wurde satt und ließ (sogar etwas) übrig.
7164#Ruth,2,15#15. Als sie nun aufstand, um aufzulesen-a-, befahl Boas seinen Knechten: Auch zwischen den Garben darf sie auflesen, und ihr sollt ihr nichts zuleide tun. -a) 3.Mo. 19,9.
7165#Ruth,2,16#16. Vielmehr sollt ihr sogar aus den Bündeln (Ähren) für sie herausziehen und liegen lassen, damit sie sie auflesen kann, und ihr sollt sie nicht bedrohen-1-. -1) w: anschreien.
7166#Ruth,2,17#17. So las sie auf dem Feld auf bis zum Abend. Und als sie ausschlug, was sie aufgelesen hatte, da war es etwa ein Efa Gerste-a-. -a) 2.Mo. 16,36.
7167#Ruth,2,18#18. Und sie hob es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah-1-, was sie aufgelesen hatte. Und sie zog heraus, was sie übriggelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte, und gab es ihr. -1) zwei hebrHs., Vul. und die syrÜs: und zeigte ihrer Schwiegermutter.
7168#Ruth,2,19#19. Da sagte ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat-a-! Und sie berichtete ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet hatte, und sagte: Der Name des Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas. -a) Ps. 41,2.
7169#Ruth,2,20#20. Da sagte Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von dem HERRN-a-, der seine Gnade nicht entzogen hat, weder den Lebenden noch den Toten! Und Noomi sagte zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unsern Lösern-b-. -a) Ruth 3,10; 2.Sam. 2,5; Hiob 29,13.  b) Ruth 3,9.12; 4,4.6.
7170#Ruth,2,21#21. Und die Moabiterin Rut sagte: Schließlich hat er noch zu mir gesagt: Du sollst dich zu meinen Knechten-1- halten, bis sie meine ganze Ernte beendet haben. -1) w: jungen Männern.
7171#Ruth,2,22#22. Da sagte Noomi zu Rut, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, daß du mit seinen Mägden-1- hinausziehst; so kann man dich auf einem andern Feld nicht belästigen-2-. -1) w: Mädchen.   2) o: und daß man dich nicht auf einem andern Feld antrifft.
7172#Ruth,2,23#23. So hielt sie sich denn zu den Mägden-1- des Boas, um (Ähren) aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte beendet waren-a-. Dann blieb sie zu Hause bei ihrer Schwiegermutter. -1) w: Mädchen.   a) Ruth 1,22.
7173#Ruth,3,1#1. UND Noomi, ihre Schwiegermutter, sagte zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht einen Ruheplatz suchen-a-, damit es dir gut geht? -a) Ruth 1,9; 1.Kor. 7,36; 1.Tim. 5,14.
7174#Ruth,3,2#2. Und nun, ist nicht Boas, mit dessen Mägden-1- du zusammen warst, unser Verwandter? Siehe, heute abend worfelt er auf der Tenne die Gerste-2-. -1) w: Mädchen.   2) w: worfelt er die Gerstentenne.
7175#Ruth,3,3#3. So bade und salbe dich und leg deine (besten) Kleider an und geh zur Tenne hinab! Laß dich von dem Mann (aber) nicht bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken.
7176#Ruth,3,4#4. Und es soll geschehen, wenn er sich hinlegt, dann merke dir die Stelle-1-, wo er sich hinlegt, und geh hin und decke sein Fußende auf und lege dich hin. Er wird dir dann mitteilen, was du tun sollst. -1) o: dann erkenne die Stelle.
7177#Ruth,3,5#5. Und sie sagte zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun.
7178#Ruth,3,6#6. Und sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre Schwiegermutter ihr befohlen hatte-a-. -a) Esth. 2,10.20.
7179#Ruth,3,7#7. Als Boas nun gegessen und getrunken hatte und sein Herz fröhlich wurde-a-, da kam er, um sich am Ende des Getreidehaufens hinzulegen. Da kam sie leise, deckte sein Fußende auf und legte sich hin. -a) Ri. 19,6; Pred. 9,7.
7180#Ruth,3,8#8. Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte sich vor-1-, siehe, da lag eine Frau an seinem Fußende. -1) o: tastete um sich.
7181#Ruth,3,9#9. Und er sagte: Wer bist du? Sie sagte: Ich bin Rut, deine Magd. So breite den Saum deines Gewandes-1- über deine Magd aus, denn du bist Löser-a-! -1) w: deine Flügel.   a) Ruth 2,20.
7182#Ruth,3,10#10. Da sagte er: Gesegnet seist du von dem HERRN-a-, meine Tochter! Du hast deine letzte Treue-1- schöner erwiesen als die erste-b-, indem du nicht den jungen Männern nachgelaufen bist, sei es geringen oder reichen. -1) o: Liebe; o: Gnade; o: Verbundenheit. a) 1.Sam. 15,13.   b) Ruth 1,8; 2,11.20.
7183#Ruth,3,11#11. Und nun, meine Tochter, fürchte dich nicht!-a- Alles, was du sagst, werde ich für dich tun, erkennt doch alles Volk im Tor-1-, daß du eine tüchtige Frau bist-b-. -1) w: erkennt doch das ganze Tor meines Volkes. a) Lk. 1,30.   b) Spr. 31,10.29.
7184#Ruth,3,12#12. Und nun, es ist wirklich so, daß ich Löser-a- bin, doch gibt es da auch (noch) einen Löser-a-, der näher (mit dir) verwandt ist als ich-b-. -a) Ruth 2,20.   b) Ruth 4,1.4.
7185#Ruth,3,13#13. Bleib heute nacht hier! Und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich lösen will, gut, so mag er lösen-a-. Wenn er aber keine Lust hat, dich zu lösen, dann löse --ich- dich, so wahr der HERR lebt! Bleib liegen bis zum Morgen! -a) Ruth 4,5.6.
7186#Ruth,3,14#14. Da blieb sie an seinem Fußende liegen bis zum Morgen. Doch bevor einer den anderen erkennen konnte, stand sie auf, denn er sagte (sich): Es soll nicht bekannt werden, daß eine Frau auf die Tenne gekommen ist-a-! -a) 1.Kor. 10,32.
7187#Ruth,3,15#15. Und er sagte: Gib das Umschlagtuch her, das du um hast, und halte es auf! Und sie hielt es auf, und er maß sechs (Maß) Gerste ab und lud es ihr auf. Dann ging er in die Stadt.
7188#Ruth,3,16#16. Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter. Die sagte: Wie steht es mit dir-1-, meine Tochter? Und sie berichtete ihr alles, was der Mann ihr getan hatte, -1) w: Wer bist du.
7189#Ruth,3,17#17. und sagte: Diese sechs (Maß) Gerste gab er mir, denn er sagte zu mir-1-: Du sollst nicht mit leeren Händen zu deiner Schwiegermutter kommen. -1) so der Lesetext; der Schreibtext lautet nur: denn er sagte:
7190#Ruth,3,18#18. Da sagte sie: Bleib (zu Hause), meine Tochter, bis du erkennst, wie die Sache ausfällt! Denn der Mann wird nicht ruhen, es sei denn, er habe die Sache heute zu Ende geführt.
7191#Ruth,4,1#1. BOAS aber war zum Tor-a- hinaufgegangen und hatte sich dort hingesetzt. Und siehe, der Löser kam vorbei, von dem Boas geredet hatte-b-. Da sagte er: Komm herüber, setze dich hierher, du Soundso! Und er kam herüber und setzte sich. -a) 1.Mo. 19,1; 34,20.   b) Ruth 3,12.
7192#Ruth,4,2#2. Und Boas-1- nahm zehn Männer von den Ältesten der Stadt-a- und sagte: Setzt euch hierher! Und sie setzten sich. -1) w: Und er . . .   a) 5.Mo. 25,7; 1.Kön. 21,8.
7193#Ruth,4,3#3. Und er sagte zu dem Löser: Das Feldstück, das unserem Bruder Elimelech gehörte, will Noomi, die aus dem Gebiet-1- von Moab zurückgekehrt ist, verkaufen. -1) w: von den Feldern.
7194#Ruth,4,4#4. Da habe ich nun gedacht, ich will es deinem Ohr eröffnen und vorschlagen: Erwirb es im Beisein derer, die (hier) sitzen, und im Beisein der Ältesten meines Volkes-a-! Wenn du es lösen willst, löse! Wenn du es aber nicht lösen willst, dann teile es mir mit, damit ich es erkenne! Denn außer dir ist niemand zum Lösen da, und ich (komme erst) nach dir-b-. Er sagte: Ich will es lösen-c-. -a) 1.Mo. 23,11.   b) Ruth 3,12.   c) Ruth 2,20; 3,9.12; 3.Mo. 25,25; 5.Mo. 25,8.
7195#Ruth,4,5#5. Da sagte Boas: An dem Tag, da du das Feld aus der Hand Noomis erwirbst, hast du auch die Moabiterin Rut, die Frau-1- des Verstorbenen, erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil (neu) erstehen zu lassen-a-. -1) so nach der alt. lat., der syr. Üs. und Vul.; MasT: hast du es auch von seiten der Moabitin Rut, der Frau. a) Ruth 3,13; 1.Mo. 38,8.
7196#Ruth,4,6#6. Da sagte der Löser: Dann kann ich es für mich nicht lösen-a-, sonst richte ich mein eigenes Erbteil zugrunde. Übernimm-1- du für dich meine Lösungspflicht-2-, denn ich kann (wirklich) nicht lösen-b-! -1) w: Löse.  2) o: mein Lösungsrecht.  a) Ruth 3,13; 1.Mo. 38,8.  b) Ruth 2,20; 3,9.12; 3.Mo. 25,25; 5.Mo. 25,8.
7197#Ruth,4,7#7. Früher nun (galt) in Israel für ein Loskaufverfahren-1- oder für ein Tauschgeschäft, wenn man irgendeine Sache bestätigen wollte, dies: Der eine zog seinen Schuh aus und übergab ihn dem anderen-a-; und das (galt) als Bezeugung in Israel. -1) w: betreffs (der Durchführung) der Lösungspflicht. a) 5.Mo. 25,9.
7198#Ruth,4,8#8. Als nun der Löser zu Boas sagte: Erwirb es dir! - zog er seinen Schuh aus-a-. -a) 5.Mo. 25,9.
7199#Ruth,4,9#9. Da sagte Boas zu den Ältesten und zu allem Volk-a-: Ihr seid heute Zeugen dafür, daß ich aus der Hand Noomis hiermit alles erworben habe, was dem Elimelech, und alles, was Kiljon und Machlon gehört hat. -a) 1.Mo. 23,11.
7200#Ruth,4,10#10. Somit habe ich mir auch Machlons Frau, Rut, die Moabiterin, als Frau erworben-a-, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil (neu) erstehen zu lassen, damit nicht der Name des Verstorbenen ausgerottet wird aus dem Kreis seiner Brüder-1- und aus dem Tor seines (Heimat)ortes-b-. Ihr seid heute Zeugen! -1) w: von mit seinen Brüdern.  a) Spr. 18,22.  b) 5.Mo. 25,6.
7201#Ruth,4,11#11. Und alles Volk, das im Tor war, und die Ältesten-a- sagten: (Wir sind) Zeugen!-b- Der HERR mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea-c-, die beide das Haus Israel gebaut haben-d-! Und gewinne du Vermögen-1- in Efrata-e-, und dein Name werde gerühmt-2- in Bethlehem-e-! -1) o: Kindersegen; w: Kraft.  2) so in Anlehnung an LXX; MasT: und rufe einen Namen aus über.  a) 5.Mo. 25,7; 1.Kön. 21,8.  b) Jer. 32,10.12.  c) 1.Mo. 29,16.  d) 1.Mo. 35,23.24.  e) 1.Mo. 35,19.
7202#Ruth,4,12#12. Und von den Nachkommen-1-, die der HERR dir von dieser jungen Frau geben wird, soll dein Haus wie das Haus des Perez werden, den Tamar dem Juda geboren hat-a-! -1) w: von dem Samen.   a) V. 18; 1.Mo. 38,29.
7203#Ruth,4,13#13. So nahm Boas die Rut, und sie wurde seine Frau, und er ging zu ihr ein. Und der HERR schenkte ihr Schwangerschaft, und sie gebar einen Sohn.
7204#Ruth,4,14#14. Da sagten die Frauen zu Noomi: Gepriesen sei der HERR-1-, der es dir heute nicht an einem Löser-a- hat fehlen lassen! Sein Name-2- werde gerühmt in Israel! -1) w: Gesegnet sei der HERR.   2) d.i. der Name des Sohnes der Rut.   a) Lk. 1,58.
7205#Ruth,4,15#15. Und er wird dir ein Erquicker der Seele sein und ein Versorger deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die dir mehr wert ist als sieben Söhne-a-. -a) 1.Sam. 1,8.
7206#Ruth,4,16#16. Und Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren Schoß-1- und wurde seine Amme. -1) o: an ihren Busen.
7207#Ruth,4,17#17. Und die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen-1-, indem sie sagten: Ein Sohn ist der Noomi geboren! Und sie gaben ihm den Namen Obed-2a-. Der ist der Vater Isais, des Vaters Davids-b-. -1) o: wollten ihm einen Namen geben.   2) d.h. Diener; o: Knecht.   a) Mt. 1,5.   b) 1.Sam. 17,12.
7208#Ruth,4,18#18. UND dies ist die Geschlechterfolge-1- des Perez-a-: Perez zeugte Hezron, -1) w: Erzeugungen; d.h. Nachkommen; o: Entstehung; o: Enstehungsgeschichte.   a) V. 12.
7209#Ruth,4,19#19. und Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab,
7210#Ruth,4,20#20. und Amminadab zeugte Nachschon, und Nachschon zeugte Salmon-1-, -1) so mit einer LXX-Ausgabe; MasT: Salma.
7211#Ruth,4,21#21. und Salmon-1- zeugte Boas, und Boas zeugte Obed, -1) mehrere hebrHs. lesen: Salma.
7212#Ruth,4,22#22. und Obed zeugte Isai, und Isai-a- zeugte David. -a) V. 17.

6510#Richter,1,1#1. UND es geschah nach dem Tod Josuas-a-, da befragten die Söhne Israel den HERRN-b- und sagten: Wer von uns soll zuerst gegen die Kanaaniter hinaufziehen-c-, um gegen sie zu kämpfen-d-? -a) Ri. 2,8.   b) 2.Mo. 18,15; 1.Sam. 10,22; 1.Kön. 22,5. c) Ri. 20,18.23.   d) 4.Mo. 27,21; 1.Sam. 10,22.
6511#Richter,1,2#2. Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen-a-. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben-b-. -a) Ri. 20,18.   b) Ri. 20,28; 1.Mo. 49,8.9; Jos. 2,24.
6512#Richter,1,3#3. Und Juda sagte zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los, daß wir (gemeinsam) gegen die Kanaaniter kämpfen, dann will auch ich mit dir in dein Los ziehen! Da zog Simeon mit ihm.
6513#Richter,1,4#4. Und Juda zog hinauf, und der HERR gab die Kanaaniter und die Perisiter in ihre Hand; und sie schlugen sie bei Besek, zehntausend Mann.
6514#Richter,1,5#5. Und sie fanden den Adoni-Besek in Besek und kämpften gegen ihn. Und sie schlugen die Kanaaniter und die Perisiter-a-. -a) Ri. 3,5.
6515#Richter,1,6#6. Und Adoni-Besek floh. Sie aber jagten ihm nach, packten ihn und hieben ihm die Daumen seiner Hände und (die großen Zehen) seiner Füße ab.
6516#Richter,1,7#7. Da sagte Adoni-Besek: Siebzig Könige, denen die Daumen ihrer Hände und (die großen Zehen) ihrer Füße abgehauen waren, lasen (Reste) auf unter meinem Tisch-a-. So wie ich getan habe, so hat Gott mir vergolten-b-. Und sie brachten ihn nach Jerusalem, dort starb er. -a) Mt. 15,27.  b) Ri. 9,24.57; 3.Mo. 24,19.20; 1.Sam. 15,33; 1.Kön. 21,19; Jes. 33,1; Zeph. 3,19; Mt. 7,1.2; Offb. 22,12.
6517#Richter,1,8#8. Und die Söhne Juda kämpften um Jerusalem und nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und die Stadt steckten sie in Brand-a-. -a) V. 21; Jos. 15,63.
6518#Richter,1,9#9. Danach zogen die Söhne Juda hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die das Gebirge und das Südland-1- und die Niederung-2- bewohnten-a-. -1) hebr. -+Negev-.   2) hebr. -+Schefelah-; d.i. der Küstenstreifen zwischen Jafo und Gaza.   a) Jos. 12,8.
6519#Richter,1,10#10. Und Juda ging gegen die Kanaaniter vor, die in Hebron wohnten; der Name Hebrons war aber früher Kirjat-Arba; und sie schlugen Scheschai und Ahiman und Talmai-a-. -a) Jos. 15,13.14.
6520#Richter,1,11#11. Und von dort ging er gegen die Bewohner von Debir vor; der Name von Debir war aber früher Kirjat-Sefer.
6521#Richter,1,12#12. UND Kaleb sagte: Wer Kirjat-Sefer schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau.
6522#Richter,1,13#13. Da nahm es Otniel-a- ein, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs - jünger als er -; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. -a) Ri. 3,9-11.
6523#Richter,1,14#14. Und es geschah, als sie herbeikam, da trieb sie ihn an-1-, von ihrem Vater das Feld zu fordern. Und sie sprang vom Esel herab. Da sagte Kaleb zu ihr: Was hast du? -1) LXX und Vul: da trieb er sie an.
6524#Richter,1,15#15. Und sie sagte zu ihm: Gib mir einen Segen-1-! Denn ein (dürres) Südland hast du mir gegeben-2-, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Quellen und die unteren Quellen. -1) d.i. ein Geschenk, das durch einen Segensspruch übertragen wird.  2) o: in ein (dürres) Südland hast du mich gegeben.
6525#Richter,1,16#16. Und die Söhne des Keniters-1a-, des Schwiegervaters des Mose-b-, waren mit den Söhnen Juda aus der Palmenstadt-c- heraufgezogen in die Wüste Juda, die im Süden von Arad (liegt); und sie gingen hin und wohnten bei dem Volk-2d-. -1) LXX: Und die Söhne Hobabs, des Keniters.  2) einHs. von LXX, die alte lat. und die koptische Üs. lesen: wohnten bei den Amalekitern.  a) 1.Chr. 2,55.  b) Ri. 4,11; 2.Mo. 18,1; 1.Sam. 15,6.  c) Ri. 3,13; 5.Mo. 34,4; Jos. 18,21.  d) 4.Mo. 10,29-32.
6526#Richter,1,17#17. Und Juda zog mit seinem Bruder Simeon hin, und sie schlugen die Kanaaniter, die Zefat bewohnten. Und sie vollstreckten an ihnen den Bann und gaben der Stadt den Namen Horma-1a-. -1) d.h. Bann; o: Vernichtung.   a) 4.Mo. 14,45.
6527#Richter,1,18#18. Doch nahm Juda Gaza-a- und sein Gebiet nicht in Besitz-1-, ebenso Aschkelon-b- und sein Gebiet und Ekron-c- und sein Gebiet. -1) so mit LXX; MasT: Und Juda nahm Gaza und sein Gebiet ein.  a) Ri. 16,1; 5.Mo. 2,23.   b) Ri. 14,19.   c) Jos. 15,11; Jer. 25,20.
6528#Richter,1,19#19. Und der HERR war mit Juda-a-, und er nahm das Gebirge in Besitz. Aber die Bewohner der Ebene waren nicht zu vertreiben, weil sie eiserne Wagen hatten-b-. -a) 1.Sam. 18,12.14; 2.Kön. 18,7; Ps. 60,14.   b) Ri. 4,3; Jos. 17,16.
6529#Richter,1,20#20. Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose geredet hatte-a-; und er vertrieb daraus die drei Söhne Enaks-b-. -a) Jos. 14,9-14.   b) Jos. 15,13.14.
6530#Richter,1,21#21. ABER die Söhne Benjamin vertrieben nicht die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem-a-. So blieben die Jebusiter bei den Söhnen Benjamin in Jerusalem wohnen bis auf diesen Tag-b-. -a) V. 27.29.31; Ps. 106,34.  b) V. 8; Ri. 19,11; Jos. 18,28.
6531#Richter,1,22#22. Und das Haus Joseph, auch sie zogen nach Bethel hinauf-a-, und der HERR war mit ihnen-b-. -a) Jos. 16,1.   b) 1.Mo. 49,24.
6532#Richter,1,23#23. Und das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften-a-; der Name der Stadt aber war früher Lus-b-. -a) Jos. 2,1; 16,2.   b) Jos. 16,1.
6533#Richter,1,24#24. Und die Wachen sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen, und sie sagten zu ihm: Zeig uns doch den Zugang zur Stadt, dann werden wir dir Gnade erweisen-a-! -a) Jos. 2,12-14; 1.Sam. 30,15.
6534#Richter,1,25#25. Da zeigte er ihnen den Zugang zur Stadt. Und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes, aber den Mann und seine ganze Sippe ließen sie gehen-a-. -a) Jos. 6,22-25.
6535#Richter,1,26#26. Und der Mann zog in das Land der Hetiter. (Dort) baute er eine Stadt und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag.
6536#Richter,1,27#27. Aber Manasse vertrieb nicht Bet-Schean-a- und seine Tochterstädte, und Taanach und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Jibleam und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Megiddo-b- und seine Tochterstädte. Und die Kanaaniter vermochten-1- in diesem Land zu bleiben. -1) o: setzten alles daran; o: erdreisteten sich. a) 1.Sam. 31,10.   b) Jos. 17,11-13; 2.Kön. 23,29.
6537#Richter,1,28#28. Und es geschah, als Israel stark geworden war, da stellte es die Kanaaniter an die Zwangsarbeit-a-, doch vertreiben konnte es sie nicht. - -a) 1.Mo. 9,26.
6538#Richter,1,29#29. Und Ephraim vertrieb nicht die Kanaaniter, die in Geser-a- wohnten. So blieben die Kanaaniter in seiner Mitte in Geser wohnen. - -a) Jos. 16,10.
6539#Richter,1,30#30. Sebulon vertrieb nicht die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol-a-; so blieben die Kanaaniter in seiner Mitte wohnen und wurden zur Zwangsarbeit (herangezogen). - -a) Jos. 19,15.
6540#Richter,1,31#31. Asser vertrieb nicht die Bewohner von Akko und die Bewohner von Sidon-a- und Achlab und Achsib und Helba und Afek und Rehob-b-, -a) 1.Kön. 16,31.   b) Jos. 19,24-30.
6541#Richter,1,32#32. sondern die Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Bewohnern des Landes, denn sie hatten sie nicht vertrieben.
6542#Richter,1,33#33. Naftali vertrieb nicht die Bewohner von Bet-Schemesch und die Bewohner von Bet-Anat-a-, sondern er wohnte mitten unter den Kanaanitern, den Bewohnern des Landes; aber die Bewohner von Bet-Schemesch und von Bet-Anat wurden zur Zwangsarbeit für ihn (herangezogen). -a) Jos. 19,38.
6543#Richter,1,34#34. Und die Amoriter drängten die Söhne Dan ins Gebirge, denn sie gaben (ihnen) nicht (die Möglichkeit), in die Ebene herabzukommen-a-. -a) Ri. 18,1; Jos. 19,47.
6544#Richter,1,35#35. Und die Amoriter vermochten-1- im Gebirge Heres wohnen zu bleiben, in Ajalon und in Schaalbim-a-; aber die Hand des Hauses Joseph wurde (auf ihnen) schwer, und sie wurden zur Zwangsarbeit (herangezogen). -1) o: setzten alles daran; o: erdreisteten sich. a) Jos. 19,42.
6545#Richter,1,36#36. Das Gebiet aber der Amoriter-1- war vom Anstieg Akrabbim-2a-, vom Felsen-3- an, und weiter hinauf. -1) LXX: Edomiter.  2) o: von der Skorpionensteige.  3) hebr. -+Sela-; d.i. gleichlautend mit der edomitischen Stadt Sela in 2.Kön. 14,7.  a) 4.Mo. 34,4; 1.Kön. 9,21.
6546#Richter,2,1#1. UND der Engel des HERRN-a- kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe-b-. Und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen in Ewigkeit-c-; -a) Ri. 6,11; 1.Mo. 22,11.   b) Ri. 11,24; 5.Mo. 1,8.35.  c) 1.Mo. 17,7.8; Ps. 89,3.4.
6547#Richter,2,2#2. und ihr, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schließen, ihre Altäre sollt ihr niederreißen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht-a-. Was habt ihr da getan-b-! -a) Ri. 6,10; Ps. 106,34.   b) 1.Mo. 12,18.
6548#Richter,2,3#3. So habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben! Sie werden euch zu (Geißeln für eure) Seiten werden-1-, und ihre Götter werden euch zur Falle werden-a-. -1) vgl. Jos. 23,13; manche ergänzen nach 4.Mo. 33,55: Stacheln; and. ändern in: sie werden (eure) Feinde sein. a) Ri. 8,27; 2.Mo. 23,33.
6549#Richter,2,4#4. Und es geschah, als der Engel des HERRN diese Worte zu allen Söhnen Israel geredet hatte, da erhob das Volk seine Stimme und weinte-a-. -a) 1.Sam. 7,6; 11,4; Esra 10,1; Joel 2,12; 2.Kor. 7,10.
6550#Richter,2,5#5. Und sie gaben jenem Ort den Namen Bochim-1-. Und sie opferten dort dem HERRN. -1) d.h. Weinende.
6551#Richter,2,6#6. UND Josua entließ das Volk, und die Söhne Israel gingen hin, jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen-a-. -a) Jos. 24,28.
6552#Richter,2,7#7. Und das Volk diente dem HERRN alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, die nach Josua noch länger lebten-1-, die das ganze große Werk des HERRN gesehen hatten, das er für Israel getan hatte-a-. -1) w: die ihre Tage verlängerten nach Josua.  a) Jos. 24,31.
6553#Richter,2,8#8. Dann starb Josua, der Sohn des Nun, der Knecht des HERRN, 110 Jahre alt-a-. -a) Ri. 1,1; Jos. 24,29.30.
6554#Richter,2,9#9. Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Heres auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch-a-. -a) Ri. 1,1; Jos. 24,29.30.
6555#Richter,2,10#10. Und auch jene ganze Generation-1- wurde zu ihren Vätern versammelt. Und eine andere Generation kam nach ihnen auf, die den HERRN nicht kannte-a- und auch nicht das Werk, das er für Israel getan hatte-b-. -1) d.h. alle, die zu Josuas Zeiten gelebt hatten. a) 2.Mo. 1,6.8; Jer. 9,2.   b) Jos. 24,31.
6556#Richter,2,11#11. Da taten die Söhne Israel, was böse war in den Augen des HERRN-a-, und dienten den Baalim-b-. -a) Ri. 3,12; 4,1; 6,1; 10,6; 13,1.  b) Ri. 3,7; 4.Mo. 25,3; 1.Sam. 7,3; 12,10; 1.Kön. 11,5; 2.Chr. 28,3; 33,3; Jer. 2,20; 16,11.
6557#Richter,2,12#12. Und sie verließen den HERRN, den Gott ihrer Väter-a-, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte-b-, und liefen anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her (lebten)-c-, und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten den HERRN zum Zorn-d-. -a) 5.Mo. 31,16.  b) 2.Mo. 13,3.14; 5.Mo. 6,12.  c) Ri. 5,8.  d) 5.Mo. 4,25.
6558#Richter,2,13#13. So verließen sie den HERRN und dienten dem Baal und den Astarot-a-. -a) Ri. 3,7; 4.Mo. 25,3; 1.Sam. 7,3; 12,10; 1.Kön. 11,5; 2.Chr. 28,3; 33,3; Jer. 2,20; 16,11.
6559#Richter,2,14#14. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel-a-, und er gab sie in die Hand von Plünderern, die sie ausplünderten. Und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum-b-, so daß sie vor ihren Feinden nicht mehr standhalten konnten-c-. -a) Ri. 3,8; 4.Mo. 32,13; Jos. 23,16; 2.Sam. 24,1; Ps. 106,40.  b) Ri. 4,2; 10,7; 3.Mo. 26,17; 2.Kön. 13,3.  c) 3.Mo. 26,37; Jos. 7,12; 2.Chr. 28,5; Ps. 44,11; Jes. 42,24.
6560#Richter,2,15#15. Überall, wohin sie auszogen, war die Hand des HERRN gegen sie zum Bösen-a-, ganz wie der HERR geredet und wie der HERR ihnen geschworen hatte-b-; so waren sie sehr bedrängt-c-. -a) Ruth 1,13.21.  b) 5.Mo. 18,20; 1.Sam. 12,15.  c) Ri. 10,9; 2.Chr. 12,1.2.
6561#Richter,2,16#16. Da ließ der HERR Richter aufstehen-a-, die retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer-b-. -a) Ruth 1,1; 2.Sam. 7,11; Neh. 9,27; Apg. 13,20. b) Ri. 3,31; 10,1; 11,32; 1.Sam. 14,48; Ps. 106,43-45.
6562#Richter,2,17#17. Aber auch auf ihre Richter hörten sie nicht-a-, sondern hurten anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder-b-. Sie wichen schnell ab von dem Weg, den ihre Väter, um den Geboten des HERRN zu gehorchen, gegangen waren; sie handelten nicht so-c-. -a) 2.Chr. 36,16.  b) 5.Mo. 31,16.18.29; Jer. 3,6.  c) Jer. 6,16.
6563#Richter,2,18#18. Und wenn der HERR ihnen Richter erstehen ließ, war der HERR mit dem Richter-a-, und er rettete sie aus der Hand ihrer Feinde alle Tage des Richters. Denn der HERR hatte Mitleid wegen ihres Ächzens über die, die sie quälten und sie bedrängten-b-. -a) Ri. 6,12.  b) Ri. 3,9; 10,16; 2.Mo. 32,14; Ps. 106,45.
6564#Richter,2,19#19. Und es geschah, sobald der Richter gestorben war, kehrten sie um-a- und trieben es schlimmer als ihre Väter darin, anderen Göttern nachzulaufen, ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen-b-. Sie ließen nichts fallen von ihren Taten und von ihrem halsstarrigen Wandel-c-. -a) 2.Mo. 32,7.8; Neh. 9,28.  b) Ri. 4,1; 8,33; 10,13.  c) Jer. 16,12.
6565#Richter,2,20#20. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel-a-, und er sprach: Weil diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und sie meiner Stimme nicht gehorcht haben, -a) Ri. 3,8; 4.Mo. 32,13; Jos. 23,16; 2.Sam. 24,1; Ps. 106,40.
6566#Richter,2,21#21. so werde auch ich nicht länger irgendeinen vor ihnen vertreiben aus den Nationen-1-, die Josua übriggelassen hat, als er starb-a-, -1) o: nicht länger irgendeine von den Nationen vor ihnen vertreiben.   a) Jos. 23,13.
6567#Richter,2,22#22. damit ich Israel durch sie prüfe-1-, ob sie den Weg des HERRN bewahren werden, darauf zu gehen, wie ihre Väter (ihn) bewahrt haben, oder nicht-a-. -1) o: auf die Probe stelle; o: versuche. a) Ri. 3,1.4; 2.Mo. 15,25.
6568#Richter,2,23#23. So ließ der HERR diese Nationen bleiben, ohne sie schnell zu vertreiben, und gab sie nicht in die Hand Josuas.
6569#Richter,3,1#1. DAS sind die Nationen, die der HERR bleiben ließ, um durch sie Israel zu prüfen-1a-, alle (jene), die all die Kriege um Kanaan nicht kannten - -1) o: auf die Probe zu stellen; o: zu versuchen.  a) Ri. 2,22.
6570#Richter,3,2#2. nur damit er die Generationen der Söhne Israel erkenne, indem er sie den Krieg lehrte, (und zwar) nur die (Kriege) von damals, die sie nicht kannten-1- -: -1) o: (und zwar) nur die, die die Kriege von damals nicht mehr kannten.
6571#Richter,3,3#3. die fünf Fürsten der Philister und alle Kanaaniter und Sidonier und Hewiter, die das Gebirge Libanon bewohnten, vom Berg Baal-Hermon an, bis man nach Hamat-1- kommt-a-. -1) o: bis Lebo-Hamat.   a) Jos. 13,3-5.
6572#Richter,3,4#4. Und sie dienten dazu, Israel durch sie zu prüfen-1a-, damit man erkenne, ob sie den Geboten des HERRN gehorchten, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte. -1) s. Anm. zu V. 1.   a) Ri. 2,22.
6573#Richter,3,5#5. Und die Söhne Israel wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den Jebusitern-a-. -a) Ri. 1,4.5; 1.Kön. 9,20.
6574#Richter,3,6#6. Und sie nahmen sich deren Töchter als Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern-a-. -a) 2.Mo. 34,16; 1.Kön. 11,3; 2.Kor. 6,14.
6575#Richter,3,7#7. UND die Söhne Israel taten, was böse war in den Augen des HERRN, und vergaßen den HERRN, ihren Gott-a-, und sie dienten den Baalim und den Ascherim-b-. -a) 5.Mo. 8,11.14; 1.Sam. 12,9.   b) Ri. 2,11; 6,25; 8,33; Ps. 106,35.36.
6576#Richter,3,8#8. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel-a-, und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischatajims-1-, des Königs von Mesopotamien-2b-; und die Söhne Israel dienten dem Kuschan-Rischatajim acht Jahre-c-. -1) d.h. Mohr der doppelten Bosheit.   2) hebr: -+Aram-Nacharajim-; d.i. Aram der beiden Flüsse. a) Ri. 2,14.  b) 1.Mo. 24,10.  c) 3.Mo. 26,17; Ps. 106,41.
6577#Richter,3,9#9. Und die Söhne Israel schrieen zu dem HERRN um Hilfe. Da ließ der HERR den Söhnen Israel einen Retter erstehen, der rettete sie-a-: Otniel, den Sohn des Kenas, den Bruder Kalebs-b-, der jünger war als er. -a) Ri. 2,16.18; 4,3.   b) Ri. 1,13.
6578#Richter,3,10#10. Und der Geist des HERRN kam über ihn-a-, und er richtete Israel. Und er zog aus zum Kampf, und der HERR gab Kuschan-Rischatajim, den König von Aram, in seine Hand, und seine Hand wurde stark über Kuschan-Rischatajim. -a) Ri. 6,34; 11,29; 13,25; 14,6.19; 15,14; 1.Sam. 10,6.10; 2.Chr. 15,1.
6579#Richter,3,11#11. Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe-a-. Und Otniel, der Sohn des Kenas, starb. -a) V. 30; Ri. 5,31; 8,28.
6580#Richter,3,12#12. Und die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN-a-. Da machte der HERR Eglon, den König von Moab-b-, stark gegen Israel, weil sie taten, was böse war in den Augen des HERRN. -a) Ri. 2,11.19; Hos. 6,4.   b) 1.Sam. 12,9.
6581#Richter,3,13#13. Und er sammelte die Söhne Ammon-a- und Amalek-a- um sich, zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz-b-. -a) Ri. 6,3; 10,9.12; Ps. 83,6-8.   b) Ri. 1,16.
6582#Richter,3,14#14. Und die Söhne Israel dienten Eglon, dem König von Moab, achtzehn Jahre-a-. -a) 3.Mo. 26,17; Ps. 106,41.
6583#Richter,3,15#15. Da schrieen die Söhne Israel zu dem HERRN um Hilfe, und der HERR ließ ihnen einen Retter erstehen-a-: Ehud, den Sohn des Gera-b-, einen Benjaminiter, einen Mann, der Linkshänder-1- war-c-. Und die Söhne Israel sandten durch seine Hand (ihren) Tribut an Eglon, den König von Moab-d-. -1) w: an der rechten Hand gehemmt; LXX: beidseitig rechtshändig.   a) Ri. 2,16.18; 4,3.   b) 1.Chr. 8,3.5.   c) Ri. 20,16; 2.Sam. 20,9.10.   d) 2.Chr. 9,24.
6584#Richter,3,16#16. Und Ehud machte sich ein Schwert, das zwei Schneiden hatte, eine Elle seine Länge; das gürtete er unter seinem Gewand an seine rechte Hüfte.
6585#Richter,3,17#17. Und er überreichte Eglon, dem König von Moab, den Tribut. Eglon war aber ein sehr fetter Mann.
6586#Richter,3,18#18. Und es geschah, als er mit der Überreichung des Tributs fertig war, da entließ er das Volk, das den Tribut getragen hatte.
6587#Richter,3,19#19. Er selbst aber kehrte bei den Götterbildern, die bei Gilgal sind, um und sagte: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o König! Und er sprach: Still! Da gingen alle, die bei ihm standen, von ihm hinaus.
6588#Richter,3,20#20. Und Ehud kam zu ihm herein, als er gerade in dem kühlen Obergemach saß, das für ihn allein (bestimmt) war. Und Ehud sagte: Ein Wort Gottes habe ich an dich! Und er stand auf vom Sitz-a-. -a) 4.Mo. 23,18.
6589#Richter,3,21#21. Da streckte Ehud seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Bauch.
6590#Richter,3,22#22. Und es drang sogar der Griff hinein nach der Klinge, und das Fett schloß sich um die Klinge, denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch heraus; und es fuhr hinaus zwischen den Beinen-1-. -1) o: und er entkam durch ein Schlupfloch.
6591#Richter,3,23#23. Und Ehud ging in die Vorhalle-1- hinaus, aber die Tür-2- des Obergemachs hatte er hinter sich-3- verschlossen und verriegelt. -1) nach and: durch den Abort.   2) w: die Türflügel . . . waren.   3) o: hinter ihm; d.h. hinter Eglon.
6592#Richter,3,24#24. Als er hinausgegangen war, kamen seine-1- Knechte und sahen, und siehe, die Tür-2- des Obergemachs war verriegelt. Da sagten sie: Er bedeckt gewiß nur seine Füße-3- in der kühlen Kammer. -1) d.h. Eglons.   2) w: die Türflügel . . . waren. 3) d.h. er verrichtet seine Notdurft.
6593#Richter,3,25#25. Und sie warteten übermäßig lange-1-, aber siehe, er öffnete die Tür des Obergemachs nicht. Da nahmen sie den Schlüssel und schlossen auf, und siehe, ihr Herr lag tot am Boden. - -1) w: bis zur Beschämung.
6594#Richter,3,26#26. Ehud aber war entkommen, während sie zögerten: er war über die Götterbilder hinausgelangt und entkam nach Seira-a-. -a) 2.Sam. 4,6.
6595#Richter,3,27#27. Und es geschah, sobald er (heim)gekommen war, stieß er ins Horn-a- auf dem Gebirge Ephraim-b-, und die Söhne Israel zogen mit ihm vom Gebirge hinab und er ihnen voran. -a) Ri. 6,34; 1.Sam. 13,3; Neh. 4,14.   b) Ri. 7,24; 10,1; 17,1; 19,1.
6596#Richter,3,28#28. Und er sagte zu ihnen: Jagt mir nach, denn der HERR hat eure Feinde, die Moabiter, in eure Hand gegeben-a-! So zogen sie hinab, ihm nach, und nahmen den Moabitern die Furten des Jordan-1b- und ließen niemanden hinübergehen. -1) o: und besetzten die Furten des Jordan, (die) nach Moab (führen).  a) Ri. 7,9.  b) Ri. 7,24; 12,5; Jos. 2,7.
6597#Richter,3,29#29. Und sie schlugen Moab in dieser Zeit, an die zehntausend Mann, alles kräftige und kriegstüchtige Männer-1-; nicht einer entkam. -1) w: alles Fette und alles Männer der Schlacht.
6598#Richter,3,30#30. So mußte sich Moab an jenem Tag unter die Hand Israels beugen. Und das Land hatte achtzig Jahre Ruhe-a-. -a) V. 11.
6599#Richter,3,31#31. Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anats-a-; und er schlug die Philister, sechshundert Mann, mit einem Viehtreiberstock-b-. Und auch --er- rettete Israel-c-. -a) Ri. 5,6.  b) Ri. 15,15; 1.Sam. 17,50.  c) Ri. 2,16; 10,11.
6600#Richter,4,1#1. UND die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN-a-, nachdem Ehud gestorben war-b-. -a) Ri. 2,11.   b) Ri. 2,19.
6601#Richter,4,2#2. Da verkaufte sie der HERR in die Hand Jabins, des Königs von Kanaan-a-, der in Hazor-b- König war. Sein Heeroberster war Sisera-c-, der wohnte in Haroschet-Gojim-1-. -1) d.h. Wald der Nationen. a) Ri. 2,14.   b) Jos. 11,1.   c) 1.Sam. 12,9.
6602#Richter,4,3#3. Da schrieen die Söhne Israel zu dem HERRN-a-; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen-b-, und er quälte die Söhne Israel mit Gewalt-c- zwanzig Jahre. -a) Ri. 3,9.15; 6,6; 10,10; 2.Mo. 2,23.   b) Ri. 1,19.   c) Ps. 106,42.
6603#Richter,4,4#4. UND Debora, eine Prophetin-a-, die Frau des Lappidot, war Richterin in Israel zu jener Zeit. -a) 2.Mo. 15,20.
6604#Richter,4,5#5. Sie hatte ihren Sitz-1- unter der Debora-Palme, zwischen Rama und Bethel, im Gebirge Ephraim-a-. Und die Söhne Israel gingen zu ihr hinauf zum Gericht-b-. -1) w: sie wohnte; o: sie saß (, um Recht zu sprechen). a) 1.Sam. 1,1.   b) 1.Sam. 7,17.
6605#Richter,4,6#6. Und sie sandte hin und ließ Barak-a-, den Sohn Abinoams, aus Kedesch (in) Naftali-b- rufen. Und sie sagte zu ihm: Hat der HERR, der Gott Israels-c-, nicht geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor-d- und nimm mit dir zehntausend Mann von den Söhnen Naftali und von den Söhnen Sebulon? -a) 1.Sam. 12,11; Hebr. 11,32.  b) Jos. 19,37.  c) Hebr. 11,16.  d) Ri. 8,18; Jos. 19,22; Ps. 89,13; Jer. 46,18; Hos. 5,1.
6606#Richter,4,7#7. Ich aber ziehe Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir heran-a- an den Bach Kischon-b- mit seinen Wagen und seiner Menge, und ich gebe ihn in deine Hand! -a) 2.Mo. 14,4.   b) 1.Kön. 18,40.
6607#Richter,4,8#8. Da sagte Barak zu ihr: Wenn du mit mir gehst, gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehst, gehe ich nicht.
6608#Richter,4,9#9. Da sagte sie: Ich will gerne mit dir gehen - nur daß (dann) die Ehre nicht dir (zufällt) auf dem Weg, den du gehst, denn in die Hand einer Frau wird der HERR den Sisera verkaufen-a-. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedesch. -a) Ri. 9,53.54.
6609#Richter,4,10#10. Und Barak rief Sebulon und Naftali nach Kedesch zusammen. Und zehntausend Mann zogen in seinem Gefolge hinauf-a-; auch Debora zog mit ihm hinauf. -a) Ri. 6,35.
6610#Richter,4,11#11. Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern getrennt, (von) den Söhnen Hobabs, des Schwiegervaters des Mose-a-. Und er hatte sein Zelt aufgeschlagen bis zur Terebinthe in Zaanannim-b-, das bei Kedesch (liegt). -a) Ri. 1,16; 4.Mo. 10,29.   b) Jos. 19,33.
6611#Richter,4,12#12. Und man berichtete dem Sisera, daß Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor-a- hinaufgezogen sei. -a) Ri. 8,18; Jos. 19,22; Ps. 89,13; Jer. 46,18; Hos. 5,1.
6612#Richter,4,13#13. Da rief Sisera alle seine Wagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze (Kriegs)volk, das bei ihm war, von Haroschet-Gojim-1- an den Bach Kischon-a-. -1) d.h. Wald der Nationen.   a) 1.Kön. 18,40.
6613#Richter,4,14#14. Debora aber sagte zu Barak: Mach dich auf! Denn dies ist der Tag, da der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat-a-. Ist nicht der HERR (selbst) vor dir her ausgezogen-b-? Und Barak stieg vom Berg Tabor hinab und zehntausend Mann ihm nach. -a) Ri. 7,9; Jos. 10,8.  b) 5.Mo. 9,3; 2.Sam. 5,24; Ps. 68,8.
6614#Richter,4,15#15. Und der HERR brachte Sisera und alle (seine) Wagen und das ganze Heerlager in Verwirrung durch die Schärfe des Schwertes vor Barak-a-. Und Sisera stieg vom Wagen herab und floh zu Fuß. -a) 1.Sam. 7,10.
6615#Richter,4,16#16. Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach bis Haroschet-Gojim-1-. So fiel das ganze Heer Siseras durch die Schärfe des Schwertes; kein einziger blieb übrig-a-. -1) d.h. Wald der Nationen. a) Jos. 10,10; Ps. 83,10; Jes. 43,17.
6616#Richter,4,17#17. SISERA aber floh zu Fuß zum Zelt Jaels, der Frau Hebers, des Keniters; denn es war Friede zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Haus Hebers, des Keniters.
6617#Richter,4,18#18. Da ging Jael hinaus, dem Sisera entgegen. Und sie sagte zu ihm: Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht! So kehrte er zu ihr ein in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke.
6618#Richter,4,19#19. Und er sagte zu ihr: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken, denn ich bin durstig! Da öffnete sie den Milchschlauch, gab ihm zu trinken und deckte ihn (wieder) zu.
6619#Richter,4,20#20. Und er sagte zu ihr: Stell dich an den Eingang des Zeltes! Und es sei (so): Wenn jemand kommt und dich fragt und sagt: Ist jemand hier? - dann sage: Niemand!
6620#Richter,4,21#21. Jael aber, die Frau Hebers, ergriff einen Zeltpflock und nahm den Hammer in ihre Hand, und sie ging leise zu ihm herein und schlug den Pflock durch seine Schläfe, daß er in die Erde drang - er war nämlich in tiefen Schlaf gefallen -; da wurde er ohnmächtig und starb-1-. -1) eine and. hebrL. lautet: Er war nämlich ermattet in tiefen Schlaf gefallen; so starb er.
6621#Richter,4,22#22. Und siehe, als Barak Sisera nachjagte, da ging Jael hinaus, ihm entgegen, und sagte zu ihm: Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst! Und er ging zu ihr hinein, und siehe, Sisera lag tot da, den Pflock in seiner Schläfe.
6622#Richter,4,23#23. So demütigte Gott an jenem Tag Jabin, den König von Kanaan, vor den Söhnen Israel.
6623#Richter,4,24#24. Und die Hand der Söhne Israel legte sich immer härter auf Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von Kanaan, vernichtet hatten.
6624#Richter,5,1#1. DEBORA und Barak, der Sohn Abinoams, sangen-a- an jenem Tag folgendes (Lied): -a) 2.Mo. 15,1; 2.Sam. 22,1.
6625#Richter,5,2#2. Weil Führer führten in Israel-1-, weil freiwillig sich stellte das Volk-a-, dankt dem HERRN-b-! -1) o: Als man in Israel das Haupthaar (zum Kampf) frei wachsen ließ; d.h. als viele zu kämpfen gelobten. a) 2.Chr. 17,16.   b) Ps. 103,2; 110,3.
6626#Richter,5,3#3. Hört, ihr Könige! Horcht auf, ihr Fürsten! Ich will dem HERRN, ich will (ihm) singen, will spielen dem HERRN, dem Gott Israels-a-! -a) Ps. 146,2.
6627#Richter,5,4#4. HERR, als du auszogst von Seir-a-, als du einherschrittest vom Gebiet Edoms-a-, bebte die Erde-b-, auch die Himmel trieften, ja, die Wolken trieften von Wasser. -a) 1.Mo. 32,4; 5.Mo. 33,2.   b) 2.Sam. 22,8; Mi. 1,4.
6628#Richter,5,5#5. Die Berge erbebten vor dem HERRN, dem vom Sinai, vor dem HERRN, dem Gott Israels-a-. -a) Ps. 68,9; 97,5; Jes. 63,19; Nah. 1,5.
6629#Richter,5,6#6. In den Tagen Schamgars, des Sohnes Anats-a-, in den Tagen Jaels ruhten die Pfade-1b-; und die auf (festen) Straßen zogen, mußten gewundene Pfade gehen. -1) and. lesen mit and. Vokalisation: Karawanen. a) Ri. 3,31.   b) 3.Mo. 26,22; 2.Chr. 15,5.
6630#Richter,5,7#7. Es ruhten die Landbewohner; sie ruhten-1- in Israel, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel-2-. -1) o: Es gab keine Führer mehr; sie gab es nicht mehr.   2) LXX und Vul: bis aufstand Debora, bis aufstand eine Mutter in Israel; and. ändern: bis du aufstandest . . .
6631#Richter,5,8#8. Man erwählte neue Götter-a-; da war Kampf-1- an den Toren! Wurden wohl Schild und Lanze gesehen unter 40 000 in Israel-b-? -1) aüs. mit Änd. eines Wortes: es gab kein Brot. a) Ri. 2,12.13; 5.Mo. 32,17; Jer. 19,4.   b) 1.Sam. 13,19.
6632#Richter,5,9#9. Mein Herz gehört den Gebietern Israels, denen, die sich freiwillig stellten im Volk-a-. Dankt dem HERRN-b-! -a) 2.Chr. 17,16.   b) Ps. 103,2; 110,3.
6633#Richter,5,10#10. Die ihr reitet auf weißen Eselinnen-a-, die ihr sitzt auf Teppichen und die ihr geht auf dem Weg, singt-1-! -1) o: sagt es.   a) Ri. 10,4; 12,14.
6634#Richter,5,11#11. Lauter als die Wasserverteiler zwischen den Tränkrinnen sollen sie dort besingen die Heilstaten-1- des HERRN, die Heilstaten-1- an seinen Landbewohnern-2- in Israel-a-. Da zog das Volk des HERRN hinab zu den Toren. -1) w: die Gerechtigkeiten.  2) o: Führern.  a) Ps. 71,15.16.
6635#Richter,5,12#12. Wach auf, wach auf, Debora! Wach auf, wach auf, sing-1- ein Lied-a-! Mache dich auf, Barak, und führe gefangen deine Gefangenen-2-, Sohn Abinoams! -1) w: rede.   2) die syr. und arabische Üs: führe gefangen fort, die dich gefangen fortgeführt haben.  a) Ps. 57,9.
6636#Richter,5,13#13. Da zog-1-, was entronnen war, herab zu den Edlen des Volkes. HERR, ziehe herab zu mir mit den Helden! -1) eT.; MasT: Ziehe.
6637#Richter,5,14#14. Von Ephraim, dessen Wurzeln sind wie (die von) Amalek-1a-, (zogen sie herab). Hinter dir her (Ephraim, zog auch) Benjamin-b- unter deinen Kriegsscharen-2-. Von Machir-c- zogen herab die Gebieter und von Sebulon-d- (alle), die den Führerstab-3- halten. -1) eT.; MasT: dessen Wurzeln in Amalek sind; gemeint ist: Ephraim, das so tapfer und heißblütig wie Amalek ist. And. lesen mit mehrfach korrigiertem Text: Aus Ephraim zogen sie ins Tal.  2) w: Völkern.   3) w: den Stab des Schreibers (, der das Volk für den Kriegsdienst musterte).  a) Ri. 12,15.  b) 1.Mo. 35,24.  c) 4.Mo. 32,39.40.  d) 1.Mo. 35,23.
6638#Richter,5,15#15. Und die Obersten-1- in Issaschar waren mit Debora. Und (wie) Issaschar so Barak - in seinem Gefolge mitgerissen-2- ins Tal. An den Bächen-3- Rubens-a- waren großartige Beratungen-4- des Herzens. -1) so mit Hs. der LXX; MasT: meine Obersten.  2) o: gesandt.  3) o: In den Bezirken.  4) so 5 hebrHs. entsprechend V. 16; MasT: Ordnungen; o: Festlegungen.  a) 1.Mo. 35,23.
6639#Richter,5,16#16. Warum bliebst du zwischen den Hürden-1-, das Flötenspiel bei den Herden zu hören-a-? An den Bächen-2- Rubens waren großartige Beratungen des Herzens. -1) o: zwischen den beiden Sattelkörben; d.h. wie ein Packesel, der sich zwischen den Sattelkörben oft störrisch niederlegt.  2) o: In den Bezirken.  a) 4.Mo. 32,1-6.
6640#Richter,5,17#17. Gilead blieb untätig-1- jenseits des Jordan. Und Dan-a-, warum diente er auf fremden Schiffen-2-? Asser-a- saß an der Küste der Meere, und an seinen Buchten blieb er untätig-1-. -1) w: hatte sich niedergelassen; o: blieb ruhig.  2) w: wozu hielt er sich als Fremder auf Schiffen auf. a) 1.Mo. 35,25.26.
6641#Richter,5,18#18. (Aber) Sebulon-a- ist ein Volk, das seine Seele dem Tod preisgab-b-, auch Naftali-c-, auf den Höhen des Gefildes. -a) 1.Mo. 35,23.   b) Offb. 12,11.   c) 1.Mo. 35,25.26.
6642#Richter,5,19#19. Könige kamen, sie kämpften; ja da kämpften die Könige Kanaans in Taanach-a- an den Wassern Megiddos-b-. Beute an Silber holten sie nicht-c-. -a) Jos. 12,21.  b) Jos. 17,11; Offb. 16,16.  c) Ps. 68,13.
6643#Richter,5,20#20. Vom Himmel her kämpften die Sterne, von ihren Bahnen aus kämpften sie mit Sisera-a-. -a) Jos. 10,11.
6644#Richter,5,21#21. Der Bach Kischon riß sie hinweg-a-, der Bach der Urzeit, der Bach Kischon. Tritt auf, meine Seele, mit Kraft! -a) Ps. 83,10.
6645#Richter,5,22#22. Ja, da stampften die Hufe der Pferde vom Rennen, vom Rennen ihrer Hengste-1-. -1) w: ihrer starken (Pferde).
6646#Richter,5,23#23. Verfluchet Meros! sprach der Engel des HERRN. Verfluchet, ja, verfluchet seine Bewohner! Denn sie sind dem HERRN nicht zu Hilfe gekommen, dem HERRN zu Hilfe unter den Helden-a-. -a) Ri. 8,5-9; 21,8.9; Jer. 48,10.
6647#Richter,5,24#24. GESEGNET vor (allen) Frauen sei Jael-a-, die Frau Hebers, des Keniters, vor (allen) Frauen im Zelt sei sie gesegnet! -a) Lk. 1,42.
6648#Richter,5,25#25. Wasser verlangte er, Milch gab sie; in einer kostbaren Schale-1- reichte sie Rahm. -1) w: in einer Schale der Edlen.
6649#Richter,5,26#26. Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflock, und ihre Rechte nach dem Arbeitshammer. Und sie schlug Sisera (mit dem Hammer), zerschmetterte sein Haupt, sie zerschlug und durchbohrte seine Schläfe.
6650#Richter,5,27#27. Zwischen ihren Füßen krümmte er sich, fiel, lag da; zwischen ihren Füßen krümmte er sich, fiel; da, wo er sich krümmte, fiel er - vernichtet.
6651#Richter,5,28#28. Durchs Fenster schaute und jammerte Siseras Mutter - durchs Gitter-a-: Warum zögert sein Wagen zu kommen? Warum säumen die Tritte seiner Gespanne? -a) Spr. 7,6; Hoh. 2,9.
6652#Richter,5,29#29. Die Klugen unter ihren Edelfrauen erwidern ihr, auch selbst beantwortet sie sich ihre Reden:
6653#Richter,5,30#30. Finden sie nicht, teilen sie nicht Beute-a-? Ein Mädchen, zwei Mädchen auf den Kopf eines Mannes? Beute an bunten Gewändern für Sisera, Beute an bunten Gewändern; ein farbiges Tuch, bunt, zwei farbige Tücher als Beute für meinen Hals-1-. - -1) so mit and. Vokalisation; MasT: für die Hälse der Beute.  a) 2.Mo. 15,9; Jes. 9,2.
6654#Richter,5,31#31. So sollen umkommen alle deine Feinde, HERR-a-! Aber die, die ihn lieben-b-, (sollen sein), wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft-c-! - Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe-d-. -a) 2.Sam. 18,32; Ps. 92,10.  b) 5.Mo. 7,9; 1.Kor. 2,9.  c) 2.Sam. 23,4; Ps. 19,6; Spr. 4,18; Dan. 12,3; Mt. 13,43.  d) Ri. 3,11.30.
6655#Richter,6,1#1. UND die Söhne Israel taten, was böse war in den Augen des HERRN-a-. Da gab sie der HERR in die Hand Midians-b-, sieben Jahre. -a) Ri. 2,11.19.   b) Ri. 10,7; 4.Mo. 25,17.
6656#Richter,6,2#2. Und die Hand Midians wurde stark über Israel-a-. Vor Midian machten sich die Söhne Israel die Felsenlöcher-1-, die in den Bergen sind, und die Höhlen und die Bergfesten-2b-. -1) als unterirdische Depots.  2) o: die unzugänglichen Plätze.  a) Ri. 10,8.9; 3.Mo. 26,17.  b) 1.Sam. 13,6; Hiob 30,6.
6657#Richter,6,3#3. Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, dann zog Midian herauf und Amalek-a- und die Söhne des Ostens-b-, die zogen herauf gegen sie. -a) Ri. 3,13; 10,12; 2.Mo. 17,8.   b) V. 33; 1.Mo. 25,6; 1.Kön. 5,10; Hiob 1,3; Jes. 11,14; Jer. 49,28; Hes. 25,3.
6658#Richter,6,4#4. Und sie lagerten sich gegen sie und verheerten den Ertrag des Landes bis dahin, wo man nach Gaza-a- kommt. Und sie ließen keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Schafe noch Rinder, noch Esel-b-. -a) 1.Mo. 10,19.   b) 5.Mo. 28,31; Jer. 5,17; Mi. 6,15.
6659#Richter,6,5#5. Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten und kamen so massenhaft wie Heuschrecken-a-; zahllos waren sie und ihre Kamele. Und sie kamen ins Land, um es zu verheeren-b-. -a) Ri. 7,12; Jer. 46,23; 51,14.   b) 5.Mo. 28,33.51.
6660#Richter,6,6#6. So verarmte Israel sehr wegen Midian-a-. Und die Söhne Israel schrieen zu dem HERRN um Hilfe-b-. -a) Ps. 106,43.   b) Ri. 4,3; 10,10; Hos. 5,15.
6661#Richter,6,7#7. Und es geschah, als die Söhne Israel wegen Midian zu dem HERRN um Hilfe schrieen,
6662#Richter,6,8#8. da sandte der HERR einen Propheten zu den Söhnen Israel-a-. Dieser sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: --Ich- habe euch aus Ägypten heraufkommen lassen und habe euch herausgeführt aus dem Sklavenhaus-b-. -a) 2.Kön. 17,13; Ps. 106,44.   b) Ri. 2,1.2; 2.Mo. 13,3.
6663#Richter,6,9#9. Und ich habe euch aus der Hand der Ägypter gerettet und aus der Hand all eurer Unterdrücker-1-. Und ich habe sie vor euch vertrieben und euch ihr Land gegeben-a-. -1) o: all derer, die euch (aus dem Land) verdrängen wollten; o: die euch quälten.  a) 2.Mo. 33,2; 1.Sam. 10,18; Ps. 105,43.44.
6664#Richter,6,10#10. Und ich sprach zu euch: Ich bin der HERR, euer Gott: Ihr sollt nicht die Götter der Amoriter fürchten, in deren Land ihr wohnt-a-. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht-b-. -a) 2.Mo. 20,2.3; 34,12-16; 2.Kön. 17,35-38.  b) 2.Kön. 17,13.14; Neh. 9,29; Jer. 17,23.
6665#Richter,6,11#11. Und der Engel des HERRN-a- kam und setzte sich unter die Terebinthe, die bei Ofra war, die Joasch, dem Abiesriter-b- gehörte. Und sein Sohn Gideon-c- schlug gerade Weizen aus in der Kelter-d-, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen. -a) Ri. 2,1.  b) Ri. 8,2; Jos. 17,2.  c) Ri. 9,5; Hebr. 11,32.  d) 1.Kön. 19,19.
6666#Richter,6,12#12. Da erschien ihm der Engel des HERRN-a- und sprach zu ihm: Der HERR ist mit dir-b-, du tapferer Held-c-! -a) Ri. 13,3.  b) Ri. 2,18; 2.Mo. 3,12; 5.Mo. 20,1; Ruth 2,4; Lk. 1,28.  c) Ri. 11,1.
6667#Richter,6,13#13. Gideon aber sagte zu ihm: Bitte, mein Herr, wenn der HERR mit uns ist, warum hat uns denn das alles getroffen-a-? Und wo sind all seine Wunder, von denen uns unsere Väter erzählt haben, wenn sie sagten: Hat der HERR uns nicht aus Ägypten heraufkommen lassen-b-? Jetzt aber hat uns der HERR verworfen und uns in die Hand Midians gegeben. -a) 5.Mo. 31,17.   b) Ps. 44,2; Jes. 63,11-13.
6668#Richter,6,14#14. Da wandte sich der HERR ihm zu und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft und rette Israel aus der Hand Midians! Habe ich dich nicht gesandt-a-? -a) 2.Mo. 3,10; 1.Sam. 12,11.
6669#Richter,6,15#15. Er aber sagte zu ihm: Bitte, mein Herr, womit soll ich Israel retten? Siehe, meine Tausendschaft ist die geringste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters-a-. -a) 2.Mo. 3,11; 1.Sam. 9,21.
6670#Richter,6,16#16. Da sprach der HERR zu ihm: Ich werde mit dir sein-a-, und du wirst Midian schlagen wie --einen- einzelnen Mann-b-. -a) Ri. 2,18; 2.Mo. 3,12; 5.Mo. 20,1; Ruth 2,4; Lk. 1,28.  b) Jos. 10,8; Jes. 41,10-16.
6671#Richter,6,17#17. Da sagte er zu ihm: Wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so gib mir ein Zeichen, daß du es bist, der mit mir redet-a-. -a) 1.Mo. 15,8; 2.Mo. 4,1-9; Ps. 86,17.
6672#Richter,6,18#18. Weiche doch nicht von hier, bis ich zu dir (zurück)komme und meine Gabe herausbringe und dir vorsetze-a-! Er sprach: Ich will bleiben, bis du wiederkommst. -a) Ri. 13,15; 1.Mo. 18,3.5-8.
6673#Richter,6,19#19. Da ging Gideon hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu und ungesäuerte Brote aus einem Efa Mehl. Das Fleisch tat er in einen Korb, und die Brühe tat er in einen Topf. Und er brachte es zu ihm hinaus unter die Terebinthe und legte (es) vor-a-. -a) Ri. 13,15; 1.Mo. 18,3.5-8.
6674#Richter,6,20#20. Und der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und die ungesäuerten Brote und lege es hin auf diesen Felsen da! Die Brühe aber gieße aus! Und er machte es so-a-. -a) Ri. 13,15; 1.Mo. 18,3.5-8.
6675#Richter,6,21#21. Da streckte der Engel des HERRN das Ende des Stabes aus, der in seiner Hand war, und berührte das Fleisch und die ungesäuerten Brote-a-. Da stieg Feuer aus dem Felsen auf und verzehrte das Fleisch und die ungesäuerten Brote. Und der Engel des HERRN entschwand seinen Augen. -a) Ri. 13,20; 3.Mo. 9,24.
6676#Richter,6,22#22. Da sah Gideon, daß es der Engel des HERRN gewesen war, und Gideon sagte: Wehe, Herr, HERR! Wahrhaftig, habe ich doch den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen-a-! -a) Ri. 13,22; Jes. 6,5; Lk. 1,12.
6677#Richter,6,23#23. Da sprach der HERR zu ihm: Friede sei mit dir-a-! Fürchte dich nicht-a-, du wirst nicht sterben-b-. -a) Ri. 19,20; Dan. 10,19.   b) 1.Mo. 32,31.
6678#Richter,6,24#24. Und Gideon baute dem HERRN dort einen Altar-a- und nannte ihn: Jahwe-Schalom-1-. Bis zu diesem Tag (steht) er noch in Ofra (, der Stadt) der Abiesriter-b-. -1) d.h. der HERR ist Friede; o: Heil. a) Ri. 21,4; 1.Mo. 12,7.8; 1.Sam. 7,17; 2.Sam. 24,25; 1.Kön. 18,32; Esra 3,2.   b) Ri. 8,27.32.
6679#Richter,6,25#25. Und es geschah in jener Nacht, da sprach der HERR zu ihm: Nimm einen Jungstier von den Rindern, die deinem Vater gehören, und zwar den zweiten Stier-1-, den siebenjährigen! Und reiße den Altar des Baal, der deinem Vater gehört, nieder und die Aschera, die dabei (steht), haue um-a-! -1) o: und den zweiten Stier.   a) Ri. 3,7; 2.Mo. 34,13.
6680#Richter,6,26#26. Und baue dem HERRN, deinem Gott, einen Altar auf dem Gipfel dieser Bergfeste-1- in der (rechten) Weise-2a-! Und nimm den zweiten Stier und opfere (ihn) als Brandopfer mit dem Holz der Aschera, die du umhauen sollst-b-! -1) 9 hebrHs. lesen: oben auf dieser Wohnung.   2) o: in der (üblichen) Anordnung; o: mit der Steinschicht (des früheren Altars).   a) 2.Sam. 24,22-25.   b) 1.Sam. 6,14.
6681#Richter,6,27#27. Da nahm Gideon zehn Männer von seinen Knechten und tat, wie der HERR zu ihm geredet hatte. Und es geschah, da er sich vor dem Haus seines Vaters und vor den Männern der Stadt fürchtete, es bei Tag zu tun, tat er es bei Nacht.
6682#Richter,6,28#28. Und als die Männer der Stadt morgens früh aufstanden, siehe, da war der Altar des Baal umgerissen, und die Aschera, die dabei(gestanden hatte), war umgehauen, und der zweite Stier war als Brandopfer auf dem (neu) erbauten Altar geopfert.
6683#Richter,6,29#29. Da sagten sie einer zum anderen: Wer hat das getan? Und sie forschten und fragten nach, und man sagte: Gideon, der Sohn des Joasch, hat das getan.
6684#Richter,6,30#30. Da sagten die Männer der Stadt zu Joasch: Führe deinen Sohn heraus! Er muß sterben, weil er den Altar des Baal umgerissen und weil er die Aschera, die dabei(stand), umgehauen hat!
6685#Richter,6,31#31. Joasch aber sagte zu allen, die bei ihm standen: Wollt --ihr- für den Baal Anklage erheben-1-, oder wollt --ihr- ihn retten? Wer für ihn Anklage erhebt-2-, soll getötet werden bis zum Morgen-a-. Wenn er ein Gott ist, soll er für sich selbst Anklage erheben-1-, weil man seinen Altar umgerissen hat. -1) w: den Rechtsstreit führen.  2) w: den Rechtsstreit führt.  a) 5.Mo. 17,2-5.
6686#Richter,6,32#32. Und man nannte ihn an selbigem Tag Jerub-Baal-a-, das heißt: Baal möge gegen ihn Anklage erheben-1-, weil er seinen Altar umgerissen hat. -1) w: den Rechtsstreit führen.   a) Ri. 7,1.
6687#Richter,6,33#33. Und ganz Midian und Amalek und die Söhne des Ostens-a- versammelten sich miteinander, und sie zogen herüber und lagerten sich im Tal Jesreel-b-. -a) V. 3.   b) Ri. 7,1.8; Jos. 17,16.
6688#Richter,6,34#34. Aber der Geist des HERRN umkleidete Gideon-a-. Und er stieß ins Horn-b-, und die Abiesriter wurden zusammengerufen, ihm nach. -a) Ri. 3,10; 1.Chr. 12,19.   b) Ri. 3,27.
6689#Richter,6,35#35. Und er sandte Boten durch den ganzen (Stamm) Manasse, und auch er wurde zusammengerufen, ihm nach. Und er sandte Boten durch Asser und durch Sebulon und durch Naftali. Und sie zogen herauf, ihnen entgegen-a-. -a) Ri. 4,10.
6690#Richter,6,36#36. Und Gideon sagte zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, so wie du geredet hast, -
6691#Richter,6,37#37. siehe, ich lege (frisch) geschorene Wolle-1- auf die Tenne. Wenn Tau auf der Wolle-2- allein sein wird und auf dem ganzen Boden Trockenheit, dann werde ich erkennen-a-, daß du Israel durch meine Hand retten wirst, wie du geredet hast. -1) w: die Schur der Wolle.  2) w: Schur; so auch in folgenden Versen.  a) 1.Mo. 24,14.
6692#Richter,6,38#38. Und es geschah so. Und er stand am anderen Morgen früh auf, und er drückte die Wolle aus und preßte Tau aus der Wolle, eine (ganze) Schale voll Wasser.
6693#Richter,6,39#39. Und Gideon sagte zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht gegen mich! Und ich will nur noch diesmal reden. Laß es mich doch nur noch diesmal mit der Wolle versuchen-a-: Möge doch Trockenheit sein auf der Wolle allein, und auf dem ganzen Boden sei Tau! -a) 1.Mo. 18,30.32.
6694#Richter,6,40#40. Und Gott machte es so in jener Nacht-a-: es war Trockenheit auf der Wolle allein, und auf dem ganzen Boden war Tau. -a) Jes. 7,11.14.
6695#Richter,7,1#1. UND Jerub-Baal, das ist Gideon-a-, und alles Volk, das bei ihm war, machten sich früh auf und lagerten sich an der Quelle Harod-b-: Das Heerlager Midians aber war nördlich von ihm, am Hügel More-1-, im Tal-c-. -1) o: vom Hügel More an.   a) Ri. 6,32.   b) 1.Sam. 29,1; 2.Sam. 23,25.   c) Ri. 6,33.
6696#Richter,7,2#2. Und der HERR sprach zu Gideon: Zu zahlreich ist das Volk, das bei dir ist, als daß ich Midian in ihre Hand geben könnte. Israel soll sich nicht gegen mich rühmen können und sagen: Meine Hand hat mich gerettet-a-! -a) 5.Mo. 8,17; Jes. 10,13; 1.Kor. 1,29.
6697#Richter,7,3#3. Und nun rufe doch vor den Ohren des Volkes aus: Wer furchtsam und verzagt ist-a-, kehre um und wende sich zurück vom Gebirge Gilead! Da kehrten von dem Volk 22 000 (Mann) um, und 10 000 blieben übrig. -a) 5.Mo. 20,8.
6698#Richter,7,4#4. Und der HERR sprach zu Gideon: Noch (immer) ist das Volk zu zahlreich-a-. Führe sie ans Wasser hinab, ich will sie dir dort läutern-1-! Und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: Dieser soll mit dir gehen! - der soll mit dir gehen. Und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser soll nicht mit dir gehen! - der soll nicht gehen. -1) o: prüfen.   a) Ps. 33,16.
6699#Richter,7,5#5. Da führte er das Volk ans Wasser hinab. Und der HERR sprach zu Gideon: Jeden, der mit seiner Zunge vom Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle gesondert für sich; und auch jeden, der sich auf seine Knie niederläßt, um zu trinken!
6700#Richter,7,6#6. Und die Zahl derer, die leckten, (indem sie das Wasser) mit ihrer Hand an ihren Mund (brachten), betrug dreihundert Mann; und der ganze Rest des Volkes hatte sich auf seine Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken.
6701#Richter,7,7#7. Da sprach der HERR zu Gideon: Mit den dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch retten und Midian in deine Hand geben-a-. Das ganze (übrige) Volk aber soll gehen, jeder an seinen Ort. -a) 1.Sam. 14,6.
6702#Richter,7,8#8. Und sie nahmen die Wegzehrung des (übrigen) Volkes an sich-1- und deren Hörner. So entließ er alle Männer von Israel, jeden in seine Zelte; aber die dreihundert Mann behielt er da. Das Heerlager Midians war aber unter ihm im Tal-a-. -1) eT.; MasT: Und das Volk nahm Wegzehrung mit sich. a) Ri. 6,33.
6703#Richter,7,9#9. Und es geschah in derselben Nacht-a-, da sprach der HERR zu ihm: Mach dich auf, geh in das Heerlager hinab, denn ich habe es in deine Hand gegeben-b-! -a) 1.Mo. 46,2; Apg. 18,9.  b) Ri. 3,28; 4,14; 1.Sam. 23,4.
6704#Richter,7,10#10. Und wenn du dich fürchtest hinabzugehen, dann geh du mit deinem Burschen Pura zum Heerlager hinab!
6705#Richter,7,11#11. Da wirst du hören, was sie reden. Und danach werden deine Hände stark werden, so daß du in das Heerlager hinabgehen kannst. Da ging er hinab, er und sein Bursche Pura, (bis) in unmittelbare Nähe-1- der Gerüsteten, die im Heerlager waren. -1) w: an die Enden; d.h. bis an die äußersten Vorposten.
6706#Richter,7,12#12. Und Midian und Amalek und alle Söhne des Ostens waren in das Tal eingefallen wie die Heuschrecken an Menge-a-. Zahllos waren ihre Kamele, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge. -a) Ri. 6,5; Jos. 11,4; 1.Sam. 13,5; 1.Kön. 20,27.
6707#Richter,7,13#13. Und als Gideon ankam, siehe, da erzählte ein Mann seinem Gefährten gerade einen Traum und sagte: Siehe, ich habe einen Traum gehabt. Und siehe, ein Laib Gerstenbrot rollte in das Heerlager Midians. Und es kam bis zum Zelt und schlug es nieder, daß es umfiel, und kehrte es um, (das Unterste) zu oberst, und das Zelt lag da-a-. -a) Ri. 8,10.
6708#Richter,7,14#14. Da antwortete sein Gefährte und sagte: Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes des Joasch, des Mannes von Israel! Gott hat Midian und das ganze Heerlager in seine Hand gegeben-a-! -a) Ri. 3,28; 1.Sam. 14,12.
6709#Richter,7,15#15. Und es geschah, als Gideon die Erzählung des Traumes und seine Deutung hörte, da betete er an-1a-. Und er kehrte ins Heerlager Israels zurück und sagte: Macht euch auf! Denn der HERR hat das Heerlager Midians in eure Hand gegeben-b-. -1) w: da warf er sich nieder (vor dem HERRN). a) 1.Mo. 24,26.27; 1.Sam. 1,28.  b) Ri. 3,28; 1.Sam. 14,12.
6710#Richter,7,16#16. Und er teilte die dreihundert Mann in drei Abteilungen-a- und gab ihnen allen Hörner in die Hand und leere Krüge, und in den Krügen waren Fackeln. -a) 1.Sam. 11,11.
6711#Richter,7,17#17. Und er sagte zu ihnen: Seht es mir ab und macht es ebenso! Siehe, wenn ich an den Rand des Heerlagers komme, dann soll es geschehen, daß ihr es ebenso macht, wie ich es mache!
6712#Richter,7,18#18. Und stoße ich ins Horn, ich und alle, die bei mir sind, dann sollt auch ihr ins Horn stoßen rings um das ganze Heerlager und sollt rufen: Für den HERRN und für Gideon!
6713#Richter,7,19#19. Und Gideon und die hundert Mann, die bei ihm waren, kamen an den Rand des Heerlagers, beim Beginn der mittleren Nachtwache; man hatte eben die Wachen aufgestellt. Und sie stießen in die Hörner und zerschmetterten die Krüge, die sie in der Hand hatten.
6714#Richter,7,20#20. Da stießen (auch) die drei Abteilungen in die Hörner und zerbrachen die Krüge. Und sie ergriffen mit ihrer linken Hand die Fackeln und mit ihrer rechten Hand die Hörner zum Blasen und riefen: Schwert für den HERRN und für Gideon!
6715#Richter,7,21#21. Und sie blieben stehen, jeder an seiner Stelle, rings um das Heerlager-a-. Da lief das ganze Heerlager (durcheinander), und sie schrieen laut und flohen-b-. -a) 2.Chr. 20,17.   b) 2.Kön. 7,6.7.
6716#Richter,7,22#22. Während nun die dreihundert (Mann) in die Hörner stießen-a-, da richtete der HERR das Schwert des einen gegen den andern-b-, und zwar im ganzen Heerlager. Und das Heerlager floh bis Bet-Schitta, nach Zereda-1c- hin, bis an die Grenze von Abel-Mehola-d- bei Tabbat. -1) so mehrere hebrHs. mit 1.Kön. 11,26; MasT: Zerera. a) Jos. 6,16.20.   b) 1.Sam. 14,20; 2.Chr. 20,23; Jes. 9,3; Sach. 14,13.   c) Jos. 3,16.   d) 1.Kön. 4,12.
6717#Richter,7,23#23. Und es wurden die Männer Israels zusammengerufen aus Naftali, aus Asser und aus ganz Manasse, und sie jagten Midian nach-a-. -a) 3.Mo. 26,7; 1.Sam. 14,21.22; 1.Kön. 20,20.
6718#Richter,7,24#24. Und Gideon sandte Boten in das ganze Gebirge Ephraim-a- und (ließ) sagen: Kommt herab, Midian entgegen! Und nehmt ihnen die Wasser(stellen)-a- bis Bet-Bara und den Jordan! Da wurden alle Männer Ephraims zusammengerufen, und sie nahmen (ihnen) die Wasser(stellen) bis Bet-Bara und den Jordan. -a) Ri. 3,27.28.
6719#Richter,7,25#25. Und sie nahmen zwei Oberste von Midian, Oreb und Seeb-a-, gefangen. Und sie erschlugen Oreb an dem Felsen Oreb-b-, und Seeb erschlugen sie bei der Kelter Seeb; und sie jagten Midian nach. Und die Köpfe Orebs und Seebs brachten sie zu Gideon auf die andere Seite des Jordan. -a) Ri. 8,3; Ps. 83,10.12.   b) Jes. 10,26.
6720#Richter,8,1#1. DIE Männer von Ephraim aber sagten zu ihm: Was ist das für eine Sache, die du uns da angetan hast, daß du uns nicht gerufen hast, als du hingingst, um mit Midian zu kämpfen! Und sie machten ihm heftige Vorwürfe-a-. -a) Ri. 12,1; 2.Sam. 19,42-44; Hos. 13,1.
6721#Richter,8,2#2. Er sagte zu ihnen: Was habe ich denn geleistet im Vergleich zu euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers-a-? -a) Ri. 6,11.
6722#Richter,8,3#3. In eure Hand hat Gott die Obersten von Midian, Oreb und Seeb, gegeben-a-. Und was habe ich tun können im Vergleich zu euch? Da ließ ihr Zorn von ihm ab, als er dieses Wort redete-b-. -a) Ri. 7,24.25.   b) Spr. 15,1.23.
6723#Richter,8,4#4. Und Gideon kam an den Jordan. Er ging hinüber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, erschöpft von der Verfolgung-1a-. -1) w: als Erschöpfte und Verfolgende; mehrere LXX-Hs: erschöpft und hungrig.   a) 1.Sam. 30,8.10.
6724#Richter,8,5#5. Und er sagte zu den Männern von Sukkot-a-: Gebt doch dem (Kriegs)volk, das in meinem Gefolge ist, Brot-1-, denn sie sind erschöpft! Und ich jage den Königen von Midian, Sebach und Zalmunna, nach. -1) w: Fladen Brot.   a) 1.Mo. 33,17.
6725#Richter,8,6#6. Aber die Obersten von Sukkot sagten: Ist etwa die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, daß wir deinem Heer Brot geben sollten-a-? -a) Ri. 5,23; 1.Sam. 25,11.
6726#Richter,8,7#7. Da sagte Gideon: Fürwahr, wenn der HERR Sebach und Zalmunna in meine Hand gegeben hat, werde ich euer Fleisch dreschen mit Dorngestrüpp der Wüste und mit Stechdisteln!
6727#Richter,8,8#8. Und er zog von dort (weiter) nach Pnuel hinauf und redete zu denen ebenso. Aber die Männer von Pnuel-a- antworteten ihm, wie die Männer von Sukkot geantwortet hatten-b-. -a) 1.Mo. 32,32.   b) Ri. 5,23; 1.Sam. 25,11.
6728#Richter,8,9#9. Da sagte er auch zu den Männern von Pnuel: Wenn ich in Frieden zurückkomme, werde ich diesen Turm niederreißen!
6729#Richter,8,10#10. Sebach und Zalmunna waren aber in Karkor und ihr Heerlager mit ihnen, etwa 15 000 (Mann), alle, die übriggeblieben waren vom ganzen Heerlager der Söhne des Ostens. 120 000 Mann aber, die das Schwert zogen, waren gefallen-a-. -a) Ri. 7,12.13.
6730#Richter,8,11#11. Und Gideon zog die Beduinenstraße-1- hinauf, östlich von Nobach und Jogboha-a-. Und er schlug das Heerlager, während das Heerlager sorglos war-b-. -1) w: den Weg der bewohnten Zelte. a) 4.Mo. 32,35.42.   b) 1.Sam. 30,16; 1.Thes. 5,3.
6731#Richter,8,12#12. Und Sebach und Zalmunna flohen, er aber jagte ihnen nach und fing die beiden Könige von Midian, Sebach und Zalmunna. Und das ganze Heerlager setzte er in Schrecken-a-. -a) Jes. 9,3.
6732#Richter,8,13#13. Dann kehrte Gideon, der Sohn des Joasch, vom Kampf zurück, von der Anhöhe von Heres herab.
6733#Richter,8,14#14. Und er fing einen Jungen von den Männern von Sukkot und fragte ihn aus. Da schrieb der ihm die Obersten von Sukkot und seine Ältesten auf, 77 Mann.
6734#Richter,8,15#15. Und er kam zu den Männern von Sukkot und sagte: Seht hier Sebach und Zalmunna, mit denen ihr mich verhöhnt habt, als ihr sagtet: Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas etwa schon in deiner Hand, daß wir deinen Männern, die ermattet sind, Brot geben sollten?
6735#Richter,8,16#16. Und er nahm die Ältesten der Stadt und Dorngestrüpp der Wüste und Stechdisteln, und er züchtigte damit die Männer von Sukkot-1-. -1) w: er gab es den Männern von Sukkot damit zu erkennen.
6736#Richter,8,17#17. Und den Turm von Pnuel riß er nieder und erschlug die Männer der Stadt.
6737#Richter,8,18#18. Und er sagte zu Sebach und zu Zalmunna: Wie (sahen) die Männer (aus), die ihr auf dem Tabor-a- erschlagen habt? Sie sagten: Ganz wie du, so waren sie, jeder gleich einem Königssohn. -a) Ri. 4,6.12.
6738#Richter,8,19#19. Da sagte er: Meine Brüder, die Söhne meiner Mutter, waren sie. So wahr der HERR lebt, hättet ihr sie am Leben gelassen, würde ich euch nicht erschlagen-a-! -a) 4.Mo. 35,19.
6739#Richter,8,20#20. Und er sagte zu Jeter, seinem Erstgeborenen: Steh auf, erschlag sie! Aber der Junge zog sein Schwert nicht; denn er fürchtete sich, weil er noch ein Junge war.
6740#Richter,8,21#21. Da sagten Sebach und Zalmunna: Steh du auf und stoß uns nieder! Denn wie der Mann, so seine Kraft. Da stand Gideon auf und erschlug Sebach und Zalmunna-a-. Und er nahm die Halbmonde-b-, die an den Hälsen ihrer Kamele (hingen). -a) Jos. 10,26; Ps. 83,12.   b) Jes. 3,18.
6741#Richter,8,22#22. UND die Männer von Israel sagten zu Gideon: Herrsche über uns-a-, sowohl du als auch dein Sohn und deines Sohnes Sohn! Denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet. -a) 1.Sam. 8,5.
6742#Richter,8,23#23. Gideon aber sagte zu ihnen: Nicht --ich- will über euch herrschen, auch mein Sohn soll nicht über euch herrschen. Der HERR soll über euch herrschen-a-. -a) 1.Sam. 12,12.
6743#Richter,8,24#24. Und Gideon sagte zu ihnen: Eine Bitte will ich von euch erbitten: Gebt mir jeder einen Ring-1- von seiner Beute! <Denn sie hatten goldene Ringe, weil sie Ismaeliter waren-a-.> -1) d.h. Ohrringe oder Nasenringe.   a) 1.Mo. 25,12.
6744#Richter,8,25#25. Sie sagten: Gern wollen wir (sie dir) geben. Und sie breiteten ein Obergewand aus und warfen darauf jeder einen Ring-1- von seiner Beute. -1) d.h. Ohrringe oder Nasenringe.
6745#Richter,8,26#26. Und das Gewicht der goldenen Ringe-1-, die er erbeten hatte, betrug 1 700 (Schekel) Gold, abgesehen von den Halbmonden und den Ohrgehängen und den Purpurkleidern, die die Könige von Midian getragen hatten, und abgesehen von den Halsketten, die an den Hälsen ihrer Kamele (gehangen hatten). -1) d.h. Ohrringe oder Nasenringe.
6746#Richter,8,27#27. Und Gideon machte daraus ein Ephod-a- und stellte es in seiner Stadt auf, in Ofra-b-. Und ganz Israel hurte ihm dort nach-c-. Das wurde Gideon und seinem Haus zur Falle-d-. -a) Ri. 17,5; 2.Mo. 32,4.8; Hes. 7,20; Hos. 3,4.  b) V. 32; Ri. 6,24.  c) 2.Mo. 34,16; Ps. 106,35-39.  d) Ri. 2,2.3; 5.Mo. 7,25.
6747#Richter,8,28#28. SO mußte sich Midian vor den Söhnen Israel beugen und konnte sein Haupt nicht mehr erheben. Und das Land hatte in den Tagen Gideons vierzig Jahre Ruhe-a-. -a) Ri. 3,11.30; 1.Sam. 7,13.
6748#Richter,8,29#29. Und Jerub-Baal, der Sohn des Joasch, ging hin und wohnte in seinem Haus.
6749#Richter,8,30#30. Und Gideon hatte siebzig Söhne, die (alle) aus seiner Lende hervorgegangen waren-a-; denn er hatte viele Frauen. -a) Ri. 9,2.5.
6750#Richter,8,31#31. Und seine Nebenfrau, die in Sichem (wohnte), auch sie gebar ihm einen Sohn; und er gab ihm den Namen Abimelech.
6751#Richter,8,32#32. Und Gideon, der Sohn des Joasch, starb in gutem Alter-a-. Und er wurde im Grab seines Vaters Joasch begraben, in Ofra, (der Stadt) der Abiesriter-b-. -a) 1.Mo. 25,8.   b) V. 27.
6752#Richter,8,33#33. Und es geschah, sobald Gideon gestorben war, da wandten sich die Söhne Israel (wieder) ab und hurten den Baalim nach-a- und machten sich den Baal-Berit-1- zum Gott-b-. -1) d.h. Bundes-Baal.   a) Ri. 2,17.19; 3,7; 10,6; 2.Chr. 24,17.18.   b) Ri. 9,4.46.
6753#Richter,8,34#34. Und die Söhne Israel dachten nicht mehr an den HERRN, ihren Gott, der sie der Hand all ihrer Feinde ringsum entrissen hatte-a-. -a) Ps. 106,21; Jer. 2,32; Hos. 2,15.
6754#Richter,8,35#35. Und sie erwiesen dem Haus Jerub-Baal-Gideons keine Güte-1-, wie es all dem Guten, das er an Israel getan hatte, entsprochen hätte-a-. -1) o: Dankbarkeit; o: Treue; o: Gnade. a) Ri. 9,16-19; 2.Chr. 24,22.
6755#Richter,9,1#1. UND Abimelech, der Sohn Jerub-Baals, ging nach Sichem-a- zu den Brüdern seiner Mutter-b-. Und er redete zu ihnen und zur ganzen Sippe vom Haus des Vaters seiner Mutter und sagte: -a) Jos. 20,7.   b) Ri. 8,30.31.
6756#Richter,9,2#2. Redet doch vor den Ohren aller Bürger-1- von Sichem: Was ist besser für euch: daß siebzig Männer über euch herrschen, alle Söhne Jerub-Baals-a-, oder daß (nur) --ein- Mann über euch herrscht? Und bedenkt, daß ich euer Gebein und euer Fleisch bin-b-! -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren. a) Ri. 8,30.31.   b) 1.Mo. 29,14.
6757#Richter,9,3#3. Da redeten die Brüder seiner Mutter über ihn vor den Ohren aller Bürger-1- von Sichem all diese Worte. Und ihr Herz neigte sich Abimelech zu-a-, denn sie sagten (sich): Er ist unser Bruder. -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.   a) 2.Sam. 15,13.
6758#Richter,9,4#4. Und sie gaben ihm siebzig (Schekel) Silber aus dem Haus des Baal-Berit-1a-. Und Abimelech kaufte sich damit ehrlose und leichtfertige Männer; die folgten ihm nach-b-. -1) d.h. Bundes-Baal. a) V. 27; Ri. 8,33.  b) Ri. 11,3; 2.Chr. 13,7; Apg. 17,5.
6759#Richter,9,5#5. Und er kam in das Haus seines Vaters, nach Ofra-a-, und erschlug seine Brüder-b-, die Söhne Jerub-Baals, siebzig Mann auf --einem- Stein. Es blieb aber Jotam übrig, der jüngste Sohn Jerub-Baals, denn er hatte sich versteckt-c-. -a) Ri. 6,11.24.   b) 1.Kön. 1,21; 2.Chr. 21,4.   c) 2.Kön. 11,3.
6760#Richter,9,6#6. Und alle Bürger-1- von Sichem und die ganze Bewohnerschaft des Millo-2a- versammelten sich und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der Denkmals-Terebinthe-3-, die in Sichem (steht)-b-. -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.  2) w: das ganze Haus Millo; Millo (w: Aufschüttung) ist eine Befestigungsanlage.  3) manche nehmen an, daß es ursprünglich hieß: bei der Masseba-Terebinthe.  a) 2.Sam. 5,9.   b) Jos. 24,26.
6761#Richter,9,7#7. UND man berichtete es Jotam. Da ging er hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Garizim-a-, und er erhob seine Stimme, rief und sagte zu ihnen: Hört auf mich, Bürger-1- von Sichem, dann wird Gott auf euch hören! -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.   a) 5.Mo. 27,12.
6762#Richter,9,8#8. Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben. Und sie sagten zum Olivenbaum: Sei König über uns!
6763#Richter,9,9#9. Da sagte ihnen der Olivenbaum: Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, die Götter und Menschen an mir in Ehren halten-a-, und sollte ich hingehen, um über den Bäumen zu schweben? -a) Ps. 104,15.
6764#Richter,9,10#10. Und die Bäume sagten zum Feigenbaum: Komm du, sei König über uns!
6765#Richter,9,11#11. Da sagte ihnen der Feigenbaum: Sollte ich meine Süßigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte ich hingehen, um über den Bäumen zu schweben?
6766#Richter,9,12#12. Und die Bäume sagten zum Weinstock: Komm du, sei König über uns!
6767#Richter,9,13#13. Da sagte ihnen der Weinstock: Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut-a-, und sollte ich hingehen, um über den Bäumen zu schweben? -a) Ps. 104,15.
6768#Richter,9,14#14. Und alle Bäume sagten zum Dornstrauch-a-: Komm du, sei König über uns! -a) 2.Kön. 14,9.
6769#Richter,9,15#15. Da sagte der Dornstrauch zu den Bäumen: Wollt ihr in Wahrheit-1- mich zum König über euch salben, so kommt, sucht Zuflucht in meinem Schatten-a-! Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus vom Dornstrauch-b-, das fresse die Zedern des Libanon! - -1) o: Treue.   a) Kla. 4,20.   b) 4.Mo. 21,28; Hes. 19,14.
6770#Richter,9,16#16. Und nun, wenn ihr in Wahrheit-1- und Aufrichtigkeit gehandelt habt, als ihr Abimelech zum König gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt an Jerub-Baal und an seinem Haus und wenn ihr ihm getan habt nach dem Tun seiner Hände-a- - -1) o: Treue.   a) Ri. 8,35.
6771#Richter,9,17#17. denn mein Vater hat für euch gekämpft und sein Leben eingesetzt-1a- und euch der Hand Midians entrissen; -1) w: seine Seele von (sich) geworfen.   a) Ri. 12,3.
6772#Richter,9,18#18. ihr aber habt euch heute gegen das Haus meines Vaters erhoben und seine Söhne erschlagen, siebzig Mann auf --einem- Stein, und habt Abimelech, den Sohn seiner Sklavin, zum König gemacht über die Bürger-1- von Sichem, weil er euer Bruder ist -, -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.
6773#Richter,9,19#19. wenn ihr also an diesem Tag in Wahrheit-1- und Aufrichtigkeit an Jerub-Baal und an seinem Haus gehandelt habt, dann habt eure Freude an Abimelech, und auch --er- soll seine Freude an euch haben! -1) o: Treue.
6774#Richter,9,20#20. Wenn aber nicht, so gehe Feuer von Abimelech aus und fresse die Bürger-1- von Sichem und die Bewohnerschaft des Millo-2-! Und es gehe Feuer aus von den Bürgern-1- von Sichem und von der Bewohnerschaft des Millo-2- und fresse Abimelech-a-! -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.   2) s. Anm. zu V. 6. a) V. 15.45-49.57.
6775#Richter,9,21#21. Und Jotam floh und entwich und ging nach Beer-a- und blieb dort wohnen (aus Furcht) vor seinem Bruder Abimelech. -a) 4.Mo. 21,16.
6776#Richter,9,22#22. UND Abimelech herrschte über Israel drei Jahre.
6777#Richter,9,23#23. Da sandte Gott einen bösen Geist-a- zwischen Abimelech und die Bürger-1- von Sichem. Und die Bürger-1- von Sichem handelten treulos an Abimelech, -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren. a) 1.Sam. 16,14; 1.Kön. 22,23.
6778#Richter,9,24#24. damit die Gewalttat an den siebzig Söhnen Jerub-Baals (auf ihn) zurückkäme und ihr Blut auf ihren Bruder Abimelech gelegt würde, der sie erschlagen hatte, und auf die Bürger-1- von Sichem, die seine Hände gestärkt hatten, seine Brüder zu erschlagen-a-. -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren. a) Ri. 1,7; 1.Kön. 2,32; Ps. 7,17.
6779#Richter,9,25#25. Und die Bürger-1- von Sichem legten (Wegelagerer in) einen Hinterhalt gegen ihn auf den Höhen der Berge; die beraubten jeden, der an ihnen auf dem Weg vorüberzog-a-. Das wurde dem Abimelech berichtet. -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.   a) Ps. 10,8-10.
6780#Richter,9,26#26. Und Gaal, der Sohn Ebeds, kam mit seinen Brüdern, und sie zogen durch Sichem. Und die Bürger-1- von Sichem vertrauten ihm. -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.
6781#Richter,9,27#27. Und sie gingen aufs Feld hinaus und hielten Lese in ihren Weinbergen und kelterten. Und sie hielten ein Freudenfest und gingen in das Haus ihres Gottes-a-, aßen und tranken und fluchten dem Abimelech. -a) V. 4.
6782#Richter,9,28#28. Und Gaal, der Sohn Ebeds, sagte: Wer ist Abimelech und wer Sichem, daß wir (ihm) dienen sollten-a-? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals und Sebul sein Statthalter? Dient (lieber) den Männern Hamors, des Vaters von Sichem-b-! Warum sollten gerade --wir- ihm dienen? -a) 1.Sam. 25,10; 1.Kön. 12,16.   b) 1.Mo. 33,19.
6783#Richter,9,29#29. Hätte ich nur dieses Volk unter meiner Hand-a-, so wollte ich Abimelech (schon) beseitigen, und ich würde zu Abimelech sagen-1-: Vermehre (doch) dein Heer und zieh aus-b-! -1) so mit LXX; MasT: und er sagte zu Abimelech. a) 2.Sam. 15,4.   b) 2.Kön. 14,8; Jak. 4,16.
6784#Richter,9,30#30. Als nun Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörte, da entbrannte sein Zorn.
6785#Richter,9,31#31. Und er sandte Boten zu Abimelech mit List-1- und (ließ ihm) sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt gegen dich auf. -1) manche üs. mit Textänd: zu Abimelech nach Aruma.
6786#Richter,9,32#32. Und nun, mache dich in der Nacht auf, du und das (Kriegs)volk, das bei dir ist, und lege dich auf dem Feld in einen Hinterhalt-a-! -a) Jos. 8,3.4.
6787#Richter,9,33#33. Und es geschehe am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, dann mache dich früh auf und überfalle die Stadt! Siehe, wenn er und das (Kriegs)volk, das bei ihm ist, gegen dich herausziehen, dann tu ihm, wie deine Hand es finden wird-1-! -1) d.h. das, wozu du in der Lage bist.
6788#Richter,9,34#34. Da machten sich Abimelech und das ganze (Kriegs)volk, das bei ihm war, in der Nacht auf und legten sich in vier Abteilungen gegen Sichem in einen Hinterhalt.
6789#Richter,9,35#35. Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttores. Da machten sich Abimelech und das (Kriegs)volk, das bei ihm war, aus dem Hinterhalt auf.
6790#Richter,9,36#36. Als nun Gaal das (Kriegs)volk sah, sagte er zu Sebul: Siehe, (Kriegs)volk kommt von den Höhen der Berge herab. Sebul aber sagte zu ihm: Den Schatten der Berge siehst du als Männer an.
6791#Richter,9,37#37. Doch Gaal beharrte darauf-1- und sagte: Sieh doch, (Kriegs)volk kommt von der Höhe des Landes-2- herab, und eine Abteilung kommt aus der Richtung von Elon-Meonenim-3-. -1) w: fuhr fort weiterzureden.  2) w: vom Nabel des Landes; o: der Erde; ws. eine Bez. des Berges Garizim als eines heiligen Ortes.  3) d.h. Terebinthe der Zauberer.
6792#Richter,9,38#38. Da sagte Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, mit dem du sagtest: Wer ist Abimelech, daß wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das (Kriegs)volk, das du verachtet hast-a-? Zieh doch jetzt aus und kämpfe mit ihm! -a) 1.Sam. 2,3.
6793#Richter,9,39#39. Da zog Gaal hinaus, vor den Bürgern-1- von Sichem her, und kämpfte mit Abimelech. -1) w: den (Grund)besitzer; o: den Herren.
6794#Richter,9,40#40. Und Abimelech jagte ihn, so daß er vor ihm floh. Und viele fielen (und lagen) erschlagen bis an den Eingang des Tores.
6795#Richter,9,41#41. Und Abimelech blieb in Aruma. Sebul aber vertrieb Gaal und seine Brüder, so daß sie nicht mehr in Sichem blieben.
6796#Richter,9,42#42. Und es geschah am andern Tag, da ging das Volk aufs Feld hinaus. Das berichtete man Abimelech.
6797#Richter,9,43#43. Da nahm er das (Kriegs)volk und teilte es in drei Abteilungen und legte sich auf dem Feld in einen Hinterhalt. Und er sah, und siehe, das Volk kam aus der Stadt heraus. Da erhob er sich gegen sie und schlug sie.
6798#Richter,9,44#44. Und Abimelech und die Abteilungen, die bei ihm waren, brachen hervor und stellten sich an den Eingang des Stadttores. Die beiden (anderen) Abteilungen aber fielen über alle her, die auf dem Feld waren, und erschlugen sie.
6799#Richter,9,45#45. Und Abimelech kämpfte jenen ganzen Tag gegen die Stadt. Und er nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war, erschlug er. Und er riß die Stadt nieder-a- und bestreute sie mit Salz-1-. -1) als Zeichen bleibender Verwüstung.   a) 2.Kön. 3,25.
6800#Richter,9,46#46. Als das alle Bürger von Migdal-Sichem-1- hörten, gingen sie in das Kellergewölbe des Hauses des Gottes Berit-2a-. -1) o: alle Herren des Turms von Sichem.   2) o: des Bundesgottes; vgl. Ri. 8,33.   a) Ri. 8,33.
6801#Richter,9,47#47. Und es wurde dem Abimelech berichtet, daß alle Bürger von Migdal-Sichem-1- sich versammelt hätten. -1) o: alle Herren des Trums von Sichem.
6802#Richter,9,48#48. Da stieg Abimelech auf den Berg Zalmon-a-, er und das ganze (Kriegs)volk, das bei ihm war. Und Abimelech nahm eine Axt-1- in seine Hand und hieb einen Ast vom Baum ab, hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter. Und er sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Was ihr mich habt tun sehen, schnell, macht es wie ich! -1) w: die Äxte.   a) Ps. 68,15.
6803#Richter,9,49#49. Da hieb auch das ganze Volk, jeder seinen Ast ab, und sie folgten Abimelech, legten (alles) auf das Kellergewölbe und steckten das Kellergewölbe über ihnen in Brand. So starben auch alle Leute von Migdal-Sichem, etwa tausend Männer und Frauen.
6804#Richter,9,50#50. Dann zog Abimelech nach Tebez und belagerte Tebez und nahm es ein.
6805#Richter,9,51#51. Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt, und dahin flohen alle Männer und Frauen, alle Bürger-1- der Stadt. Und sie schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes. -1) w: (Grund)besitzer; o: Herren.
6806#Richter,9,52#52. Und Abimelech kam an den Turm und kämpfte gegen ihn. Und er trat an den Eingang des Turmes, um ihn mit Feuer zu verbrennen.
6807#Richter,9,53#53. Da warf eine Frau einen oberen Mühlstein auf Abimelechs Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel-a-. -a) 2.Sam. 11,21; Hiob 31,3.
6808#Richter,9,54#54. Da rief er schnell nach dem Burschen, seinem Waffenträger, und sagte zu ihm: Zieh dein Schwert und töte mich, damit man nicht von mir sagt: Eine Frau hat ihn erschlagen-a-! Und sein Bursche durchbohrte ihn, daß er starb. -a) Ri. 4,9; 1.Sam. 31,4; 2.Sam. 1,9.
6809#Richter,9,55#55. Und als die Männer von Israel sahen, daß Abimelech tot war, da gingen sie, jeder an seinen Ort.
6810#Richter,9,56#56. So ließ Gott die Bosheit Abimelechs, die er an seinem Vater verübt hatte, indem er seine siebzig Brüder erschlug, (auf ihn) zurückkommen.
6811#Richter,9,57#57. Und die ganze Bosheit der Männer von Sichem ließ Gott auf ihren Kopf zurückkommen-a-. So kam über sie der Fluch Jotams, des Sohnes Jerub-Baals-b-. -a) Ri. 1,7; 2.Sam. 3,39; Ps. 7,17; 94,23; Spr. 5,22.23; Jes. 3,11.   b) V. 20.
6812#Richter,10,1#1. UND nach Abimelech stand auf, um Israel zu retten, Tola, der Sohn des Puwa, des Sohnes des Dodo, ein Mann aus Issaschar-a-. Er wohnte in Schamir im Gebirge Ephraim-b-. -a) Ri. 2,16.   b) Ri. 3,27.
6813#Richter,10,2#2. Und er richtete Israel 23 Jahre. Und er starb und wurde in Schamir begraben.
6814#Richter,10,3#3. Und nach ihm stand Jair auf, der Gileaditer. Er richtete Israel 22 Jahre.
6815#Richter,10,4#4. Und er hatte dreißig Söhne, die auf dreißig Eseln ritten-a-, und sie hatten dreißig Städte. Diese nennt man die Zeltdörfer Jairs-b- bis auf diesen Tag; sie (liegen) im Land Gilead. -a) Ri. 5,10.   b) 4.Mo. 32,41.
6816#Richter,10,5#5. Und Jair starb und wurde in Kamon begraben.
6817#Richter,10,6#6. UND die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN, und sie dienten den Baalim und den Astarot und den Göttern Arams und den Göttern Sidons und den Göttern Moabs und den Göttern der Söhne Ammon und den Göttern der Philister-a-. Und sie verließen den HERRN und dienten ihm nicht-b-. -a) Ri. 8,33; 5.Mo. 13,6.  b) Ri. 2,11.13; 1.Kön. 11,5; Jer. 2,20.
6818#Richter,10,7#7. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister-a- und in die Hand der Söhne Ammon-b-. -a) Ri. 2,14; 13,1; 1.Sam. 12,9.   b) Ri. 6,1.
6819#Richter,10,8#8. Und sie zerschmetterten und zerschlugen die Söhne Israel in jenem Jahr, (und zwar) achtzehn Jahre (lang) alle Söhne Israel, die jenseits des Jordan waren im Land der Amoriter, das in Gilead ist-a-. -a) 4.Mo. 32,39.
6820#Richter,10,9#9. Und die Söhne Ammon-a- zogen über den Jordan, um auch gegen Juda und gegen Benjamin und gegen das Haus Ephraim zu kämpfen. So war Israel in großer Bedrängnis-b-. -a) Ri. 3,13.   b) Ri. 2,15; 6,2-6; 1.Sam. 13,6.
6821#Richter,10,10#10. Da schrieen die Söhne Israel zu dem HERRN um Hilfe-a- und sagten: Wir haben gegen dich gesündigt, weil wir unseren Gott verlassen und den Baalim gedient haben-b-. -a) Ri. 4,3; 6,6.   b) 1.Sam. 7,6; Lk. 15,17.18.
6822#Richter,10,11#11. Und der HERR sprach zu den Söhnen Israel: Ist es nicht so? Von den Ägyptern-a- und von den Amoritern-b-, von den Söhnen Ammon und von den Philistern-c-, -a) 2.Mo. 14,30.   b) 4.Mo. 21,24.   c) Ri. 3,28-31.
6823#Richter,10,12#12. und als die Sidonier und Amalekiter-a- und Maoniter-1b- euch quälten-2- und als ihr da zu mir schrieet, da habe ich euch aus ihrer Hand gerettet-c-. -1) LXX: Midianiter.   2) w: euch verdrängen wollten. a) Ri. 3,13; 6,3.   b) 1.Chr. 4,41.   c) Ps. 106,43.
6824#Richter,10,13#13. Ihr aber, ihr habt mich verlassen und habt andern Göttern gedient-a-. Darum werde ich nicht fortfahren, euch zu retten-b-. -a) Ri. 2,19; 2.Chr. 15,2; Jer. 2,13.19.  b) 2.Chr. 12,5; 21,10.
6825#Richter,10,14#14. Geht hin und schreit zu den Göttern um Hilfe, die ihr erwählt habt! Sollen sie euch doch retten zur Zeit eurer Not-a-! -a) 5.Mo. 32,38; 2.Kön. 3,13; Jes. 46,7; 57,13; Jer. 2,28; Hes. 20,39.
6826#Richter,10,15#15. Da sagten die Söhne Israel zu dem HERRN: Wir haben gesündigt-a-. Tu du uns nach allem, was gut ist in deinen Augen-b-! Nur errette uns doch am heutigen Tag-c-! -a) 1.Sam. 7,6; Lk. 15,17.18.   b) 1.Sam. 3,18; Spr. 28,13.  c) Jes. 26,16.
6827#Richter,10,16#16. Und sie entfernten die fremden Götter aus ihrer Mitte und dienten dem HERRN-a-. Da wurde seine Seele ungeduldig über das Elend Israels-b-. -a) 1.Sam. 7,4; 12,10; 2.Chr. 15,8.   b) Ri. 2,18; 2.Kön. 13,23; Ps. 106,45; Jer. 31,20; Mi. 7,18.
6828#Richter,10,17#17. Und die Söhne Ammon wurden zusammengerufen und lagerten in Gilead. Und die Söhne Israel versammelten sich und lagerten in Mizpa-a-. -a) Ri. 11,29; 1.Mo. 31,49; Jos. 13,26.
6829#Richter,10,18#18. Da sagte das Volk, (nämlich) die Obersten von Gilead, einer zum andern: Wer ist der Mann, der anfängt, mit den Söhnen Ammon zu kämpfen? Er soll das Oberhaupt aller Bewohner Gileads werden-a-. -a) Ri. 11,4-11.
6830#Richter,11,1#1. UND Jeftah, der Gileaditer, war ein tapferer Held-a-. Er war aber der Sohn einer Hure, und Gilead hatte Jeftah gezeugt. -a) Ri. 6,12; 1.Sam. 12,11; Hebr. 11,32.
6831#Richter,11,2#2. Aber (auch) Gileads Ehefrau hatte ihm Söhne geboren. Als nun die Söhne der Frau groß geworden waren, vertrieben sie Jeftah und sagten zu ihm: Du erbst nicht mit dem Haus unseres Vaters, denn du bist der Sohn einer anderen Frau-a-. -a) 1.Mo. 21,10.
6832#Richter,11,3#3. So war Jeftah vor seinen Brüdern geflohen und hatte sich im Land Tob-a- niedergelassen. Und es sammelten sich bei Jeftah ehrlose Leute, die zogen mit ihm aus-b-. -a) 2.Sam. 10,6.8.   b) Ri. 9,4.
6833#Richter,11,4#4. Und es geschah nach einiger Zeit, da kämpften die Söhne Ammon mit Israel-a-. -a) 1.Sam. 11,1.
6834#Richter,11,5#5. Und es geschah, als die Söhne Ammon mit Israel kämpften, da gingen die Ältesten von Gilead hin, um Jeftah aus dem Land Tob-a- zu holen. -a) 2.Sam. 10,6.8.
6835#Richter,11,6#6. Und sie sagten zu Jeftah: Komm und sei unser Anführer-a-, damit wir gegen die Söhne Ammon kämpfen können! -a) Ri. 10,17.18.
6836#Richter,11,7#7. Da sagte Jeftah zu den Ältesten von Gilead: Seid ihr es nicht gewesen, die mich gehaßt und mich aus dem Haus meines Vaters vertrieben haben? Und warum kommt ihr jetzt zu mir, da ihr in Bedrängnis seid-a-? -a) 1.Mo. 26,27.
6837#Richter,11,8#8. Und die Ältesten von Gilead sagten zu Jeftah: Darum sind wir jetzt zu dir zurückgekehrt, damit du mit uns ziehst und gegen die Söhne Ammon kämpfst. Du sollst unser Oberhaupt werden für alle Bewohner Gileads.
6838#Richter,11,9#9. Da sagte Jeftah zu den Ältesten von Gilead: Wenn ihr mich zurückholt zum Kampf gegen die Söhne Ammon und der HERR sie vor mir dahingibt, werde ich (dann) wirklich euer Oberhaupt sein?
6839#Richter,11,10#10. Und die Ältesten von Gilead sagten zu Jeftah: Der HERR sei Zeuge-1- zwischen uns: Wenn wir nicht so tun, wie du geredet hast-a-!-2- -1) w: Hörer.   2) der Satz ist die erste Hälfte einer Schwurformel, deren zweite Hälfte unausgesprochen blieb. a) 1.Mo. 31,50; Jer. 42,5.
6840#Richter,11,11#11. Da ging Jeftah mit den Ältesten von Gilead mit, und das Volk setzte ihn als Oberhaupt und als Anführer über sich. Und Jeftah redete alle seine Worte-1- vor dem HERRN in Mizpa. -1) d.h. Jeftah wiederholte alle seine Bedingungen.
6841#Richter,11,12#12. UND Jeftah sandte Boten an den König der Söhne Ammon und (ließ ihm) sagen: Was habe ich mit dir (zu tun), daß du gegen mich gekommen bist, um gegen mein Land Krieg zu führen-a-? -a) 5.Mo. 20,10.
6842#Richter,11,13#13. Und der König der Söhne Ammon sagte zu den Boten Jeftahs: Weil Israel, als es aus Ägypten heraufzog, mein Land genommen hat, vom Arnon bis an den Jabbok-a- und bis an den Jordan. Und nun gib die Länder-1- in Frieden zurück! -1) w: sie.   a) 4.Mo. 21,24-26.
6843#Richter,11,14#14. Da sandte Jeftah noch einmal Boten an den König der Söhne Ammon
6844#Richter,11,15#15. und ließ ihm sagen: So spricht Jeftah: Israel hat nicht das Land Moabs und das Land der Söhne Ammon genommen-a-. -a) 5.Mo. 2,9.19.
6845#Richter,11,16#16. Sondern als sie aus Ägypten heraufzogen, da wanderte Israel durch die Wüste bis zum Schilfmeer-a-, und es kam nach Kadesch-b-. -a) 4.Mo. 14,25.   b) 5.Mo. 1,46.
6846#Richter,11,17#17. Und Israel sandte Boten an den König von Edom und (ließ ihm) sagen: Laß mich doch durch dein Land ziehen! Aber der König von Edom hörte nicht (darauf)-a-. Und auch an den König von Moab sandte es; aber (auch der) wollte nicht. So blieb Israel in Kadesch-b-. -a) 4.Mo. 20,14-21.   b) 5.Mo. 1,46.
6847#Richter,11,18#18. Und es wanderte durch die Wüste und umging das Land Edom und das Land Moab und kam von Sonnenaufgang her zum Land Moab. Und sie lagerten jenseits des Arnon und kamen nicht in das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs-a-. -a) 4.Mo. 21,13.
6848#Richter,11,19#19. UND Israel sandte Boten an Sihon, den König der Amoriter, den König von Heschbon, und Israel ließ ihm sagen: Laß uns doch durch dein Land ziehen bis an meinen Ort!
6849#Richter,11,20#20. Aber Sihon traute Israel nicht, daß es (nur) durch sein Gebiet hindurchziehen wolle. Und Sihon versammelte sein ganzes (Kriegs)volk, und sie lagerten sich in Jahaz; und er kämpfte gegen Israel.
6850#Richter,11,21#21. Da gab der HERR, der Gott Israels, den Sihon und sein ganzes (Kriegs)volk in die Hand Israels, und sie schlugen sie. So nahm Israel das ganze Land der Amoriter, die jenes Land bewohnten, in Besitz:
6851#Richter,11,22#22. Sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok und von der Wüste bis an den Jordan.
6852#Richter,11,23#23. Und nun: Der HERR, der Gott Israels, hat die Amoriter vor seinem Volk Israel vertrieben, da willst --du- uns (wieder) daraus verdrängen?-1- -1) o: da willst du es von uns (wieder) in Besitz nehmen.
6853#Richter,11,24#24. Ist es nicht (so): Wen Kemosch-a-, dein Gott, (vor) dir vertreibt, dessen Land-1- nimmst du in Besitz. Und wen immer der HERR, unser Gott, vor uns her vertreibt, dessen Land-1- nehmen wir in Besitz-b-. -1) w: den.   a) 4.Mo. 21,29; 1.Kön. 11,7; Jer. 48,7.46.  b) Ri. 2,1; Jos. 21,43.
6854#Richter,11,25#25. Und nun, bist du wirklich besser als Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab-a-? Hat er sich etwa in einen Rechtsstreit mit Israel eingelassen oder jemals mit ihnen einen Krieg angefangen? -a) 4.Mo. 22,2.
6855#Richter,11,26#26. Während Israel in Heschbon-a- wohnte und in seinen Tochterstädten und in Aroer-b- und in seinen Tochterstädten und in all den Städten, die längs des Arnon (liegen), dreihundert Jahre lang - warum habt ihr (sie uns) denn nicht in jener Zeit entrissen? -a) Jos. 13,17.   b) 5.Mo. 2,36; Jer. 48,19.
6856#Richter,11,27#27. Nicht ich habe gegen dich gesündigt, sondern du tust mir Böses an, indem du gegen mich Krieg führst. Es richte der HERR, der Richter, heute zwischen den Söhnen Israel und den Söhnen Ammon-a-! -a) 1.Mo. 16,5; 1.Sam. 24,13.
6857#Richter,11,28#28. ABER der König der Söhne Ammon hörte nicht auf Jeftahs Worte, die er zu ihm gesandt hatte.
6858#Richter,11,29#29. Da kam der Geist des HERRN über Jeftah-a-. Und er zog durch Gilead und Manasse und zog nach Mizpa in Gilead, und von Mizpa in Gilead zog er weiter zu den Söhnen Ammon-b-. -a) Ri. 3,10.   b) Ri. 10,17.
6859#Richter,11,30#30. Und Jeftah gelobte dem HERRN ein Gelübde-a- und sagte: Wenn du die Söhne Ammon wirklich in meine Hand gibst, -a) 1.Mo. 28,20.
6860#Richter,11,31#31. dann soll der - wer es auch sei -, der aus der Tür meines Hauses herauskommt-1- mir entgegen, wenn ich in Frieden-2- von den Söhnen Ammon zurückkehre, der soll dem HERRN gehören; ich will ihn als Brandopfer opfern! -1) w: dann soll der Herauskommende, der herauskommt aus der Tür meines Hauses.  2) o: wohlbehalten; o: unversehrt.
6861#Richter,11,32#32. So zog Jeftah zu den Söhnen Ammon hinüber, um gegen sie zu kämpfen. Und der HERR gab sie in seine Hand-a-. -a) Ri. 2,16.
6862#Richter,11,33#33. Und er schlug sie von Aroer an-a- bis dahin, wo man nach Minnit-b- kommt, zwanzig Städte, und bis nach Abel-Keramim - eine sehr große Niederlage (für die Söhne Ammon)-c-. So mußten sich die Söhne Ammon vor den Söhnen Israel beugen-1-. -1) o: So wurden die Söhne Ammon von den Söhnen Israel gedemütigt.  a) 4.Mo. 32,34.  b) Hes. 27,17.  c) 1.Kön. 20,21.
6863#Richter,11,34#34. Und Jeftah kam nach Mizpa-a- zu seinem Haus. Und siehe, da trat seine Tochter heraus ihm entgegen, mit Tamburinen und in Reigentänzen-b-. Nur sie hatte er, als einzige; außer ihr-1- hatte er weder Sohn noch Tochter. -1) so mit LXX; MasT: außer ihm. a) Ri. 20,1; Jos. 18,26.   b) Ri. 21,21; 2.Mo. 15,20.
6864#Richter,11,35#35. Und es geschah, als er sie sah, da zerriß er seine Kleider-a- und sagte: Wehe, meine Tochter! Tief beugst du mich nieder. Du, du bist unter denen, die mich in Trübsal bringen! Ich selber habe meinen Mund gegen den HERRN aufgerissen und kann nicht mehr zurück-b-! -a) 1.Mo. 37,29.34; 4.Mo. 14,6; Jos. 7,6.   b) 4.Mo. 30,3; 1.Sam. 14,44; Ps. 66,13.14.
6865#Richter,11,36#36. Da sagte sie zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund gegen den HERRN aufgerissen, so tu mir, wie es aus deinem Mund hervorgegangen ist, nachdem der HERR dir Rache verschafft hat an deinen Feinden, den Söhnen Ammon!
6866#Richter,11,37#37. Und sie sagte (weiter) zu ihrem Vater: Es möge dies mir gewährt-1- werden: Laß mir-2- zwei Monate, daß ich hingehe und hinabsteige über die Berge und meine Jungfrauschaft beweine, ich und meine Freundinnen! -1) w: getan.   2) w: Laß ab von mir.
6867#Richter,11,38#38. Er sagte: Geh hin! Und er entließ sie für zwei Monate. So ging sie hin, sie und ihre Freundinnen, und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
6868#Richter,11,39#39. Und es geschah am Ende von zwei Monaten, da kehrte sie zu ihrem Vater zurück. Und er vollzog an ihr sein Gelübde, das er gelobt hatte. Sie hatte aber keinen Mann erkannt. Und es wurde zur Ordnung in Israel:
6869#Richter,11,40#40. Von Jahr zu Jahr gehen die Töchter Israel hin, um die Tochter Jeftahs, des Gileaditers, zu besingen, vier Tage im Jahr-a-. -a) 2.Chr. 35,25; Esth. 9,27.
6870#Richter,12,1#1. UND die Männer von Ephraim wurden zusammengerufen und zogen hinüber nach Norden. Und sie sagten zu Jeftah: Warum bist du hinübergezogen, um gegen die Söhne Ammon zu kämpfen, und hast uns nicht gerufen, mit dir zu gehen-a-? Wir werden dein Haus über dir mit Feuer verbrennen-b-! -a) Ri. 8,1.   b) Ri. 14,15; 15,6.
6871#Richter,12,2#2. Da sagte Jeftah zu ihnen: Ich habe einen heftigen Streit ausgefochten-1-, ich und mein Volk, mit den Söhnen Ammon. Ich habe euch zu Hilfe gerufen, aber ihr habt mich nicht aus ihrer Hand gerettet. -1) w: Ein Mann des Rechtsstreites bin ich gewesen.
6872#Richter,12,3#3. Und als ich sah, daß du als Retter nicht da warst, legte ich mein Leben in meine (eigene) Hand-a- und zog hin gegen die Söhne Ammon. Und der HERR gab sie in meine Hand. Was seid ihr denn an diesem Tag gegen mich heraufgezogen, um gegen mich zu kämpfen? -a) Ri. 9,17; 1.Sam. 19,5.
6873#Richter,12,4#4. Und Jeftah versammelte alle Männer von Gilead und kämpfte mit Ephraim. Und die Männer von Gilead schlugen Ephraim; denn die hatten gesagt: Flüchtlinge von Ephraim seid ihr! Gilead (liegt doch) mitten in Ephraim, mitten in Manasse!
6874#Richter,12,5#5. Und Gilead nahm Ephraim die Furten des Jordan-1a-. Und es geschah, wenn ephraimitische Flüchtlinge sagten: Laß mich hinübergehen! - dann sagten die Männer von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter-2b-? Und sagte er: Nein! - -1) o: besetzte die Furten des Jordan, (die) nach Ephraim (führen).   2) w: ein Ephratiter. a) Ri. 3,28.   b) Ri. 17,7; 1.Sam. 1,1; 1.Kön. 11,26.
6875#Richter,12,6#6. so sprachen sie zu ihm: Sag mal: Schibbolet-1-! Und sagte er: Sibbolet! - und brachte es nicht fertig, richtig zu sprechen-a-, dann packten sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des Jordan. So fielen in jener Zeit von Ephraim 42 000 (Mann). -1) d.h. Strömung.   a) Mt. 26,73.
6876#Richter,12,7#7. Und Jeftah richtete Israel sechs Jahre. Und Jeftah, der Gileaditer, starb und wurde in einer der Städte Gileads-1- begraben. -1) LXX: in seiner Stadt in Gilead.
6877#Richter,12,8#8. UND nach ihm richtete Israel Ibzan von Bethlehem-a-. -a) Ri. 17,7; 19,1; Jos. 19,15.16.
6878#Richter,12,9#9. Und er hatte dreißig Söhne-a-. Dreißig Töchter entließ er nach auswärts, und dreißig Töchter holte er von auswärts für seine Söhne herein. Und er richtete Israel sieben Jahre. -a) Ps. 127,3-5.
6879#Richter,12,10#10. Und Ibzan starb und wurde in Bethlehem begraben.
6880#Richter,12,11#11. Und nach ihm richtete Israel Elon, der Sebuloniter. Er richtete Israel zehn Jahre.
6881#Richter,12,12#12. Und Elon, der Sebuloniter, starb und wurde in Ajalon im Land Sebulon begraben.
6882#Richter,12,13#13. Und nach ihm richtete Israel Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter-a-. -a) 2.Sam. 23,30.
6883#Richter,12,14#14. Und er hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten-a-. Und er richtete Israel acht Jahre. -a) Ri. 5,10.
6884#Richter,12,15#15. Und Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter, starb und wurde in Piraton begraben, im Land Ephraim, auf dem Amalekiterberg-a-. -a) Ri. 5,14.
6885#Richter,13,1#1. UND die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN-a-. Da gab sie der HERR vierzig Jahre in die Hand der Philister-b-. -a) Ri. 2,11.   b) Ri. 10,7; 14,4; 1.Sam. 4,9.
6886#Richter,13,2#2. Da war nun ein Mann aus Zora-a-, von einer Sippe der Daniter-b-, sein Name war Manoach. Seine Frau aber war unfruchtbar und gebar nicht-c-. -a) Jos. 15,33; 1.Chr. 2,53.  b) 1.Mo. 49,16.  c) 1.Mo. 11,30.
6887#Richter,13,3#3. Und der Engel des HERRN erschien der Frau-a- und sprach zu ihr: Sieh doch, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären-b-. -a) Ri. 6,12; Lk. 1,11.28.   b) 1.Mo. 18,10; Lk. 1,13.31.
6888#Richter,13,4#4. Und nun, hüte dich doch und trinke weder Wein noch Rauschtrank und iß ja nichts Unreines-a-! -a) 4.Mo. 6,2.3.
6889#Richter,13,5#5. Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Ein Schermesser soll nicht auf sein Haupt kommen, denn ein Nasiräer-1- Gottes soll der Junge sein von Mutterleib an-a-. Er wird anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten. -1) d.h. ein Abgesonderter o. Geweihter. a) Ri. 16,17; 1.Sam. 1,11; Gal. 1,15.
6890#Richter,13,6#6. Und die Frau kam und sprach zu ihrem Mann und sagte: Ein Mann Gottes-a- ist zu mir gekommen, und sein Aussehen war wie das Aussehen des Engels Gottes-b-, sehr furchtbar. Ich habe ihn aber nicht gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat er mir nicht genannt. -a) 1.Sam. 2,27; 1.Kön. 17,18.   b) Apg. 6,15; 10,3.
6891#Richter,13,7#7. Und er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Und nun, trinke weder Wein noch Rauschtrank und iß nichts Unreines; denn ein Nasiräer-1- Gottes soll der Junge sein vom Mutterleib an bis zum Tag seines Todes-a-. -1) d.h. ein Abgesonderter o. Geweihter.   a) Amos 2,11.
6892#Richter,13,8#8. Da betete Manoach zu dem HERRN und sagte: Bitte, Herr, der Mann Gottes, den du gesandt hast, möge doch noch einmal zu uns kommen und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Jungen, der geboren werden soll.
6893#Richter,13,9#9. Und Gott hörte auf die Stimme Manoachs-a-. Und der Engel Gottes kam noch einmal zu der Frau, als sie gerade auf dem Feld saß und Manoach, ihr Mann, nicht bei ihr war. -a) 1.Joh. 5,14.
6894#Richter,13,10#10. Da beeilte sich die Frau, lief, berichtete es ihrem Mann und sagte zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der an jenem Tag zu mir gekommen ist!
6895#Richter,13,11#11. Da machte sich Manoach auf und folgte seiner Frau. Und er kam zu dem Mann und sagte zu ihm: Bist du der Mann, der zu der Frau geredet hat? Er sagte: Ich bin es.
6896#Richter,13,12#12. Und Manoach sagte: Nun, (wenn) dein Wort eintrifft, was soll die (Lebens)weise des Jungen und sein Tun sein-a-? -a) Ps. 143,8.10.
6897#Richter,13,13#13. Da sprach der Engel des HERRN zu Manoach: Vor allem, was ich der Frau gesagt habe, soll sie sich hüten.
6898#Richter,13,14#14. Von allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht essen, und Wein und Rauschtrank soll sie nicht trinken, und sie soll nichts Unreines essen. Alles, was ich ihr geboten habe, soll sie beachten-a-. -a) 4.Mo. 6,2.3.
6899#Richter,13,15#15. Und Manoach sagte zu dem Engel des HERRN: Wir hätten dich gern zurückgehalten und dir ein Ziegenböckchen zubereitet-a-. -a) Ri. 6,18.
6900#Richter,13,16#16. Doch der Engel des HERRN sprach zu Manoach: Wenn du mich auch aufhieltest, ich würde nicht von deinem Brot essen. Willst du aber ein Brandopfer zubereiten, opfere es dem HERRN! Manoach hatte nämlich nicht erkannt, daß es der Engel des HERRN war.
6901#Richter,13,17#17. Da sagte Manoach zum Engel des HERRN: Wie ist dein Name? Wenn dein Wort eintrifft, möchten wir dich ehren.
6902#Richter,13,18#18. Doch der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen-a-? Er ist zu wunderbar-b-! -a) 1.Mo. 32,30.   b) Neh. 9,5; Jes. 9,5.
6903#Richter,13,19#19. Da nahm Manoach das Ziegenböckchen und das Speisopfer und opferte es dem HERRN auf dem Felsen. Er aber vollbrachte Wunderbares-1-, und Manoach und seine Frau sahen zu. -1) LXX, Vul., syrÜs. lesen: opferte es auf dem Felsen dem HERRN, der Wunderbares vollbringt.
6904#Richter,13,20#20. Es geschah nämlich, als die Flamme vom Altar zum Himmel emporstieg, da fuhr der Engel des HERRN in der Flamme des Altars hinauf-a-. Manoach aber und seine Frau sahen zu und fielen auf ihr Gesicht zur Erde-b-. -a) Ri. 6,19-21.  b) 3.Mo. 9,24; 1.Chr. 21,16.26; Hes. 1,28.
6905#Richter,13,21#21. Der Engel des HERRN aber erschien Manoach und seiner Frau danach nicht mehr. Da (erst) erkannte Manoach, daß es der Engel des HERRN war.
6906#Richter,13,22#22. Und Manoach sagte zu seiner Frau: Ganz sicher müssen wir (jetzt) sterben, denn wir haben Gott gesehen-a-! -a) Ri. 6,22.23; 2.Mo. 3,6; 24,10.
6907#Richter,13,23#23. Aber seine Frau sagte zu ihm: Wenn es dem HERRN gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er aus unserer Hand nicht Brandopfer und Speisopfer angenommen-a-, und er hätte uns nicht dies alles sehen lassen und uns jetzt nicht so etwas hören lassen. -a) Ps. 20,4.
6908#Richter,13,24#24. Und die Frau gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Simson-a-. Und der Junge wuchs heran, und der HERR segnete ihn-b-. -a) Hebr. 11,32.   b) 1.Sam. 2,21.26; Lk. 1,80.
6909#Richter,13,25#25. Und der Geist des HERRN fing an, ihn zu treiben-a- in Machaneh-Dan-1b- zwischen Zora und Eschtaol-c-. -1) d.h. im Lager Dans. a) Ri. 3,10.  b) Ri. 18,12.  c) Ri. 16,31; 18,2; Jos. 19,41.
6910#Richter,14,1#1. UND Simson ging nach Timna-a- hinab. Und er sah in Timna eine Frau von den Töchtern der Philister-b-. -a) 1.Mo. 38,12; Jos. 15,10.   b) Ri. 16,1.
6911#Richter,14,2#2. Und er ging (wieder) hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner Mutter und sagte: Ich habe in Timna eine Frau von den Töchtern der Philister gesehen. Und nun nehmt sie mir (doch) zur Frau-a-! -a) 1.Mo. 34,4.
6912#Richter,14,3#3. Da sagte sein Vater zu ihm und (auch) seine Mutter: Gibt es unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volk keine Frau-a-, daß du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen-b-? Simson aber sagte zu seinem Vater: Diese nimm mir, denn sie ist in meinen Augen die richtige! -a) 1.Mo. 24,3.4.   b) Ri. 15,18; 1.Mo. 34,14; Jos. 23,12.
6913#Richter,14,4#4. Sein Vater und seine Mutter erkannten aber nicht, daß es von dem HERRN war-a-; denn er suchte einen Anlaß bei den Philistern-b-. In jener Zeit herrschten nämlich die Philister über Israel-c-. -a) Jos. 11,20; 1.Kön. 12,15.  b) Ri. 15,3.  c) Ri. 13,1; 15,11.
6914#Richter,14,5#5. Und Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab. Als sie nun an die Weinberge von Timna kamen, siehe, da (sprang) ein Junglöwe brüllend ihm entgegen.
6915#Richter,14,6#6. Da kam der Geist des HERRN über ihn-a-. Und er zerriß ihn, wie man ein Böckchen zerreißt; und er hatte gar nichts in seiner Hand-b-. Aber seinem Vater und seiner Mutter erzählte er nicht, was er getan hatte-c-. -a) V. 19; Ri. 3,10.   b) 1.Sam. 17,34.35; Hebr. 11,33.  c) 1.Sam. 10,16; 14,1.
6916#Richter,14,7#7. Und er ging hinab und redete zu der Frau, und sie war die richtige in den Augen Simsons.
6917#Richter,14,8#8. Und nach einiger Zeit kehrte er zurück, um sie zu nehmen. Und er bog (vom Weg) ab, um nach dem Kadaver des Löwen zu sehen, und siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Körper des Löwen und Honig.
6918#Richter,14,9#9. Den löste er heraus, (nahm ihn) in seine Hände und ging weiter, wobei er im Gehen aß-a-. Und er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, und sie aßen. Aber er erzählte ihnen nicht-b-, daß er den Honig aus dem Körper des Löwen herausgelöst hatte. -a) Spr. 24,13.   b) 1.Sam. 10,16; 14,1.
6919#Richter,14,10#10. Und sein Vater ging zu der Frau hinab, und Simson veranstaltete dort ein Festmahl-a-; denn so pflegten-1- es die jungen Männer zu tun. -1) o: pflegen.   a) 1.Mo. 29,22; Pred. 10,19.
6920#Richter,14,11#11. Und es geschah, als sie ihn sahen, da nahmen sie dreißig (Braut)begleiter; die waren bei ihm.
6921#Richter,14,12#12. Da sagte Simson zu ihnen: Ich will euch einmal ein Rätsel aufgeben-a-. Wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Festmahls-b- richtig löst und es herausfindet, dann werde ich euch dreißig Hemden-1- und dreißig Festkleider geben-c-. -1) das sind kostbare und ungewöhnliche Kleidungsstücke aus feinem Leinen.   a) 1.Kön. 10,1; Hes. 17,2.  b) 1.Mo. 29,27.  c) 1.Mo. 45,22; 2.Kön. 5,22.
6922#Richter,14,13#13. Wenn ihr es mir aber nicht lösen könnt, dann müßt --ihr- mir dreißig Hemden-1- und dreißig Festkleider geben. Da sagten sie zu ihm: Gib dein Rätsel auf, wir wollen hören! -1) s. Anm. zu V. 12.
6923#Richter,14,14#14. Und er sagte zu ihnen: Aus dem Fresser kam Fraß, und aus dem Starken kam Süßes. Sie aber konnten das Rätsel nicht lösen drei Tage lang.
6924#Richter,14,15#15. Und es geschah am vierten-1- Tag, da sagten sie zu Simsons Frau: Betöre deinen Mann, daß er uns das Rätsel löst-a-, sonst verbrennen wir dich und das Haus deines Vaters mit Feuer-b-! Habt ihr uns eingeladen, um uns (aus unserm Besitz) zu vertreiben-2-? Ist es nicht so? -1) so mit LXX und der syrÜs.; MasT: am siebten.   2) o: um uns in Besitz zu nehmen; LXX: um uns arm zu machen. a) Ri. 16,5.   b) Ri. 12,1.
6925#Richter,14,16#16. Da weinte Simsons Frau bei ihm und sagte: Du haßt mich nur und liebst mich nicht. Den Söhnen meines Volkes hast du das Rätsel aufgegeben, aber mir hast du es nicht erzählt-a-. Er aber sagte zu ihr: Siehe, meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht erzählt, da sollte ich es dir erzählen? -a) Ri. 16,15.
6926#Richter,14,17#17. Doch sie weinte bei ihm die sieben Tage, an denen sie das Festmahl hielten. Und es geschah am siebten Tag, da erzählte er ihr (die Lösung des Rätsels), weil sie ihn drängte-a-, und sie erzählte das Rätsel den Söhnen ihres Volkes-b-. -a) Ri. 16,16.17.   b) Jer. 9,3.4; Mi. 7,5.
6927#Richter,14,18#18. Da sagten die Männer der Stadt zu ihm am siebten Tag, bevor die Sonne unterging-1-: Was ist süßer als Honig, und was ist stärker als der Löwe? Er sagte zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem Kalb gepflügt hättet, dann hättet ihr mein Rätsel nicht herausgefunden. -1) o: bevor er nach (Timnat) Heres ging; and. lesen mit Änd. eines Buchstabens: bevor er ins Gemach ging; vgl. Ri. 15,1.
6928#Richter,14,19#19. Und der Geist des HERRN kam über ihn-a-. Und er ging hinab nach Aschkelon-b- und erschlug dreißig Mann von ihnen und zog ihnen die Ausrüstung aus und gab die Festkleider denen, die das Rätsel gelöst hatten. Und sein Zorn entbrannte, so daß er ins Haus seines Vaters hinaufging. -a) V. 6.   b) Ri. 1,18; 1.Sam. 6,4.17.
6929#Richter,14,20#20. Simsons Frau aber wurde einem seiner (Braut)begleiter gegeben, der ihm als Brautführer gedient hatte-a-. -a) Ri. 15,2; 1.Sam. 18,19.
6930#Richter,15,1#1. UND es geschah nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte, da suchte Simson seine Frau mit einem Ziegenböckchen auf, und er sagte: Ich will zu meiner Frau in die Kammer hineingehen. Aber ihr Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen.
6931#Richter,15,2#2. Und ihr Vater sagte: Ich habe fest angenommen, daß du sie nur noch hassen würdest, da habe ich sie deinem (Braut)begleiter gegeben-a-. Ist nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie? Sie soll dir an ihrer Stelle gehören. -a) Ri. 14,20.
6932#Richter,15,3#3. Da sagte Simson zu ihnen: Diesmal bin ich ohne Schuld an den Philistern, wenn ich ihnen Übles tue-a-. -a) Ri. 14,4.
6933#Richter,15,4#4. Und Simson ging hin und fing dreihundert Füchse. Und er nahm Fackeln und kehrte Schwanz zu Schwanz und befestigte eine Fackel zwischen je zwei Schwänzen in der Mitte.
6934#Richter,15,5#5. Dann zündete er die Fackeln mit Feuer an, ließ (die Füchse) los in das stehende Getreide der Philister-a- und steckte (alles) in Brand vom Garbenhaufen bis zum stehenden Getreide, ja, bis zum Weinberg (und) Olivenbaum. -a) 2.Sam. 14,30.
6935#Richter,15,6#6. Da sagten die Philister: Wer hat das getan? Und man sagte: Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil er ihm seine Frau weggenommen und sie seinem (Braut)begleiter gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater mit Feuer-a-. -a) Ri. 12,1.
6936#Richter,15,7#7. Und Simson sagte zu ihnen: Wenn ihr es so macht - erst wenn ich mich an euch gerächt habe, (erst) danach will ich aufhören!
6937#Richter,15,8#8. Und er schlug sie gründlich zusammen-1- - ein gewaltiger Schlag. Und er ging hinab und blieb in der Felsspalte von Etam-a-. -1) w: er schlug sie - Unterschenkel über Oberschenkel. a) 2.Chr. 11,6.
6938#Richter,15,9#9. UND die Philister zogen herauf und lagerten in Juda und breiteten sich in Lehi aus.
6939#Richter,15,10#10. Da sagten die Männer von Juda: Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen? Sie sagten: Um Simson zu binden, sind wir heraufgezogen, um ihm zu tun, wie er uns getan hat-a-. -a) V. 8.
6940#Richter,15,11#11. Da zogen dreitausend Mann von Juda zur Felsspalte von Etam hinab und sagten zu Simson: Weißt du nicht, daß die Philister über uns herrschen-a-? Was hast du uns da angetan? Er sagte zu ihnen: Wie sie mir getan, so habe ich ihnen getan. -a) Ri. 14,4; Ps. 106,41; Joh. 8,33.
6941#Richter,15,12#12. Da sagten sie zu ihm: Um dich zu binden, sind wir herabgekommen, um dich in die Hand der Philister auszuliefern. Simson sagte zu ihnen: Schwört mir, daß nicht --ihr- selber über mich herfallen werdet!
6942#Richter,15,13#13. Und sie sagten zu ihm: Nein, sondern wir wollen dich nur binden und dich in ihre Hand ausliefern, aber töten wollen wir dich nicht. So banden sie ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn vom Felsen herauf.
6943#Richter,15,14#14. Als er nach Lehi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen-a-. Aber der Geist des HERRN kam über ihn-b-, da wurden die Stricke, die an seinen Armen waren, wie Flachsfäden, die vom Feuer versengt sind, und seine Fesseln schmolzen von seinen Händen weg-c-. -a) Ri. 16,24.  b) Ri. 3,10; 1.Sam. 10,6.10.  c) Ri. 16,9.12.
6944#Richter,15,15#15. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken, und er streckte seine Hand aus, nahm ihn und erschlug damit tausend Mann-a-. -a) Ri. 3,31; 3.Mo. 26,8; 2.Sam. 23,8.
6945#Richter,15,16#16. Und Simson sprach: Mit dem Eselskinnbacken (schlug ich) einen Haufen, zwei Haufen-1-! Mit dem Eselskinnbacken erschlug ich tausend Mann! -1) ein Wortspiel, da im Hebr. «Esel» und «Haufen» gleiche Wörter sind.
6946#Richter,15,17#17. Und es geschah, als er ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand. Und man-1- nannte jenen Ort Ramat-Lehi-2-. -1) o: er.   2) d.h. Kinnbacken-Höhe.
6947#Richter,15,18#18. Und er hatte großen Durst. Da rief er zu dem HERRN und sagte: Du hast durch die Hand-1- deines Knechtes diese große Rettung gegeben, nun aber muß ich vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen-a-! -1) o: in die Hand.   a) Ri. 14,3.
6948#Richter,15,19#19. Da spaltete Gott die Höhlung, die bei Lehi ist-1-, so daß Wasser aus ihr hervorkam-a-. Und er trank, und sein Geist kehrte zurück, und er lebte (wieder) auf-b-. Daher gab man ihr den Namen: Quelle des Rufenden-2-; die ist bei Lehi bis auf diesen Tag. -1) o: die Vertiefung (der Zähne), die in dem Kinnbacken war.  2) hebr. -+En-Hakore-.   a) 4.Mo. 20,11; Jes. 41,17.18.  b) 1.Sam. 30,12; Ps. 50,15; 110,7.
6949#Richter,15,20#20. Und er richtete Israel in den Tagen der Philister zwanzig Jahre-a-. -a) Ri. 16,31; 1.Mo. 49,16; 1.Sam. 4,18.
6950#Richter,16,1#1. UND Simson ging nach Gaza-a-. Dort sah er eine Hure-b- und ging zu ihr hinein. -a) Ri. 1,18.   b) Ri. 14,1.2; 1.Kor. 6,18.
6951#Richter,16,2#2. (Das berichtete man) den Gazitern und sagte: Simson ist hierhergekommen. Da umstellten sie ihn und lauerten ihm die ganze Nacht im Stadttor auf. Und sie verhielten sich die ganze Nacht still und sagten: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir ihn erschlagen-a-. -a) 1.Sam. 19,11; Apg. 9,23.24.
6952#Richter,16,3#3. Und Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und packte die Flügel des Stadttores und die beiden Pfosten und riß sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine Schultern. Und er trug sie auf den Gipfel des Berges, der nach Hebron zu (liegt).
6953#Richter,16,4#4. UND es geschah danach, da gewann er eine Frau im Tal Sorek lieb, ihr Name war Delila.
6954#Richter,16,5#5. Da gingen die Fürsten der Philister zu ihr hinauf und sagten zu ihr: Betöre ihn und sieh, wodurch seine Kraft so groß ist und wodurch wir ihn überwältigen können, daß wir ihn binden, um ihn zu bezwingen-a-! Wir wollen dir jeder 1 100 (Schekel) Silber geben-b-. -a) Ri. 14,15.   b) Mt. 26,15.
6955#Richter,16,6#6. Da sagte Delila zu Simson: Vertrau mir doch an, wodurch deine Kraft so groß ist und womit man dich binden muß, um dich zu bezwingen!
6956#Richter,16,7#7. Und Simson sagte zu ihr: Wenn man mich mit sieben frischen Sehnen-1- bindet, die nicht ausgetrocknet sind, dann werde ich schwach werden und wie ein anderer Mensch sein. -1) d.h. vom Schlachten noch feuchte Sehnen, die sich beim Trocknen zusammenziehen.
6957#Richter,16,8#8. Da brachten die Fürsten der Philister sieben frische Sehnen-1-, die nicht ausgetrocknet waren, zu ihr hinauf. Und sie band ihn damit, -1) s. Anm. zu V. 7.
6958#Richter,16,9#9. während die Lauernden bei ihr in der Kammer saßen-1-. Und sie sagte zu ihm: Philister über dir, Simson! Da zerriß er die Sehnen, wie ein Faden aus Werg zerreißt, wenn es Feuer riecht-a-. So wurde seine Kraft nicht erkannt. -1) w: während der Lauernde . . . saß.   a) Ri. 15,14.
6959#Richter,16,10#10. Da sagte Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Vertrau mir doch jetzt, womit man dich binden muß!
6960#Richter,16,11#11. Er sagte zu ihr: Wenn man mich ganz fest mit neuen Stricken, mit denen keine Arbeit getan worden ist, bindet, dann werde ich schwach werden und wie ein anderer Mensch sein.
6961#Richter,16,12#12. Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit. Dann sagte sie zu ihm, während (wieder) die Lauernden in der Kammer saßen-1-: Philister über dir, Simson! Da riß er sie von seinen Armen wie einen Faden-a-. -1) w: während der Lauernde . . . saß.   a) Ri. 15,14.
6962#Richter,16,13#13. Da sagte Delila zu Simson: Bisher hast du mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Vertrau mir (doch endlich), womit man dich binden muß! Er sagte zu ihr: Wenn du die sieben Haarflechten meines Kopfes mit den Kettfäden (am Webstuhl) verwebtest.
6963#Richter,16,14#14. Und sie machte-1- sie mit dem Pflock fest und sagte zu ihm: Philister über dir, Simson! Da wachte er aus seinem Schlaf auf und riß den Webepflock und die Kettfäden heraus. -1) w: schlug.
6964#Richter,16,15#15. Da sagte sie zu ihm: Wie kannst du sagen: Ich habe dich lieb! - wo doch dein Herz nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich jetzt getäuscht und mir nicht anvertraut, wodurch deine Kraft so groß ist-a-. -a) Ri. 14,16.17.
6965#Richter,16,16#16. Und es geschah, als sie ihn alle Tage mit ihren Worten bedrängte und ihn plagte-a-, da wurde seine Seele es zum Sterben leid, -a) Ri. 14,16.17.
6966#Richter,16,17#17. und er vertraute ihr sein ganzes Herz an-a- und sagte zu ihr: Nie ist ein Schermesser auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasiräer-1- Gottes bin ich von Mutterleib an-b-. Wenn ich geschoren werde, dann weicht meine Kraft von mir, und ich werde schwach wie jeder (andere) Mensch sein. -1) d.h. ein Abgesonderter o. Geweihter. a) Spr. 13,3.   b) Ri. 13,5; 4.Mo. 6,5; 2.Kor. 3,5.
6967#Richter,16,18#18. Und als Delila sah, daß er ihr sein ganzes Herz anvertraut hatte, sandte sie hin und rief die Fürsten der Philister und (ließ ihnen) sagen: Diesmal kommt herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz anvertraut! Da kamen die Fürsten der Philister zu ihr herauf, und in ihrer Hand brachten sie das Geld mit.
6968#Richter,16,19#19. Und sie ließ ihn auf ihren Knien einschlafen-a-. Dann rief sie den Mann und ließ die sieben Haarflechten seines Hauptes abscheren. So begann sie, ihn zu bezwingen-1b-, und seine Kraft wich von ihm. -1) LXX: So begann er, schwach zu werden. a) Lk. 22,46.   b) Pred. 7,26.
6969#Richter,16,20#20. Und sie sagte: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlaf und sagte (sich): Ich werde davonkommen, wie es Mal für Mal (gelang), und werde mich freischütteln. Er wußte aber nicht, daß der HERR von ihm gewichen war-a-. -a) 4.Mo. 14,43; 1.Sam. 16,14; 18,12.
6970#Richter,16,21#21. Und die Philister packten ihn und stachen ihm die Augen aus. Und sie führten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln-1a-, und er mußte im Gefängnis die Mühle drehen. -1) w: bronzenen Doppelfesseln.   a) 2.Kön. 25,7.
6971#Richter,16,22#22. Aber das Haar seines Hauptes begann (wieder) zu wachsen, nachdem es geschoren worden war.
6972#Richter,16,23#23. UND die Fürsten der Philister versammelten sich zu einem Freudenfest, um ihrem Gott Dagon-a- ein großes Schlachtopfer darzubringen-1-. Denn sie sagten: Unser Gott hat Simson, unseren Feind, in unsere Hand gegeben. -1) w: zu schlachten.   a) 1.Sam. 5,2.
6973#Richter,16,24#24. Und als das Volk ihn sah, lobten sie ihren Gott. Denn sie sagten: Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, den, der unser Land verheerte, und den, der unsere Erschlagenen zahlreich machte-a-. -a) Ri. 15,14; Offb. 11,10.
6974#Richter,16,25#25. Und es geschah, als ihr Herz fröhlich war, sagten sie: Ruft Simson herbei, er soll für uns Späße machen-1-! Und sie riefen Simson aus dem Gefängnis, und er mußte vor ihnen Späße machen-2-. Und sie stellten ihn zwischen die Säulen. -1) o: für uns tanzen.   2) o: tanzen.
6975#Richter,16,26#26. Und Simson sagte zu dem Jungen, der ihn an der Hand hielt: Laß mich, daß ich die Säulen betaste, auf denen das Haus ruht. Ich will mich an sie lehnen.
6976#Richter,16,27#27. Das Haus war aber voll von Männern und Frauen, und alle Fürsten der Philister waren (ebenfalls) dort. Und auf dem Dach waren an die dreitausend Männer und Frauen, die zusahen, wie-1- Simson Späße machen-2- mußte. -1) o: während.   2) o: tanzen.
6977#Richter,16,28#28. Da rief Simson zu dem HERRN und sagte: Herr, HERR! Denke doch an mich-a- und stärke mich doch nur diesmal (noch), o Gott, damit ich Rache nehmen kann an den Philistern - --eine- Rache (nur) für meine beiden Augen! -a) Ps. 10,12; Jer. 15,15.
6978#Richter,16,29#29. Dann umfaßte Simson die beiden Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, stemmte sich gegen sie - (gegen) die eine mit seiner Rechten und (gegen) die andere mit seiner Linken.
6979#Richter,16,30#30. Und Simson sagte: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Und er beugte sich mit (aller) Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war. So waren die Toten, die er mit seinem Tod tötete, zahlreicher als die, die er in seinem Leben getötet hatte.
6980#Richter,16,31#31. Und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters kamen herab und hoben ihn auf. Und sie brachten (ihn) hinauf und begruben ihn zwischen Zora und Eschtaol-a- im Grab seines Vaters Manoach. Er hatte aber Israel zwanzig Jahre gerichtet-b-. -a) Ri. 13,25.   b) Ri. 15,20.
6981#Richter,17,1#1. UND es war ein Mann vom Gebirge Ephraim-a-, sein Name war Micha-b-. -a) Ri. 3,27; Jos. 17,15; 21,21; 24,30.   b) Ri. 18,2.
6982#Richter,17,2#2. Der sagte zu seiner Mutter: Die 1 100 Silberstücke, die dir genommen worden sind und derentwegen du einen Fluch ausgestoßen und ihn auch vor meinen Ohren ausgesprochen hast, - siehe, das Silber ist bei mir. --Ich- selbst habe es genommen-a-. Da sagte seine Mutter: Sei gesegnet dem HERRN-1-, mein Sohn-b-! -1) o: von dem HERRN.   a) Ps. 10,3.   b) 1.Sam. 15,13.
6983#Richter,17,3#3. Und er gab die 1 100 Silberstücke seiner Mutter zurück. Und seine Mutter sagte: Hiermit erkläre ich nun das Silber als heilig für den HERRN-1-! Für meinen Sohn (gehe es) aus meiner Hand, damit man ein Schnitzbild und ein Gußbild (davon) mache-a-! Und jetzt gebe ich es dir zurück. -1) o: Geheiligt hatte ich das Silber für den HERRN. a) 2.Mo. 20,4.23.
6984#Richter,17,4#4. Aber er gab das Silber seiner Mutter zurück. Und seine Mutter nahm zweihundert Silberstücke und gab sie dem Goldschmied, und der machte davon ein Schnitzbild und ein Gußbild-a-; das war nun in Michas Haus-b-. -a) Ri. 18,17; Jes. 46,6; Hab. 2,18.19.   b) 5.Mo. 27,15.
6985#Richter,17,5#5. So hatte der Mann Micha ein Gotteshaus. Und er machte ein Ephod-a- und Teraphim-b- und weihte einen von seinen Söhnen-1-; der wurde sein Priester-c-. -1) w: füllte einem von seinen Söhnen die Hand. a) Ri. 8,27.   b) 1.Mo. 31,19; 1.Sam. 19,13; Hes. 21,26; Hos. 3,4.   c) 2.Mo. 29,9; 1.Kön. 12,32.
6986#Richter,17,6#6. In jenen Tagen war kein König in Israel-a-. Jeder tat, was recht war in seinen Augen-b-. -a) Ri. 18,1; 19,1.   b) Ri. 21,25; 5.Mo. 12,8; Spr. 16,2.
6987#Richter,17,7#7. Nun war da ein junger Mann aus Bethlehem (in) Juda-a-, aus einer Sippe (in) Juda; der war ein Levit-1b-, und er wohnte als Fremder dort. -1) man betrachtete die Leviten als Angehörige des Stammes, in dessen Gebiet sie wohnten. a) Ri. 12,8; Ruth 1,1.2; Mi. 5,1.   b) Ri. 12,5.
6988#Richter,17,8#8. Und der Mann zog aus der Stadt, aus Bethlehem (in) Juda fort, um als Fremder zu wohnen, wo er es (gerade) träfe. Und indem er seinen Weg zog, kam er ins Gebirge Ephraim zum Haus Michas.
6989#Richter,17,9#9. Und Micha sagte zu ihm: Woher kommst du? Er sagte zu ihm: Ich bin ein Levit aus Bethlehem (in) Juda. Ich bin auf der Wanderschaft, um als Fremder zu wohnen, wo ich es (gerade) treffen werde.
6990#Richter,17,10#10. Da sagte Micha zu ihm: Bleibe bei mir und werde mir zum Vater-a- und zum Priester! Und ich will dir jährlich zehn Silberstücke geben und Ausrüstung an Kleidern und deinen Lebensunterhalt-b-. Da ging der Levit (zu ihm hinein). -a) Ri. 18,19; 1.Mo. 45,8; 2.Kön. 2,12.   b) 1.Sam. 2,36.
6991#Richter,17,11#11. Und der Levit entschloß sich, bei dem Mann zu bleiben. Und für den wurde der junge Mann wie einer seiner Söhne.
6992#Richter,17,12#12. Und Micha weihte den Leviten-1-. Und der junge Mann wurde sein Priester-a- und war (für immer) im Haus Michas. -1) w: Und Micha füllte die Hand des Leviten.  a) Ri. 18,4.
6993#Richter,17,13#13. Und Micha sagte: Jetzt weiß ich, daß der HERR mir Gutes tun wird, denn ich habe den Leviten zum Priester-a-. -a) Ri. 18,24.
6994#Richter,18,1#1. IN jenen Tagen gab es keinen König in Israel-a-. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil zum Wohnen; denn bis zu jenem Tag war ihm mitten unter den Stämmen Israels nichts als Erbteil zugefallen-b-. -a) Ri. 17,6.   b) Ri. 1,34.
6995#Richter,18,2#2. Und die Söhne Dan sandten fünf Männer aus ihrer Sippe, aus ihrer Gesamtheit, tapfere Männer aus Zora und aus Eschtaol-a-, um das Land auszukundschaften und es zu erforschen-b-. Und sie sagten zu ihnen: Geht hin, erforscht das Land! Und sie kamen in das Gebirge Ephraim zum Haus Michas-c- und übernachteten dort. -a) Ri. 13,25.   b) Jos. 2,2.   c) Ri. 17,1.
6996#Richter,18,3#3. Als sie beim Haus Michas waren, erkannten sie die Mundart-1- des jungen Mannes, des Leviten. Und sie bogen dahin ab und sagten zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Und was tust du hier? Und was hast du hier? -1) w: Stimme.
6997#Richter,18,4#4. Und er sagte zu ihnen: So und so hat Micha mir getan. Und er hat mich in Lohn genommen, und ich bin sein Priester geworden-a-. -a) Ri. 17,10-12.
6998#Richter,18,5#5. Da sagten sie zu ihm: Befrage doch Gott, damit wir erkennen, ob unser Weg, auf dem wir gehen, zum Ziel führt-a-! -a) 1.Sam. 9,9; Hos. 4,12.
6999#Richter,18,6#6. Da sagte der Priester zu ihnen: Geht in Frieden-a-! Vor dem HERRN (liegt) euer Weg, auf dem ihr geht. -a) 2.Mo. 4,18.
7000#Richter,18,7#7. Und die fünf Männer gingen hin und kamen nach Lajisch-a-. Und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der Sidonier, ruhig und arglos-1-. Und es gab keinen, der einem irgend etwas zuleide tat im Land, (oder) der (fremdes) Vermögen in Besitz genommen hätte-2-. Und sie waren (weit) entfernt von den Sidoniern und hatten mit den Aramäern-3- nichts zu tun-b-. - -1) o: sorglos; o: sicher.   2) o: . . . im Land (keinen) Eroberer, (keine) Unterdrückung.  3) so mit LXX und der syrÜs.; MasT: mit (irgend)einem Menschen.  a) V. 29.  b) 1.Chr. 4,40.
7001#Richter,18,8#8. Und sie kamen (zurück) zu ihren Brüdern nach Zora und Eschtaol. Und ihre Brüder sagten zu ihnen: Was (bringt) ihr?
7002#Richter,18,9#9. Sie sagten: Macht euch auf und laßt uns gegen sie hinaufziehen! Denn wir haben uns das Land angesehen, und siehe, es ist sehr gut-a-. Und ihr bleibt (noch) untätig? Seid nicht träge zu gehen, um hinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen-b-! -a) 4.Mo. 14,7-9.   b) Jos. 18,3; 1.Kön. 22,3.
7003#Richter,18,10#10. Wenn ihr hinkommt, werdet ihr zu einem arglosen-1- Volk kommen, und das Land ist geräumig nach (allen) Seiten hin. Ja, Gott hat es in eure Hand gegeben-a-, einen Ort, wo es keinen Mangel gibt an irgend etwas, was auf Erden ist-b-. -1) o: sorglosen; o: sicheren. a) Jos. 2,23.24.   b) 5.Mo. 8,7-9.
7004#Richter,18,11#11. Da brachen sechshundert Mann von dort auf, von der Sippe der Daniter, aus Zora und aus Eschtaol, umgürtet mit Waffen.
7005#Richter,18,12#12. Und sie zogen hinauf und lagerten zu Kirjat-Jearim in Juda-a-. Daher hat man diesen Ort Machaneh-Dan-1b- genannt bis auf diesen Tag; siehe, er (liegt) hinter Kirjat-Jearim. -1) d.h. Heerlager Dans.  a) Jos. 15,9.60; 1.Sam. 6,21.  b) Ri. 13,25.
7006#Richter,18,13#13. Und von dort zogen sie weiter ins Gebirge Ephraim und kamen zum Haus Michas.
7007#Richter,18,14#14. Da begannen die fünf Männer, die gegangen waren, das Land Lajisch auszukundschaften, und sagten zu ihren Brüdern: Wißt ihr, daß in diesen Häusern Ephod und Teraphim und ein Schnitzbild und ein Gußbild sind? Und nun erkennt, was ihr zu tun habt!
7008#Richter,18,15#15. Da bogen sie dahin ab und traten in das Haus des jungen Mannes, des Leviten, ein, in das Haus Michas, und fragten ihn nach seinem Wohlergehen-a-. -a) 1.Sam. 17,22.
7009#Richter,18,16#16. Die sechshundert mit ihren Waffen umgürteten Männer aber, die von den Söhnen Dan waren, blieben am Eingang des Tores stehen.
7010#Richter,18,17#17. (Nur) die fünf Männer, die gegangen waren, das Land auszukundschaften, stiegen hinauf, gingen dort hinein (und) nahmen das Schnitzbild und das Ephod und die Teraphim und das Gußbild-a-. Und der Priester und die sechshundert Mann, die mit Waffen umgürtet waren, standen am Eingang des Tores. -a) Ri. 17,4.
7011#Richter,18,18#18. Als jene nun in Michas Haus gingen und das Schnitzbild, das Ephod und die Teraphim und das Gußbild wegnahmen, da sagte der Priester zu ihnen: Was tut ihr da?
7012#Richter,18,19#19. Sie sagten zu ihm: Schweig! Lege deine Hand auf deinen Mund und geh mit uns und sei für uns Vater und Priester-a-! Ist es besser für dich, Priester zu sein für das Haus eines einzelnen Mannes oder Priester zu sein für einen Stamm und für eine Sippe in Israel? -a) Ri. 17,10.
7013#Richter,18,20#20. Da wurde das Herz des Priesters froh-a-, und er nahm das Ephod und die Teraphim und das Schnitzbild und ging mitten unter das Volk. -a) Jes. 56,11; Röm. 16,18.
7014#Richter,18,21#21. Und sie wandten sich und gingen (weiter) und stellten die Kinder und das Vieh und die wertvollen Dinge an ihre Spitze.
7015#Richter,18,22#22. Sie hatten sich (schon ein Stück weit) von Michas Haus entfernt, da wurden die Männer zusammengerufen, die in den Häusern (wohnten), die beim Haus Michas (standen), und sie holten die Söhne Dan ein-1-. -1) o: und sie bekamen die Söhne Dan zu fassen.
7016#Richter,18,23#23. Und sie riefen die Söhne Dan an; und diese wandten ihr Gesicht um und sagten zu Micha: Was ist dir, daß du dich hast rufen lassen?
7017#Richter,18,24#24. Er sagte: Meine Götter, die ich gemacht hatte, habt ihr (mir) weggenommen und den Priester dazu, und seid weggezogen! Was (bleibt) mir da noch-a-? Und wie könnt ihr denn zu mir sagen: Was ist dir? -a) Ri. 17,13; 1.Mo. 31,30.34; 2.Chr. 25,15.
7018#Richter,18,25#25. Aber die Söhne Dan sagten zu ihm: Laß deine Stimme bei uns nicht (mehr) hören, damit nicht Männer mit erbittertem Mut-1- über euch herfallen und du dein Leben verwirkst-2- und das Leben deines Hauses! -1) o: mit grimmigem Gemüt.   2) w: aufsammelst.
7019#Richter,18,26#26. Und die Söhne Dan zogen ihres Weges. Und als Micha sah, daß sie stärker waren als er, wandte er sich und kehrte in sein Haus zurück.
7020#Richter,18,27#27. Jene aber nahmen mit, was Micha gemacht hatte, dazu den Priester, den er besaß. Und sie kamen über Lajisch, über ein ruhiges und argloses-1- Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes; und die Stadt verbrannten sie mit Feuer-a-. -1) o: sorgloses; o: sichered.   a) 5.Mo. 33,22.
7021#Richter,18,28#28. Und kein Retter war da; denn die Stadt-1- war (weit) entfernt von Sidon, und sie hatten mit den Aramäern-2- nichts zu tun. Sie (lag) in der Ebene, die zu Bet-Rehob-a- gehört. Und sie bauten die Stadt (wieder) auf und wohnten in ihr. -1) w: sie.  2) so mit LXX und der syrÜs.; MasT: mit (irgend)einem Menschen.  a) 4.Mo. 13,21; Jos. 19,28; 2.Sam. 10,6.8.
7022#Richter,18,29#29. Und sie gaben der Stadt den Namen Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der dem Israel geboren worden war; früher dagegen war Lajisch der Name der Stadt-a-. - -a) V. 7; 1.Mo. 14,14; 5.Mo. 34,1; Jos. 19,47; 1.Kön. 12,29; 15,20.
7023#Richter,18,30#30. Und die Söhne Dan richteten sich das Schnitzbild auf-a-. Und Jonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose, er und seine Söhne waren Priester für den Stamm der Daniter bis zum Tag der Wegführung (der Bevölkerung) des Landes-b-. -a) 3.Mo. 26,1.   b) 2.Kön. 15,29; 17,22.23.
7024#Richter,18,31#31. Und sie stellten sich das Schnitzbild Michas auf, das er gemacht hatte, all die Tage, in denen das Haus Gottes in Silo war-a-. -a) Jos. 18,1.
7025#Richter,19,1#1. UND es geschah in jenen Tagen - einen König gab es (damals) nicht in Israel-a- - es geschah also, daß ein levitischer Mann am äußersten Ende des Gebirges Ephraim-b- als Fremder wohnte, der nahm sich eine Nebenfrau aus Bethlehem (in) Juda-c-. -a) Ri. 17,6.   b) Ri. 3,27.   c) Ri. 12,8.
7026#Richter,19,2#2. Und seine Nebenfrau war wütend auf ihn-1- und lief weg von ihm ins Haus ihres Vaters nach Bethlehem (in) Juda und war dort eine Zeitlang, (nämlich) vier Monate. -1) o: hurte neben ihm.
7027#Richter,19,3#3. Da machte sich ihr Mann auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen zu reden-a- (und) sie zurückzubringen. Und er hatte seinen Knecht und ein Paar Esel bei sich. Sie aber führte ihn in das Haus ihres Vaters. Und als der Vater der jungen Frau-1- ihn sah, kam er ihm freudig entgegen. -1) w: des Mädchens; auch eine verheiratete junge Frau hieß für die Eltern «Mädchen».   a) 1.Mo. 34,3.
7028#Richter,19,4#4. Und sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, hielt ihn zurück, und er blieb drei Tage bei ihm. Und sie aßen und tranken und übernachteten dort.
7029#Richter,19,5#5. Und es geschah am vierten Tag, da machten sie sich früh am Morgen auf, und er erhob sich, um fortzugehen. Da sagte der Vater der jungen Frau-1- zu seinem Schwiegersohn: Stärke dein Herz mit einem Bissen Brot-a-, und danach könnt ihr gehen! -1) s. Anm. zu V. 3.   a) 1.Mo. 18,5; Ps. 104,15.
7030#Richter,19,6#6. So blieben sie denn, aßen beide miteinander und tranken. Und der Vater der jungen Frau-1- sagte zu dem Mann: Tu (mir) doch den Gefallen und bleib über Nacht und laß dein Herz fröhlich sein-a-! -1) s. Anm. zu V. 3.   a) Ruth 3,7.
7031#Richter,19,7#7. Doch der Mann erhob sich, um fortzugehen. Da drang sein Schwiegervater in ihn, so daß er wieder dort übernachtete.
7032#Richter,19,8#8. Und am fünften Tag machte er sich früh am Morgen auf, um fortzugehen. Da sagte der Vater der jungen Frau-1-: Stärke doch dein Herz und verweilt, bis der Tag sich neigt! So aßen sie beide (miteinander). -1) s. Anm. zu V. 3.
7033#Richter,19,9#9. Dann erhob sich der Mann, um fortzugehen, er und seine Nebenfrau und sein Knecht. Aber sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau-1-, sagte zu ihm: Sieh doch, der Tag nimmt ab, es will Abend werden. Übernachtet doch! Siehe, der Tag sinkt, übernachte hier und laß dein Herz fröhlich sein! Morgen früh könnt ihr euch dann auf euren Weg machen, und du magst zu deinem Zelt gehen. -1) s. Anm. zu V. 3.
7034#Richter,19,10#10. Aber der Mann wollte nicht übernachten, sondern erhob sich und zog fort. Und er kam bis gegenüber von Jebus, das ist Jerusalem-a-, und bei ihm war das Paar gesattelter Esel, und seine Nebenfrau war bei ihm. -a) Jos. 15,8.63; 18,28.
7035#Richter,19,11#11. Sie waren bei Jebus, und der Tag war sehr gesunken, da sagte der Knecht zu seinem Herrn: Komm doch und laß uns in diese Stadt der Jebusiter-a- einkehren und darin übernachten! -a) Ri. 1,21.
7036#Richter,19,12#12. Sein Herr aber sagte zu ihm: Wir wollen nicht in einer Stadt von Fremden einkehren, die nicht von den Söhnen Israel sind, sondern wir wollen nach Gibea-a- hinübergehen. -a) Jos. 18,25.28.
7037#Richter,19,13#13. Und er sagte zu seinem Knecht: Komm, wir wollen uns einem der Orte nähern und in Gibea-a- oder in Rama-b- übernachten! -a) Jos. 18,25.28.   b) Jes. 10,29; Hos. 5,8.
7038#Richter,19,14#14. So zogen sie vorüber und gingen weiter, aber die Sonne ging ihnen unter nahe bei Gibea, das zu Benjamin gehört.
7039#Richter,19,15#15. Und sie wandten sich dorthin, daß sie hineinkämen, um in Gibea zu übernachten-a-. Und er kam hinein und ließ sich auf dem Platz der Stadt nieder, da es niemanden gab, der sie zum Übernachten ins Haus aufgenommen hätte. -a) Ri. 20,4.
7040#Richter,19,16#16. Und siehe, ein alter Mann kam von seiner Arbeit, (spät) abends vom Feld-a-. Der Mann war vom Gebirge Ephraim und wohnte als Fremder in Gibea. Die Männer des Ortes aber waren Benjaminiter. -a) Ps. 104,23.
7041#Richter,19,17#17. Als der nun seine Augen erhob, sah er den Wandersmann auf dem Platz der Stadt, und der alte Mann sagte: Wohin gehst du? Und woher kommst du-a-? -a) 1.Mo. 16,8.
7042#Richter,19,18#18. Und er sagte zu ihm: Wir reisen von Bethlehem (in) Juda an das äußerste Ende des Gebirges Ephraim. Von dort bin ich her, und ich war nach Bethlehem (in) Juda gegangen, und ich gehe (nun) in mein Haus (zurück)-1-, aber es gibt keinen, der mich in (sein) Haus aufnimmt. -1) eT.; MasT: und ich gehe mit dem Haus des HERRN.
7043#Richter,19,19#19. Und wir haben sowohl Stroh als auch Futter für unsere Esel, und auch Brot und Wein habe ich für mich und für deine Magd und für den Diener, der bei deinen Knechten ist, (wir haben) keinen Mangel an irgend etwas.
7044#Richter,19,20#20. Da sagte der alte Mann: Friede (sei mit) dir-a-! Doch, wenn es dir an etwas fehlt, laß mich für dich sorgen-1-. Doch auf dem Platz übernachte nicht-b-! -1) w: Doch, dein Mangel sei auf mir. a) Ri. 6,23; 1.Mo. 43,23.   b) 1.Mo. 19,2.3; Hebr. 13,2.
7045#Richter,19,21#21. So führte er ihn in sein Haus und mischte (Futter) für die Esel. Und sie wuschen ihre Füße-a- und aßen und tranken. -a) 1.Mo. 18,4.
7046#Richter,19,22#22. Als sie nun ihr Herz guter Dinge sein ließen, siehe, da umringten die Männer der Stadt, ruchlose Männer-1-, das Haus, trommelten gegen die Tür und sagten zu dem alten Mann, dem Herrn des Hauses: Führe den Mann, der in dein Haus gekommen ist, heraus, wir wollen ihn erkennen-a-! -1) w: die Männer der Stadt, Männer, Söhne der Ruchlosigkeit.  a) 1.Mo. 19,4.5; Hos. 9,9.
7047#Richter,19,23#23. Da ging der Mann, der Herr des Hauses, zu ihnen hinaus und sagte zu ihnen: Nicht doch, meine Brüder, tut doch nichts Übles! Nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, dürft ihr solch eine Schandtat nicht begehen-a-! -a) 1.Mo. 19,8; 34,7.
7048#Richter,19,24#24. Siehe, meine Tochter, die (noch) Jungfrau (ist) und seine Nebenfrau, sie will ich (euch) herausbringen. Ihnen tut Gewalt an und macht mit ihnen, was gut ist in euren Augen. Aber an diesem Mann dürft ihr so eine schwere Schandtat nicht begehen!
7049#Richter,19,25#25. Aber die Männer wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der Mann seine Nebenfrau und führte sie zu ihnen hinaus auf die Straße. Und sie erkannten sie und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht hindurch bis an den Morgen. Und sie ließen sie gehen, als die Morgenröte aufging.
7050#Richter,19,26#26. Und die Frau kam beim Anbruch des Morgens und fiel nieder am Eingang des Hauses des Mannes, wo ihr Herr war, (und lag dort), bis es hell wurde.
7051#Richter,19,27#27. Und ihr Herr stand am Morgen auf, öffnete die Tür des Hauses und trat hinaus, um seines Weges zu gehen. Siehe, da lag die Frau, seine Nebenfrau, am Eingang des Hauses, ihre Hände auf der Schwelle.
7052#Richter,19,28#28. Da sagte er zu ihr: Steh auf und laß uns gehen! Aber niemand antwortete-a-. Da nahm er sie auf den Esel, und der Mann machte sich auf und zog an seinen Ort. -a) Ri. 20,5.
7053#Richter,19,29#29. Und als er in sein Haus gekommen war, nahm er das Messer, ergriff seine Nebenfrau und zerlegte sie, Glied für Glied-1-, in zwölf Stücke und schickte sie ins ganze Gebiet Israels-a-. -1) w: entsprechend ihren Gebeinen.  a) Ri. 20,6; 1.Sam. 11,7.
7054#Richter,19,30#30. Und es geschah, jeder, der es sah, sagte: (So etwas) wie das hier ist nicht geschehen, noch wurde es gesehen seit dem Tag, da die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgezogen sind, bis zu diesem Tag. Richtet euer Herz darauf-1-, beratet und redet-a-! -1) so mit ein. hebrHs. und der aramÜs.; MasT: Richtet euch darauf.   a) Ri. 20,7; Spr. 20,18.
7055#Richter,20,1#1. UND alle Söhne Israel zogen aus, und die Gemeinde - von Dan bis Beerscheba-a-, dazu das Land Gilead-b- - versammelte sich wie --ein- Mann vor dem HERRN-c- nach Mizpa-d-. -a) 1.Sam. 3,20; 2.Sam. 3,10; 1.Kön. 5,5; 1.Chr. 21,2; 2.Chr. 30,5.   b) Jos. 22,9.   c) Jos. 4,13.   d) Ri. 11,34; Jos. 18,26; 1.Sam. 11,7.
7056#Richter,20,2#2. Und die Oberhäupter des ganzen Volkes traten zusammen, alle Stämme Israels, zur Versammlung des Volkes Gottes: 400 000 Mann zu Fuß, die das Schwert zogen-a-. -a) Jos. 22,12.
7057#Richter,20,3#3. Und die Söhne Benjamin hörten, daß die Söhne Israel nach Mizpa hinaufgezogen waren. Und die Söhne Israel sagten: Redet (doch)! Wie ist diese Übeltat geschehen-a-? -a) V. 12; 5.Mo. 13,15.
7058#Richter,20,4#4. Da antwortete der levitische Mann, der Mann der ermordeten Frau und sagte: Ich war nach Gibea gekommen, das zu Benjamin gehört, ich und meine Nebenfrau, um (dort) zu übernachten-a-. -a) Ri. 19,15.
7059#Richter,20,5#5. Da erhoben sich die Bürger-1- von Gibea gegen mich und umringten meinetwegen-2- nachts das Haus-a-. Mich gedachten sie umzubringen, und meiner Nebenfrau taten sie Gewalt an, so daß sie starb-b-. -1) w: die (Grund)besitzer; o: die Herren.  2) w: gegen mich.  a) Ri. 19,22-29.  b) 3.Mo. 18,24-30; Jos. 7,15.
7060#Richter,20,6#6. Da ergriff ich meine Nebenfrau, zerlegte sie in (Stücke) und schickte sie in das ganze Gebiet des Erbteils Israels-a-; denn sie haben ein Verbrechen und eine Schandtat begangen in Israel-b-. -a) Ri. 19,22-29.   b) 3.Mo. 18,24-30; Jos. 7,15.
7061#Richter,20,7#7. Siehe, nun seid ihr alle zusammen, Söhne Israel: So bildet euch hier eine Meinung und (schafft) Rat-a-! -a) Ri. 19,30.
7062#Richter,20,8#8. Da stand das ganze Volk auf wie --ein- Mann und sagte: Wir wollen nicht gehen, jeder in sein Zelt, und nicht (vom Weg) abbiegen, jeder in sein Haus;
7063#Richter,20,9#9. sondern dies ist die Sache, die wir jetzt an Gibea tun wollen: (Wir kommen) über es nach dem Los-a-! -a) Spr. 16,33.
7064#Richter,20,10#10. Wir nehmen (je) zehn Männer von hundert aus allen Stämmen Israels und hundert von tausend und tausend von zehntausend, daß sie Wegzehrung für das Volk holen, um bei ihrer Ankunft an Gibea-1--Benjamin der ganzen Schandtat entsprechend zu handeln, die es in Israel begangen hat-a-. -1) MasT: Geba.   a) 3.Mo. 18,24-30; Jos. 7,15.
7065#Richter,20,11#11. Und alle Männer von Israel versammelten sich gegen die Stadt, wie --ein- Mann verbündet.
7066#Richter,20,12#12. Und die Stämme Israels sandten Männer in den ganzen Stamm Benjamin-1- und (ließen) sagen: Was ist das für eine Untat, die unter euch geschehen ist-a-! -1) so die altÜs.; MasT: in alle Stämme Benjamin.  a) V. 3.
7067#Richter,20,13#13. So gebt jetzt die Männer heraus, die Söhne der Ruchlosigkeit, die in Gibea sind, daß wir sie töten und das Böse aus Israel wegschaffen-a-! Aber die Söhne Benjamin wollten nicht auf die Stimme ihrer Brüder, der Söhne Israel, hören. -a) 5.Mo. 17,7.12.
7068#Richter,20,14#14. Und die Söhne Benjamin versammelten sich aus den Städten nach Gibea, um zum Kampf mit den Söhnen Israel auszuziehen.
7069#Richter,20,15#15. Und an jenem Tag wurden die Söhne Benjamin aus den Städten gemustert: 26 000 Mann, die das Schwert zogen, abgesehen von den Bewohnern von Gibea; (auch) sie wurden gemustert: 700 auserlesene Männer.
7070#Richter,20,16#16. Unter diesem ganzen (Kriegs)volk waren 700 auserlesene Männer, die Linkshänder waren-a-. Diese alle schleuderten mit dem Stein aufs Haar (genau) und verfehlten (ihr Ziel) nie-b-. -a) Ri. 3,15.   b) 1.Chr. 12,2.
7071#Richter,20,17#17. Und die Männer von Israel wurden gemustert, abgesehen von Benjamin: 400 000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren Kriegsmänner.
7072#Richter,20,18#18. Und sie machten sich auf und zogen hinauf nach Bethel und befragten Gott-a-. Und die Söhne Israel sagten: Wer von uns soll zuerst-b- hinaufziehen zum Kampf mit den Söhnen Benjamin? Und der HERR sprach: Juda zuerst! -a) Ri. 1,1; 1.Sam. 10,3.   b) Ri. 1,2.
7073#Richter,20,19#19. Und die Söhne Israel machten sich am Morgen auf und lagerten sich gegen Gibea.
7074#Richter,20,20#20. Und die Männer von Israel zogen aus zum Kampf mit Benjamin, und die Männer von Israel ordneten sich zur Schlacht gegen sie, zu Gibea.
7075#Richter,20,21#21. Und die Söhne Benjamin zogen aus Gibea heraus, und sie streckten unter Israel an jenem Tag 22 000 Mann zu Boden-a-. -a) 1.Mo. 49,27; Hos. 10,9.
7076#Richter,20,22#22. Aber das (Kriegs)volk faßte (neuen) Mut, die Männer von Israel, und sie ordneten sich nochmals zur Schlacht an der Stelle, wo sie sich am ersten Tag geordnet hatten.
7077#Richter,20,23#23. Die Söhne Israel waren nämlich hinaufgezogen und hatten vor dem HERRN geweint bis zum Abend-a-. Und sie hatten den HERRN befragt-b-: Soll ich nochmals ausrücken zum Kampf mit den Söhnen meines Bruders Benjamin? Und der HERR hatte gesagt: Zieht gegen ihn hinauf! -a) Ri. 21,2; Jos. 7,6; 1.Sam. 7,6; 2.Sam. 3,35. b) Ri. 1,1; 1.Sam. 10,3.
7078#Richter,20,24#24. Und die Söhne Israel näherten sich den Söhnen Benjamin am zweiten Tag.
7079#Richter,20,25#25. Und (auch) Benjamin zog am zweiten Tag aus Gibea heraus, ihnen entgegen, und sie streckten unter den Söhnen Israel nochmals 18 000 Mann zu Boden-a-; diese alle zogen das Schwert. -a) 1.Mo. 49,27; Hos. 10,9.
7080#Richter,20,26#26. Da zogen alle Söhne Israel und das ganze (Kriegs)volk hinauf und kamen nach Bethel-a-. Und sie weinten und saßen dort vor dem HERRN-b- und fasteten an jenem Tag bis zum Abend-c-; und sie opferten Brandopfer und Heilsopfer-1- vor dem HERRN-d-. -1) o: Friedensopfer; o: Abschlußopfer; o: Gemeinschaftsopfer.  a) V. 18; 1.Mo. 28,19.  b) Jos. 24,1.  c) Ri. 21,2; Jos. 7,6; 1.Sam. 7,6; 2.Sam. 3,35.  d) Ri. 21,4.
7081#Richter,20,27#27. Und die Söhne Israel befragten den HERRN-a- - denn die Lade des Bundes Gottes war in jenen Tagen dort-b-, -a) Ri. 1,1; 1.Sam. 10,3.   b) 2.Sam. 7,6.7.
7082#Richter,20,28#28. und Pinhas-a-, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihr-1- in jenen Tagen - und sie sagten: Soll ich noch einmal zum Kampf mit den Söhnen meines Bruders Benjamin ausziehen, oder soll ich aufhören? Da sprach der HERR: Zieht hinauf, denn morgen werde ich ihn in deine Hand geben-b-! -1) d.h. übte den Priesterdienst aus. a) 2.Mo. 6,25.   b) Ri. 1,2.
7083#Richter,20,29#29. Und Israel legte (Leute in den) Hinterhalt ringsum gegen Gibea-a-. -a) Jos. 8,2.4.
7084#Richter,20,30#30. Und die Söhne Israel zogen am dritten Tag hinauf gegen die Söhne Benjamin und ordneten sich (zum Kampf) gegen Gibea wie die vorigen Male-1-. -1) w: wie Mal für Mal.
7085#Richter,20,31#31. Und (auch) die Söhne Benjamin zogen heraus, dem (Kriegs)volk entgegen, wurden von der Stadt abgeschnitten und fingen an, einige-1- vom (Kriegs)volk zu erschlagen-a- wie die vorigen Male-2- - auf den Straßen, von denen die eine nach Bethel hinaufsteigt und die andere nach Gibea - im (offenen) Feld etwa dreißig Mann von Israel. -1) w: Erschlagene.  2) w: wie Mal für Mal.  a) Jos. 8,17.
7086#Richter,20,32#32. Da sagten die Söhne Benjamin: Sie sind vor uns geschlagen wie beim ersten (Mal). Die Söhne Israel aber sagten: Laßt uns fliehen-a- und sie von der Stadt abziehen zu den Straßen hin! -a) Jos. 8,6.
7087#Richter,20,33#33. Da machten sich alle Männer von Israel von ihrer Stelle auf und ordneten sich (neu) bei Baal-Tamar, während der Hinterhalt Israels aus seiner Stellung hervorbrach, aus der Lichtung von Geba-1-. -1) manche nehmen als ursprünglichen Text an: westlich von Gibea.
7088#Richter,20,34#34. Und es kamen gegenüber von Gibea zehntausend auserlesene Männer aus ganz Israel heran, und der Kampf war schwer. Jene aber erkannten nicht, daß das Unglück sie erreicht hatte-a-. -a) Jos. 8,14-17.
7089#Richter,20,35#35. Und der HERR schlug Benjamin vor Israel, und die Söhne Israel streckten unter Benjamin an jenem Tag 25 100 Mann nieder; diese alle zogen das Schwert.
7090#Richter,20,36#36. Da mußten die Söhne Benjamin sehen, daß sie geschlagen waren. Und die Männer von Israel gaben Benjamin Raum, weil sie sich auf den Hinterhalt verließen, den sie auf Gibea zu gelegt hatten.
7091#Richter,20,37#37. Und der Hinterhalt eilte herbei und überfiel Gibea. Und der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes-a-. -a) Jos. 8,14-17.
7092#Richter,20,38#38. Die Männer von Israel hatten aber eine Verabredung mit dem Hinterhalt, eine dicke Rauchwolke aus der Stadt aufsteigen zu lassen.
7093#Richter,20,39#39. Als nun die Männer von Israel im Kampf kehrtmachten und Benjamin angefangen hatte, unter den Männern von Israel einige-1- zu erschlagen, etwa dreißig Mann, so daß sie sagten: Sie sind-2- ja vollständig vor uns geschlagen wie im vorigen Kampf! - -1) w: Erschlagene.   2) w: Er ist; d.h. Israel.
7094#Richter,20,40#40. da begann die Wolke aus der Stadt aufzusteigen als Rauchsäule. Und als Benjamin sich umwandte, siehe, da ging die ganze Stadt (in Flammen) auf zum Himmel-a-. -a) Jos. 8,20.
7095#Richter,20,41#41. Da machten die Männer von Israel (wieder) kehrt. Die Männer von Benjamin aber waren bestürzt, denn sie sahen, daß das Unglück sie erreicht hatte-a-. -a) Jos. 8,20.
7096#Richter,20,42#42. Und sie wandten sich (zur Flucht) vor den Männern von Israel auf den Weg zur Wüste; aber die Schlacht holte sie ein-1-. Und die, die aus den Städten (kamen), streckten sie-1- in ihrer Mitte nieder. -1) w: ihn; d.h. Benjamin.
7097#Richter,20,43#43. Sie umzingelten Benjamin, jagten ihm nach (ohne) Rast (und) holten es gegenüber von Gibea ein, gegen Sonnenaufgang.
7098#Richter,20,44#44. So fielen von Benjamin 18 000 Mann; diese alle waren tapfere Männer.
7099#Richter,20,45#45. Da wandten sie sich und flohen in die Wüste zum Felsen Rimmon-a-. Aber die Israeliten-1- hielten unter ihnen auf den Straßen eine Nachlese von fünftausend Mann und setzten ihnen nach bis Gidom und erschlugen von ihnen (nochmals) zweitausend Mann. -1) w: sie.   a) Ri. 21,13.
7100#Richter,20,46#46. Und es war (die Zahl) aller Gefallenen Benjamins an jenem Tag 25 000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren tapfere Männer.
7101#Richter,20,47#47. Sechshundert Mann aber wandten sich und flohen in die Wüste zum Felsen Rimmon-a- hin; und sie blieben am Felsen Rimmon vier Monate. - -a) Ri. 21,13.
7102#Richter,20,48#48. Und die Männer von Israel kehrten zu den Söhnen Benjamin zurück und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, -1-(alles) in der Stadt, (von den) Männern-1- bis zum Vieh, bis zu allem, was sich vorfand. Auch alle die Städte, die sich vorfanden, steckten sie in Brand-a-. -1-1) so mit den meisten hebrHs.; MasT: von der Stadt (und zwar von ihrer) heilen Stelle.   a) Ri. 21,23.
7103#Richter,21,1#1. DIE Männer von Israel aber hatten in Mizpa geschworen: Niemand von uns darf seine Tochter (einem aus) Benjamin zur Frau geben!
7104#Richter,21,2#2. Und das Volk kam nach Bethel, und sie saßen dort bis zum Abend vor Gott. Und sie erhoben ihre Stimme und brachen in ein großes Weinen aus-a-. -a) Ri. 20,23.26; 1.Sam. 30,4.
7105#Richter,21,3#3. Und sie sagten: HERR, du Gott Israels, wozu ist dies in Israel geschehen, daß heute ein (ganzer) Stamm aus Israel fehlt?
7106#Richter,21,4#4. Und es geschah am andern Tag, da machte sich das Volk früh auf, und sie bauten dort einen Altar-a- und opferten Brandopfer und Heilsopfer-1b-. -1) o: Friedensopfer; o: Abschlußopfer; o: Gemeinschaftsopfer.  a) Ri. 6,24.  b) Ri. 20,26; 2.Sam. 24,25.
7107#Richter,21,5#5. Und die Söhne Israel sprachen: Wer ist es, der von allen Stämmen Israels nicht in die Versammlung zu dem HERRN heraufgekommen ist? Denn gegen den, der nicht zu dem HERRN nach Mizpa heraufkäme, war der große Schwur ergangen, der besagte: Getötet, getötet soll er werden-a-! -a) 1.Sam. 11,7; 14,24.
7108#Richter,21,6#6. Und die Söhne Israel hatten Mitleid mit ihrem Bruder Benjamin und sie sagten: Heute ist ein (ganzer) Stamm von Israel abgehauen worden!
7109#Richter,21,7#7. Was sollen wir für sie, die Übriggebliebenen, tun, (um ihnen) zu Frauen (zu verhelfen)? Wir selbst haben ja bei dem HERRN geschworen, ihnen keine von unseren Töchtern zur Frau zu geben.
7110#Richter,21,8#8. Und sie sagten: Wer ist der eine von den Stämmen Israels, der nicht zu dem HERRN nach Mizpa heraufgekommen ist? Und siehe, da war niemand von Jabesch (in) Gilead-a- ins Lager, in die Versammlung, gekommen-b-. -a) 1.Sam. 11,1.9.   b) Ri. 5,23.
7111#Richter,21,9#9. Da wurde das Volk gemustert, und siehe, dort war niemand von den Bewohnern von Jabesch (in) Gilead.
7112#Richter,21,10#10. Da sandte die Gemeinde zwölftausend Mann von den tapferen Männern dorthin, und sie befahlen ihnen: Geht hin und schlagt die Bewohner von Jabesch (in) Gilead mit der Schärfe des Schwertes, samt den Frauen und Kindern!
7113#Richter,21,11#11. Und das ist es, was ihr tun sollt: An jedem Mann sowie an jeder Frau, die das Beilager eines Mannes gekannt hat, sollt ihr den Bann vollstrecken-a-! -a) 4.Mo. 31,17.18.
7114#Richter,21,12#12. Und sie fanden unter den Bewohnern von Jabesch (in) Gilead vierhundert Mädchen, Jungfrauen, von denen keine einen Mann im Beilager erkannt hatte; die brachten sie ins Lager nach Silo-a-, das im Land Kanaan (liegt). -a) Jos. 18,1.
7115#Richter,21,13#13. Und die ganze Gemeinde sandte hin und redete zu den Söhnen Benjamin, die am Felsen Rimmon waren-a-, und rief ihnen zu: Friede! -a) Ri. 20,47.
7116#Richter,21,14#14. So kehrte Benjamin in jener Zeit zurück. Und sie gaben ihnen die Frauen, die sie hatten leben lassen von den Frauen von Jabesch (in) Gilead; aber die reichten so nicht aus für sie.
7117#Richter,21,15#15. Und das Volk hatte Mitleid mit Benjamin, weil der HERR einen Riß gemacht hatte in den Stämmen Israels.
7118#Richter,21,16#16. Und die Ältesten der Gemeinde sagten: Was sollen wir für die Übriggebliebenen tun, (um ihnen) zu Frauen (zu verhelfen)? Denn die Frau ist aus Benjamin ausgerottet.
7119#Richter,21,17#17. Und sie sagten: Der Besitz der Entkommenen (muß) Benjamin (bleiben), damit nicht ein Stamm aus Israel ausgelöscht wird.
7120#Richter,21,18#18. Wir aber, wir können ihnen keine Frauen von unseren Töchtern geben; denn die Söhne Israel haben geschworen: Verflucht sei, wer Benjamin eine Frau gibt!
7121#Richter,21,19#19. Und sie sagten: Siehe, (da ist doch) ein Fest des HERRN von Jahr zu Jahr in Silo, das nördlich von Bethel (liegt), gegen Sonnenaufgang von der Straße, die von Bethel nach Sichem hinaufführt, und südlich von Lebona.
7122#Richter,21,20#20. Und sie befahlen den Söhnen Benjamin: Geht hin und legt euch in den Weinbergen auf die Lauer!
7123#Richter,21,21#21. Und wenn ihr (dann) seht, siehe, die Töchter von Silo ziehen heraus, um im Reigentanz zu tanzen-a-, dann kommt hervor aus den Weinbergen und fangt euch unter den Töchtern von Silo jeder seine Frau und zieht (wieder) hin ins Land Benjamin! -a) Ri. 11,34.
7124#Richter,21,22#22. Und es soll geschehen, wenn ihre Väter oder ihre Brüder kommen, um uns Vorwürfe zu machen, wollen wir zu ihnen sagen: Seid barmherzig mit ihnen! (Sie haben zu uns gesagt:) Keiner von uns hat im Krieg (gegen Jabesch) seine Frau bekommen. - Ihr habt sie ihnen ja nicht selbst gegeben, daß ihr jetzt schuldig wäret.
7125#Richter,21,23#23. Da machten es die Söhne Benjamin so und nahmen sich Frauen nach ihrer Zahl von den Tanzenden, die sie raubten. Und sie zogen fort und kehrten in ihr Erbteil zurück. Und sie bauten die Städte (wieder) auf und wohnten in ihnen-a-. -a) Ri. 20,48.
7126#Richter,21,24#24. Und die Söhne Israel gingen davon in jener Zeit, jeder zu seinem Stamm und zu seiner Sippe. So zogen sie von dort weg, jeder in sein Erbteil.
7127#Richter,21,25#25. In jenen Tagen war kein König in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen.-a- -a) Ri. 17,6; Jes. 53,6; 66,3; Röm. 3,12.